Das war Kern meiner Aussage.
Ganz schwerer Vergleich. In den USA hängen KV und andere Sozialversicherungen i.d.R. an Arbeitgebern. Arbeitslose haben keine KV, auch wenn sie nur zwischen zwei Jobs für 3 Wochen arbeitslos sind. Ferner gibt es eine ganze Reihe von chronisch Kranken
(pre existing conditions - riesen Thema im Wahlkampf, die keine KV bekommen).
Einfach Anteil ohne KV/Bevölkerung in Amerika * Bevölkerung in Deutschland … geht nicht so ganz.
Hat mit Erwerbstätigkeit nichts zu tun, auch Betriebsrentner und „normale“ Vermieter zahlen auf Vermietung/Verpachtung/Einnahmen aus Wertpapieren usw. KV Beiträge bis zur BBG.
Bei Marx war es genau andersherum 
Das teile ich. Umsetzung im aktuellen System leider unmöglich. Die zusätzliche Schicht Krankenversicherung verkompliziert das System unendlich. Ich könnte jetzt Stunden damit verbringen, zu erklären, warum unser aktuelles System mit DRGs, privaten und gesetzlichen Leistungen und dem riesen Rattenschwanz Murks ist, mache ich aber nicht, sondern erkläre es pauschal für unsozial und Murks.
Ich oute mich jetzt mal als Betonkommunisten und erkläre, dass einzig ein vollständig steuerfinanziertes KV System sozial ist. Der Erzkapitalist in mir schreit laut auf und hält dagegen, dass einzig ein vollständig privat finanziertes System Sinn ergibt und beide haben Recht, aber niemals zusammen.
Fakt ist, in unserem System brauchen wir keine Krankenversicherungen. Wir sollten ALLE Leistungen steuerfinanziert erbringen lassen. Es sollten KEINE privaten (Zusatz)Versicherungen möglich sein. Um einen Rest an Wettbewerb zu erlauben, sollten Krankenhäuse relativ einheitlich budgetiert werden. So könnten Krankenhäuser, die besser wirtschaften, bessere Leistungen erbringen, als andere … aber wenn natürlich in Kleinstadt a mit wenigen Patienten und einer frisch eingerichteten Radiologie die Gelder wie Milch und Honig fließen, während die Ruhrpottklinik aus allen Nähten bricht … auf der anderen Seite würden ländliche Einrichtungen mit wenig Traffic durch Fallpauschalen verkümmern.
Dazu noch ein paar glitzernde Excellenzkliniken mit dem allerneuerstem Equipment, weltberühmten Forschern, unbegrenzten Forschungsetats und …
Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein Gesundheitsökonom und habe einen riesen RESPEKT vor diesen Menschen, aber mir wird da zu viel Buhei gemacht.
Zusammenfassung:
Die Idee einer medizinischen Grundversorgung ist Unsinn. Jeder Arzt wird immer das Leid so weit wie möglich lindern, mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen. Wenn die Schmerzen eines eingewachsenen Fussnagels aussschließlich mit einer millionenteuren Spritze gelindert werden können, dann wird diese Spritze ultimativ zum Einsatz kommen, weil es sonst mit dem moralischen Grundverständnis nicht vereinbar wäre. Medicina non calculat.
Krankenkassen sind ein unsinniger Kostenblock. Wenn ALLE Deutschen steuerfinanziert versorgt würden, bräuchten wir diese Einrichtungen nicht. Mitarbeiter im Gesundheitswesen sollten fern IMMER Staatsbeamte- oder Angestellte sein.
Einzig das steuerfinanzierte System ist steuerbar. Unser aktuelles System wird zusammenbrechen müssen. Eine schrumpfende Erwerbsgesellschaft, die immer weiter altert kann nicht durch Lohnnebenkosten dauerhaft versorgt werden.
Wir müssen uns damit abfinden, dass unser bestehende System eine zu gute Versorgung gewährt.
Wir müssen aber auch anerkennen, dass private Krankenversorgung nicht effzient funktioniert.