Hier unter der Überschrift " Warum keine Wärmepumpe in ungedämmten Altbau einbauen?": Wärmepumpe Altbau: Sinnvoll? Kosten, Voraussetzungen | Bosch (bosch-homecomfort.com)

Da steht aber nichts davon, dass es dann sinnvoll wäre, eine Wärmepumpe auszubauen.
Letztlich steht dort lediglich, dass es sein könnte, dass die Investition in eine Wärmepumpe sich wirtschaftlich nicht in einem sinnvollen Zeitraum amortisieren wird. Ist die Wärmepumpe aber erst Mal eingebaut, wird es immer noch um Längen besser sein, diese für die folgenden Jahrzehnte zu verwenden, als sie gegen eine andere Heizungsart auszutauschen.

Also nein, ich glaube Fälle, in denen eine Wärmepumpe so unwirtschaftlich ist, dass es sich lohnt, sie auszubauen und eine andere Heizung einzubauen, sind eher nicht denkbar.

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Da steht:

Ein Altbau ohne Dämmung sollte vor oder mit der Installation der neuen Heizanlage modernisiert werden. Insbesondere, wenn Ihr Haus mehr als 150 kWh Wärme pro m² im Jahr verbraucht. Unterhalb dieses Grenzwerts lohnt es sich zu prüfen, ob im unsanierten Bestandsbau dennoch ein ökologischer und ökonomischer Betrieb möglich ist.

Das ist aber etwas ganz anderes als

selbst WP-Anbieter (z.B. Bosch) auf ihren Websites darauf hinweisen, dass eine WP in einem unsanierten Altbau keinen Sinn macht.

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Ich finde es schon „lustig“ mit welchem Einsatz manche für oder gegen eine Wärmepumpe sich aussprechen. Lasst doch die Menschen selbst entscheiden, ob sie das machen, oder auch nicht machen. Sie werden Gründe für ihr Handeln haben.
Und auch wenn das das eine oder andere Handeln „sich nicht rechnet“ oder „unsinnig“ ist, sollte doch so viel Toleranz da sein auch andere Meinungen einfach mal zu akzeptieren.

Frau von Thurn und Taxis hat im Radio auch mal gemeint, ihr Sohn fährt so gut Auto, dass die Verkehrsregeln für ihn nicht gelten sollten.
Die FDP hat zusammen mit der Union die Verkehrsregeln deshalb für alle aufgeschoben. Erst 2029 sollen die wieder gelten - äh, ich meine die für WP

Es ist pure Ablenkung, larmoyant „Toleranz“ einzufordern, wenn es um die Frage geht, ob man effektiv den Klimawandel eindämmen will oder nicht.

Wir sprechen hier von einer lebensbedrohenden Katastrophe, bei der man schlicht nicht mehr „tolerant“ sein kann, wenn Teile der Bevölkerung aufgrund von Desinformation weiterhin auf fossile Brennstoffe setzen wollen und Teile des Politbetriebes hieraus Identitätspolitik zu Lasten unserer Zukunft betreiben („Der Diesel gehört zu Deutschland“, „Ihre Heizung würde CDU wählen“).

Wärmepumpe ist hier eine von mehreren validen Lösungen für eine Energiewende.

„H2-ready“ Erdgasheizung eben nicht.

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Das ist leider das Problem, dass viele Menschen (leider) nicht mitgehen und sich von der Politik abwenden, wenn diese Toleranz nicht aufgebracht wird.
Mit „Gewalt“ wird es (leider) nicht funktionieren.

Schon wieder eine rhetorisch unlauter eingesetzte Formulierung von Dir.

Das ist keine Gewalt. Das ist Regulierung.

Wir haben als Gesellschaft schon immer Dinge reguliert, wenn wir festgestellt haben, dass diese Dinge negative Auswirkungen auf uns haben.

DDT. FCKW. Asbest. Plastikweichmacher. Röntgenstrahlung. Usw. Alle diese unbestreitbar praktischen Dinge haben wir reguliert oder begrenzt, als wir gemerkt haben, dass die Folgen für die Menschheit in der Summe schlechter waren als ihre Vorteile.

Wir wissen heute, dass fossile Energien auf lange Sicht große Teile des Planeten unbewohnbar machen werden. Und wir haben heute bezahlbare Alternativen zu fossilen Energien.

Selbstverständlich müssen wir dann fossile Energien bzw deren schädliche Emissionen regulieren. Wenn Du dann von „Gewalt“ sprichst, kann ich das nicht ernst nehmen.

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Dumusst es nicht ernst nehmen aber unterhalte dich vielleicht mal mit Leuten außerhalb deiner Bubble. Ich fürchte wenn man zu „aggresiv“ bzw. mit zuviel Druck vorgeht wird das Gegenteil erreicht. Die Grünen haben außerhalb ihres Klientels ein furchtbar schlechtes Image und ich fprchte der nächste Wahlkampf funktioniert, wenn die Parteien sagen sie machen das Gegenteil der Grünen. Cdu,Afd,FDP. Bei einer solchen Regierung wird Klimaschutz kein Thema mehr sein. Egal wie sehr man es sich wünscht. Der Klimawandel ist furchtbar…aber nicht greifbar. Es ist heiß? Na dann kauf ich mir eine Klimaanlage. Es ist kalt, die Politik subventioniert Gas. Klimaflüchtlinge? Wir machen die Grenzen Dicht. Benzin? Ach Steuern runter und dafür Sozialleistungen kürzen. Überschwemmungen? Häuser wo anders neu bauen wo es keine Überschwemmungen gibt. So denken viele da draußen. Ob logisch oder nicht ist egal. Denk an die Schachspielende Taube.

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Mein früherer Nachbar hat mir vor 2j einen Vortrag darüber gehalten, dass man mit Wärmepumpe im Winter frieren wird und dass nichts technologisch besser sei als eine Ölheizung. Er wollte mir partout nicht abnehmen, dass meine neue WP-Heizung funktioniert. (Mein Elektroauto fand er auch aus Prinzip doof.)

Inzwischen ist er weggezogen und sucht vergeblich einen Käufer für sein unsaniertes Haus, das mit Ölheizung zu dem von ihm aufgerufenen Preis niemand haben will.

Es gibt hier einige Nachbarn von der Sorte. Man hört von denen immer wieder die gleichen falschen Argumente aus ihren Lieblings-Telegram-Kanälen: Wärmepumpe bleibe zu kalt, Heizstab mache es zu teuer, Stromkosten, Ökostrom sei ja nicht wirklich öko, Kohlestrom im Strom-Mix, ökologischer Rucksack der Elektroauto-Produktion, Elektroauto-Akkus müsse man nach 8j wegwerfen und könne man ja gar nicht recyclen, seltene Erden, Kinderarbeit für Kobalt, „aber eFuels“, „aber in China bauen sie Kohlekraftwerke“, „ich warte ja lieber auf Wasserstoff“ - immer und immer wieder das gleiche.

Da sei die Frage erlaubt, wer hier in einer Bubble gefangen ist. Und wer in der Bringschuld ist, die Bubble zu verlassen und sich der Realität zu stellen.

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Ohne zu sehr in das Seelenleben dieser Mitbürger reinschauen zu wollen, kann ich mir das schon gut erklären. Ich weiß nicht wie alt dein ehemaliger Nachbar ist, aber folgendes passiert grade speziell mit der Babyboomer Generation. Die Immobilie für die ein Erwerbsleben lang gearbeitet wurde verliert von jetzt auf gleich massiv an Wert ohne dass man selber etwas falsch gemacht hat.
Die Regulierungen haben sich massiv geändert und damit ist die Bewertung des Hauses die immer angenommen wurde falsch. Damit ist das ganze „abschuften“ weniger Wert gewesen.
Da würde ich auch sofort probieren alles in Abrede zu stellen, um irgendwie mein Gewissen zu beruhigen.
Man muss sich das einmal vorstellen, man plant das Haus als Rentenzusatz zu benutzen. Also keine Miete zahlen, nur die Nebenkosten. Die Nebenkosten werden jedoch bei diesen Häusern explodieren und damit hat das ganze abbezahlen den Zweck nicht erfüllt. Verkaufen kann man das Haus auch kaum zu einem Preis der ausreichend Kapital bis zum Lebensende bietet und jetzt sanieren wird viele finanziell komplett überfordern.

Darum bin ich persönlich auch gespannt auf den Punkt, wenn die Union ihren wahren CO2 Preis veröffentlicht. Dann wird nämlich dem letzten „ignoranten“ klar, wie hoch die Nebenkosten werden.
Und hier kommt es dann zum Schwur der Politik. Wird diese Wut der Babyboomer dann noch politisch tragbar sein oder knickt die Politik ein und senkt die CO2 Kosten und reguliert nicht nach…

221 Beiträge…
Wäre mal Zeit, dass Thema vorübergehend abzuschließen…

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Äh, nein.

Man muss in den letzten Jahrzehnten schon wirklich bewusst die Augen und Ohren geschlossen haben, um die Zeichen nicht zu sehen.

Dass Ölheizungen technisch zum alten Eisen gehören und man im Neubau besser nicht mehr wählt, wissen wir seit mind. 30 Jahren.

Dass Erdgasheizungen alternativlos die bessere Wahl sind, gilt seit mind. 20 Jahren nicht mehr.

Dass fossile Brennstoffe bzw. deren Folgen irgendwann prohibitiv bepreist werden müssen, wird seit vielen vielen Jahren angekündigt.

Das, was da gerade auf dem Energie- und Immobilienmarkt passiert, ist wirklich keine Überraschung mehr.

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Wo siehst du günstige Häuser? Ich sehe hier nur Anzeigen mit Haus aus den 50er, unsarniert, 70qm 200.000€. Günstig ist anders.

Und ich denke die Politik wird komplett einknicken. Die Leute bekommen Angst und wählen CDU, FDP und AFD welche die CO2 Steuer einfach wegsubventioniert und dafür Sozialleistungen kürzt.

Aktuelle Sonntagsumfrage: CDU 30% AFD 15%

Trump hat die Unterstützung der Kohle zu einem Pfeiler seiner Politik als Präsident gemacht und während seiner Amtszeit ist die amerikanische Kohleindustrie trotzdem eingebrochen wie nie zuvor. Man kann diese Entwicklungen verzögern, ja, aber verhindern kann man sie am Ende nicht.

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Das Problem für diese Parteien: sie kommen aus der selbstgestellten Budget-Falle nicht raus.

Erneuerbare Energien sind inzwischen günstiger im Bau als Kohlekraftwerke (und Atomkraft) und für die Betreiber mit erheblich geringeren Risiken verbunden. Genauso neue Wärmepumpen im Vergleich zur neuen Ölheizung (wenn man die Betriebskosten einrechnet). Der CO2-Handel ist EU-Recht und damit nicht im direkten Zugriff der deutschen Bundesregierung, eine Abschaffung auf EU-Ebene würde wohl an den Gerichten scheitern.

Um also von den Boomern unangenehme Kosten fernzuhalten, müsste eine CDU/FDP/AFD-Regierung fossile Energien in Zukunft erheblich direkt subventionieren. Dazu fehlt schlicht das Geld, selbst wenn dafür ein paar Euro aus dem Bürgergel-Regelsatz gekürzt werden. Da fällt denen die eigene Schuldenbremse auf die Füße.

Können diese Parteien den „grünen Wandel“ verzögern, sodass wir alle enorme Kosten durch die Folgen des Klimawandels erleiden? Sicher. Aber sie haben den „ängstlichen Boomern“ keinerlei Lösung anzubieten.

Das war noch nie in der Menschheitsgeschichte eine Möglichkeit mit Immobilien. Jeder Teil einer Immobilie hat eine endliche Lebensdauer. In einer modernen Immobilie (nach 1980) gibt es kaum etwas, was ohne Schaden länger als 30 Jahre hält. Heizung, Dach, Fenster, Putz, Bäder, etc. müssen alle regelmäßig erneuert werden und das weiß auch jeder. Wer seine Immobilie mit 35 baut und glaubt, bis 85 keinen Cent mer reinstecken zu müssen, der ist realitätsfern. Realistisch ist anzunehmen, dass über diesen Zeitraum ein erheblicher Teil der ursprünglichen Baukosten (inflationsbereinigt) wieder investiert werden muss.

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Hier nur zwei Artikel dazu. Hier in Hamburg bekommt man für 200 000€ nicht mal ausreichend Grund. Hier werden diese 50er Jahre Häuser mit 0€ bewertet. Es werden nur noch die Grundstücke bewertet, egal ob da ein Haus steht oder nicht. Das kenne ich auch aus Teilen von Ostwestfalen. Die Häuser haben fast ihren kompletten Wert verloren.

Darum wurden auch noch bis 2012 Ölheizungen von der KfW gefördert :slight_smile:
Gasheizungen werden übrigens immer noch gefördert. Erst die GroKo hat das Ölheizung Aus beschlossen und das bis 2045, außer die Heizung ist vorher 30 Jahre alt.
Bis in den August 2022 konnte der Einbau einer neuen Gasheizung staatlich durch das BAFA oder die KfW gefördert werden.

Ich bitte hier wirklich einmal aus der Grünen Blase rauszukommen. Wer bis 2020 eine WP eingebaut hat, hat nicht wirtschaftlich gehandelt.

Alles hat sich erst geändert, als der Krieg begann und die Energiepreise stark stiegen und seit das GEG kam und die Förderung umgestellt wurde.

Heizung und Bäder ja, wobei es dann nur um eine neue Heizung geht und einen kompletten Umbau der Heizungsanlage (8000€ vs 20000€). Das Dach und die Fenster aus den 80 Jahren halten schon 45 Jahre, bis auf normale Reparaturen. Das dumme ist, dass das Dach und die Fenster nicht ansatzweise den heutigen Dämmungsstandards entsprechen. Also reden wir hier von 10 000€ Reparaturkosten über die Zeit vs 30 000 - 50 000€ Dämmungsmaßnahmen.
Und das ist halt der große Unterschied…

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Der Austausch von Fenstern aus den 80ern lohnt sich meistens schon wegen der daraus resultierenden geringeren Heizkosten (eine Pflicht gibt es aber auch nach GEG nicht). Fenster halten bei richtiger Wartung und Pflege grundsätzlich sehr lange, das stimmt, aber ein Hausherr, der „nichts investieren“ will, der wird diese Wartung und Pflege wohl eher vernachlässigen – und die Fenster sind dann eben schon nach 30 statt 40 Jahren undicht.

Zur Dämmung schreibt das GEG nur vor, dass die oberste Geschossdecke bzw. das Dach gedämmt werden muss. Das amortisiert sich in der Regel schon nach ein paar Jahren, lohnt sich also selbst für Eigentümer kurz vor der Rente.

Besonders wer in der Rente günstig leben möchte, sollte die üblichen Dämmungen (Fassade, Dach, neue Fenster) und den Austausch einer alten Heizung eigentlich unbedingt angehen, auch wenn die wenigsten Dinge hier vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind. Alle dies Maßnahmen amortisieren sich bei älteren Häusern nach zwischen 5 und 15 Jahren über die niedrigeren Heizkosten. Als Bonus steigern sie den Gebäudewert.

Nochmal: Ein Haus ist ein Investitionsgut. Wenn man da 20.000 Euro in eine neue Heizungsanlage steckt, dann ist das Geld nicht einfach „weg“, sondern es steigert den Wert des Gebäudes (zumindest teilweise) und verringert die Kosten des Betriebs (wenn die neue Heizung sparsamer ist als die alte). Wer umgekehrt nichts investieren will, sollte sich nicht wundern dass das Haus immer weniger wert wird.

Andersherum ist und bleibt es Blödsinn zu erwarten, dass man nach dem Bau (oder Erwerb) nie wieder ernsthaft Geld in ein Haus investieren muss. Und wer in den 80ern ein Haus gebaut hat, sollte sich glaube ich nicht zu laut über die aktuellen Preise beschweren. Inflationsbereinigt sind die Baukosten für ein Haus (und seine Komponenten) heute nur um 15% höher und wie gesagt bringen viele Komponenten heute eine erheblich höhere Energieeffizienz und damit Einsparungen im Betrieb.

Hinzu kommt die „Kleinigkeit“ der Finanzierung. Die Zinsen für Hyptohekenkredite waren bis in die 1990er hinein bei 8+ %, die Finanzierung von Baumaßnahmen war unterm Strich also in vielen Fällen teurer als heute.

Ich bin da bei @Hzz : Wer seine Vermögensplanung auf der Annahme aufgebaut hat, komplett „Kostenfrei“ über Jahrzehnte in der eigenen Immobilie zu leben und diese dann noch irgendwann für den Neuwert zu verkaufen, der ist selbst schuld und das sollte man auch so deutlich sagen. Solche Situationen sollte man nicht dadurch „retten“, dass wir das Klima durch niedrigere Anforderungen an Gebäude ruinieren, sondern das muss in extremen Fällen über das Renten- und Sozialsystem abgefedert werden.

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45 Jahre sind schon verdammt hoch gegriffen und auch nächstes Jahr rum. Und „halten“ ist schön relativ. In meiner WEG finden viele Eigentümer, dass die Holz Doppelkastenfenster ja noch repariert werden können und dass es da durchzieht war ja immer schon so und früher hat es auch niemanden gestört…
Eigentümer die verkaufen wollen drohen jetzt mit Klage, da sie 5stellige Abschläge auf den Preis hinnehmen müssen, wegen des Sanierungsstaus…