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Die USA kennen im wesentlichen eine staatliche Rentenversicherung („Social Security“) und eine private, meist aktiengestützte und steuerlich begünstigte Vorsorge („401(k)“)
Die Social Security ist eine Pflichtversicherung für alle Angestellten und Selbständigen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich 12,4% Abgabe auf den Arbeitslohn bis zu einer Bemessungsgrenze von ca. 137.000 Dollar. Dafür bekommen die Versicherten bei einem Rentenantritt einen Prozentsatz des Durchschnittseinkommens der 35 einkommenstärksten Beitragsjahre. Abschlagsfrei kann ab 67 Jahren Rente bezogen werden, mit Abschlägen auch schon früher (ab 62). Die Rentenzahlungen sind stark progressiv, d.h. Menschen mit einem niedrigen durchschnittlichen Einkommen erhalten eine verhältnismäßig hohe Rente (bis 90%), während hohe Einkommen nur einen verhältnismäßig geringen Beitrag beziehen (min 19% von einem durchschnittlichen Monatseinkommen über 13.000 Dollar). Für Verheiratete gibt es Zuschläge.
Die durchschnittliche Rentenhöhe liegt bei 1.706 Dollar, die Lebenserwartung liegt in den USA deutlich unter der von Deutschland: Social Security (United States) - Wikipedia
Die USA sind aber mit Deutschland nicht wirklich vergleichbar, weil die durch Zuwanderung und höhere Geburtenrate nicht die selben demographischen Probleme haben.
Insbesondere für höhere Einkommen interessant ist die Möglichkeit zur privaten Vorsorge („401(k)“). Arbeitnehmer können einen Teil ihres Einkommens (bis zu einem jährlichen Maximalbetrag von 30.000 Dollar) in ein Aktiendepot investieren. Auf diese Beiträge (und die Kursgewinne) muss erstmal keine Einkommenssteuer gezahlt werden. Ab 59,5 Jahren Alter und nach Ausscheiden aus dem Berufsleben kann dann das ersparte abgezogen werden, wobei dann wieder Einkommenssteuer fällig wird (aber eben weniger, weil die Einkünfte geringer sind).
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Gibt es so etwas ähnliches nicht auch in Deutschland, dass man Beiträge in bspw. einen ETF, auf den man erst mit einem bestimmten Alter zugreifen kann, unmittelbar von der Steuer absetzen kann? Das klingt für mich zumindest auf den ersten Blick vergleichbar.
Am ehesten als Rürup Rentenversicherung, aber nein, eigentlich nicht.
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Ingfu
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Es gibt den sogenannten Versicherungsmantel, der vom Konzept her in die Richtung geht, aber auch nicht unproblematisch ist.
Ich schließe diesen langen Thread jetzt erstmal.
Öffnet gern ein neuen, wenn Bedarf besteht.