Warum ich mir (noch) kein Elektroauto kaufen werde

Ich möchte kurz meine Situation schildern, um zu zeigen, dass der Umstieg von Verbrenner auf Elektro unter Umständen eben doch kein NoBrainer ist, wie es häufig geschildert wird. Manchmal ist der Verbrenner einfach objektiv die bessere Wahl (Klima ausgeklammert) und man muss schon sehr idealistisch sein, um den Antriebswechsel einzugehen. Hier möchte ich allerdings auch direkt hinzufügen, dass das für den Moment der Fall ist und es sich aus meiner Sicht in den nächsten Jahren relativieren wird.

Meine Anforderungen an das Auto: Mein Auto wird unter der Woche praktisch nicht bewegt. Am Wochenende für größere Einkäufe oder Ausflüge und regelmäßig für längere Fahrten, um Bekannte zu besuchen. Ein typischer Fall ist bspw die Fahrt in meine Heimatstadt (650km eine Richtung) über ein verlängertes Wochenende. Im Jahr komme so auf ca 15.000km. Ich fahre übrigens nicht mit dem Zug, da ich erstens zu häufig schlechte Erfahrungen gemacht habe, oftmals sperriges Gepäck dabei habe und ich die Flexibilität schätze. Ich bin ein sehr kostenbewusster Autofahrer, Prestige oder Luxus ist mir nicht wichtig, ich möchte in erster Linie ein Auto haben, dass meine Mobilitätsbedürfnisse erfüllt.

Meine Wohnsituation: Ich wohne in einer Mietswohnung, habe keinen festen Parkplatz und keine Lademöglichkeit.

Solange mein Auto noch fahrbereit ist, ist das ohnehin die günstigste Variante. Gehen wir also davon aus mein Auto würde kaputt gehen und ich stünde vor der Entscheidung Elektro- oder Verbrenner. Natürlich würde ich kein neues Auto kaufen sondern ein Gebrauchtfahrzeug. Um die Fahrt in meine Heimat in einer halbwegs vernünftigen Zeit absolvieren zu können, brauche ich ein Auto mit ausreichender Reichweite und hoher Ladeleistung. Mit Blick auf den Winter ist für mich hier auch die Akkuvorkonditionierung ein Kriterium. Nach längerer Recherche komme ich auf die Fahrzeuge Tesla Model 3, Hyundai Ioniq 5 bzw KIA EV6 und VW ID3. Diese Fahrzeuge sind schon seit längerer Zeit auf dem Markt und daher als Gebrauchte gut verfügbar. Tesla ist für mich keine Option, die alten ID3s haben keine Akkuvorkonditionierung. Es bleibt also Hyundai Ioniq 5 / KIA EV6. Gebrauchte Hyundai Ioniqs mit großer Batterie (73 kWh) aus dem Jahr 2021 sind in Österreich für etwa 27.000€ erhältlich. Wenn ich einen Verbrenner kaufen müsste, würde ich wahrscheinlich einen gebrauchten Golf Kombi kaufen (10 Jahre alt, 100.000km), welchen ich für ca 10.000€ bekommen würde. Ich müsste also erstmal eine Differenz von 17.000€ aufbringen. Kriege ich diese Differenz über geringe Kosten zurück?

Steuer & Versicherung

Es gibt in Österreich keinen Entfall der Kfz-Steuer mehr, Versicherung ist für den Hyundai sehr wahrscheinlich eher teurer als für den alten Golf. Hier lässt sich also nix sparen.

Kraftstoffkosten

Ich nehme an ich bewege mich ausschließlich auf der Autobahn. Der Golf würde hier wahrscheinlich 7l/100km verbrauchen, bei 15.000km und einem Spritpreis von 1,75€ macht das 1837,5€ jährlich. Den Autobahnverbrauch des Hyundai Ioniqs schätze ich auf 23 kWh/100km. Bei einem Strompreis von 0,50 ct/kWh (hauptsächlich DC Laden, seltener AC Laden) komme ich auf 1725€ jährlich. Hier gibt es also auch keine wirkliche Möglichkeit zu sparen, bei sinkenden Spritpreisen könnte sogar der Verbrenner günstiger sein.

Service & Reparatur

Die Reparaturkosten beim dem alten Golf werden sicherlich, um einiges höher sein als bei dem neueren Elektroauto. Bei den Servicekosten nehme ich an, dass sie auf ähnlichem Niveau sind (Ölwechsel beim Verbrenner vs. erhöhter Reifenverschleiss beim E-Auto). Ich schätze, dass hier 500€ jährlich gespart werden können.

Zusammenfassung

Für das Elektroauto muss ich erstmal 17.000€ mehr aufbringen. Ich habe dann ein neueres Auto mit mehr Technologie und besserem Komfort, allerdings ist der Alltag mit dem Auto umständlicher, da ich keine eigene Lademöglichkeit habe. Für die regelmäßigen längeren Fahrten werde ich eher mehr Zeit einplanen müssen. Und die laufenden Kosten sind, trotz des hohen Spritpreises, nicht wirklich geringer.

Für mich ist deshalb klar, dass ich aktuell noch nicht auf ein Elektroauto umsteigen werde. Natürlich liegt das an meinen speziellen Anforderungen an das Auto, ich bin mir bewusst, dass es Szenarien gibt, in welchen das E-Fahrzeug in jeder Hinsicht die bessere Wahl ist. Aus meiner Sicht ist das Haupthindernis für Menschen wie mich (hohe Kostensensibilität, keine eigene Lademöglichkeit, hoher Langstreckenanteil) der noch eingeschränkte Gebrauchtwagenmarkt. Das liegt einfach daran, dass es langstreckentaugliche E-Autos erst seit geraumer Zeit gibt. In ein paar Jahren wird sich das sicherlich geändert haben und Rechnung mag dann ganz anders aussehen.

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Hast du die unterschiedlichen Restlebensdauern in die Rechnung mit einbezogen? Den Ioniq fährst du noch zehn Jahre, aber den Golf musst du in fünf Jahren durch einen anderen Golf ersetzen, das sind dann ja nochmal €10k. Auf 10 Jahre betrachtet reduziert sich die Differenz im Anschaffungspreis damit auf €7k.

Sonst wäre ja in deiner Betrachtung eine Rostlaube, die du für einen Hunni vorm Schrottplatz gerettet hast, das beste Auto…

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An anderer Stelle hatte ich das für meinen derzeit gebrauchten Verbrenner auch mal grob berechnet.
Vom reinen Unterhalt bzw. laufende Kosten ist das kleine eAuto gut 1000€ billiger im Jahr, ohne Wertverlust.

Hab ich den Verbrenner allerdings abbezahlt, also keine monatliche Rate mehr, und müsste ein neues eAuto leasen oder finanzieren, wäre das eAuto gut 2000€ im Jahr teurer.
Da kann man einige Reparaturen von bezahlen…

Ist also letztlich eine individuelle Kosten-Nutzen-Rechnung.

Das eAuto ist sicher nicht in jedem Fall ab sofort die günstigere Lösung.
Langfristig aber sicher die bessere Option.

Hier wäre es schon eine große Hilfe, wenn der Gesetzgeber nur noch rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge als Firmenwagen zulassen würde. Diese Fahrzeuge schlagen dann wenige Jahre später im Gebrauchtmarkt auf und sind dann auch für Otto Normalverbraucher deutlich erschwinglicher.

Wenn dann noch - wie in einem anderen Thema beschrieben - Dein Arbeitgeber vergünstigtes Laden anbietet, so sieht Deine Kostenschätzung schon deutlich anders aus…

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Genau dazu gibt es ja schon bald (bin unsicher ob in DE oder in der ganzen EU) vorgegebene Quoten :slight_smile:

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Hier ist der Text für mich zu Ende und brauche ich auch nicht weiter lesen.
Du vergleichst ein 10 Jahre altes Auto mit einem 3 Jahre alten Auto. Natürlich ist ersteres billiger. Nein, hier ist jede Diskussion müßig. Kauf weiter Deinen 10 Jahre alten Gebrauchten. Und in 5-7 Jahren kaufst Du Dir Dein erstes gebrauchtes Elektroauto.
Problem sind die, die sich junge Gebrauchte oder Neuwagen kaufen und dann zum Verbrenner greifen. Das ist in 99% der Fälle irrational, doof und ideologiegetrieben. Besonders schlimm finde ich, wenn ich dann feststelle, dass diese Menschen wichtige Entscheider in Unternehmen sind und mich frage, so sind die sonst so irrational, doof und ideologiegetrieben?

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Gut gesagt. Danke.

Oder die Entscheidung basiert halt auf anderen Kriterien als denjenigen, die Du anlegst.

Für mich ist das Thema Auto nicht relevant - seit 6 Jahren bin ich mit dem Hongkonger ÖPNV sehr glücklich. Aber wäre ich noch in München, wäre ich mir auch nicht sicher, ob ich auf ein eAuto umsteigen würde. Ich habe beides gefahren (als Mietwagen bzw. über DriveNow) - Verbrenner oder eAuto hat für mich in der Benutzung keinen Unterschied gemacht, von daher habe ich keine prinzipielle Präferenz und würde daher über Kosten und Praktikabilität entscheiden.

Ich lese die Forumsdiskussionen nur kursorisch mit, aber mein genereller Eindruck ist, dass der Kosten Vor- oder Nachteil nicht so materiell ist, dass ich ihn spüren würde bzw. dass die Ersparnis eher über die Zeit kommt und damit monatlich gesehen noch geringer ist. Finanziell (und ökologisch) gesehen wird ein eigenes Auto für Städter in den meisten Fällen eh irrational sein (Wahnsinniger Ressourceneinsatz für etwas, was 95% der Zeit nur rumsteht und Wert verliert), ich glaube kaum, dass das für die Masse der Käufer ausschlaggebend ist.

Wallboxen gab es in meiner Tiefgarage nicht, um den Vermieter anzusprechen und eine Installation zu diskutieren wären mir meine Zeit und Nerven zu kostbar gewesen. Bei unserer WEG hätte das wohl auch Wochen bis Monate gebraucht. Öffentliche Ladesäulen wären generell OK für mich, aber in der Alternative „5 Minuten Tankstelle“ gegen „Einstecken, Laden, nach Hause gehen, 2 Stunden später wiederkommen, umparken in die eigene Tiefgarage um Strafgebühren zu vermeiden“ hätte wohl der Verbrenner gesiegt. Ich bin auch regelmäßig in die Schweiz gefahren, auf die zusätzliche Ladekomplexität im internationalen Verkehr hätte ich noch weniger Lust gehabt.

Das ganze V2G, Ladestromstärke, Tarife und Batteriehaltbarkeitsthema durchschaue ich nicht, aber mein oberflächlicher Eindruck von den intensiven Diskussionen hier ist: „scheint kompliziert und noch nicht ausgereift zu sein, scheint besser zu sein, noch ein bis zwei Generationen abzuwarten“. Am Ende ist ein Auto halt ein Gebrauchsgegenstand und solange es fährt und funktioniert ist mir persönlich ziemlich egal ob das mit Benzin, Diesel, Strom, Gas oder sonst was passiert.

Keine Ahnung, wie die Masse denkt, aber vielleicht läuft das ganze ja wie bei Energiesparlampen: Lange Zeit waren die objektiv Schrott und die EU-Regularien haben massiven Widerstand erzeugt. Aber sobald die Technologie brauchbar wurde (Stichwort LED-Filamentlampen) war alles gut und ausser ein Betonköpfen diskutiert niemand mehr, was besser ist. Bei den eAutos könnte es genauso laufen: Sobald die Ladetechnologie den Komfort eines Verbrenners erreicht (d.h. 5-10 Minuten Zeiteinsatz für 800-1000km Reichweite) werden auch da die Diskussionen weggehen.

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Einen 10 Jahre alten Golf mit einem Ioniq 5 zu vergleichen ist schon steil. Sogar ein neuer ID.7 ist dem Ioniq5 meilenweit unterlegen. Ich habe einen Ioniq5, seit fast auf den Tag genau 3 Jahren. Über die neuen VW eAutos kann ich nur müde lächeln. Deine Laderechnung geht auch nicht wirklich auf. Wenn du viel Autobahn fährst, bezahlst du keine 50 ct/kWh. Rechne das noch mal mit 0,39 ct/kWh bei Ionity mit entsprechendem Abo, was sich bei deiner Autobahnfahrerei lohnen würde. Zumal du bei einem eAuto wesentlich unabhängiger von den Launen irgendwelcher Diktatoren bist. Kenne die Preise in unserem schönen Nachbarland nicht (nicht ironisch, wir sind im Juli wird dort im Urlaub), aber wenn hier der Sprit mal wieder 2 Euro kostet weil Donny meint ein Land anzugreifen sieht die Rechnung sehr schnell sehr anders aus. Zumal der ETS2 dann 2028 kommt, und der Treibstoff dann auch teurer wird. Bei solchen Investitionen sollte man auch langfristig denken.
Die Akku Konditionierung ist übrigens sehr knuffig und macht Spaß, aber das würde ich nicht als Kaufkriterium empfehlen. Ich fahre jetzt nicht übermäßig viel Autobahn, aber in den 3 Jahren bei knapp 40 tkm Laufleistung war ich 2x froh das zu haben, und das war letztes Jahr im Winter. Im Sommer brauchst du die eh nicht und im Frühling und Herbst spart dir das vielleicht 5 Minunten auf 500 km. Von daher kannst du das Netz der potentiellen Autokandidaten ein ganzes Stück weiter werfen (wobei ich den Ioniq5 uneingeschränkt empfehlen kann, das wird das erste Auto in meinen 43 Jahren sein, dass ich länger als 3 Jahre fahren werde).

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Soweit ich den initialen Post verstanden habe müssen hier zwei unterschiedlich wertige Autos miteinander verglichen werden weil es einfach (noch) kein 10 Jahre altes Elektroauto gibt das den Anforderungen gerecht wird.

Was man sich meiner Meinung nach in dem Szenario überlegen sollte ist ob Leihwägen oder sowas nicht auch eine Option sind bei seltener Nutzung. Das habe ich für mich mal durchgerechnet und fiel leider allerdings damals nicht positiv aus.

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Das ist ja dann nochmal ein ganz anderer Vergleich.
Wer kein Auto braucht, sollte sich auch kein Elektroauto zulegen. Das macht ja gar keinen Sinn.

Viele AC-Lader haben nachts keine Strafgebühren, bei mir im Ort sogar die DC-Lader, wenn ich eine passende Ladekarte habe. Man muss sich etwas reinfuchsen, das ist auch am Anfang etwas anstrengend und nervig, nach drei Monaten ist mir das aber in Fleisch und Blut übergegangen.

Es hängt doch letztendlich immer von den individuellen Verhältnissen ab.

Zu behaupten, ein eAuto ist für jeden unter allen Bedingungen die ideale Lösung halte ich zumindest heute für gewagt.

Wer einen älteren, zuverlässigen Gebrauchtwagen fährt, der bezahlt ist, wird wohl beim Kauf eines neuen oder recht neuen eAutos wenig sparen, zumindest wenn man noch leasen oder finanzieren muss.

Wer weder zuhause noch am Arbeitsplatz laden kann und im Umfeld eher nur entfernt 11kw Ladesäulen stehen hat, wird ein eAuto noch als eher unkomfortabel empfunden.

Wer schlicht nicht das Geld dazu hat, hat nochmal begrenzte Möglichkeiten.

Ein Auto-Abo ist sicher eine Option, aber auch nicht wirklich günstig, wenn man es inklusive der hohen Bereitstellungsgebühr rechnet.

Wer Kilometerleistungen über 20.000km pro Jahr hat, zahlt nochmal mehr, egal was für einen Antrieb.

Ich glaube eher, wir kämen im Alltag, ganz pragmatisch gedacht, mit deutlich weniger Autos bzw Autonutzung aus.

Es hat aber auch Faktoren wie Bequemlichkeit bei Wind und Wetter, unmittelbare Verfügbarkeit sowie gegenüber Bahn und Rad oft noch den Zeitfaktor, der eine große Rolle spielt.

Daher: die eine einzige für alle passende Lösung gibt es sicher nicht.

Aber wer die Option eAuto hat und wo die passt, sollte sie nutzen.

Ich glaube, niemand behauptet das in dieser Absolutheit.
Ich würde allerdings behaupten: Wer ein neues Auto (Neuwagen oder Gebrauchtwagen) kaufen muss und bereit ist, dafür mindestens 20.000 Euro auszugeben, für den ist ein eAuto unter fast allen Bedingungen die ideale Lösung…

… wer hingegen bereits ein Auto hat und überlegt, ob er seinen alten Verbrenner gegen ein neues eAuto auswechseln sollte oder wer nur wenig Geld für den (notwendigen) Ersatz seines alten Verbrenners hat, für den könnte ein alter, gebrauchter Verbrenner natürlich für ein paar Jahre noch eine Option sein.

Gibt es diese Fälle realistisch noch?
Seit hier in meinem Stadtteil ein paar öffentliche Ladesäulen stehen und Kaufland auf seinem Parkplatz Ladesäulen installiert hat schießen die eAutos hier aus dem Boden. Hab gerade mal meine Geburtsstadt geprüft (ein absolutes Höllenloch!), selbst dort gibt es jetzt ziemlich viele Ladesäulen. Selbst etliche Kleinstädte in Ostdeutschland habe ich gerade mal überprüft, selbst da gibt es überall Ladesäulen. Und „auf dem richtigen Land“ haben die Leute in der Regel die Möglichkeit, Wallboxen zu installieren oder auch nur improvisiert mit Verlängerungskabel über Nacht zu laden.

Ich glaube, der Zeitpunkt, als man sagen konnte, dass man kein eAuto haben will, weil man nicht laden kann, ist vorbei.

Und da sind wir wieder in der Diskussion alá „Der Verbrenner erlaubt es mir, die 650 km durchzufahren (und damit ein Risiko für mich und andere Verkehrsteilnehmer zu sein), das kann Elektro nicht!“ und meine Antwort darauf: „Es ist gut, dass das eAuto den Fahrer zu vernünftigen Pausen zum Laden zwingt!“, Pausen, die bei LKW-Fahrern aus Sicherheitsgründen Pflicht wären auch auch bei KFZ-Fahrern Sinn machen.

Alle 220 km mal 20 Minuten Pause zu machen und sich die Beine zu vertreten ist in jeder Hinsicht gesund. Wer es nicht schafft, auf einer sechsstündigen Fahrt 40 Minuten Pause einzubauen, plant einfach zu knapp (und bewegt sich generell zu wenig, aber das ist ein anderes Thema.)

Ich nutze auf langen Strecken die Ladepausen bewusst, um ein paar tausend Schritte zu sammeln (ja, körperliche Aktivität ist eine sinnvolle Verwendung der Pausen, die ich jedem nur empfehlen kann!) - daher habe ich gar kein Problem damit, dass mein Auto mich dazu zwingt, hin und wieder mal eine Ladepause zu machen. Aber viele wollen lieber ein Auto, dass ihnen das Konzept WALL-E ermöglicht… die sitzen dann natürlich zum Laden 30 Minuten in ihrem Wagen und langweilen sich oder doomscrollen social media. Selbst Schuld!

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Vor 2 Jahren (als ich meinen Verbrenner gekauft habe) war das tatsächlich noch ein großes Problem, selbst in einer „Großstadt wie Hamm in Westfalen.

Heute würde ich sagen hat sich sehr viel getan, es gibt an Supermärkten und öffentlichen Plätzen schon viele und schnelle öffentliche Säulen.

Wenn man in einem kleinen Kuhkaff wie ich zur Miete wohnt und es nur am Ortsrand eine müde 11 KW Säule gibt, ist ein eAuto tatsächlich eher was für Wallbox-Hauseigentümer.

Aber ich denke mal, noch 2-3 Jahre in dem Tempo weiter, dann sollte es nahezu perfekt sein.

Bei mir steht für 2029 wohl der eTwingo an, wenn er bezahlbar bleibt.

Tatsächlich ist das doch wirklich mal ein Fall von nicht abhängig vom Auto

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Als jemand, der selber seit zwei Jahren E-Auto fährt, habe ich mir schon auch öfters gedacht, dass das zwar für meinen Use Case maximal sinnvoll ist (viel Pendeln, günstigte Lademöglichkeit, etc.), aber wenn ich noch in München in einer Mietwohnung ohne festen Stellplatz und günstige Lademöglichkeit leben würde, würde ich mir das auch noch gut überlegen (v.a., wenn auch der Steuervorteil wegfällt).

Ich fahre einen Volvo EX30, der in deiner Betrachtung fehlt, aber m.E. auch sehr interessant für deinen Fall wäre. Allerdings sind die Autos wohl sehr preisstabil. Habe mal nachgesehen und die Jahreswagen sind noch immer nur wenig unter dem Neupreis.

Bei reiner Autobahnfahrt am Wochenende und 650 km Strecken würde ich mir aber schon Gedanken machen, ob man da überhaupt ein Auto braucht. In meiner Zeit in München als Student hatte ich auch eines, aber hätte es eigentlich ehrlicherweise nicht gebraucht, weil ich es auch fast nur am Wochenende gefahren habe.

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Wenn du ein Auto kaufen willst:

Der von dir kalkulierte Preis von 50 Ct/kWh scheint mir hoch. Hier gibt es Ladesäulen, wo der Preis bei 25-30 Ct liegt. Es gibt Hotels, wo man kostenlos laden kann. Nach Erfahrung meiner Schwester (bis Dez. VW ID 4, jetzt ID 3), lädt man bei der regulären Pause. In 30 - 45 min bekommt man schon den Akku wieder gut geladen.

Die Reparaturkosten von einem 3 J. alten E-Auto mit einem 10 J alten Verbrenner dürfte in jedem Fall zu gunsten des E-Autos ausfallen.

Zum einen haben E-Autos wesentlich weniger Teile, da kann also weniger kaputt gehen. Und ein neueres Auto ist in jedem Fall besser.

Auch HU ist billiger (keine Abgasuntersuchung).

Aber bei deinem Nutzungsprofil spricht doch viel gegen ein Auto.

Wenn das Auto nur am WE genutzt wird, wäre dann Carsharing oder Leihwagen eine Option?

Wenn du in einer Großstadt wohnst, sparst du dann auch die Gebühr für das Anwohnerparken. Das ist in unserer Stadt z.B nur 25-30 € im Monat, aber das kann bei klammen kommunalen Kassen schnell steigen. Bei uns in der Region führt z.B. gerade eine Stadt mit 25T Einw. Gebühren ein, wo bislang in weiten Teilen das Parken kostenlos war.

Wir leben zu zweit und wir machen unsere normalen Einkäufe zu 80 % zu Fuß und zu 20 % mit dem Rad. OK, das klappt nicht immer, wir haben viel um die Ecke.

Wäre es ein Ebike möglich? Mit einem Longtail oder Longjohn wären auch größere Einkäufe (wenn es keine Möbel sind :wink:) auch gut möglich.

https://www.decathlon.de/p/mp/elektrisches-cargobike-compactail-shimano-7-gang-bis-zu-100-km-akku-48v15ah/53528bd2-946e-479b-92b8-581903679fcf/c30c1c1

Wenn du in Ö wohnst, gibt es ja oft das 365-€-Ticket.

Bei uns hier war es so, dass sich von unseren zwei D-Tickets eines nur durch die gesunkene Versicherung gerechnet hat (Wenigfahrer-Tarif).

Die Bahn ist ja in Österreich i.d.R. zuverlässiger.

Seit wir das D-Ticket mit der Flatrate haben, machen wir fast alle Ausflüge mit ÖPNV und/oder Rad. Der Vorteil in unserem Bundesland (Thür.): Radmitnahme ist in Regionalzügen kostenlos.

Ich mache auch längere Fahrten mit dem D-Ticket, wenn es ein längerer Aufenthalt ist.

Wenn deine Fahrten dich ab und zu nach Deutschland führen: Du könntest dann nur für einem Monat ein D-Ticket kaufen. Bei manchen Verkehrsverbünden kann man das auch kurzfristig bis Ende des Monats wieder kündigen. (Z.b. Verkehrsverbund Rhein-Sieg bis zum 25., App TicketPlus+ bis Ende des Monats).

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Mich wundert es, dass das noch niemand anders angebracht hat, denn ich habe mir beim Durchlesen genau dasselbe gedacht:
Wenn ich in einer Großstadt ohne festen Stellplatz wohne und dazu das Auto an 5 von 7 Tagen gar nicht benutze, dann würde ich mir doch kein eigenes Auto zulegen, sondern auf all die Alternativen zurückgreifen, die Elly erwähnt hat. Allen voran Carsharing für die erwähnten längeren Fahrten übers Wochenende.

Beispiel: Ich war mit Frau und Freunden über das Himmelfahrtswochenende im Kurzurlaub und hatte mir für die Zeit ein TeilAuto geliehen. Etwa 630km, 3d 15h Ausleihzeit: 275€ und das wars. Sprit bereits inklusive, daheim ein fester Stellplatz. Mein Bedarf nach einem eigenen Auto ist gedeckt, seitdem ich Carsharing ausprobiert hab.

Einziger Wermutstropfen: Verbrenner und Stromer sind bei Teilauto nicht gleichgestellt. Dadurch dass man Strecke und Zeit bezahlt, werden Verbrenner über eine Tankkarte wiederbefüllt. Stromer können allerdings nur an der Heimladesäule kostenlos geladen werden. D.h. bei längeren Fahrten, bei denen man Nachladen muss, ist man derzeitig finanziell angehalten, zum Verbrenner zu greifen. Schade.

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Hast du mal ein Mietauto gegengerechnet und car sharing für Einkäufe oder Lastenradverleih (beides nur, falls es das in deiner Stadt gibt)?

Also für die Tripps jeweils einen Mietwagen buchen, nicht leasing. Bei uns bekomme ich ein Hyundai iq20 für 216€ für die 1300 km Heimatbesuch Wochenendfahrt. Verbrauch wäre dann vermutlich entweder mindestens identisch, wenn nicht etwas weniger Sprit, als bei dienen älteren gebrauchten. Wartung, Versicherung und Kaufpreis müsste man gegenrechnen.

Würde mich grundsätzlich mal interessieren :smiley: Vermutlich gibts irgendwo die Grenze bei einer bestimmten km Anzahl und Anzahl Fahrten pro Jahr.