Dann ist es ja trotzdem so, dass man gefahrlos als Beamter in Teilzeit seine Kinder bis zum Abi begleiten kann und dann am Ende trotzdem mehr als 40% Vollzeit hatte und auch Gehaltstechnisch wohl kaum dieselben Einbußen wie normale Angestellte hinnehmen muss. Das Pensionthema ist schon eine extreme Ungleichbehandlung zur gesetzlichen Rente und gehört reformiert oder eben die gesetzliche Rente wird genauso berechnet und das Äquivalenzprinzip abgeschafft. Pensionen sind der mit der größte Benefit für Beamte.

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In welchem Bundesland gibt es den? In Ba-Wü habe ich für ein Kind noch nie mehr als 5 Seiten für ein halbes Jahr bekommen, davon waren mindestens die Hälfte Fotos.

Hier wird so getan als wären Pädagogen quasi TÜVs, die den ganzen Tag mit dem Klemmbrett Notizen schreiben. Ich habe in Summe fast 8 Jahre Kita hinter mir und habe dergleichen nie erlebt oder jemals zu Gesicht bekommen.

Nanu, ich dachte, alle sollen weniger arbeiten!?

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Trotzdem ist die Aussage, dass Teilzeit bei Rente zu Einbußen führt bei Pension dagegen nicht falsch!

Nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt!

Der Rest ist eine ganz andere Diskussion.

Ich verstehe deinen Kommentar als Motivation, andere Ideen zu verfolgen.
Leider habe ich keine, da auch nicht genug Sozialarbeiter zur Verfügung stehen.
Das ist etwas deprimierend…

In keinem, deswegen stand ja auch davor „provokant gefragt“

Keine Ahnung wie das in Ba Wü ist, aber in Berlin kommen dazu noch Berichte „nach oben“ eventuelle Dokumentationen für Spezialbedarfe (Stichwort Inklusion), dazu dann noch diverse Projektauswertungen, falls mal wieder ein schlauer Chef das Rad neu erfindet u.s.w.

Nicht alles was an Berichten erstellt werden muss kriegen die Eltern auch wirklich zu Gesicht.

Sind sie, da sie über die Entwicklung der Kinder achten sollen und Abweichungen möglichst früh erkennen und allen möglichen Stellen melden sollen.

Das Thema sollte einmal dringend separat diskutiert werden. Wir reden hier in der Form über ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert, das dringend reformiert gehört, da die Unterschiede zwischen Rentenhöhe und Pensionshöhe mittlerweile eklatant sind. Was noch viel besser ist - die Finanzierung der Pensionen lastet auch auf den Schultern derjenigen, die in die Renten einzahlen, da die Pensionen aus Steuermitteln finanziert werden. Beziehungsweise sollten, da es keine Rücklagen des Staates gegeben hat, die die Ansprüche ausreichend abgedeckt haben.

Seltsamerweise wird dieses strukturelle Thema nie angesprochen. Auch nicht das, dass wir mittlerweile in den Hoheitsaufgaben sowohl Beamte als auch Angestellte haben, die dieselben Aufgaben haben, aber unterschiedlich vergütet werden. Aber Arbeitnehmer haben ja das Streikrecht, das dann gerne ins Feld geführt wird.

Daraus kann man doch mal einen eigenen Thread machen oder die Lage könnte das mal ansprechen? Wie würde Ulf das als ehemaliger Richter sehen?

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Und zeitgleich wird gefordert, die Steuerzuschüsse zur Rente zu streichen, was schon eine freche Forderung in dem Kontext ist. Es sollten wie ich finde weiterhin alle in die gesetzliche Rente gezwungen werden, allein aus dem Grund, dass somit alle ein Interesse daran haben, dieses miese System gut umzubauen, und nicht zu Lasten der Jüngeren. Die Politiker haben nach meinem Gefühl wenig Interesse, an der eigenen Pension zu sägen, die nun mal sehr komfortabel und sicher ist, da sie jeder mitbezahlt.

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Bevor ich den Faden ganz verliere: Worum geht es jetzt genau?

  1. generelle Senkung der Wochenarbeitszeit?

  2. Senkung der Wochenarbeitszeit für einzelne Branchen und Berufsgruppen?

  3. um Renten und Pensionen in Bezug auf Wochenarbeitszeit ?

  4. um eine Grundsatzdiskussion wieviel Wochenarbeitszeit sinnvoll und gesund ist bzw. Einkommen und Altervorsorge sichert?

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Aus meiner Sicht müsste man das Ganze eh mal vom Kopf auf die Füße stellen. In dieser Diskussion geht es immer darum, wer die tollste Zahl hat. Der eine sagt 32, der andere 40, der nächste 36 und begründet, warum genau die richtig ist.
Man könnte die Diskussion doch erstmal damit starten, wieviel Arbeit wir wirklich benötigen würden, um alles zu erzeugen, was wirklich notwendig ist. Und wirklich notwendig würde ich hier umfassend sehen. Vom Dach überm Kopf, über Nahrung und Kleidung, Unterhaltung, Bildung, Pflege, Sport, aber ohne Fast Fashion, dicke Karren und sonstigen Überkonsum.
Man könnte mutmaßen, dass man erstmal viele Jobs streichen könnte. Dann könnte man viele automatisieren. Und dann nehmen wir die Anzahl der Stunden und teilen die durch die Zahl der Erwerbsfähigen. Kann man sicher berechnen, aber ich schätze unter 30. Dann wäre für mich klar: Wer 30 Stunden arbeitet, muss auch vollumfänglich Zugang zum oben genannten Notwendigen haben.

Ich sehe auch gar nicht, mit was wir die Leute noch beschäftigen wollen, wenn wir tatsächlich effizienter werden und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch schmälern wollen.
Aus meiner Sicht ist es eine merkwürdige Art das Thema anzugehen, erst die Wochenarbeitszeit festzulegen und dann notfalls Arbeit dazu zu erfinden, damit auch jeder eine Chance hat, 40 Stunden irgendwas zu machen, egal, was für einen Mist.

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Klingt ein wenig nach Planwirtschaft :thinking:

Ich denke ja das sich das System von alleine regelt. Wenn z.b. plötzlich viele Jobs wegen Automatisierung wie autonomes fahren wegfallen (Taxi, Bus, Bahn, Lieferverkehr, Anwälte) haben wir plötzlich viele Menschen die arbeitslos sind. Das Problem ist…bei bisherigen industriellen Revolution wie Einführung von Fließbandarbeit wurde ein Beruf der kompliziert war einfacher, so das mehr produziert werden könnte, bei geringerer Anforderung an den einzelnen Arbeiter. In Zukunft ist das umgekehrt, da gerade einfache Tätigkeiten wegfallen. Was macht man aber mit all diesen Menschen die diesen Anforderungen nicht gewachsen sind? Hier ist eine Senkung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit ein möglicher Faktor.

Ich denke immer noch, das die Diskussion über einen fixen einheitlichen Wochenstundensatz, der für alle Tätigkeiten und Branchen gelten würde, ziemlich müßig ist. Ähnlich wie Homeoffice.

Dazu ist unser Arbeitsleben viel zu vielfältig.

Das müsste schon der stark ausdifferenziert werden, damit es Sinn macht, aber dann ist ist nicht mehr gleich für alle oder gerecht und wird teils teuer. Da einige Tätigkeiten mit entsprechendem Personalbedarf ausgestattet werden müssen. Da kann man an der Zeit nicht drehen (der Patient im Krankenhaus oder Pflegeheim ist nunmal 24/7 da und muss versorgt werden)

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War nicht alles schlecht im Osten.
Ein guter Plan ist immer besser als kein Plan.
Zum Beispiel kann man planen, dass Neugeborene in drei Jahren in den Kindergarten und in sechs Jahren in die Schule wollen. Oder dass Rentner irgendwann eine Pflege brauchen.
Oder mit den Rentnern auch deren Wissen in Rente geht und Unternehmen deshalb rechtzeitig Nachfolger aufbauen müssen - etwas, was auch der CDU bekannt vorkommen dürfte, deren Ministerpräsidenten regelmäßig vergessen Nachfolger aufzubauen.

Und das jeder morgens 1 Scheibe Salami, 1 Brötchen und 1 Kaffee bekommt. Außerdem alle 10 Jahre ein Auto wobei es 3 Größen gibt ja nach Größe der Familie. :wink:

Okay…genug Polemik ^^ Ja man kann nicht alles vorgeben für alle Berufe. Es müssen auch nicht alle Berufe gleich sein. Das, wer in Pflegeberufen in Zukunft arbeitet mehr verdienen muss, wird einfach so sein. Zumindest insofern hier der Markt regelt. Und ansonsten kann man eine 24 Stunden Schicht in 3x8 oder 4x6 Stunden unterteilen. Wie ich oben anführte, wird es in absehbarer Zukunft (30 Jahre) viele freie Arbeitskräfte geben mit einer eher geringen Bildung (nicht abwertend gemeint!).

Willst du auch die 40-Stunden-Woche abschaffen?

Oder die Frage, was alles hier produziert werden muss und was in anderen Teilen Europas oder der Welt. Alle Industriearbeitsplätze auslagern - Kaufen statt machen - würde die Wochenarbeitszeit mindestens halbieren.

Mir ist da die Stundenzahl ziemlich nachrangig.

Die Arbeit ist getan, wenn sie erledigt ist.

Das kann eine Zeitfrage sein, eine Personalfrage oder eine Frage anderer Ressourcen, oder auch der Belastungen am Arbeitsplatz.

Eine 40h-Woche bei einer Pflegefachkraft oder einem Dachdecker mag anders fordernd sein wie der einer Bürokauffrau oder eines Versicherungsangrstellten.

Das haben sich die Arbeitgeber im 19. Jahrhundert wohl auch gedacht.

Mit Sicherheit.

Aber sicher mit anderen Fokus.

Die 40h als Obergrenze soll schon bleiben.

Weniger ist sicher möglich, aber nicht überall mit den gleichen Mitteln.

Für mich ist eher die Frage wichtig, wie muss Arbeit (und Arbeitszeit) gestaltet werden, das man eine Tätigkeit unter Erhalt der Gesundheit bis zur Rente ausüben kann. Ohne psychisch oder physisch beeinträchtigende Folgen für den/die Einzelnen

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Vorab: habe nicht alle 110 Beiträge gelesen, nur vereinzelt überflogen.

was oft nur so halbrichtig vorkommt. Die Viertagewoche geht oft mit einer verkürzung der Arbeitszeit einher.
Was aber nicht zwingend richtig ist.

Vor einigen Jahren habe ich mit einem Gastronom zusammengearbeitet und wir sind dabei auf den, bis heute funktionierenden, Ansatz gekommen.
wir verkürzen die Arbeitswoche auf vier Tage a 10 Stunden.
Das Personal war nicht nur einverstanden sondern positiv begeistert.
Wer in der Gastro arbeitet weiß, dass 8h Arbeitszeit eh nie in der Praxis eingehalten werden . verkürzte Pausen und zum Schichtende „macht man aber den Tisch noch“, schließlich möchte man ja auch das Tipp dafür. Je nach Betrieb ist das natürlich unterschiedlich geregelt… Zusätzlich haben wir noch ein paar andere Anpassungen vorgenommen, was die zugesicherten Sonntage angeht. Also lieber die Zeit offiziell Arbeiten, die man eh oft länger im.Betrieb ist und dafür 3 freie Tage in der Woche. Dabei wurde zugesichert,dass mindestens zwei davon immer am Stück sind, wie bisher. Für alle drei könnten wir nicht garantieren, weil für Hochzeiten und Co ein hoher Bedarf auf Sams- und Freitage fällt und es dann nicht mehr möglich gewesen wäre,da immer drum herum zu planen.

Insgesamt könnte so aber das Personal über Corona gehalten werden und sogar die Leistung verbessert werden. Weniger Ausfälle wegen krank, z.B. und sogar Initiativbewerbungen gab es vereinzelt, von Kellnern aus anderen Häusern.

Das sind durchaus Konzepte, die mitunter mehr planerischen Aufwand erfordern, aber auch für Pflege und andere Personalintensive Arbeiten, die vor Ort stattfinden müssen denkbar sind und trotzdem einen erheblichen Teil zur Work-Life-Balance und Erholung beitragen können, ohne die Nettoarbeitszeit in diesen Berufsständen zu kurzen.

Natürlich lässt sich verargumentieren, dass dadurch eine dauerhafte Abdeckung wo Schließtage nicht möglich sind, wie in der Pflege noch schwerer zu halten ist, aber inwieweit ist das die Verantwortung des einzelnen Pflegers als Arbeitnehmer und in wie weit darf man erwarten, dass diese Personen, diese Lücken im Personal ausbaden müssen, teils mit noch mehr Arbeitszeit zu deren persönlichen körperlichen und mentalen Lasten.

Zweitens:
Auch wären im Handwerk Möglichkeiten da, dass die Arbeitszeit beispielsweise beim Polier im Sommer bei 40 Stunden bleibt, aber im Winter bei 30 Stunden liegt.
In der Zeit wo die Arbeit verbracht werden muss und in diesem Fall oft auch nur kann, wir die Verkürzung später ausgeglichen durch 3 oder 4 Tagewochen im Winter. Auch das sind Ansätze, die es vereinzelt schon gibt, aber in Diskussionen und Politsendungen quasi nie stattfinden…

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