Sowas ist technisch kein Problem… In der Regel hast Du als Zugführer eh keine Chance zu bremsen, weil Du selbst mit irgendeiner Bimmelbahn, die mit 70 Km/h durch die Gegend juckelt mehrere hundert Meter Bremsweg hast. Bei einem ICE sind es 2,5km um von 250 km/h auf Null zu bremsen.
Da kann weder ein Mensch noch eine KI rechtzeitig abbremsen.

Daher überfährt jeder Zugführer durchschnittlich drei Menschen in seiner Karriere. Ich glaube nicht, dass die Statistik einer KI hier schlechter wäre.

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Ja, und vorher macht so eine Debatte eh keinen Sinn…

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Die Material-Belastung entsteht bei der Beschleunigung und beim Abbremsen… Ob ich von 0 auf 100, oder von 100 auf 200 beschleunige spielt dabei keine Rolle. Ein Gebrauchtwagen der nur Langstrecke mit 200 km/h auf der Autobahn gefahren ist, hat in der Regel weniger Probleme als ein Wagen mit gleicher Laufleistungs der nur im Stadtverkehr gefahren ist.

„Massiv“?
Zeig mir Studien, dann reden wir weiter.

Elektroautos halten eh schon deutlich länger, weil weniger Verschleißteile.

Mein Fehler…

Nein, aber auch der Punkt wird sich von alleine erledigen, weil wir irgendwann zu einem Großteil erneuerbare Energien einsetzen werden und daher die Stromerzeugung auch CO2-neutral sein wird.

Du brauchst mich auch nicht von einem Tempolimit zu überzeugen. Lies Dir meine Beiträge hier im Forum mal durch. Ich bin dafür.

Es wird nur nicht kommen, so lange der Papst katholisch ist!
Das kann man doof finden, da kann man mit den Füßen beleidigt auf den Boden stampfen!
Aber es wird nicht kommen. Nicht mit den Ferngi in der Regierung!

Und im Hinblick darauf, dass ein Tempolimit
a) ein Tempolimit politisch nicht durchsetzen lässt und es uns…
b) auch nur für die nächsten paar Jahre einen Vorteil beim CO2-Ausstoß bringt…

…kann man das Thema auch einfach liegen lassen, anstatt es immer und immer wieder zu probieren.

Wie sagte schon Einstein: Die Definition von Wahnsinn ist es, immer wieder das gleiche zu tun, und dabei unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten…

Das dürfte die Vision sein, die Elon Musk mit seiner Boring-Company vor Augen hat.
Ich bin da gespalten, da Tunnel nicht nur teuer sind, sondern auch immense ökologische Schäden anrichten.
Auf der anderen Seite könnte das die Autos aus den Städten verbannen ohne die Mobilität der Menschen einzuschränken.
Und je weniger äußere Einflüsse auf selbstfahrende Autos, desto schneller wäre die Entwicklung serienreif.

Wie gesagt, ich denke es wird eher noch 20 Jahre dauern:

Könntest du das etwas ausführen?
Habe ich noch nie was drüber gehört.
Könnte aber mal die Firma Herrenknecht fragen, die gehören zu den großen Playern

Nicht nur. Wesentlich sind auch die Vibrationen, die das Material ermüden. Je höher die Geschwindigkeit, umso mehr Vibrationen. Ausserdem Kurvenfahrt, durch die seitliche Kräfte das Material beanspruchen und z.B. Reifen direkt mehr verschleissen, alles wiedeer geschwindigkeitsabhängig. Was du meinst ist eine Fahrt in einer Vakuumröhre auf Magnetgeleisen.

Stimmt schon nicht, selbst wenn man beide Beschleunigungsvorgänge isoliert vergleicht, wegen dem Mehr an Vibrationen wie gerade gesagt und der quadratisch steigende Luftwiderstand (+ wachsender Rollwiderstand) sind Verschleissfaktoren.

Der Denkfehler ist, dass man zuerst von 0 auf 100 kommen muss, bevor man von 100 auf 200 weiter beschleunigen kann, also doppelte Beanspruchung durch die reine Beschleunigung, plus dynamisch zunehmender Beanspurchung, wie oben.

Je höher die Geschwindigkeit, umso so höher die Kosten (Schäden) - was auch immer du in den Blick nimmst. Wie gross die sind, sage ich ja gar nicht, aber dass diese aus allen Rechnungen von vornherein herausgenommen werden und man sich nur auf das CO2 stürzt, ist unsauber gerechnet und irreführend.

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Dass Tunnel teurer sind, sollte auf der Hand liegen.
Für eine Straße planiere ich, Split drüber, Teer drüber, fertig.
Beim Tunnel muss ich von oben oder der Seite aus graben, Betonröhren verlegen, Statik beachten (soll ja den Autofahrern nicht, wie in Köln, ein Stadtarchiv auf den Kopf fallen).
Die Schäden an der Natur sind nicht so immens, wenn ich einen Berg durchbohre. Wobei jeder Tunnelbau mit schwerem Gerät eingeht, das die Erde um die Baustelle verdichtet und auch auf der Oberfläche Spuren hinterlässt. Der Beton der Rohre muss produziert und transportiert werden. Beton gehört zu den größten CO2-Emittenten.
Und so wie übertage gibt es auch untertage eine Vegetation.
So wie übertage eine Straße für viele Tiere eine unüberwindbare Barriere darstellt, gilt das auch unter der Erde.
Lebensräume werden unterbrochen.
Jahrtausende gewachsene Grundwasseradern müssen sich einen neuen Weg suchen.
Entweder nach oben, wo sie schneller verdunsten, oder nach unten, wo sie dann auch verbleiben.
Damit sorgt ein Tunnel auch für mehr Trockenheit.

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Das ist richtig.

Es gibt zwar in der Tiefsee spezialisiertes Leben, aber im Boden?, davon habe ich noch nicht gehört. Sollten wir versuchen zu klären.
Hier schon mal ein Link. Gelesen hab ich’s aber noch nicht
https://d-nb.info/1129874524/34

Oder noch besser das Hyperloop Konzept. Habe gerade einen Artikel in der aktuellen ct gelesen. Da sind die Europäer vorn. Bei Geschwindigkeiten um 900 km/h braucht es dann weder :airplane: noch Autos

Das ist zwar grundlegend korrekt, aber ein Wagen der von 100 auf 200 beschleunigen kann muss halt auch grundlegend aufwendiger konstruiert und damit CO2 intensiver produziert werden.

Zumal du die Fuhre auch noch irgendwie wieder anhalten musst und auch das ist wesentlich aufwendiger von 200 auf 0 als von 100 auf 0 schlicht weil bei 100 weniger Bewegungsenergie umgewandelt werden muss.

Nicht umsonst sind Kompaktwagen und Mittelklassewagen meist auf irgendwas bei 160 - 180 max begrenzt und werden nicht bei 320 abgeregelt.

??

Beim graben vielleicht, aber anschließend kann man ja drüber wieder begrünen …

Spannend wäre auch, wenn man den Tunnel nicht gräbt, sonder einfach oberirdisch die Straße überbaut und z.B. Wohnhäuser drüber setzt.

Dann wären die Autos auch unter sich und müssten keine Fußgänger oder Fußbälle spielender Kinder berücksichtigen.

Wieso keine Autos?

Fährst du mit 200-300 km/h respektive Flugzeug zum Wocheneinkauf/ auf Arbeit?

Wir haben eigentlich weltweit so gut wie überall ein Tempolimit. Deutschland ist die große Ausnahme. Glaubst Du wirklich, dass auch nur EIN Autohersteller irgendwas an der Konstruktion seiner Fahrzeuge ändern wird, wenn wir ein Tempolimit einführen?

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Ich zitiere mich mal selbst, macht die Sache einfacher für mich:

Und auch die Frage: schonmal darüber nachgedacht, warum so viele ausländische Autohersteller keine Fahrzeuge in der Serienproduktion haben die deutlich mehr als 180-200 km/h schaffen?

Bei Klein- und Kleinstwagen ist die Grenze irgendwo bei 140-150 km/h

Dann können wir ja ein Tempolimit von 160 km/h fordern. :innocent:

Da bestehen auch realistische Chancen, dass die Ferengi da mitmachen…

Möchte hier auch nochmal meine 2 Cent hinzugeben, da ich finde dass hier im Thread bisher nicht alles zum Thema, insbesondere autonomes Fahren gesagt wurde.
Ich bin sehr dankbar dass @Slartie schon folgendes gesagt hat.

Das ist ein wirklich wichtiger Punkt. Die Gefahr für autonome Fahrsysteme zu verunfallen ist bei fehlenden Tempolimits deutlich höher als bei bestehendem Tempolimit. Umgemünzt auf die Verantwortung der Hersteller (die für Schäden des Systems haften müssen) bedeutet dies, dass das Risiko hier zu testen einfach zu groß ist. Deshalb und auch aufgrund rückständiger Gesetzeslage macht es am Ende auch keiner und man testet lieber in den USA.

Mehrfach wurde hier auch über das L3 System von Mercedes diskutiert und dass dieses nun deutlich besser als das von z.B. Tesla sei.

Dazu mal ein paar Infos:

  • 13.191 Streckenkilometer auf deutschen Autobahnen verfügbar. (Bedeutet es geht nur auf gemappten Strecken, die vorher ein Mapping-Auto abgefahren hat)
  • bis zu gesetzlich erlaubten 60km/h (heißt es geht nur im Stau/stockendem Verkehr)
  • Bei Systemaufforderung oder aufgrund offensichtlicher Umstände muss der Fahrer übernehmen (also doch nicht richtig Level 3?)
  • mindestens 2 Fahrspuren
  • außerhalb von Baustellen
  • nur bei hohem Verkehrsaufkommen und geeignetem Leitfahrzeug (heißt das System braucht eine Orientierung neben Markierungen und Sensorinputs)
  • nicht verfügbar bei Regen, Dunkelheit, Niedrigen Außentemperaturen

Ganz ehrlich gesprochen: Diese technischen Specs sind armselig. Das was Mercedes hier groß als mega Innovation ankündigt ist am Ende das, was normale Assistenzsysteme seit vielen Jahren können, heute schon viel besser.
Wenn man noch genauer hinsieht merkt man, dass es sich hier nicht mal um echtes Level 3 handelt und warum Level 3 ein Definitionsproblem hat. Die SAE definiert L3 als

Fahrmodus-spezifische Ausführung aller Aspekte der dynamischen Fahraufgabe durch ein automatisiertes Fahrsystem mit der Erwartung, dass der Fahrer auf Anforderung zum Eingreifen reagiert.

Also muss der Fahrer doch sofort reagieren wenn das System überfordert ist. Was sind denn die von Mercedes genannten „offensichtlichen Umstände“? Und muss der Fahrer dann wie in Level 2 sofort reagieren oder hat der Fahrer die empfohlene Zeit von 20s um sich vollständig dem Fahrgeschehen zu widmen? Was ist denn wenn der Fahrer einschläft, weil ihm so langweilig ist? Was macht das Auto dann? Rückfallebene ist ja der Fahrer. Ich hoffe man erkennt die Definitionslücke, die hier entsteht.

Was macht den DrivePilot jetzt so besonders? Der Fakt, dass Mercedes einen Präzedenzfall geschaffen hat ein solches System zu zertifizieren. Dies wird es weiteren Unternehmen leichter machen dem zu folgen.

Wie auch schon hier angesprochen muss der Blick eher Richtung USA gehen, wo Waymo, Zoox, GM Cruise uvm. bereits Abermillionen Kilometer ohne Fahrer auf öffentlichen Straßen zurückgelegt haben.
Ich bin kürzlich in Phoenix selbst mit so einem Waymo gefahren. Saß niemand drin. War erstaunlich unspektakulär. Fuhr sehr vorsichtig und defensiv, aber null auffällig. Hätte auch ein Fahranfänger sein können. Autonomes Fahren existiert schon, es ist nur nicht gleichmäßig auf der Welt verteilt.

Was ist jetzt mit Tesla? Die sind mit ihrer FSD Beta ebenfalls extrem fortschrittlich. Der Unterschied: Tesla schafft das, was sie schon heute in den USA schaffen, ohne vorher alle Straßen manuell zu kartografieren. Dafür ist das schon echt krass, was sie abliefern. Wir in DE haben sowieso nur die abgespeckte Version des Autopiloten, daher nicht verwunderlich, dass es hier nicht sonderlich überzeugt. Dass Tesla es den Kunden als L2 Beta gibt und den Kunden probieren lässt und die KI trainiert ist aus Unternehmenssicht vollkommen genial und verantwortungslos zugleich.

(Fahre selbst nen Tesla und die Assistenz ist für Vision Only echt gut, aber eben auch nur ein gutes, kein perfektes Assistenzsystem. Update für Schildererkennung ist zufällig heute gekommen)

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Noch was zu autonomen Fahrzeugen allgemein:
Ich bin der Meinung, dass wir autonome Shuttles in Zukunft eher als dynamische Lösung des ÖPNV anerkennen sollten. Oft wird online zum Thema Verkehrswende so ein Bild gezeigt:


Ein wahres Bild, was aber auch das Problem von ÖPNV heute zeigt. Wenn es nämlich darum geht eine einzige Person zu bewegen, dann sieht es auf einmal ganz schön schlecht für den Bus (oder auch die Tram oder U-Bahn) aus. Aktueller ÖPNV ist nur effizient, wenn er ausgelastet ist. Das passiert aber die Mehrheit des Tages nicht, sondern nur zu Stoßzeiten.

Wäre es nicht damit viel besser, wenn zu bestimmten Zeiten (die ÖPNV Betreiber werden da zahlen haben) einfach kleinere, autonome Shuttles fahren zu lassen, wie z.B. dieses hier?

Der Shuttle hat 11 Plätze und fährt elektrisch und ist damit deutlich effizienter als ein 100 Personen Dieselbus oder auch Elektrobus.

Meines Erachtens müssen wir autonomes Fahren als Technologie für den ÖPNV betrachten um hier effizienter zu werden und nicht als Luxuslösung um mit 2 Personen entspannt im eigenen Auto in den Urlaub zu gondeln.

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Nein, Studien haben beim Thema Unfälle und Stauvermeidung belegt, dass der wichtige Faktor dahingehend die Anzahl der autonomfahrenden Fahrzeuge ist. Ab 20% profitiert man systemweit davon (also weniger Unfälle und Staus).

Wenn man von 100% autonomfahrenden Fahrzeugen ausgeht, sind ganz andere Szenarien möglich. Wir brauchen keine Ampeln mehr. Fahrzeuge können mit wenigen Metern abstand auf der Autobahn fahren etc.

Das ist auch meine Zukunftsprognose… Kleine Minivans mit 6 bis 10 Sitzplätzen, die einen aber von Zuhause abholen. Eine Verschmelzung von Taxi und Bus zum Preis vom ÖPNV welche die Vorteile von beiden vereinen.

Individualverkehr wird damit imo langfristig aussterben, weil es einfach nicht mehr rentabel sein wird und kaum Vorteile bringt.

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Das ist auch mein Kenntnisstand. Mit einem guten Riecher die richtigen Sachen aufgekauft, nicht selbst erfunden.