Weil sie geprüft und nicht pauschal abgelehnt werden. Geostrategie ist natürlich ein theoretisches Konzept, aber bitte erkläre mir kurz, warum sie sich dadurch per se als Bewertungsmatrix delegitimiert?
Zu den Indizien:
Ukraine als Pufferstaat verringert den Einfluss von Russland in die EU. Dies kommt der Energiepolitik von Ländern zugute, die versuchen Ihren Einfluss in Europa zu stärken und/oder auszuweiten.
Geopolitische Bedeutung: Die Ukraine ist ein wichtiger Staat in Osteuropa. Die Frage nach ihrer Zugehörigkeit hat weitreichende geopolitische Konsequenzen.
Globale Führungsrolle: Russland kann von Ländern, welche diesen Titel für sich beanspruchen als Konkurrent aus geopolitischer Sicht betrachtet werden.
Finanzielle Interessen: Es gibt Länder, die unfassbar viele finanzielle Mittel in die Ukraine gesteckt haben und jetzt (nachvollziehbar) nicht möchten, dass diese Mittel „nach Russland“ abfließen.
Ausländische Investoren: Ausländische Unternehmen, insbesondere aus der EU und den USA, haben in die ukrainische Landwirtschaft investiert. Sie pachten dort Land, bauen Infrastruktur auf und vergeben Kredite an ukrainische Landwirte.
Ich finde, dass das durchaus „Indizien“ sind, die ein Interesse anderer Länder beschreiben einen Krieg in der Ukraine zu forcieren - nicht zu beginnen. Aber ein Krieg fängt ja nicht zu einem Zeitpunkt X an…wer das denkt schaut nicht hinter die Kulissen.
Zum Thema Deutschland und der Krieg:
Wir werden mit Sicherheit keine 4% unseres BIPs verwenden zukünftig soviel steht fest - dazu bitte mal mit den Fakten beschäftigen was in der Nato so ausgegeben wird.
Zum möglichen Krieg selber - wenn es hier heißt „lassen wir uns nicht gefallen…dann ziehen wir in den Krieg“ stellt sich mir die Frage - wir Deutschen? Ernsthaft? Womit denn bitte…mit dem Luchs lieber dem Fuchs von denen wir am meisten haben?
Fazit: Weder sage ich, die einen noch die anderen sind „Schuld“. Absichten und Interessen - oder gerne auch „Indizien“ haben durchaus mehrere Akteure. Ich möchte hier zum Nachdenken anregen und dazu, dass nicht alles, was anders klingt, wegzuwischen als gäbe es nur die eine Wahrheit!
(Gek. durch Mod)
Demokratie bedeutet vorauszusetzen, dass das, was die andere Seite sagt, ebenfalls richtig sein kann.