Reformen Gesundheitssystem - Psychotherapie

Hallo,

Ich hätte eine Anmerkung zu den notwendigen Reformen im Gesundheitssystem. Es ist klar, das Reformen nötig sind. Es wurde in der aktuellen Folge auch gut beschrieben, welche “großen” Themenfelder und Bereiche es dort gibt und eingeordnet, welche sinnvoller oder weniger sinnvoll sind, welche Lobbygruppen es gibt usw.

Es hat mir jedoch gefehlt, dass die psychotherapeutische Versorgung nach dem Vorschlag der Finanzzierungskommission auch gekürzt werden soll, und das nach dem zum 1.4.2026 bereits die Honorare um 4,5% abgesenkt worden sind. Die Kommission schlägt nun vor, dass Zuschläge für Kurzzeittherapien und Terminservicestellen-Termine gestrichen werden und, noch viel schlimmer, dass Psychotherapieleistungen budgetiert werden sollen. Damit wäre jedes Quartal aufs neue unklar, wie viel die einzelne Stunde finanziell einbringen würde. Wenn dies kommt, wäre es wirklich schlimm für viele niedergelassene Therapeut:innen, da es keinerlei Planungssicherheit mehr gäbe. Viele von uns haben Kredite abzuzahlen, noch aus der teuren Therapeutenausbildung. Wir sind eh schon die am schlechtesten bezahlte “Facharztgruppe”. Ich habe bisher aufgrund meines Versorgungsauftrags für gesetzlich versicherte Patient:innen keine privat Versicherten angekommen- wenn die Budgetierung kommt, wird sich meine Haltung dazu verändern und sicher auch die vieler Kolleg:innen.

Im Vergleich zu anderen Maßnahmen wäre das Einsparpotential gering. Leider haben die Psychotherapeut:innen jedoch keine so gute Lobby wie die Zuckerindustrie oder die Alkoholindustrie.

Viele Grüße,

Tanja (psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapeutin)

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Das stimmt so nicht. Welche Auswirkungen die Budgetierung hat, hängt sehr von der Ausgestaltung ab. Da die Vorgaben des Bundessozialgerichts zur Mindestvergütung von Therapeut:innen durch eine Budgetierung nicht verschwinden, ist es wahrscheinlich dass eine Ausgestaltung so wäre wie zuletzt vor der Entbudgetierung 2013. Die sah so aus, dass die Leistungen für die Therapeut:innen nicht begrenzt waren. Mengensteigerungen wurden allerdings nicht von den Kassen finanziert, sondern von den anderen Arztgruppen umverteilt (sog. Vorwegabzug). Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass eine Budgetierung der Psychotherapie sich vor allem zu Lasten der Fachärzte auswirken würde. Dass die Kommussion in diese Richtung dachte, lässt sich dem Bericht auch entnehmen.

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Geplante Senkung der Honorare für Psychotherapeut:innen

Ich fand es in der LdN 472 tatsächlich schade, dass über den kompletten Block “Verzicht der Leistungserbringer” so nonchalant hinweggegangen wurde.

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Hallo,

Die neuste Irreführung der Öffentlichkeit durch die GKV wurde hier falsch sauber zusammengestellt.

Der Skandal ist, wie hier mit Statistiken gelogen wird. Einfach indem Äpfel mit Bienen verglichen werden. Eine gute Meinungsbildung in der Demokratie geht doch nur, wenn zumindest die Fakten stimmen und aus verschiedenen Perspektiven anders bewertet werden.

Hier erleben wir gerade “durchsichtige Manöver der Krankenkassen”, wie die kassenärztliche Vereinigung Bayerns in einem internen Schreiben verlauten ließ.

Dies aufzudecken, damit eine demokratieförderliche Meinungsbildung möglich wird, halte ich für essentiell.

In der Lage ging es ja um die Reformvorschläge der Finanzkommission. Mit der hat das Lobby-Papier, das du hier teilst, nichts zu tun. Die Kürzung der PT-Vergütung um 4,5% resultiert nicht aus der Kommission, sondern aus einer jährlichen Routine-Überprüfung im Bewertungsausschuss.

Allerdings kannte die Kommission die beschlossene Kürzung und thematisiert sie in ihrem Bericht auch. Trotz dieser bekannten und bereits beschlossenen Kürzung empfiehlt die Kommission eine weitere Kürzung (in Form der Zuschläge für Kurzzeittherapie). Offensichtlich kommt also auch eine unabhängige Expert:innen-Kommission zum Schluss, dass es Handlungsbedarf bei der Ausgabenentwicklung für Psychotherapie gibt. Ganz so einseitig scheint die Darstellung des GKV-SV also dann doch nicht zu sein.

Insbesondere stimmen auch die vom GKV-SV veröffentlichten Fakten. Sind sie einseitig dargestellt? Sicherlich. Es ist ein Lobby-Verband, natürlich stellt dieser die Fakten einseitig dar. Genauso wie die Lobby-Verbände der Psychotherapeut:innen die Fakten in ihre Richtung sehr einseitig darstellen. Das ist das übliche Lobby-Geschäft und jeder, der professionell damit zu tun hat, weiß das einzuordnen. Das zu moralisieren, finde ich problematisch, insbesondere wenn man selbst mit den gleichen Mitteln arbeitet.

Eine Meinungsbildung würde ja in einem Forum wie diesem vor allem möglich, indem man sich mit Argumenten auseinandersetzt und auf eine Diskussion einlässt. Jeden Tag neue Lobby-Papiere zu droppen und die ganzen Protest-Rundmails der Verbände und Initiativen hier rein zu kopieren, scheint mir dafür wenig hilfreich.

Es passt aber zur Art und Weise, wie Psychotherapeut:innen als Berufsstand sich in den letzten Jahren in die Diskussion einbringen. Die einzige Antwort von Therapeutenverbänden auf die seit Jahrzehnten überproportional wachsenden Ausgaben für Psychotherapie (bei kontinuierlich weiterbestehenden Wartezeiten) lautet überspitzt formuliert: das muss so und es braucht noch viel mehr! (Mehr Therapeuten, mehr Kassensitze, mehr Geld.) Das kann in einem solidarisch finanzierten System mit begrenzten Mitteln nicht dauerhaft funktionieren.

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Ich bin selbst Psychologin (in Ausbildung zur Psychotherapeutin) und regelmäßige Lage-Hörerin und sehr enttäuscht darüber, dass die Kürzungen in diesem Bereich (weder die seit diesem Monat geltenden Honorarkürzungen, noch die Vorschläge der Expertenkommission zur erneuten Budgetisierung, Kürzung der KZT-Zuschläge und Kürzung der Stundenkontingente von einzelnen Verfahren) angesprochen wurden. Auch die bewusste Fehlinformation, die durch den GKV Spitzenverband verbreitet wird (Psychotherapeuten würden 190.000€ jährlich verdienen) wurden nicht thematisiert. Ich finde das sehr ärgerlich, zu mal insbesondere die Honorarkürzungen auch einfach ein krasser Vorgang ist, denn es so bisher noch nie gab und der alleine deswegen sicher erwähnenswert gewesen. Auch wenn das sicher auch mit meinem subjektiven Eindruck zu tun hat, scheint mir das Thema auch von vielen anderen Medien aufgegriffen zu werden, weswegen mir unklar ist, warum es keinen Platz in der letzten Lage folge verdient hatte. In anderen medizinischen Berufen geht es darum, wann/wie hoch die nächste Gehaltserhöhung ist, während bei Psychotherapeuten aktiv gekürzt wird. Das finde ich angesichts der sowieso schon prekären Versorgungslage für psychisch erkrankte Menschen (siehe Schließung der größten Suchtklinik in DE) und der ebenfalls prekären Situation der nach wie vor ungeklärten Weiterbildung für Psychotherapeuten durchaus erwähnenswert. Ich finde es auch sehr befremdlich, dass, wenn ich das richtig verstanden habe, sämtliche Vorschläge der Kommission von euch im Podcast pauschal als gut und begrüßenswert bewertet wurden? Das scheint mir doch eine wenig ausdifferenzierte Bewertung zu sein. Ich finde es sonst immer toll, wie detailliert ihr Themen aufbereitet, aber in diesem Fall (auch wenn es natürlich auch ein sehr großes Themenfeld ist) wäre eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema gut gewesen oder einfach zu sagen wir wissen es nicht genau bzw. kennen uns nicht damit aus.

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Wer anderen „bewusste Fehlinformation“ vorwirft, sollte sich ziemlich sicher sein, dass die selbst verbreiteten Informationen stimmen. Der GKV-SV behauptet NICHT, dass Psychotherapeuten 190.000 Euro verdienen würden. Er behauptet, dass sie 190.000 Euro verdienen KÖNNEN, wenn sie ihre Praxis in Vollauslastung betreiben. Die Definition der Vollauslastung stammt vom Bundessozialgericht: die Behandlung von 36 Patienten pro Woche.

Wörtlich schreibt der GKV-SV:

Fast 200.000 Euro Jahresumsatz sind bei einer Vollzeittätigkeit mit GKV-Versicherten möglich. Auch nach der Absenkung können Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bei Vollauslastung einen Jahresumsatz von über 190.000 Euro erzielen. Bei durchschnittlichen Betriebsausgaben einer vollausgelasteten Praxis von ca. 40.000 Euro verbleiben 150.000 Euro Gewinn. Davon müssen die Psychotherapeutin und der Psychotherapeut u. a. ihre Krankenversicherung bezahlen, für das Alter vorsorgen und Einkommenssteuern zahlen. Zusätzlich gibt es einen Strukturzuschlag von bis zu 18.000 Euro für eine Bürokraft oder personelle Unterstützung. Dieser Zuschlag wird ab einem Tätigkeitsumfang von über 50 Prozent automatisch und ohne Antragstellung oder Nachweis ausgezahlt.

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Die aktuell diskutierten weiteren Kürzungen im Bereich der Psychotherapie sind aus meiner Sicht fatal und ein Schlag ins Gesicht für die Versorgung psychisch erkrankter Menschen.

Bereits zum April wurden die Honorare für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten um 4,5 % gesenkt – und das, obwohl sie im Vergleich zu anderen Facharztgruppen ohnehin zu den am schlechtesten vergüteten gehören und die Ausbildung mit erheblichen eigenen Kosten im fünfstelligen Bereich verbunden ist.

Weitere Einschnitte würden die Versorgungssituation spürbar verschärfen. Schon heute warten gesetzlich Versicherte im Durchschnitt rund fünf Monate auf einen Therapieplatz, in vielen Regionen deutlich länger. Zusätzliche Kürzungen drohen diese Situation weiter zu verschlechtern.

Dabei ist gut belegt, dass Investitionen in Psychotherapie nicht nur individuell helfen, sondern sich auch gesamtgesellschaftlich rechnen: Jeder investierte Euro bringt ein Vielfaches an Nutzen zurück. An dieser Stelle zu sparen, ist daher nicht nur wirtschaftlich kurzsichtig, sondern auch ethisch hoch problematisch.

Ergänzend möchte ich anmerken, dass ich es bedauerlich finde, dass diese Perspektive in der bisherigen Berichterstattung der Lage der Nation keine Rolle gespielt hat. Angesichts der Tragweite der möglichen Einschnitte würde ich mir wünschen, dass das Thema in einer der kommenden Folgen zumindest aufgegriffen wird.

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Psychotherapeuten sind die meiste Zeit damit beschäftigt, psychisch kranke Menschen zu behandeln, sie tun dies unter widrigen Umständen, sie sind die mit Abstand schlechtest vergütete Facharztgruppe. Und es stimmt: Die Lobbyarbeit und die politische und berufspolitische Positionierung sind oft ungeschickt, aber auch in der Psychotherapie wird darüber nachgedacht, wie man die Behandlung sinnvoll gestalten kann. Es geht hier ehrlich gesagt, nicht um Einsparungen oder um eine sinnvolle Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Versorgung, sondern um strukturelle und institutionelle Angriffe auf eine Berufsgruppen samt Menschen mit psychischen Erkrankungen. Einsparungen und Weiterentwicklung erfolgt im Dialog und nicht per Dekret. Das ist im Grunde meine Kritik. Und es wird mit falschen Annahmen und Behauptungen argumentiert.

Wie viel sind es denn dann, wenn du sicher sagen kannst, dass das eine Fehlinformation ist?

Die validesten Zahlen dazu gibt es vom Statistischen Bundesamt, das dafür eine Zwangserhebung (Stichprobe) durchführt. In der aktuellsten Analyse (Datenjahr 2023) ergeben sich für Psychotherapiepraxen Einnahmen von 121.000 Euro (das ist der korrespondierende Wert zu den 190.000 Euro, die de GKV-SV als erzielbar vorrechnet). Bei durchschnittlichen Ausgaben von 35.000 Euro ergibt sich ein Reinertrag von 71.000 Euro.

Die Differenz zu den Werten, die der GKV-SV angibt, ergibt sich daraus, dass Psychotherapeuten mehrheitlich keinen vollen Kassensitz haben, sondern einen halben (womit allerdings mehr als die Hälfte der Einnahmen eines vollen Sitzes möglich sind). Und daraus, dass auch bei Berücksichtigung dieses Effekts Psychotherapeuten deutlich weniger als die 36 Therapiestunden pro Woche erbringen, die Grundlage der Berechnung sind.

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Bezogen auf die Absenkung der Vergütung hast du Recht, dass es dabei weder um reine Einsparungen, noch um Weiterentwicklung geht. Wäre das eine isolierte Entscheidung, fände ich sie auch nicht akzeptabel. Es ist aber keine isolierte Entscheidung, sondern ein jährlich durchgeführtes Berechnungsverfahren, das zunehmend erratische Ergebnisse liefert und m.E. schon lange keine Daseinsberechtigung mehr hat. Ich verstehe, dass das aus Sicht von niedergelassenen Therapeuten wie ein Dekret wirkt. Das ist es aber nicht.

Die Kassen fordern seit Jahren, das ganze Verfahren der jährlichen Sonder-Überprüfung der Psychotherapie-Vergütung abzuschaffen. (Sie fordern es übrigens auch jetzt noch, nachdem es ausnahmsweise mal zu Einsparungen führt.) Seit zwei Jahren ist klar, dass das Verfahren rechnerisch auch Ergebnisse liefern kann, die eine Absenkung rechtfertigen können. Es gab in dieser Zeit schlicht keine Bereitschaft des Berufsstands, auf die Forderungen nach einer Abschaffung einzugehen (für die es vermutlich auch den Gesetzgeber bräuchte). Stattdessen gingen die Forderungen immer dahin, eine Sonderregelung beizubehalten, aber so zu verändern, dass sie zu weiteren Einnahme-Steigerungen führt. Es waren also nicht die Kassen, die hier den Dialog verweigerten.

Den Dialog zur Weiterentwicklung der Psychotherapie in Richtung höherer Effizienz, leichterem Zugang und besserer Steuerung fordern die Kassen seit Jahren ein. Ich beobachte das eng, kenne aber keinen einzigen Vorschlag von seiten etwa der Therapeutenverbände, die diese Punkte wirklich adressieren. (Die einzige Forderung in diese Richtung ist mehr Prävention, was fraglos sinnvoll ist, aber diese Probleme in der Versorgung nicht löst.) Dazu müsste man seitens der Berufsstands erstmal anerkennen, dass Ressourcen in der Gesundheitsversorgung nunmal begrenzt sind und es keine Lösung sein kann, einfach immer mehr Ressourcen zu fordern.

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Wie kann die Versorgung verbessert werden?

Ja, das frage ich mich auch…

Als erstes ist es wichtig festzuhalten, dass eine gute Versorgung vor allem erstmal gute Qualität bedeutet: sich selbst auf die Patient*innen einzulassen, das eigene individuelle Fallkonzept im Kopf zu haben, nicht von Termin zu Termin zu hetzen; die Biografie und persönliche Situation zu kennen und zu erinnern sowie therapeutische Interventionen gut zu planen und umzusetzen ist das A&O.

Dieses zu schaffen, braucht allein schon Zeit, Kraft und Energie auf Seiten der Therapeut*innen.

Psychotherapie in der Breite ist sehr individuell und nicht so standardisiert wie es vielleicht in Studiendesigns umgesetzt werden kann.

Ich bin mir sicher, dass die meisten Psychotherapeut*innen hier sehr hohen Standards folgen und in der Regel hohe Qualität zu erwarten ist.

Ergo, hier ist die Versorgung schon sehr gut.

Wenn es jetzt um die Frage der Quantität geht:

Die meisten Psychotherapeutinnen arbeiten Teilzeit und das wahrscheinlich aus gutem (individuellem) Grund. Das bedeutet, dass eine Steigerung der reinen Stunden mit den Patientinnen nicht einfach möglich ist.

Wie schon richtiger Weise geschrieben wurde, werden die meisten halben Sitze sogar mit mehr Patient*innen-Stunden bewirtschaftet als es ein „halber Sitz“ vermuten lässt, mehr als erwartet wird.

Letztlich ist also die einzige Möglichkeit Quantität zu steigern, mehr Gruppe anzubieten. Dies ist aber nicht für alle Therapeut*innen möglich; Wegen der Räumlichkeiten, fehlender Abrechnungsgenehmigung oder weil sie sich selbst dies nicht zutrauen und das, damit die Qualität am Ende für alle Gruppenteilnehmenden nicht noch sinkt. Vor dieser Selbstreflexion ziehe ich auch meinen Hut.

Gruppentherapie braucht des Weiteren auch wieder vermehrte Vorbereitung, Reflexion und erneute Anpassung, was wieder mehr Zeit braucht, das bedeutet innerhalb der möglichen Arbeitszeit ist eher weniger Zeit für ggf. Einzeltherapie am gleichen Tag.

Die Steigerung der Quantität ist daher m. E. bei der Anzahl der bestehenden Therapeut*innen nur minimal möglich.

Thema Patientinnen-Steuerung: Der Vorwurf ist, dass Theapeut/innem zu wenige schwere Fälle behandeln. Selbst wenn ich annehmen würde (Studien sagen was anderes), dass das stimmt und alle Therapeutinnen mehr schwere Fälle behandelt würden, dann würde dies erneut Auswirkungen auf die Anzahl der unmittelbaren Patientinnen-Stunden haben, da Arbeit mit Mitbehandlerinnen dazukommt, sowie ein komplexeres Fallkonzept (also Vorbereitung) mit erneut mehr Zeitaufwand. Außerdem lässt eine Behandlung von schwer erkrankten Patient*innen eher kleinere Therapiefortschritte und leider auch weniger positive Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und somit das Funktionsniveau zu. Da Therapeut/innen aber PT nur anbieten können und dürfen, wenn die Prognose ausreichend gut ist, fallen leider auch hier bereits (leider!!!) Patient/innen durchs Raster. Das ist die Logik unseres Gesundheitswesens.

Und, wie sollen dann noch Gruppen mit schwer Erkrankten aussehen? Bei den meisten schwer Erkrankten ist Gruppentherapie gar nicht indiziert.

Nächster Vorwurf: Wir sollen frühzeitig behandeln, damit sich Störungen nicht chronifizieren. Da ist also wieder die Frage, wo sollen die knappen zeitlichen Ressourcen nun eingesetzt werden?

Meiner Erfahrung nach schaffen es die meisten niedergelassenen Kolleg*innen ganz gut, hier eine gute Balance zwischen leichten und schweren Erkrankungen sowie den eigenen Ressourcen zu finden, was für mich hohe Effizienz bedeutet.

Mein Fazit ist daher, dass zunächst erstmal die fehlenden circa 1600 Kassensitze geschaffen werden, die nach Studienlage (2400 fehlen, knapp 800 sind geschaffen worden) noch immer fehlen.

Danach sollte und kann erst abschließend geklärt werden, wie schwierig der Zugang zu PT noch ist. Dafür braucht es aber eine gute, solide und planbare finanzielle Ausstattung, damit der Beruf attraktiv bleibt.

Diese ganzen Überlegungen sind für KiJu-Therapeut*innen übrigens nochmals schwieriger.

Ich sehe auch, dass das Gesundheitswesen ein Ausgabenproblem hat, finde aber, dass bevor den Therapeutinnen in ihrer Arbeit Ineffizienz vorgeworfen wird, sollte die Struktur der Krankenkassen verbessert werden, damit die finanziellen Ressourcen da eingesetzt werden, wo sie tatsächlich die Versorgung der Patientinnen verbessern-das sind, ja plakativ gesagt, nicht die Vorstandsgehälter der knapp 100 Krankenkassen.

Ich teile deine Einschätzung, dass es ein einfaches Weiter-So nicht geben kann. Vielleicht stimmt es auch, dass zu wenig konkrete Vorschläge aus den Reihen der Versorger kamen. Gleichzeitig: Ist es wirklich angebracht, die ohnehin schon niedrigste Vergütung noch weiter zu kürzen? Die Arbeit als niedergelassener Psychotherapeut ist gegenwärtig auskömmlich, aber wie stellt man sich vor eine verbesserte Versorgung, wenn man den Berufsstand existenziell bedroht. Die lange Ausbildungsdauer, die hohen Fortbildungskosten, die hohen Aufwendungen, um überhaupt einen Kassensitz zu bekommen, die Benachteiligung fängt strukturell schon so viel früher an. Vielleicht ist die Wahrheit: Die Psychotherapeuten haben keine zündende Idee, wie sich die Chose gut lösen lässt, weil es vielleicht wirklich ein Problem ist, dass es so vielen Menschen psychisch so schlecht geht? Psychisch kranke Menschen verursachen so viele Kosten im Gesamtsystem: Krankheitsausfall, Erwerbsminderung, Frühberentung, wenn sie arbeiten, dann oft weniger produktiv, sie nutzen mehr Arztkontakte, Eingriffe, die Selbstfürsorge und das Gesundheitsverhalten leiden, schädliches Verhalten (Drogen, Selbsverletzung, Suizid), Psychotherapie ist hierzu ein wirksames Gegengewicht. Ist es maximal effizient? Nein. Psychotherapeutische Prozesse sind weird, teilweise wissen wir selbst nicht, was bei wem am besten wirkt, wir näheren uns dem an und gehen so gut es geht auf das Individuum an. Patienten von mir können sich distanzieren von suizidalen Handlungen, sie gehen wieder zurück in die Arbeit, sie sorgen besser für sich und ihre Liebsten, sie hören auf zu rauchen und Drogen zu nehmen. Das ist keine Spekulation, das ist Realität. Ich bin mir sicher, dass man noch an einigen Stellschrauben drehen kann, zugleich wird man Psychotherapie niemals so optimieren können wie einen chirurgischen Eingriff oder eine Chemotherapie. Und ich bin mir sicher, dass es der Gesamtgesundheit und den Gesamtfinanzen der Gesellschaft nichts nützt, eine wirksame Versorgungsstruktur zu zersetzen. (Exkurs noch zu Digitalen Gesundheitsanwendungen: Mehrere Millionenbeiträge fließen in diesen innovativen Ansatz, pro Patient kostet eine DIGA pro Quartal teilweise mehrere Hundert Euro. Einige DIGAs finde ich gut und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, in Kombination mit Psychotherapie. Aber einige DIGAs erscheinen mir billig zusammengebastelt, ohne Mehrwert zu gängigen Apps. Dazu kommt: die meisten DIGAs haben noch keinen Wirksamkeitsnachweis erbracht. Meine Einschätzung: Hier wird sprechende Medizin durch Technik ersetzt, die sich noch nicht bewiesen hat. Meine Vermutung: Mit DIGAs wird ordentlich Geld gemacht. Warum nicht für alle zugänglich Apps entwickeln, die jeder sofort installieren kann, sie sind wissenschaftlich geprüft und werden finanziert durch die Kassenbeiträge, aber sie fressen so nicht mehrere Hundert Euro pro Quartal pro Patient. Das wäre zum Beispiel ein sinnvoller Schritt zur Einsparung. Man nutzt die Technik, ohne dass sie sprechende Beziehungsmedizin verdrängt. Und das Antragsverfahren mit Berichten sollte reformiert werden, ist eh in Planung, wir müssen Anträge schreiben, das dauert Zeit, kostet Nerven und kostet auch den Beitragszahler, weil die Anträge vergütet werden, genauso wie die Überprüfung der Anträge, ein ewiger Wust an Briefen, warum traut man den Therapeuten nicht zu, dass sie das richtig einschätzen, wenn ohnehin über 95 % dieser Anträge bewilligt werden. Wer wirft einem Zahnarzt vor, gesunde Zähne anzubohren? Wer einem Kardiologen, er setzt Stents ohne Koronare Herzerkrankung? Warum stellt man die Qualifikation der Therapeuten so sehr in Frage? Das sind ein paar Gedanken. Teile mir gerne mit, warum du das so eng und kritisch betrachtest und sag mir gerne, wie ich als niedergelassener Therapeut sinnvoller mit meinen Ressourcen umgehen kann. Ich bin offen für einen Dialog. Und übrigens: Ich bin auch offen dafür, dass - wenn gespart werden muss - ich weniger Geld bekomme, dann wünsche ich mir aber auch, dass überall eingespart wird. Es ist ungefähr so, wenn wir einen Familienvergleich anstellen. Eine fünfköpfige Familie: Der Familienvater sagt, wir müssen sparen, alle geben aber gleich viel Geld aus, außer ein Familienmitglied, das ohnehin am wenigsten hat, das bekommt jetzt noch ein bisschen weniger. Wo ist da die Logik? Erfahrungsgemäß - und da bin ich gespannt, ob du mir zustimmst - hat das weniger mit Sinn und Verstand zu tun, sondern mehr mit Lobbyarbeit und Mächteverhältnissen. Und vielleicht auch damit, dass keiner so recht versteht, was Psychotherapie überhaupt bedeutet und leistet. Falls du dir das alles durchgelesen hast, danke ich dir für deine Zeit und Mühe. Frohe Ostern!

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Ich sehe das im Prinzip auch so, soweit es die tatsächlich stattfindenden Therapien betrifft. Es lohnt sich auch, sich zu vergegenwärtigen, dass es kein Gesundheitssystem gibt, das einen breiteren und umfassenderen Zugang zu Psychotherapie bietet als das deutsche.

Dass die einzelnen Therapien einem hohen Qualitätsstandard entsprechen, bedeutet aber noch nicht, dass sie effizient sind. Sprich: dass die richtigen Patienten zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Mitteln (und keinen darüber hinausgehenden) behandelt werden.

Und um das bei der Gelegenheit auch mal klarzustellen: Meine Kritik bezüglich der Effizienz ist eine, die sich auf das Versorgungssystem bezieht, nicht auf einzelne Therapeut:innen. Ich will damit nicht ausdrücken, dass Therapeut:innen mehrheitlich schlechte Arbeit leisten. Ganz im Gegenteil erkenne ich absolut an, dass der weit überwiegende Teil mit sehr hohem Engagement arbeitet und sich unter den gegeben Rahmenbedingungen auch rational verhält. Gerade deswegen ist es ja erforderlich, diese Rahmenbedingungen zu ändern. An der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen sind die Therapeut:innen über die Selbstverwaltung wiederum maßgeblich beteiligt.

Das ist ja ein Kernargument in der aktuellen Diskussion zur Vergütung. Ich bin mir nicht sicher, ob du es so meinst, aber ich lese dazu in den letzten Wochen sehr viel die Aussage, dass Psychotherapie gar nicht bei ausreichender Qualität und ohne Gesundheitsgefährdung der Therapeut:innen in Vollzeit erbracht werden kann. Ich bin kein Therapeut und kann das letztlich nicht beurteilen. Aber falls das so ist, frage ich mich, warum Therapeut:innen trotzdem die Erwartungshaltung haben, das gleiche Einkommen zu bekommen wie Arztgruppen, die für ihr Einkommen in der Regel Arbeitszeiten zwischen 50 und 60 Stunden leisten müssen.

Ich stimme zu, dass mehr Gruppentherapie der aktuell größte Hebel für die Steigerung der Menge ist. In der Tat haben nicht alle Therapeut:innen die Qualifikation und damit Abrechnungsmöglichkeit für Gruppentherapie. Auch von denen, die sie haben, erbringt aber nur ein Bruchteil regelmäßig Gruppentherapie. Das muss sich dringend ändern.
Was die Räumlichkeiten angeht, hast du sicher recht, dass viele das aktuell nicht können. Das ist aber ja nicht naturgegeben. Man kann seine Praxisräume so wählen, dass das möglich ist. Man kann sich mit anderen Therapeut:innen gemeinsam Gruppenräume mieten etc.
Ich halte es für inakzeptabel zu sagen, dass manche Therapeut:innen sich Gruppentherapie einfach nicht zutrauen und dann auch nicht anbieten müssten. Natürlich sollte es Möglichkeiten für Nachqualifizierungen geben (da sollten tatsächlich auch die Kassen flexibler werden). Aber um es ganz deutlich zu sagen: wer Gruppentherapie als Therapeut:in grundsätzlich ablehnt bzw. nicht erbringen möchte, ist meines Erachtens für den Beruf nicht geeignet und hat jedenfalls in einem solidarischen Versorgungssystem nichts verloren. Allermindestens sollten diejenigen, die diese effizientere Versorgungsform anbieten, leichteren Zugang zu einem Kassensitz haben.

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Ja, fraglos würden mit vorhandenen Ressourcen weniger Patient:innen behandelt werden können, wenn einfach mehr schwer erkrankte Patient:innen behandelt werden, ohne dass sich sonst was ändert. Das fordert ja aber auch niemand.

Was die Evidenz für die Behauptung angeht, dass zu wenig schwere Fälle behandelt werden, würde ich sagen, dass es dazu schlicht keine gute Evidenz gibt, weder in die eine noch in die anderen Richtung. Es gibt einzelne, z.T. fragwürdige Studien, aber keine einzige systematische Untersuchung in der tatsächlichen Versorgung. Insofern gibt es halt viele Indizien, die sich in die eine oder andere Richtung deuten lassen. Wenn ich mir anschaue, welchen Anteil etwa Anpassungsstörungen und leichte Depressionen in der Versorgung habe, halte ich den Vorwurf nicht für unbegründet.

Mir geht es beim Thema Zugang und Steuerung aber auch nicht ausschließlich darum. Es geht mir auch darum, wie Patient:innen einen Therapieplatz suchen müssen. Nämlich mit einem Anruf- und Mailmarathon bei Dutzenden Praxen, auf die sie in vielen Fällen nichtmal eine Antwort erhalten. Vielen Praxen führen nichtmal mehr Wartelisten, sondern greifen sich für frei werdende Plätze halt einfach jemanden von denen, die aktuell anrufen. Das ist ja einer der Gründe, warum lange Wartezeit nicht pauschal und für alle Patient:innen gelten, sondern viele auch sehr schnell in die Versorgung kommen.

Die meisten Therapeut:innen, mit denen ich spreche, finden dieses System Mist. Und ich erkenne auch absolut an, dass man als einzelner Therapeut da wenig dran ändern kann. Auch hier braucht es deshalb meines Erachtens einheitliche Rahmenbedingungen, die für alle gelten.

Die Behandlungskapazitäten, die hinter diesen 1600 Kassensitzen stecken, sind durch die zahlreichen Sitzteilungen der letzten Jahre längst in der Versorgung angekommen und noch zahlreiche weitere dazu. Anders wären auch die enormen Mengensteigerungen der letzten 10-15 Jahre nicht erklärbar. Insofern ist die Frage schlicht beantwortet: einfach nur mehr Therapeut:innen/Kassensitze führen nicht zu einem besseren Zugang oder kürzeren Wartezeiten.

…Man kann das eine das ein tun, ohne das andere zu lassen. Die Zahl der Kassen reduziert sich seit Jahrzehnten kontinuierlich. Und die Verwaltungsausgaben der Kassen wachsen deutlich langsamer als die Ausgaben insgesamt und meist auch als die Einnahmen. Ja, Strukturen sollten auch bei Krankenkassen weiter optimiert werden. Aber die sind nicht weder die Ursache noch die Lösung des Ausgabenproblems.

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Da stimme ich ausdrücklich zu, auch wenn das jetzt nicht alles eine Besonderheit von Psychotherapeut:innen ist. Insbesondere die Ablösesummen für einen Kassensitz, egal ob für Therapeut:innen oder Ärzt:innen machen mich seit Jahrzehnten fassungslos. Sie gehören unbedingt abgeschafft. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das primär an den Leistungserbringern mit bestehender Zulassung scheitert, die ihre eigenen hohen Aufwände aus der Vergangenheit refinanziert haben wollen.

Bei der Weiterbildung bin ich bei dir, dass die aktuelle Situation untragbar ist. Das hat allerdings mit der GKV wenig zu tun, sondern ist vor allem eine staatliche/gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Politik hat hier ziemlich versagt, indem sie angehenden Therapeut:innen spürbare Vergütungen versprochen hat, ohne zu regeln, wer diese in welcher Höhe finanzieren soll.

Ich stimme zu, dass die zum Teil äußert fragwürdig sind. Zum Teil allerdings auch höchst wirksame Unterstützungen. Sie sind durch die Bank erheblich zu teuer, gerade im Vergleich zu Therapiestunden, was einer Skalierung erheblich entgegen steht. So viel Geld wird allerdings bislang meines Wissens nicht damit gemacht, weil Therapeut:innen und Ärzt:innen sehr zurückhaltend sind, sie zu verordnen.

Ich glaube nicht, dass Technik sprechende Medizin vollständig verdrängen kann und sollte. Ich glaube aber, schon dass sie das bis zu einem gewissen Umfang schon kann und sollte. Es gibt eine ziemlich gute Evidenzlage, dass gute Apps (in der Regel mit verhaltenstherapeutischen Ansätzen) in Verbindung mit einzelnen Therapeutenkontakten (teils in Form eines ausführlichen Gesprächs, teils auch nur in Form kurzer asynchroner Kontakte wie Mails/Chats) bei bestimmten Störungsbildern ebenso wirksam sind wie klassische Psychotherapie. Das sollte in der Versorgung deutlich stärker genutzt werden. (Wozu allerdings auch rechtliche Änderungen, insbesondere auch im Berufsrecht, erforderlich wären.) Damit ließen sich auch erhebliche Behandlungsressourcen freimachen für Patient:innen, bei denen das nicht in Frage kommt.

Das Antragsverfahren selbst verursacht geringen Aufwand, sollte aber weiter optimiert und vor allem digitalisiert werden. Was den Aufwand verursacht, ist eher das Gutachterverfahren. Da teile ich die Auffassung, dass das entschlackt werden sollte und z.B. auf Stichproben oder Einzelfälle beschränkt werden könnte.

Gerade bei Zahnärzten gibt es für Zahnersatz ein sehr vergleichbares Antrags- und Gutachterverfahren wie für Psychotherapie.

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Auf der direkten Ebene der Leistungserbringung sehe ich vor allem deutlich mehr Gruppentherapie und stärkere Verzahnung mit digitalen Behandlungsformen. Auf der administrativen Ebene vor allem eine stärkere Konzentration, Kooperation und Professionalisierung. Die klassische Einzelpraxis sehe ich da eher als Auslaufmodell. Therapeut:innen sollten therapieren und nicht ihre Zeit mit Verwaltung, Abrechnung, IT, Steuern oder gar putzen verschwenden. Für eine Einzelpraxis lohnt es sich natürlich nicht, hierfür Fachkräfte anzustellen. Für größere Gemeinschaftspraxen/MVZ schon. Ich verstehe schlicht nicht, warum so viele Therapeut:innen in die Freiberuflichkeit streben, obwohl sie auf den ganzen unternehmerischen Teil, der damit verbunden ist, so wenig Lust (und offen gesagt auch oft so wenig Ahnung) haben.

Und warum ich das so „eng und kritisch“ sehe? Gerade deswegen, weil auch mir voll und ganz bewusst ist , dass psychische Erkrankungen wahnsinnig großes individuelles Leid und volkswirtschaftlich auch enorme Kosten verursachen. Gleichzeitig bin ich lange genug im Gesundheitssystem aktiv, um zu wissen wie knapp die Mittel, wie hoch der Spardruck und wie gering die Bereitschaft zu höheren Beiträgen ist. Wenn wir nicht beliebig mehr Ressourcen einsetzen können, müssen wir vorhandene Ressourcen möglichst optimal einsetzen, um möglichst vielen Patient:innen schnell helfen zu können.

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Sorry! Ich bin Psychotherapeutin und sehe mich außerstande 36 Patienten/ Woche zu behandeln. Ich habe viele Patienten mit Persönlichkeitsstörungen, komplexen traumatisierungen, schwierigen gegenübertragungen. Außer den 50 min mit den Patienten brauche ich viel Zeit zum nachbereiten, bespreche viele Fälle auch in der Intervision mit Kollegen ( State of the Art), was auch Zeit braucht. Dazu kommen diverse Fortbildung und

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