Ja, genau diese zwei Dinge. Es gibt natürlich noch andere Vorteile, aber das ist nicht das Hauptaugenmerk.
Der Grund des Threads ist ja eigentlich, ob - unter der Annahme, dass es ein Tempolimit gibt - es auch für E-Autos gelten sollte. Dafür würde ich anführen, dass die Energie, um das Auto auf höhere Geschwindigkeiten zu bringen und dort zu halten, nicht umsonst ist und wir sehr weit davon entfernt sind, diese Energie nachhaltig erzeugen zu können zusammen mit der Energie, die alle anderen Sektoren bei einer Transformation weg von CO2 Emissionen brauchen werden.
Solange die Zahl der Unfallopfer weit entfernt von Null ist, und es erwiesen ist, dass ein Tempolimit sowohl diese Zahl als auch die die CO2 Emissionen nicht unwesentlich verringern kann, ist das doch alles andere als grundlos. Nur weil es woanders schlechter ist, ist doch bei uns noch lange nicht alles perfekt.
Ich verstehe in dem Zusammenhang einfach nicht, was an dieser kleinen Einschränkung so dramatisch ist. Es hat zwei eindeutige Vorteile und zudem die zusätzliche Aussicht, dass es für alle angenehmer wird auf der Autobahn. Ich hab auch jeden Fall noch keine Person getroffen, die sich nicht geärgert hätte, wenn sie ständig abbremsen muss, weil weiter vorne jemand langsam ausschert. Und das passiert ständig. Das hat doch nichts mit Freiheit, die Spaß macht, zu tun. Meistens geht es doch beim Schnellfahren um den Zeitfaktor, aber der könnte sogar im Mittel besser werden, weil man nicht so viele unnötige Staus hat, die durch abruptes Bremsen zustande kommen.
Und zu guter Letzt bin ich der Meinung, dass wir uns auf sehr viele Veränderungen einstellen werden müssen. Da wäre doch das Umstoßen eines unserer Glaubenssätze, das nicht mal wirklich wehtut, ein leichter Anfang, der uns in die Aufbruchsstimmung des „Wir schaffen das gemeinsam“ versetzen könnte.
Aber ich denke, wir müssen uns auf ein „agree to disagree“ einigen. 