Versucht’s mal von der Seite zu betrachten: Bei diesem Gedanken/Konzept geht es darum, dass wir in diesen außergewöhnlichen Zeiten das Momentum nutzen sowie den Underdogbonus (neue Besen…) und auch ideentechnisch zum Rundumschlag ausholen. Und dazu gehört ein generelles Mitspracherecht aller Beteiligten – quasi echte gelebte Basisdemokratie als wichtiges Zeichen nicht nur für den Grundgedanken aller Entscheidungen, sondern auch für die Glaubwürdigkeit nach innen und außen.
Die Liste der Grundsatzthemen ließe sich nach diesem Schema erweitern – wenn auch nicht beliebig, da die Themen selbst dann ja auch beliebig werden. Wir werden „kill your darlings“ betreiben müssen, aber keine Sorge, das können wir (und tun es doch schon tagtäglich, in dem wir die vielen „Tabs“, die in unserem „Kopfbrowser“ um Aufmerksamkeit buhlen, priorisieren und schließen). Und auch die anderen Herausforderungen und berechtigten Bedenken gehen wir an und begegnen ihnen Schritt für Schritt.
Naiv? Zu idealistisch? Mag sein. Aber ich mag nicht mehr nichts tun. Ich muss einfach! Schaut euch den Bundestag doch einmal ganz genau an, die Vertreter:innen der demokratischen Parteien. Was sind das für Menschen? Ich bin teilweise immer wieder aufs Neue geradezu schockiert, welche Verständnislücken bei realen Probleme bestehen und wie oft Nichtwissen (oder Desinteresse, Desinformation und was sonst noch…) regiert. Ich sehe aber auch: Die sind nicht unerreichbar. Und denke: Das muss doch besser gehen!
Jede:r, egal ob er oder sie versucht, mit dem Bürgergeld klarzukommen, sich mit drei Jobs über Wasser hält, sich irgendwie durchs Leben müht oder als Philanthrop:in einfach anderen helfen möchte, sollte auf allen parlamentarischen Ebenen optimal repräsentiert sein. Theoretisch ist das so, die Realität sieht anders aus. Die Anliegen der „ganz normalen“ Leute werden gar nicht wahrgenommen.
Also, wenn die Frage heißt, wer Zeit und Lust hat, sich zu engagieren, bin ich der erste, der aufspringt und „Hier!“ ruft. Ich habe Zeit, bin voll motiviert, sprudele über vor Ideen. Eine Webseite als erster Anker ist schnell gebaut, drei Leute braucht’s zum Start, Fördermöglichkeiten können auf die Beine gestellt werden, digitale Kommunikation macht vieles möglich(er) usw.
An alle, die zweifeln, vielleicht mögt ihr euch auf ein Gedankenexperiment einlassen. Stellt euch vor, wir alle lehnen dankend ab, aus welchen persönlichen Gründen oder Bedenken auch immer. Im Sinne der „Regel des zehnten Mannes“ müsst ihr nun uns davon überzeugen, warum es gar nicht anders geht, außer genau jetzt, mit diesem Momentum, durchzustarten.