Probleme bei E-Auto-Miete

Wir haben kein Auto und mieten uns eines, wenn wir es brauchen. Im letzten Jahr haben wir beschlossen, keine Verbrenner mehr zu mieten. Die Anmietung eines E-Autos ist ein paar Mal auch gut gelungen, aber nun stellen wir fest, dass es mittlerweile a) an vielen Stellen fast unmöglich und b) auch oft unerschwinglich teuer geworden ist, bei den einschlägigen Firmen an ein E-Auto zu kommen. Wir finden, das ist einen Blick wert: Was steckt hinter der veränderten Situation? Wie ist die Politik der Autovermieter in Sachen E-Auto-Vermietung eigentlich grundsätzlich? Gibt es Firmen, die sich explizit auf die Fahnen schreiben, vermehrt oder gar nur noch E-Autos zu vermieten? Was kann man als Privatperson tun, um die Firmen aufzufordern, mehr E-Autos in ihrer Flotte zu haben?

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Die größten Vorteile eines Elektroautos ergeben sich durch Einsparungen beim Kraftstoff. Das spielt für Firmen wie Hertz und Co. aber keine Rolle, denn die Tankregelung sieht ohnehin vor, dass die Kunden das zahlen – und sich für den Vermieter damit diesbezüglich kein Preisunterschied für den Fahrzeugbetrieb ergibt. Auf der anderen Seite sind Elektroautos bei Schäden offenbar teurer, sodass man letztlich einseitige Nachteile hat, die sich an anderer Stelle nicht ausgleichen.
Warum Hertz und Sixt sich von Elektroautos trennen | STERN.de

In Norwegen ist es fast nicht mehr möglich, einen Verbrenner zu mieten. Da sind die verschiedenen Abgaben ein gewichtiges Argument gegen Verbrenner.

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Klar, z.b. nextmove bietet " eAuto only Miete an".

Allgemein ist es so, dass Elektroautos bei Vermietungen mittlerweile sehr beliebt sind, weil die Kosten auf Langstrecke deutlich günstiger sind. Kumpel von mir fährt öfters von Bayern nach Dänemark und musste jetzt schon ein paar mal dafür kämpfen, das ihm sein versprochenes Elektroauto auch gegeben wurde…

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Genau das ist uns auch passiert: E-Auto bestellt und dann war keines da … wir mussten sehr deutlich werden, bis man uns an einer anderen Station in der Nähe eines zur Verfügung stellte.

Vielleicht kann ich auch einmal kurz meine Erfahrung mit der E-Auto-Miete teilen.
Wir hatten dieses Jahr ein Auto für 8 Tage auf Mallorca gemietet. Habe mich bewusst für ein E-Auto entschieden, da ich es mal ausprobieren wollte.
Es war dazu nur 10 € teurer als ein vergleichbarer Verbrenner und ich dachte mir, das hole ich auch mindestens wieder über den günstigeren Strom vs. Benzin rein.
Bei der Buchung war nicht ersichtlich, welche Ladekabel man bekommt (TYP2 / Schuko) und wie hoch die Reichweite ist. Das hatte mich letztes Jahr noch davon abgehalten, aber ich bin diesmal das „Risiko“ eingegangen.

Am Schalter sagte man mir direkt das E-Autos für 1-3 Tage auf Mallorca ganz okay seien, man mir aber eher einen Verbrenner empfehlen würde.
Habe mich aber zum Glück nicht verunsichern lassen und bekam einen Opel Frontera mit ich glaube 44 kWh und einem Typ 2 Kabel.

Die Ladesituation auf Mallorca ist nicht perfekt und für jemanden wie mich, der bisher keine E-Auto Erfahrung hatte, musste ich mich erstmal damit auseinandersetzen und die Ladeinfrastruktur überblicken.
Für jemanden, der an der Unterkunft laden kann, das Laden bereits von zu Hause kennt oder sich mit den passenden Ladekarten vorbereitet (Apps gingen nicht überall), ist es aber durchaus möglich.
Noch besser wäre natürlich, wenn man vom Vermieter noch einen Schukoadapter bekommen würde und eine Ladekarte.
Schwierig fand ich auch, dass ich das Auto mit über 80 % zurückgeben musste. Durch sparsames fahren und die nicht allzu hohe Distanz ging es. Aber bei etwas mehr Strecke dann noch vor dem Rückflug am Flughafen zu laden ist doch nur stressig und auch unnötig. Könnte doch auch der Vermieter problemlos im Depot.

Ich bin mal gespannt, wie sich die Mietwagen Situation entwickelt, wenn die E-Auto Quoten der EU für Firmenflotten in Kraft treten. Ich hoffe die Anbieter verbessern ihr Angebot und es kommen so mehr E-Autos auf die Straßen und mehr neue Leute mit der E-Mobilität in Berührung :slight_smile:

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Welche Autovermietungen hast du angeschaut? Ich war erstaunt, dass ich bei der Stichprobe Sixt nichtmal im Filter wählen konnte, welcher Kraftstoff genutzt wird. Auch über Drittanbieter sunnycars finde ich in Deutschland keine E-Auto Filterfunktion. In Italien schon. Scheint also wirklich kaum E Autos bei Großanbietern mehr zu geben. Wäre das überall so, wäre das echt schwach

Ansonsten bei uns vor Ort gibt lokal Carsharing mit einigen E Autos und auch der lokale Vermieter hat E Autos im Angebot.

Können sie in der Regel auch, berechnen dann aber x €.

Über Check24 und dann war es Europcar.
Aber bei anderen Anbietern habe ich auch verwundert festgestellt, dass man dort nicht filtern kann

Rückgabe unter 80 % hätte mich 30 € Gebühr + den Strom, dessen Preis pro kWh mir man nicht nennen konnte, gekostet.

Fair wäre doch pauschal 15 € oder einfach 0,30 € /kWh. Gerade über 80 % lädt das Auto ja auch langsame; dann muss man noch eher zum Flughafen aufbrechen. Ich habe am Vortag voll geladen und sind mit 100 % dann losgefahren

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Wir haben verschiedene Anbieter angeschaut (Europcar, Sixt, Avis) und festgestellt, dass sich vom vergangenen Mal bis heute eine Veränderung beim Buchungsprozess ergeben hat: wir konnten jetzt den gewünschten E-Antrieb nicht mehr wählen - ich glaube, bei allen, bin mir aber grad nicht ganz sicher. Da hat sich definitiv was geändert und wir fragen uns schon, was genau dahinter steckt.
Bei Sunnycars haben wir dasselbe wie du auch festgestellt, als wir für den Urlaub geschaut haben.
Was sind die Gründe, fragen wir uns? Neben Engpässen im Angebot vermuten wir schon auch klar eine Strategie der Anbieter.

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Bei Nextmove fanden wir den Buchungsprozess schwierig, u. A. wegen Ladeproblemen der Website, und stören uns dran, dass die Kosten von Beginn an nicht klar ersichtlich sind.

Wenn du vom Laden vor der Rückgabe schreibst, fallen mir dazu zwei Sachen ein:
Zum einen konnten wir bis vor kurzem die E-Autos ohne Laden zurückgeben (Europcar) - das hat sich jetzt geändert.
Und man sagte uns bei Europcar hier in Berlin an einer Station, dass viele Vermiet-Stationen des Anbieters gar keine Lademöglichkeit haben. Die haben also ihre Infrastruktur offensichtlich noch gar nicht umgestellt, was wir völlig verrückt fanden.

Warum Hertz und Sixt sich von Elektroautos trennen | STERN.de

Nun heißt es: weg damit. Und zwar mit hohem Verlust – denn Hertz nimmt für die Umstellung der Fahrzeugauswahl Abschreibungen in Höhe von 245 Millionen US-Dollar in Kauf. Die Gründe für den Abbau von einem Drittel des gesamten Elektroauto-Inventars legt das Unternehmen in einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC dar. Dort heißt es, man wolle damit die hohe Zahl unrentabler Vermietungen mit niedrigen Margen verringern und die Schadenskosten im Zusammenhang mit den Elektroautos senken, die offenbar höher sind als bei Verbrennern.

Interessant ist die Tatsache, dass die Fahrzeuge, deren ältestes Baujahr mit 2021 noch nicht lange zurückliegt, mit Kilometerständen von bis zu 150.000 Kilometern in den Verkauf gehen. Das deutet darauf hin, dass es unmöglich an mangelndem Interesse liegen kann, dass die Autos vom Hof müssen. Eine jährliche Fahrleistung von 75.000 Kilometern ist durchaus beachtlich.

Hier ist dann wohl der mickrige Rest E-Autos von sixt zu finden

Elektroautos mieten in Deutschland | SIXT

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Ich erwarte / hoffe, dass die EU hier den benötigten Wandel beschleunigt

https://www.electrive.net/2026/06/05/auto-paket-der-eu-elektroquote-fuer-firmenwagen-noch-hoeher/

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Ich habe das Gefühl, das liegt an den Autofirmen. Vor so ca. 3 - 4 Jahren war die E-Auto Euphorie relative gross. Die Hersteller produzierten mehr, als die Privat-Käufer kauften. Deshalb wurden relativ viele Fahrzeuge sehr günstig and Leasing-nehmer aus der Industrie gegeben. Also Dienstwagen in Grossunternehmen oder halt in die Flotte von Mietwagenfirmen. (Da wurde wohl vom Marketing viel mitfinanziert.) Denn je mehr Leute mal ein E-Auto fahren, desto mehr können sich auch vorstellen so was dann mal zu kaufen.

Diese Leasings über 3 bis 4 Jahre sind nun ausgelaufen. Und die Nachfolger sind halt wieder nicht durch die Marketingabteilungen der Hersteller Quersubventioniert. Darum geht halt der Anteil an E-Autos bei den Mietautos wieder zurück. Es sei den, der Kunde wünscht es.

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Sie mein Beitrag oben. Der Kunde hat es gewünscht. Die Autos wurden nicht weniger nachgefragt als andere. Grund fürs Aussortieren sind die geringeren Margen (zumindest bei Sixt).

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Ich weiß nicht so recht, ob es im Szenario vom Anfang um klassische Mietautos oder Carsharing geht, aber ich muss aus Leipzig gegenläufiges berichten. Der lokale Carsharing Anbieter TeilAuto hat hier in den letzten Jahren verstärkt E-Autos an die Stationen gesetzt. Falls das das Szenario ist, also vielleicht mal nach einem sehr lokalen Anbieter schauen?

Es ging tatsächlich um die klassischen Mietauto-Firmen wie Sixt, Avis, Hertz etc. Im Bereich Carsharing ist es möglicherweise tatsächlich anders, auch hier in Berlin sind in da viele E-Autos zu finden.

Ich miete grob jede Woche in München am Flughafen bei Sixt ein e-Auto für ca. 24h. Es gab nur einmal Probleme, weil das geplante Auto noch nicht zurück war…da musste ich tatsächlich auf einen Verbrenner ausweichen, da der Fahrer auch durch die Station nicht zu erreichen war!

Ansonsten dieses Jahr 19 von 20mal ein E-Auto bekommen…

Das klingt prima. Aber: bei Sixt kann online man nicht einmal mehr im Filter ein E-Auto auswählen. Und wenn man sich die Autos anzeigen lässt, die für den ausgewählten Zeitraum in Frage kommen, ist meist auch kein E-Auto dabei.

Du hast vollkommen recht. Ich bin überrascht und werde nächste Woche mal nachfragen…

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Elektroauto mieten München | Günstige Elektrofahrzeuge bei SIXT :wink:

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