Studie: Europa kann 2030 vollständig mit erneuerbarer Energie versorgt werden

It found that Europe could achieve power sovereignty and electricity generation free of fossil fuel resources by 2030, although it cautions that the entire energy system will not be free of fossil fuels until 2040.

This would lead to some of the cheapest energy prices in the world, strengthen Europe’s competitiveness, and help deliver climate change targets such as net-zero. Indeed, Europe could become the first climate-neutral continent.

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Also: was hält uns auf?

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Die Elektrizitätsnetze und fehlenden Stromspeicher.

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Das ist kein Grund, der uns aufhalten sollte, sondern Ansporn, an der Herausforderung zu arbeiten.
Ich vergleiche das mal mit der E-Mobilität, welche ich seit 10 Jahren mit Begeisterung nutze. Vor 10 Jahren war ich umgeben von Menschen, die sagten, dass sich die E-Mobilität niemals durchsetzen werde. Grund war wohl die zugegebenermaßen geringe Reichweite von nur 100-150 km im Sommer und die seinerzeit noch sehr dünne Ausbreitung der Ladestationen.
Was ist nun bisher passiert? Die E-Mobile habe sich weiterentwickelt, Reichweiten von 400-500 km sind Standard geworden, durch den Markthochlauf bauen Ladestationsbetreiber reihenweise die Ladeinfrastruktur aus und in Zukunft wird man komplett auf problematische Dinge, wie Lithium und Kobalt verzichten können. Zudem bekommen die E-Mobile mehr und mehr auch Anhängerkupplungen und die Fahrzeugvielfalt wächst wöchentlich.
Warum all das? Weil es genügend First Mover gab, die an die Sache geglaubt und sich auf die Anfangsschwierigkeiten eingelassen haben.
Also heute zu sagen, dass die Energiewende scheitern wird, weil wir heute noch nicht genügend Netzkapazität und Stromspeicher haben, ist zu kurz gedacht.
Energie folgt der Ausrichtung, nicht den Bedenken.

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Ich bezweifle schlichtweg, dass Europa bis 2030 den nötigen Netz- und Speicherausbau umgesetzt haben wird. Selbst wenn er zum Staatsziel Nummer 1 ausgerufen wird, werden wohl nicht genug (Spezial-)Baukapazitäten vorhanden sein.

(Der schnelle PV-Ausbau ist zu begrüßen, aber im Vergleich zu den Herausforderungen beim Netzausbau, dem Speicherbau und der Windkraft ist der PV-Ausbau doch eher ein trivialer Selbstläufer.)

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Das kannst Du gerne bezweifeln, aber das ist dann kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen, sondern es zu machen, so gut es geht. Wenn wir nicht anfangen, weil es sowieso nicht zu 100% geht, sind wir auch 2100 bei 3K über der 1900er-Temperatur noch nicht fertig.

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Volle Zustimmung, aber was hat das mit der vom OP gestellten Frage zu tun?

Oder anders ausgedrückt: Mir ist nicht verständlich, warum die Autoren der Studie diese offensichtlichen Hindernisse erst gar nicht betrachten.

Vermutlich weil es nur die theoretische Möglichkeit untersucht wurde. Und theoretisch könnten die Netze in fünf Jahren gebaut werden. Praktisch halt nicht.

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Und von mir aus, macht es nicht wegen des Klimas, sondern um günstige Energiepreise zu bekommen. Was spricht denn gegen günstigen bis fast kostenlosen Strom?

Ich mache es wegen beidem.

(Und da hier nun dreimal grundlos Unterstellungen mitschwangen: Nur weil jemand übertriebenen Zweckoptimismus ablehnt, bedeutet das nicht, dass derjenige das Ziel ablehnt. Lion Hirth hat in der aktuellen Lage Wissings PV-Förderprogramm kritisiert, das macht aus Lion Hirth aber noch keinen Gegner der Energiewende.)

Sorry, aber Deine Antwort klang wie „das schaffen wir sowoeso nicht“. Ich glaube auch nicht, dass wir es erreichen werden, aber nicht wegen der Kapazitäten, sondern wegen politischer Animositäten, wie die Angst der Franzosen vor billigem Strom aus dem Ausland (besonders Spanien), Weigerung der Bayern, den Netzausbau voranzutreiben, etc.
Und da ist es zweitrangig, ob die denkbaren Baukapazitäten das mögliche Datum um ein paar Jahre nach hinten verschieben würden, wenn gewisse Politiker nicht bremsen würden.
Und die Frage „was hält uns auf“ bezieht sich nach meinem Verständnis nicht auf das Datum 2030, sondern auf den Willen, das Projekt voranzutreiben, also Hochleistungsnetze (Gleichstromstrassen) auszubauen, Langfristspeicher anzulegen und die dezentralen Speicher besser zu nutzen (Siehe Diskussion um Lion Hirth).

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Im Norden klappt es mit dem Ausbau.
Weil Südlink immer noch schwächelt, fließt billige Windkraft jetzt nach Dänemark.

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Ein passender Artikel dazu, dass die großen Herausforderungen der Energiewende insbesondere beim Ausbau der Netze (und Speicher) liegen.

Sich als Privatmensch an netzdienlichen Zwischenspeichern zu versuchen lohnt sich wirtschaftlich leider nicht. Bis dahin kann man nur versuchen das Netz zu entlasten mit der eigenen PV Anlage auf dem Dach die möglichst auf den eigenen Bedarf dimensioniert ist.