Ich finde diese Entwicklungen positiv, denke aber, dass da durchaus noch mehr drin ist. Insbesondere haben „wir“ gegenüber der Solarbranche anderer Nationen leider aktuell nicht mehr den Stand, den wir vor 20 Jahren hatten.
Ich persönlich glaube das tatsächlich nicht. Einerseits gibt es bereits zahlreiche Schallschutzwände oder ähnliche Bauten an Autobahnen, die man als Ausgangslage nutzen könnte. Andererseits wäre es vermutlich möglich Solarpanels über einfache Konstruktionen mittels Masten und Schienen so zu führen, dass man die Module einfach austauschen könnte. Das Problem ist, dass es keine fixfertige Lösung auf dem Serviertablett gibt, die man komplett ohne Entwicklungskosten umsetzen kann.
Andererseits behaupte ich mal ganz frech, dass das Einbetonieren von Masten (vielleicht sogar in Verbindung mit Kleinwindkraftanlagen (siehe unten)) und die Befestigung mittels Schienensystem oder Stahlseilen und Schraubklemmen bereits ausreichen könnte, um die Module einfach seitwärts für Wartung und Reparatur „abzuziehen“ - Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dafür keine verhältnismässig günstige Lösung finden lässt, die auch im Vergleich zu einer Agrarnutzung wirtschaftlich ist. Aber klar, das ist erst mal eine Investition und vielleicht gibt es dabei auch mal den ein oder anderen Konstruktionsfehler.

Warten ist leider für uns alle momentan die teuerste Situation, weil die Folgen und Kosten des Klimawandels leider nicht warten und für uns jeden Tag, den wir verpassen, umso härter treffen.
Leider gibt es in dieser Argumentation einen Denkfehler, den ich für sehr wesentlich halte: Fläche ist kostbar und wichtig. Auch, wenn Deutschland gefühlt sehr weitläufig ist, wenn man in der Schweiz lebt, ist Deutschland ein eher im oberen Drittel der Bevölkerungsdichte. Klar, es gibt Länder, in denen das viel mehr ist, aber was ich sagen will ist, dass Fläche kostbar ist. Es ist natürlich richtig, dass es sinnvoller ist eine PV Anlage aufzustellen, bevor man Energiemais produziert, noch sinnvoller wäre m. E. eine Renaturierung oder eben die Lebensmittelproduktion (ist an der Stelle aber natürlich einerseits ein anderes Thema und andererseits natürlich ein anderer Fehler im „System“).
Siehe hierzu noch nachfolgende Grafik (Quelle: www.statista.com)
Vielen Dank für das Beispiel - das ist einer der Gründe, warum ich persönlich tatsächlich kein Fan von festen Konstruktionen bin. Das ist natürlich nur eine gefühlte Wahrheit, ich glaube aber, dass die Konstruktion von Solarflächen gar keine Betonwände, Mauern oder ähnliche Bauten benötigt, sondern mittels Masten, Gestänge und Schienen und verschiebbaren Modulen eine flexiblere und wartungsfreundlichere Alternative geben.
Das könnte man über die „richtige“ Platzierung verhindern