Philipp Amthor und Augustus Intelligence Inc

Ist das wirklich so? Viele MdB haben andere Jobs, denn sie sind ja „abgeordnet“, dass heisst aus ihrem eigentlichen Beruf in den Bundestag entsandt. Das war auch damals so geplant, denn die Bundestag solte einen Queerschnitt durch die Gesellschaft darstellen. Sicherlich ist da heute etwas anderes daraus geworden, aber viele MdB sind weiterhin Rechtsanwälte in Kanzleien, Landwirte, in Aufsichtsräten, etc.

Amthor hat den hauptsächlichen Fehler gemacht, für die Firma, von der er Geld bekommt, Lobbyarbeit gemacht zu haben, ohne seine Verbindung transparent zu machen.

Amthor ist in der Lage Analyse ein bisschen zu gut weggekommen. Grundsätzlich teile ich das Argument der Fehlerkultur. Aber dem überspezifischen Dementi, dass gerne in der Lage immer wieder richtig beleuchtet wird, sollte auch die Bullshit-Bingo-Entschuldigung analysiert werden. Weiter oben wurde schon der Feed von Lorenz Meyer verlinkt. Hier gibt es das auch mit ein bisschen mehr Infotainment von einem anderen Philipp: https://www.youtube.com/watch?v=jCeyib7StV0

Ich kann Dir nur zustimmen,aber was meinst Du mit „transparent machen“ genau? Er hat seinen Direktoren-Posten und die Optionen gemäß den Verordnungen des Bundestags angegeben und damit alle Transparenzpflichten erfüllt.

Ja, davon habe ich auch gelesen. Dazu stellt sich mir aber die Frage, ob er dort die Firma explizit nennen muss oder nur den Posten und die Vergütung an sich (weiß hier jemand etwas dazu?):
Allerdings stellt sich die Frage, ob jetzt jeder Sachbearbeiter (in dem Fall der Stattssekretär im Wirtschaftsministerium) bei jeder Anfrage eines Abgeordneten diese Liste der Nebentätigkeiten durchgehen muss um eventuelle Konflikte zu erkennen, oder ob das eher eine Bringschuld des Antragstellers ist. Ich denke zweiteres.

An den Fragen siegt man gut, dass dieses Thema dann doch komplexer ist, als das medial reflektiert wird. Ich bin da kein Experte und so vertraue ich auf die zuständigen Institutionen.

Interessanter ist m.E., dass dieser Fall nun wohl das Thema Lobbyregister politisch angeschoben hat (soll wohl noch in dieser Legislatur kommen) und das ist als ungewollter Nebeneffekt durchaus zu begrüßen.