Du verdrehst die Zusammenhänge. Ja, man hätte rechtzeitig die 5% oder 10% der Bevölkerung ächten müssen, als es noch 5% oder 10% waren. Hat man aber nicht bzw. das wurde permanent unterlaufen von den zahlreichen AfD-Verstehern in Parteien, Medien usw. Jetzt sind es eben 25%. Aber an den USA sieht man was passiert, wenn man das laufen lässt bis es beinahe 50% sind.
Und die AfD-Versteher wollen uns immer noch weismachen, ihre Strategie wäre die Richtige™, obwohl jegliche Evidenz exakt in die entgegengesetzte Richtung weist.
Äh, nein. Erfinde da keine Unterschiede hinein. Da steht eindeutig „dass Zustimmung zu den Positionen der AfD und anderer Rechtsextremer zu gesellschaftlicher Ächtung führt“. Da steht nicht, dass bloß die Positionen geächtet werden, sondern du stimmst zu, du wirst geächtet.
Ja, der gute alte Freundes- und Bekanntenkreis. Wenn du irgendwelche radikalisierten Bekannten hast, die du mit sachlichen Argumenten wieder umdrehen kannst, go for it. Der beste Zeitpunkt wäre allerdings vielleicht vor 5 Jahren gewesen, der zweitbeste letztes Jahr. Es geht hier aber nicht um irgendwelche anekdotischen Bekannten, sondern um die Gesellschaft als ganzes. Stöcker wendet sich in seinem Artikel in 4 von 5 Punkten an die Parteien, und im 5. an Verbände, Vereine, Kirchen usw., und darüber hab ich auch geredet.
Nein, das halte ich für komplett falsch, und die Vergangenheit, bspw. der Umgang mit der DVU oder NPD in Landtagen, oder auch die verhältnismäßig schlechte Performance der AfD in Nord-/Westdeutschland, wo die „Brandmauer“ bis vor kurzem tendenziell auch von der CDU mitgetragen wurde, stützt meiner Meinung nach meine Ansicht.
Gerne. (Fast) Jeder hat eine zweite Chance verdient. Aber zuerst muss die Reue kommen.