Handelte sich wohl um einen rechten TV Sender.
Nicht schön aber der einzige bekannte gezielte Übergriff von Demonstranten auf Journalisten in den letzten 2 Wochen.

Aber ne menge Übergriffe von seiten der RWE Sicherheit (oft Hilfskräfte) oder von Seiten der Polizei.

zB
https://twitter.com/armillabrandt/status/1614345346930573313

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Gab auch ne menge Übergriffe von Seiten der RWE Sicherheit (oft Hilfskräfte) oder von Seiten der Polizei auf Journalisten.

zB
https://twitter.com/armillabrandt/status/1614345346930573313

Gerne auf Instagram mal kurz ne DM schicken zum conecten, hab viel eigenes Material der letzten 2 Wochen, Kontakt zu Fotografen vor Ort usw.
Fehlendes Personal versuchte die Polizei durch brachiale Gewalt zu kompensieren nicht nur diesen Samstag.
Aber diesen Samstag haben es 10.000 menschen selbst gesehen und oder gefühlt

Unter diesem Link findet sich eine Zusammenfassung der Demosanitäter. Zusammen mit einem Kontak für weitere Rückfragen.

Hier berichtet eine Journalistin vor Ort über einen sexuellen Übergriff seitens eines Polizeibeamten:

https://twitter.com/armillabrandt/status/1614345346930573313?s=20&t=BHUQ4GBsUCZFyDQoBnIo9g

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Was ich für Szenen am Samstag gesehen habe, war teilweise wirklich erschreckend. Deeskalierendes Verhalten der Polizei sieht definitiv anders aus. Demonstrant*innen wurden zu Boden gedrückt oder gerissen, häufig ist die Polizei ohne jeden ersichtlichen Grund als eine Mauer auf Menschen zugerannt, um sie einzuschüchtern? Imponiergehabe?
https://digitalcourage.social/@Saraeg/109695070429867161
Bei diesem Video sieht es ab Sekunde 13 danach aus, als würde eine Person, die auf dem Boden liegt (rechts von der mit dem gelben Rucksackschutz), bei dem Versuch aufzustehen, von einem Polizisten/ einer Polizistin mindestens mal gewaltsam zu Boden gestoßen werden. Auch Schlagstockeinsatz an anderer Stelle ist in dem Video zu sehen.

https://digitalcourage.social/@Saraeg/109695067398548709
Und auch bei dem zweiten Video hier wird das Aufrichten einer Person aus dem Matsch gewaltsam verhindert, indem sie wieder mit vollem Körpereinsatz zu Boden gedrückt wird.

Diese Aufnahmen entstanden übrigens alle bevor meines Wissens nach (zumindest habe ich nichts gehört) vonseiten der Polizei angekündigt wurde, dass sie körperliche Gewalt anwenden wird.

Generell gab es aber auch sehr viele Szenen, bei denen Polizistinnen auf Demonstrantinnen geschlossen losgerannt sind. Mal unabhängig davon, weshalb sie das gemacht haben, empfand ich das sehr aggressiv und vor allem auch gefährlich. Erst recht bei diesen Bodenbedingungen. Selbst wenn man da ausweichen/ zurückweichen möchte, kann man das nur bedingt, da man viel langsamer vorankommt. Von Feststecken, Ausrutschen, Umknicken mal ganz abgesehen.
Aber auch von einem anderen Blickpunkt finde ich diese Vorgehensweise sehr gefährlich.
Sobald es sich nämlich nicht mehr um einzelne Demonstrantinnen oder kleine Gruppen handelt, sondern um eine größere Gruppe, bei der die Hintenstehenden vielleicht auch gar nicht wirklich mitbekommen, was vorne passiert, kann es mMn auch ziemlich schnell zu Panikreaktionen kommen. Die vorderen Reihen möchten zurückweichen/-rennen, prallen dabei auf die hinteren, die gar nicht wissen, was los ist und werden überrannt/ zu Boden gestoßen und durch die anderen Demonstrantinnen dabei oder durch die Flucht verletzt.
Somit finde ich dieses Verhalten aus mehreren Gründen sehr verantwortungslos.
https://digitalcourage.social/@Saraeg/109695222571721155

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Versucht doch mal Kontakt mit den Demosanitätern aufzunehmen, die können euch zumindest die Verletzungen vor Ort schildern. Mir sind auf Twitter mehrere gemeinschaftliche Accounts (z.B @demosanitater) und private Accounts (@izahofmann_) aufgefallen, die hierzu etwas geschrieben haben.

Liebe Lage,

https://twitter.com/JoanieLemercier/status/1614620587032301570?t=tYptgMGt66zWCWjA7SqLNQ&s=19

https://twitter.com/luetzibleibt/status/1614271841937330182?s=46&t=YQahVGqGv8rbRBKljBkXlw

Alles Gute!

Irgendwann zwischen 17:30 und 18 Uhr (es war auch schon sehr dunkel) kamen die PolizistInnen aus Sachsen und Bayern an die vorderste Frontlinie. Davor waren ganz vorne auf dem Spinatfeld hauptsächlich BundespolizistInnen, mit denen man sich als DemonstrantInnen auch trotz der Situation unterhalten konnten. Die Neuen wirkten sehr viel ausgeruhter, waren erstmal stiller und wirkten durch ihre Körpersprache deutlich aggressiver. Die Reihen der Polizei wurden dann auch sehr viel dichter gestellt und starke Scheinwerfer von hinter den Polizeireihen auf die Demonstrierenden gerichtet. In der Sekunde bevor es losging, war ersichtlich, dass es nicht mehr um 10 Meter mehr oder weniger gehen wird, sondern, dass die Polizei die ganze Angelegenheit sofort beenden wird. Auf ein Kommando sind sie in die DemonstrantInnen gestürmt, haben alles mit Faust- und Stockschlägen und Fußtritten malträtiert. Ich stand in der ersten Reihe und hatte direkt die Faust eines bayrischen Polizisten (zwischen 1,90 und 2m groß) im Gesicht, bevor wir alle ineinander gequetscht wurden. Die Leute sind in Panik geraten, könnten aber nirgendwo hin fliehen und haben durch die grellen Scheinwerfer auch nichts sehen klnnen. Nachdem die erst Reihe sich langsam wegschieben konnte, kam direkt neben mir ein auf dem Boden liegender Körper zum Vorschein - offensichtlich bewusstlos. Die Menge hinter mir muss wohl in der Panik über die Person drübergerannt sein. Die PolizistInnen haben nicht angehalten, sondern sind einfach über die Person drüber gestiegen und haben uns weitergetrieben. Es gab noch einige dieser Momente, in denen die Menge der DemonstrantInnen in Panik vor den Schlägen und Tritten der PolizistInnen geflohen ist. Irgendwann sind Sanitäter aufgetaucht, die sich zwischen die Polizei und die DemonstrantInnen gestellt haben, um zu verhandeln, dass die Polizei für 5 Minuten aufhört, die Leute zu treiben und dafür alle das Gelände verlassen. Es war nicht ersichtlich, dass die Polizei darauf eingegangen wäre. Innerhalb dieser Aktion gab es auch immer wieder Fälle, dass Polizisten von Kollegen und Vorgesetzten zurückgezogen wurden, als sie auf DemonstrantInnen einschlugen. Andererseits gab es auch offene Provokationen von Polizisten aus eben jener Einheit, dass DemonstrantInnen ruhig näher kommen sollen, wenn sie sich trauen.
Oder dass Polizisten sich mit entsprechender Gestik (Nachbarn antippen, mit Finger auf Person zeigen, Schläge andeuten) abgesprochen haben, wen sie als erstes aus der Reihe attackieren.

Ich hab zwischendurch auch immer mal wieder Videos gemacht. Ich kann sie gerne zur Verfügung stellen, wenn ihr mir etwas gebt, wo ich sie hochladen kann.

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Hier ein erster Schritt vom WDR die „zahlreiche Knochenbrüche verschiedenster Körperteile“ (Quelle LuetziLebt), die „lebensgefährliche“ Verletzung (Quelle ebd.), sowie den „Helikopter“ (Quelle Paul Gaebler) Einsatz zu verifizieren:

Der WDR hat versucht, diese Aussagen zu verifizieren und vier angrenzende Krankenhäuser kontaktiert. Eine Bestätigung, dass dort lebensgefährlich verletzte Demonstrierende eingeliefert wurden, gab es nicht. Nach Polizei-Angaben wurden lediglich neun Menschen mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht: „Glücklicherweise ist niemand lebensgefährlich verletzt worden“, so die Polizei.

Die Polizei bestätigte auch nicht, dass es einen Rettungshubschrauber-Einsatz gegeben habe.

Quelle: Diskussion um Gewaltexzesse in Lützerath - Nachrichten - WDR

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Danke für den Input, hatte das bisher nicht überprüft sondern vorerst nur gesammelt. Auch eine juristische Bewertung ob dies wirklich unverhältnismäßig sei oder nicht liegt mir als Ingenieur fern. Da kümmern sich besser Leute mit Expertise in dem Bereich drum.

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Kleiner Nachtrag:

https://twitter.com/izahofmann_/status/1614719800994922498

Hier beschreibt ein „Demo-Sani“, dass sie keine Beweise bzgl. der Polizeigewalt liefern will (oder kann). Grund hierfür sei, dass „die Aktivisti […] dadurch hohen Gefahren ausgesetzt“ wären.

Dies macht in meinen Augen ihre Vorwürfe aber nicht haltbarer, sondern ganz im Gegenteil. Ich verstehe schon die Intention, die Aktivisti zu schützen, aber nicht überprüfbare Aussagen zu treffen, hilft der Sache in keiner Weise.
Insbesondere diese Aussage finde ich dann doch etwas merkwürdig, weil es in meinen Augen definitiv eine Rolle spielt:
Abschließend bleibt zu sagen: Ob es 50, 100 oder 300 Verletzte gab, spielt wenig Rolle.

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Vielleicht noch zwei Worte zu dem Ort des Polizeieinsatzes und der Polizeigewalt. Es gab zu Beginn der Veranstaltung zwischen dem kundgebungsort und dem Zaun um lützerath zwei polizeilinien. Die vordere, in der Wannen in so 20m Abstand standen mit 3-4 polizist_innen dazwischen wurde relativ früh (ca14:00) am linken Ende überrannt und dann insgesamt aufgegeben. Die demonstrierenden wurden dann ein Feld weiter gestoppt, von einer Reihe Polizist-innen die Person an Person stand.
Hier hat die Polizei dann auch versucht zu Kesseln, das ganze wurde dann weiter rechts umgangen, hier kamen die demonstrierenden dann bis zum Zaun.

In meiner Wahrnehmung fand die Auseinandersetzung zwischen Polizei und demonstrierenden die ganze Zeit in dem Areal zwischen der polizeilinie und der überrannten ursprünglichen Linie statt.

Ich kann die Beobachtungen von polzeigewalt hier gar nicht einschätzen, weil ich das nicht gesehen habe, und möchte das überhaupt nicht relativieren.
Was mir aber schon für die Einschätzung wichtig ist (weil ich hier von Familien mit Kindern lese):
Von dem was ich gesehen habe war die Auseinandersetzung zwischen Polizei und demonstrierenden ausschließlich abseits des eigentlichen kundgebungsort und in einem Areal wo die Polizei deutlich gemacht hat das dort Anwesenheit untersagt ist und das sie dort gewaltsam räumen wird.
In meiner Wahrnehmung nach hat die Polizei:
a) die Durchführung der Kundgebung nicht behindert
b) verhindert, und zwar mit gewalteinsatz, dass aus der Demonstration heraus ein Zug von demonstrierenden durch die polizeiblockaden hindurch nach lützerath durchbricht.

Ich finde es in der Bewertung wichtig a) und b) nicht durcheinander zu werfen

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Sehe ich genauso, danke für die Einordnung!

Ich glaube ich hatte einfach das Bedürfnis zu erwähnen, dass die Demonstrationen nicht immer 100% friedlich abliefen. Auch wenn ich stark den Eindruck habe, dass nur ein sehr kleiner Teil der Demonstrant*innen Gewalt gegen Polizisten ausgeübt haben.

Insgesamt finde ich die Bilder sehr erschreckend und bin immer wieder über den Umgang der Polizei mit den Menschen dort erschüttert.

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zwischen Wanlo und Keyenberg waren genügend Felder zu sehen, die bepflanzt sind…

Irgendwie habe ich es wohl kommen sehen.

Hier ein spannender Artikel mit Videos und wichtigen Aussagen:

Anscheinend greifen die Polizisten die Aktivist:innen auch gezielt mit Schlägen auf den Kopf an:

Wie eine Sprecherin des Sanitärdienstes der Demonstranten sagte, sei eine hohe zweistellige bis dreistellige Zahl von Teilnehmenden verletzt worden. Ursache der Verletzungen seien Pfeffersprays, Schlagstock- und Faustangriffe durch die Polizei gewesen. Nebst vielen Schwerverletzten gebe es auch einige lebensgefährlich verletzte Personen. Zudem habe die Polizei «nicht nur in Einzelfällen, sondern systematisch auf den Kopf von Aktivistinnen und Aktivisten geschlagen.»

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Wie gesagt – ich hab das Video auch gesehen. Mit einer Kamera 20cm vor anderer Leute Gesicht rumzuwedeln ist keine legitime Berichterstattung, sondern aggressive Belästigung. Wer so etwas macht, für den gibt’s keine Pressefreiheit. Ich sag’s ganz klar, ich würde dem auch einmal sagen, dass er Land gewinnen soll.

Hallo zusammen!
Mein erster Beitrag hier. Aufregend.

Mich würde die rechtliche Betrachtung und evtl. Lösungsvorschläge für dieses Thema besonders interessieren.

Es ist quasi unmöglich die Auslöser für Gewalttaten auf solchen Demos zu finden. Klar ist, das es auch Aktivisten gibt, die Gewalt gegen die Polizei anweden. Das ist nicht in Ordnung. Aber klar ist auch, dass Polizisten ihr Gewaltmonopol überschreiten und Menschen überhart Gewalt zufügen wo es nicht nötig ist. Das finde ich doppelt nicht in Ordnung, weil die Polizei ja nunmal uns alle, die ausführende Gewalt des Staates repräsentiert. Einfach formuliert: Wenn ich auf solche Demos gehe laufe ich Gefahr, durch meine eigenen Steuergelder finanziert, verhauen zu werden.

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Nicht jeder Account wurde genau geprüft und sicherlich sind einige Situationen sehr deutlich unverhältnismäßig und andere mitunter nicht. Dies müssen Jurist*innen prüfen.

Teil 1:

https://twitter.com/ProvinzReport/status/1614527392927682561

https://twitter.com/marius_mich/status/1615047390343356416

https://twitter.com/mondschaf23/status/1614971365399969793

https://twitter.com/janschnei_honsa/status/1614951166496112640

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Teil 2:

https://twitter.com/JoanieLemercier/status/1614620587032301570

https://twitter.com/JoanieLemercier/status/1614630052217372672

https://twitter.com/lzo_media/status/1614338557048651776

https://twitter.com/uncuda/status/1613320034885206017

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Vielleicht noch ein Bericht als Demonstrationsteilnehmer. Ich war mit FreundInnen bei der Demonstration Wir hatten uns vorgenommen „nur“ zu demonstrieren und uns nicht am erwarteten Versuch, nach Lützerath durchzubrechen, zu beteiligen.

Als solcher, „normaler“ Demonstrationsteilnehmer wurde mir nie der Eindruck vermittelt, dass es die Polizei auf mich abgesehen hätte. Auf der Demonstrationsroute von Kayenberg entlang der Landstraße zur Abschlusskundgebung, die auf einem Acker ca. 1.500m von Lützerath entfernt stattfand, sind erste „Finger“ aus der Demonstration ausgeschert und über die Felder nach Osten in Richtung der Abbruchkante abgebogen. Die Abbruchkante war komplett ungesichert; es gab keinen Zaun und man konnte bis direkt zur Kante laufen, was einige tausend Demonstrierende auch getan haben. Wären da nicht die 10m Höhe gewesen, dann hätten die alle so in den Tagebau gelangen können. Ein paar Minuten lang sah man dort in der Ferne noch eine Reiterstaffel der Polizei an der Abbruchkante, die sich dann aber angesichts der Vielzahl der Demonstrierenden in Richtung Lützerath zurückgezogen hat.

Die Reaktion der Polizei zu diesem Zeitpunkt war, dass sie die Anmelderin aufgefordert hat, per Lautsprecheranlage an der Bühne durchzusagen, dass Menschen, die nun in Richtung Kante und Lützerath liefen, nicht mehr zur angemeldeten Versammlung gehörten. Einen Moment später hat ein lokaler Aktivist, der später als Redner vorgesehen war, sich das Mikrofon geschnappt und sinngemäß gesagt, dass er es wichtig fände, dass dieses Dorf heute gestürmt werde und jeder entscheiden müsse, was er für gerechtfertigt halte. Er wurde daraufhin neben der Bühne von der Polizei angesprochen, die eine Anzeige wegen Anstiftung zu Straftaten erhoben hat. Allerdings wurde er nicht davon abgehalten, ca. 20 Minuten später noch seine Rede zu halten, in der er diese Anzeige noch einmal kommentiert hat. Man sollte auch bemerken, dass seine Worte aus meiner Sicht keinen Effekt auf die Menge hatten; der harte Kern der Demonstrierenden, die nach Lützerath wollten, stand schon einen halben Kilometer entfernt und damit außer Reichweite der Lautsprecher. Die Versammlungsleitung hat noch ein paar deeskalierende Durchsagen gemacht (vor Gefahr an der Abbruchkante gewarnt; darum gebeten, Rettungswagen nach Lützerath durchzulassen), ansonsten verliefen die Versammlung und die Redebeiträge an der Bühne störungsfrei.

Das soll nicht die oben gezeigten Prügeleien relativieren, aber ich hatte den Eindruck, dass man auf der Demonstrationsroute und in einem 500m-Radius darum von der Polizei in Ruhe gelassen wurde. Erst, wenn man sich dem Zaun um Lützerath näherte, wurde die Polizei aggressiv.