Das passiert doch schon. Chinesische Fahrzeughersteller kaufen europäische Produzenten auf, und produzieren dann hier weiter. Volvo gehört z.B. Geely. Indien machen das übrigens auch.

Das ist nicht ganz das was ich meine. Volvo gehört auf dem Papier zwar zu Geely, dennoch ist ein Volvo nach wie vor vornehmlich ein Volvo der zu großen Teilen in Göteborg entwickelt wird. Was ich eher meine wäre das Szenario das Xiaomi oder BYD hier Werke übernehmen oder neu bauen, um ihre Stromer für das untere und mittlere Segment hier bei uns zu produzieren.

Wenn der böse Chinese brav nach den Regeln gespielt hätte, wäre das Resultat aber nicht weniger drastisch: da steht schlimmstenfalls die Abwicklung ganzer Industrien vor der Tür, inklusive Arbeitsplatzverlust von wer weiß wie vielen Tausenden. Hätten es in dem Fall groß wie klein entsprechend verdient zu bluten?

Man könnte diese miesen Aussichten ja zum Anlass nehmen, sich mal grundsätzlich über die da wirkenden Zwänge Gedanken zu machen. Und was zum Teufel man als Mensch eigentlich wirklich davon hat - in guten wie in schlechten Zeiten.
Oder man rauft sich als braver Bürger zusammen, bemüht den inneren Nationalisten, und ergreift freudig Partei für das große „wir“. Was auch immer das sein soll.

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Wenn China den Weltmarkt mal eben so auch ohne staatlich subventionierte Dumpingpreise übernehmen kann, warum subventionieren sie dann überhaupt? Wäre es dann nicht besser anderen Ländern dieses Argument für Zölle gar nicht erst zu geben?

Dieser sarkastische Einwurf ist ein wichtiger Punkt. Das Regelhandbuch wird vom Westen jetzt gezückt, weil wir den Anschluss zum Markt verloren haben.
„Free trade is a myth“ - Protektionismus war immer allgegenwärtig

https://www.fabio-de-masi.de/de/article/1028.starökonom-gegen-ttip.html