ich höre euch schon seit langem und war auch mal Kunde von Incogni. Grundsätzlich melde ich mich normalerweise nicht, aber möchte hier einfach auf ein Thema aufmerksam machen, welches meiner Meinung nach viel zu wenig Betrachtung erhält.
Anbieter wie Incogni, die dem Kunden für eine Bezahlung versprechen, dass deren Daten gelöscht werden, stehen aktuell unter Kritik, die ich selbst nur unterstützen kann. Ich gehe aus persönlicher Erfahrung und auf Grund eurer Werbung hier vor allem auf Incogni ein. Folgende Punkte möchte ich als Kritik aufzeigen:
Umgang mit den eigenen Kundendaten
Der Anbieter macht es den eigenen Kunden unnötig schwer einen Vertrag zu Kündigen. Ich musste die Kündigung per Mail machen, da die Website mir keinerlei Möglichkeit dazu gab. Eine Anfrage zur Löschung der eigenen Kundendaten betrifft das ebenfalls. Außerdem wurde öfter berichtet, dass die Löschung nicht korrekt durchgeführt wird.
Transparenz der Leistung
Es ist für den Kunden nicht möglich zu prüfen, ob der Dienstleister auch real einen Mehrwert bringt. Das man im Dashboard sehen kann, dass „mutmaßlich“ xx Anträge versendet wurden und yy bereits gelöscht wurden wird mit keinerlei Beweis hinterlegt. Kein Schreiben, keine Gerichtsklage, nichts. Reines Vertrauen. Ob Incogni die eigenen Daten am Ende nicht einfach direkt wieder verkauft ist ebenso wenig prüfbar.
Mir persönliche hatte das Abo damals nichts gebracht. Die Spam Mails und anrufe wurden nicht weniger. Da ich kein Vertrauen in den Anbieter hatte, nachdem ich gemerkt habe, dass es keinerlei Belege der Ergebnisse gibt, habe ich das Abo gekündigt.
Daher hier meine Bitte an das Team: Bitte prüft diesen Werbepartner nochmal, ob ihr als „Verfechter des Datenschutzes“ weiterhin mit diesem Partner zusammenarbeiten wollt. Ich habe nichts gegen solche Dienstleister. Im Gegenteil: Ich finde das eine sehr gute Idee. Nur leider gibt es keinen mir bekannten, der das auch mit der nötigen Transparenz durchführt. Frei nach dem Motto: Was bringt mir ein Polizist, der gegen Korruption vorgehen soll, wenn ich nicht einmal weiß, ob er nicht selber korrupt ist und auch nicht kontrolliert wird.
An die Hörer: Teilt gerne auch eure Meinung und Erfahrungen dazu.
Nachfolgend auch ein Youtube Video zu dem Thema:
P.s. Über das preis-Leistungs-Verhältnis brauchen wir nicht diskutieren. Das ist eh eine subjektive Entscheidung.
Bitte suche mal hier im Forum zum Stichwort „Werbung“. Dazu wurde, glaube ich, wirklich alles gesagt. Wollen wir hier ein Forum für Produkterfahrungen werden?
Ich finde es legitim wenn Nutzer mit Produkterfahrung zu beworbenen Produkten auf Nepp und Bauernfängerei hinweisen. Die Hosts, bzw. ihr Team, können auf dieser Weise die Vorwürfe prüfen und Werberegeln nachschärfen.
Ja - prinzipiell stimme ich da zu. Das müsste dann aber m.E. etwas deutlich substanzielleres und systematischeres sein, als nur „anekdotische Evidenz“ einzelner Nutzer. Sonst sind wir ganz schnell dabei, dass hier jedes Produkt hoch und runter diskutiert wird, weil jemand mal schlechte Erfahrungen gemacht hat oder ihn persönlich irgendwas stört.
Ich habe im Vorfeld nach Incogni gesucht und die Suche hat mir nur einen einzigen Beitrag gegeben, bei dem die Diskussion nur darum ging, ob Werbung selbst eingesprochen werden sollte. Wenn du der Meinung bist, dass das Thema bereits besprochen wurde, dann sende mir die Diskussion zu und ich schaue, ob ich das Thema hier schließen lassen kann.
Grundsätzlich empfinde ich es als wichtig gerade hier auf solche Themen hinzuweisen. Es geht nicht um die Produkterfahrung, sondern darum, dass das Werbeversprechen des Partners potenziell nicht eingehalten wird und es nicht überprüfbar ist. Theoretisch könnte es auch in Richtung Betrug gehen. Ich fände es schade, sollte sich dies zukünftig bewahrheiten und man hat die ganze Zeit die Augen davor verschlossen.
Benutzererfahrungen zur Produktbewertung sind keineswegs substanzlos. Im Gegenteil: Sie sind eine der wertvollsten Datenquellen für die Produktentwicklung, Marketingstrategien und dienen anderen Nutzern als Orientierungshilfe im Markt. Oft objektiver, als die häufig gekauften Berichte der Hersteller. Willst Du jede Erfahrung entwerten, die nicht von Stiftung Warentest kommt?
Das phantasievolle Hochskalieren ist ja gerade en vogue. Aber objektiv sprechen wir hier von maximal 52 Produkten pro Jahr (Tatsächlich wird die Werbung ja nicht wöchentlich gewechselt) und bei der raschen Durchsicht des Forums, gibt es bisher für keine 5% der Sendungen für durch LdN beworbene Produkte Rückmeldungen.
Dem hoch und runter Diskutieren kann man darüber hinaus entgegenwirken, indem man eine Produkterfahrung einfach mal so stehen lässt, ohne sie zu kommentieren und auf eine Grundsatzdiskussion verzichtet.
Ich kann mich an viele Anbieter erinnern, die hier diskutiert wurden.
Unter anderem Naturstrom, NotdVPN und eine Veranstaltung in Baden-Württemberg.
Angesichts vieler sich wiederholender Werbung halte ich 5% für sehr optimistisch.
Aber davon ab
könnte ich mir vorstellen, dass auch das von Werbenden nicht unbedingt gern gesehen wird, vor allem, wenn das dann von anderen aufgegriffen wird.
Also ich glaube es war nicht so gemeint, dass Incogni im Speziellen schon besprochen wurde. Was bereits mehrfach besprochen wurde, ist die Tatsache, dass die Lage die beworbenen Produkte nicht inhaltlich prüft und keine Gewähr für deren Qualität oder Nutzen übernimmt. Deswegen formuliert die Lage die Werbebeiträge auch immer nicht aus Ich-Perspektive und behauptet nich, sie selbst zu nutzen (was bei vielen anderen Podcasts/Influencern üblich ist). Daher sind auch eigentlich keine Diskussionen im Forum zu diesen Produkten erwünscht.
Und doch finde ich es gut wenn die Lage darauf aufmerksam gemacht wird wenn ein beworbenes Produkt eventuell nicht dem entspricht wofür die Lage steht. Das zugrunde liegenden Problem ist vielleicht das gleiche, aber trotzdem ist es wichtig darauf aufmerksam zu machen das hier eventuell was falsch läuft. Werbung mit der Stimme der Hosts wird nicht ohne Grund besser bezahlt und die Hosts würden bestimmt auch keine Werbung für Die AFD machen und sich damit rausreden das sie die Texte und Inhalte nicht prüfen. Nun ist es bei dem Produkt hier nicht so eindeutig und gerade deshalb ist es wichtig auf etwaige Missstände bei dem Werbepartner aufmerksam zu machen um die zukünftige Zusammenarbeit zu überdenken.
Naja, es macht vermutlich wenig Sinn, die Lage für Werbetreibende unattraktiver zu machen als nötig. So lange es Hörer ohne Plus-Account gibt, gibt es ein gewisses Interesse, dass Werbetreibende gerne bei der Lage buchen.
Das stimmt allerdings. Darum ist hier vielleicht auch noch nicht zu.
Die Lage unantraktiv machen, will bestimmt niemand hier. Im Gegenteil.
Unabhägigkeit ist ja quasi der Lage USP. Und ein paar wenige kritische Anmerkugnen im Talk, zu beworbenen Produkten, ist sicher keine Gefährdung der Lage bei geschätzten 750.000 bis über 1.500.000 Hörern pro Monat und (gerade einmal) 13.777 talk Nutzern.
„Lage der Nation“ ist mit 1,5 Millionen Downloads im Monat einer der meistgehörten Politik-Podcasts. Die beiden Gastgeber, der Journalist Philip Banse und der ehemalige Richter Ulf Buermeyer, sind jetzt zu Gast bei „Alles gesagt?“, dem unendlichen Podcast der ZEIT.
Da kann man die Kirche auch mal im Dorf lassen, finde ich.