pbf85
204
Gerade am Land entstanden in den Letzten Jahren ziemlich viel Nahwärmenetze. Gerade in Kombination mit Biogas ist das wohl durchaus häufig. Wahrscheinlich sind es am ehesten kleine Städte bei denen weder Nah- noch Fernwärme interessant ist solange nicht Industrie mit Abwärme vor Ort ist.
ped
205
Der Anteil der Fernwärme an den Baugenehmigungen war zuletzt 30%, damit dürfte der Anteil im Bestand (derzeit 15%) in den nächsten Jahren recht deutlich steigen: Energiemonitor: Die wichtigsten Daten zur Energieversorgung – täglich aktualisiert | ZEIT ONLINE
Dieser Thread ist extrem lang. Kann es sein, dass wir uns wiederholen und dass alle Argumente ausgetauscht sind? Man kann über 200 Beiträgen nicht mehr wirklich folgen, wenn man nicht alles verfolgt hat. Ich würde den Thread gern schließen.
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Die Partei die das als erstes ausspricht, bei gleichzeitiger Wohnungsnot, ist dem Untergang für die Partei. Es würden dann zwei Dinge sehr schnell politisch geschehen. „Der Heizungshammer“ wird dann richtig rausgeholt von allen anderen Parteien, nach dem Motto „Zwangsenteignung kommt doch“. Und Zweitens wird dann das Thema Wohnungsnot und Senkung der Standards (Energetische Senkung) angegangen.
Vielleicht kommt dann noch Riester obendrauf.
Deshalb wird das niemals passieren, auch wenn du in deinem Statement Recht hast.
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ped
208
Ja, politisch ist das ziemlicher Selbstmord.
Das ironische ist, dass die Eigenheim-Fokussierung der Bau- und Förderpolitik sich eher negativ auf das Thema Wohnungsnot auswirkt. Es wäre für den Staat (pro Wohneinheit) erheblich günstiger, im großen Stil Sozial-, Genossenschafts- und Kommunalwohnungen zu fördern, als die vielen Eigenheime, die derzeit auf Staatskosten gebaut und saniert werden. Und weniger Bauaktivität im Bereich Eigenheim würde sich positiv auf die Baukosten auswirken.
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andreaw
209
Hallo zusammen,
viele von euch beschäftigen sich mega intensiv mit der Frage, eine Wärmepumpe anzuschaffen oder nicht? Daher wollte ich mit euch teilen, dass man bei der Deutschen Umwelthilfe aktuell auch eine gewinnen kann:
Das läuft noch bis Ende April.
Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen hier spannend

Die Beschreibung ist so unklar, dass ich auch als Bewohner eines MFH teilgenommen habe. Mal sehen ob sie sich größere Wärmepumpen abgeben. 
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marnie
211
Hier unter der Überschrift " Warum keine Wärmepumpe in ungedämmten Altbau einbauen?": Wärmepumpe Altbau: Sinnvoll? Kosten, Voraussetzungen | Bosch (bosch-homecomfort.com)
Da steht aber nichts davon, dass es dann sinnvoll wäre, eine Wärmepumpe auszubauen.
Letztlich steht dort lediglich, dass es sein könnte, dass die Investition in eine Wärmepumpe sich wirtschaftlich nicht in einem sinnvollen Zeitraum amortisieren wird. Ist die Wärmepumpe aber erst Mal eingebaut, wird es immer noch um Längen besser sein, diese für die folgenden Jahrzehnte zu verwenden, als sie gegen eine andere Heizungsart auszutauschen.
Also nein, ich glaube Fälle, in denen eine Wärmepumpe so unwirtschaftlich ist, dass es sich lohnt, sie auszubauen und eine andere Heizung einzubauen, sind eher nicht denkbar.
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Hansi1
213
Da steht:
Ein Altbau ohne Dämmung sollte vor oder mit der Installation der neuen Heizanlage modernisiert werden. Insbesondere, wenn Ihr Haus mehr als 150 kWh Wärme pro m² im Jahr verbraucht. Unterhalb dieses Grenzwerts lohnt es sich zu prüfen, ob im unsanierten Bestandsbau dennoch ein ökologischer und ökonomischer Betrieb möglich ist.
Das ist aber etwas ganz anderes als
selbst WP-Anbieter (z.B. Bosch) auf ihren Websites darauf hinweisen, dass eine WP in einem unsanierten Altbau keinen Sinn macht.
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relang
214
Ich finde es schon „lustig“ mit welchem Einsatz manche für oder gegen eine Wärmepumpe sich aussprechen. Lasst doch die Menschen selbst entscheiden, ob sie das machen, oder auch nicht machen. Sie werden Gründe für ihr Handeln haben.
Und auch wenn das das eine oder andere Handeln „sich nicht rechnet“ oder „unsinnig“ ist, sollte doch so viel Toleranz da sein auch andere Meinungen einfach mal zu akzeptieren.
LeoWom
215
Frau von Thurn und Taxis hat im Radio auch mal gemeint, ihr Sohn fährt so gut Auto, dass die Verkehrsregeln für ihn nicht gelten sollten.
Die FDP hat zusammen mit der Union die Verkehrsregeln deshalb für alle aufgeschoben. Erst 2029 sollen die wieder gelten - äh, ich meine die für WP
Hzz
216
Es ist pure Ablenkung, larmoyant „Toleranz“ einzufordern, wenn es um die Frage geht, ob man effektiv den Klimawandel eindämmen will oder nicht.
Wir sprechen hier von einer lebensbedrohenden Katastrophe, bei der man schlicht nicht mehr „tolerant“ sein kann, wenn Teile der Bevölkerung aufgrund von Desinformation weiterhin auf fossile Brennstoffe setzen wollen und Teile des Politbetriebes hieraus Identitätspolitik zu Lasten unserer Zukunft betreiben („Der Diesel gehört zu Deutschland“, „Ihre Heizung würde CDU wählen“).
Wärmepumpe ist hier eine von mehreren validen Lösungen für eine Energiewende.
„H2-ready“ Erdgasheizung eben nicht.
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relang
217
Das ist leider das Problem, dass viele Menschen (leider) nicht mitgehen und sich von der Politik abwenden, wenn diese Toleranz nicht aufgebracht wird.
Mit „Gewalt“ wird es (leider) nicht funktionieren.
Hzz
218
Schon wieder eine rhetorisch unlauter eingesetzte Formulierung von Dir.
Das ist keine Gewalt. Das ist Regulierung.
Wir haben als Gesellschaft schon immer Dinge reguliert, wenn wir festgestellt haben, dass diese Dinge negative Auswirkungen auf uns haben.
DDT. FCKW. Asbest. Plastikweichmacher. Röntgenstrahlung. Usw. Alle diese unbestreitbar praktischen Dinge haben wir reguliert oder begrenzt, als wir gemerkt haben, dass die Folgen für die Menschheit in der Summe schlechter waren als ihre Vorteile.
Wir wissen heute, dass fossile Energien auf lange Sicht große Teile des Planeten unbewohnbar machen werden. Und wir haben heute bezahlbare Alternativen zu fossilen Energien.
Selbstverständlich müssen wir dann fossile Energien bzw deren schädliche Emissionen regulieren. Wenn Du dann von „Gewalt“ sprichst, kann ich das nicht ernst nehmen.
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Dumusst es nicht ernst nehmen aber unterhalte dich vielleicht mal mit Leuten außerhalb deiner Bubble. Ich fürchte wenn man zu „aggresiv“ bzw. mit zuviel Druck vorgeht wird das Gegenteil erreicht. Die Grünen haben außerhalb ihres Klientels ein furchtbar schlechtes Image und ich fprchte der nächste Wahlkampf funktioniert, wenn die Parteien sagen sie machen das Gegenteil der Grünen. Cdu,Afd,FDP. Bei einer solchen Regierung wird Klimaschutz kein Thema mehr sein. Egal wie sehr man es sich wünscht. Der Klimawandel ist furchtbar…aber nicht greifbar. Es ist heiß? Na dann kauf ich mir eine Klimaanlage. Es ist kalt, die Politik subventioniert Gas. Klimaflüchtlinge? Wir machen die Grenzen Dicht. Benzin? Ach Steuern runter und dafür Sozialleistungen kürzen. Überschwemmungen? Häuser wo anders neu bauen wo es keine Überschwemmungen gibt. So denken viele da draußen. Ob logisch oder nicht ist egal. Denk an die Schachspielende Taube.
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Hzz
220
Mein früherer Nachbar hat mir vor 2j einen Vortrag darüber gehalten, dass man mit Wärmepumpe im Winter frieren wird und dass nichts technologisch besser sei als eine Ölheizung. Er wollte mir partout nicht abnehmen, dass meine neue WP-Heizung funktioniert. (Mein Elektroauto fand er auch aus Prinzip doof.)
Inzwischen ist er weggezogen und sucht vergeblich einen Käufer für sein unsaniertes Haus, das mit Ölheizung zu dem von ihm aufgerufenen Preis niemand haben will.
Es gibt hier einige Nachbarn von der Sorte. Man hört von denen immer wieder die gleichen falschen Argumente aus ihren Lieblings-Telegram-Kanälen: Wärmepumpe bleibe zu kalt, Heizstab mache es zu teuer, Stromkosten, Ökostrom sei ja nicht wirklich öko, Kohlestrom im Strom-Mix, ökologischer Rucksack der Elektroauto-Produktion, Elektroauto-Akkus müsse man nach 8j wegwerfen und könne man ja gar nicht recyclen, seltene Erden, Kinderarbeit für Kobalt, „aber eFuels“, „aber in China bauen sie Kohlekraftwerke“, „ich warte ja lieber auf Wasserstoff“ - immer und immer wieder das gleiche.
Da sei die Frage erlaubt, wer hier in einer Bubble gefangen ist. Und wer in der Bringschuld ist, die Bubble zu verlassen und sich der Realität zu stellen.
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Ohne zu sehr in das Seelenleben dieser Mitbürger reinschauen zu wollen, kann ich mir das schon gut erklären. Ich weiß nicht wie alt dein ehemaliger Nachbar ist, aber folgendes passiert grade speziell mit der Babyboomer Generation. Die Immobilie für die ein Erwerbsleben lang gearbeitet wurde verliert von jetzt auf gleich massiv an Wert ohne dass man selber etwas falsch gemacht hat.
Die Regulierungen haben sich massiv geändert und damit ist die Bewertung des Hauses die immer angenommen wurde falsch. Damit ist das ganze „abschuften“ weniger Wert gewesen.
Da würde ich auch sofort probieren alles in Abrede zu stellen, um irgendwie mein Gewissen zu beruhigen.
Man muss sich das einmal vorstellen, man plant das Haus als Rentenzusatz zu benutzen. Also keine Miete zahlen, nur die Nebenkosten. Die Nebenkosten werden jedoch bei diesen Häusern explodieren und damit hat das ganze abbezahlen den Zweck nicht erfüllt. Verkaufen kann man das Haus auch kaum zu einem Preis der ausreichend Kapital bis zum Lebensende bietet und jetzt sanieren wird viele finanziell komplett überfordern.
Darum bin ich persönlich auch gespannt auf den Punkt, wenn die Union ihren wahren CO2 Preis veröffentlicht. Dann wird nämlich dem letzten „ignoranten“ klar, wie hoch die Nebenkosten werden.
Und hier kommt es dann zum Schwur der Politik. Wird diese Wut der Babyboomer dann noch politisch tragbar sein oder knickt die Politik ein und senkt die CO2 Kosten und reguliert nicht nach…
221 Beiträge…
Wäre mal Zeit, dass Thema vorübergehend abzuschließen…
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Hzz
223
Äh, nein.
Man muss in den letzten Jahrzehnten schon wirklich bewusst die Augen und Ohren geschlossen haben, um die Zeichen nicht zu sehen.
Dass Ölheizungen technisch zum alten Eisen gehören und man im Neubau besser nicht mehr wählt, wissen wir seit mind. 30 Jahren.
Dass Erdgasheizungen alternativlos die bessere Wahl sind, gilt seit mind. 20 Jahren nicht mehr.
Dass fossile Brennstoffe bzw. deren Folgen irgendwann prohibitiv bepreist werden müssen, wird seit vielen vielen Jahren angekündigt.
Das, was da gerade auf dem Energie- und Immobilienmarkt passiert, ist wirklich keine Überraschung mehr.
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