Wann ist Erdgas ein besonders schlimmer Klimaschädling?

Ein Talking Point den ich soeben gehört habe ist, das bei einem Gasembargo die Erdgasförderung in Russland garnicht gestoppt werden könnte und das Erdgas dann abgefackelt werden müsste. Mal unabhängig davon wie realistisch dieses Problem ist frage ich mich schon länger folgendes:

Erdgas (größtenteils aus Methan bestehend) ist ja ein sehr viel schlimmerer Klimaschädling als CO2, aber gilt das auch wenn es verbrannt wird oder entstehen dabei dann nicht ganz andere Stoffe? Ich glaube man hat sich so sehr daran gewöhnt, dass bei Verbrennung CO2 entsteht, dass man das dann gleich auch dem Erdgas so überstülpt. Aber ich habe mich einmal über Erdgasfahrzeuge informiert (schon länger her) und ich meine von dort zurückbehalten zu haben, dass die Verbrennung von Erdgas vor allem weniger unmittelbare Schadstoffe (Feinstaub) erzeugt aber auch etwas weniger Klimaschädlich ist.

Erdgas ist schlimmer für das Klima als CO2. Heißt bei der Verbrennung wird Methan CH4 und Sauerstoff O2 zu Kohlendioxid CO2 und Wasser verbrannt. Heißt durch die Verbrennung wird unschädlicheres Gas erzeugt.
ABER: Beim abfackeln wird die Energie nicht genutzt, daher entsteht CO2 für nichts. Es ist also sehr ungünstig.
Dazu kommt, dass Erdgas nicht nur aus Methan besteht. Das ist auch anderes Ziel enthalten wie z. B. Andere brennbare Kohlenwasserstoffe wie Propan, Butan, Wasserstoff oder inerte Gase wie Stickstoff enthalten sein, die ändern an der Grundaussage nichts. Aber es kann auch z. B. sowas wie Schwefelwasserstoff enthalten sein, da entsteht SO2, das ist deutlich giftiger als CO2 - Stichwort saurer Regen. Kommt also auch auf die genaue Zusammensetzung des Erdgases an.
Und dann kommt hinzu, dass eine Verbrennung auch nicht ganz sauber abläuft, heißt es entstehen auch so Dinge wie CO oder es reagiert auch Mal Stickstoff zu Stickstoffdioxid und Feinstaub gibt es auch. Wie viel hängt von der Verbrennung an.

Hoffe dass hilft weiter.