Ich schaue da eher auf das Ergebnis. Wenn die „Tradition Weihnachten“ z.B. besagt, dass man mit seiner Familie feiert, können dies Menschen ohne Familie nicht tun. Und Menschen mit Familie müssten ihre Tradition aufweichen, um mit Menschen ohne Familie zu feiern, was praktisch kaum passiert (außer in kitschigen Weihnachtsstories, wo die Familie den einsamen Nachbarn einlädt…). So kommt es hier in jedem Fall zu einem faktischen Ausschluss.
Aber die Diskussion über Weihnachten führt uns nicht weiter - und mit einer Argumentation gegen Weihnachten gewinnt man eh weder hier, noch sonst wo, auch nur einen Blumentopf, weil zu viele Menschen zu viel Positives mit Weihnachten verbinden.
Ich bleibe dabei, dass auch Weihnachten als Tradition eine faktisch ausschließende Wirkung hat, kann aber nachvollziehen, dass andere das anders sehen mögen.
Also das Schwarzpulver aus dem Böller zu bekommen und zusammenzuschütten, das kann wirklich jeder. Wenn ich das mit 15 Jahren konnte, um daraus Rohrbomben zu bauen, kann das auch jeder andere Mensch tun… hier die passende Schlagzeile aus Silvester 2022.. Daraus:
Wie gesagt, so etwas passiert jedes Jahr in Deutschland. Mehrfach.
Erstens: Whatabboutism.
Zweitens: Ja, auch gegen Kleiderverschwendung sollte vorgegangen werden. Aber hier gibt es bessere Wege als Verbote. Beim Böllern sehe ich hingegen kaum bessere Wege als eine strikte Regulierung, z.B. in Vereinsstrukturen, was mit dem Verbot des Privat-Böllerns einhergehen würde.
Drittens: Die Böllerei verursacht nicht nur Umweltschaden, sondern auch massive Personenschäden, Brände und Feinstaubbelastungen. Von psychischen Traumata („Ukraine-Flüchtlingen“, „Kriegsveteranen“) und Schäden an der Tierwelt mal ganz zu schweigen.
Und ich hätte auch Spaß an so vielen Dingen, die aktuell verboten sind (Beispiel wurde oben schon genannt). Wie gesagt, es gibt Millionen Dinge, an denen man Freude haben kann, einige davon sind für die Gemeinschaft schädlicher als andere.