Die Alternative ist nach Qualität und Erfolg der Versorgung zu zahlen. Dann ist man weg von der Krankheitsorientierung hin zu einer Gesundheitsorientierung.
Jap, aber auch das mündet in einer DRG, die wiederum mit Verweildauern verknüpft ist.
Jap, das hast du recht. Aus meiner Sicht spricht es nur eher dafür, die ambulante Versorgung zu stärken und vorzuziehen, die dann eben auch nicht an Verweildauern geknüpft ist. Unter der Grenzverweildauer zu entlassen gibt Abschläge, aber auch hier: jeder Tag ist zu viel und erhöht das Risiko. Wenn eine Krankenhausbehandlung indiziert ist, ist es unredlich und unerheblich. Dann Thema Hygiene, klar.
Richtig, das ist nicht einfacher geworden. Passiert trotzdem vielerorts. Fallzusammenführungen kosten den Häusern auch gern mal 6-7 stetige Beträge. Aufnahmen werden dann auch vermieden. Versorgung demnach dann auch mal nicht gewährleistet, weil ambulante Versorgung unzureichend.
Primär nichts, da gebe ich dir recht. Wenn sie aber drin sind, ist eben jeder Tag zu viel. Worauf ich hinaus will ist, dass die Versorgung außerhalb der Krankenhäuser komplett anders funktioniert und es hier zur Unterversorgung kommt. Wenn Demenz-erkrankte Personen also im Krankenhaus sind, ist es schlecht, wenn sie nicht reinkommen, stellt sich die Frage nach der Versorgung außerhalb. Aber ja, kein Thema der Finanzierung.
Wenn die Grenzverweildauer erreicht ist und es zu „blutigen“ Entlassungen kommt, kann es zur Unterversorgung durch nachgelagerte Versorgungsinstitutionen kommen. Das DRG-System macht also, dass an einer Stelle Geld mit Krankheit verdient wird, ohne dass gewährleistet ist, dass die Person im Nachgang genesen kann, da es sich nicht über weitere Sektoren erstreckt.
Ich bin auf deine pauschalen Aussagen eingegangen, die so nicht richtig sind. Und ja, ich reite auf dem Drehtüreffekt und den blutigen Entlassungen rum, weil genau das das Problem der alternden Gesellschaft ist. Ich habe lange genug im Krankenhaus gearbeitet und im Entlassungsmanagement, dass ich wohl auch weiß, welche Personengruppen davon nicht betroffen sind und welche in die Röhre gucken. Sobald Patient:innen aus dem Krankenhaus raus sind, merkt man ja nicht, was dann mit denen passiert. Aber dann treten bei denen ja die Probleme auf. Und das, weil das System Krankenhaus so finanziert wird. Sorry, wenn ich dich da angegriffen habe. Aber ich oute mich mal als Kritiker dieses aktuellen Systems und kann dem auch nichts abgewinnen, weil es aus meiner Sicht nicht dazu führt, dass sich die Versorgung verbessert.
Lieben Gruß