Der Auftrag des ÖRR ist die Grundversorgung. Das heißt nicht, dass er nur für das „trockene Brot“ zuständig ist mit dem man privatwirtschaftlich kein Geld verdienen kann, sondern dass für jedes Interesse etwas dabei ist. (Sprich dass niemand leer ausgehen muss wenn übertrieben gesagt der private Rundfunk von heute auf morgen ersatzlos wegfallen würde. Privat ist immer extra obendrauf, nicht anstelle von.)

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Ich wüsste nicht, wo ich das Champions-League Finale oder Fussball allgemein erwähnt hätte. Ändert aber halt auch nichts an der Tatsache, dass sich vermutlich 30-40% der Deutschen für Fussball interessieren, auch wenn es mir persönlich komplett egal ist.

Darüber können wir sehr gerne sprechen, denn der Meinung bin ich ja auch. Dennoch bietet der ÖRR in Deutschland eben genau auch vielfältige Programme an. Im Verhältnis zur Leistung finde ich, dass man sich in DE nicht beschweren kann. Es jammern auch immer alle über die hohe Steuerlast, aber - trotz diversen Verfehlungen in den letzten Jahrzehnten - man bekommt halt auch was dafür.

Auch da bin ich ein Stück weit dabei, allerdings finden wir ja eben genau beim umstrittenen Kultursender 3sat oder auch arte diverse hervorragende Programme quer duch die Altersschichten. Gerade bei arte gibt’s auch regelmässig Dokus über verschiedene Kulturen, europäische Verbindungen. Für mich einer der grossen Wins im ÖRR. Und nochmal: ich bin ja dabei, dass es mehr Sendungen auch für jüngeres Publikum geben sollte, aber ich finde mit TerraX und weiteren Dokus, mit der Heute Show und dem Magazin Royale ist schon einiges vorhanden. Für Kinder ist am Wochenende auch immer was geboten, verstehe daher dieses Argument nur so semi.

Rosamunde Pilcher hat angeblich durchschnittlich 7 Millionen Zuschauer. Das ist nicht zu verachten.

Zudem: in der ZDF Mediathek finden sich viele Serien, die für genau dieses jüngere Publikum geschaffen sind. Wenn wir mal von 80 Millionen ausgehen, kann man sich vorstellen, wie hoch der Anteil der Rosamunde Pilcher Fans ist.

Nochmal: Es ist unbedingt erforderlich, dass wir den ÖRR umstrukturieren und gewisse Einsparungen machen, aber man kann es nicht allen recht machen, so fair muss man glaube ich sein.

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Die Ausgaben für den ÖRR sind im internationalen Vergleich exorbitant hoch.

Vergleiche sollten wir natürlich nur mit Demokratien anstellen und das Ganze dann auch noch auf das Mediangehalt o.ä. beziehen. Hier eine Übersicht aus dem Jahr 2008, die zwar schon etwas älter ist, aber immer noch repräsentativ sein dürfte.

  • Land in Euro
  • Dänemark 273,40
  • Deutschland 201,80
  • Finnland 194,00
  • Frankreich 116,50
  • Großbritannien 184,80
  • Irland 155,00
  • Island 363,60
  • Italien 99,60
  • Kroatien 101,60
  • Norwegen 237,70
  • Österreich 238,00
  • Polen 41,40
  • Rumänien 21,10
  • Schweden 203,90
  • Schweiz 289,00
  • Slowenien 131,90
  • Tschechien 51,10

Die Kosten erscheinen mir im Vergleich nicht sehr hoch.

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Das mit dem Bezug zum Medianeinkommen halte ich auch für interessant. Ich habe mal chatGPT gefragt:

Hier ist die Liste der öffentlich-rechtlichen Rundfunkgebühren im Verhältnis zum Medianeinkommen der jeweiligen Länder (2023). Die Medianeinkommen wurden aus verschiedenen Quellen herangezogen und können von Land zu Land variieren:

Dänemark: 273,40 € / 46.340 € Medianeinkommen ≈ 0,59 %
Deutschland: 201,80 € / 38.200 € Medianeinkommen ≈ 0,53 %
Finnland: 194,00 € / 35.944 € Medianeinkommen ≈ 0,54 %
Frankreich: 116,50 € / 25.408 € Medianeinkommen ≈ 0,46 %
Großbritannien: 184,80 € / 28.600 € Medianeinkommen ≈ 0,65 %
Irland: 155,00 € / 36.982 € Medianeinkommen ≈ 0,42 %
Island: 363,60 € / 56.170 € Medianeinkommen ≈ 0,65 %
Italien: 99,60 € / 20.656 € Medianeinkommen ≈ 0,48 %
Kroatien: 101,60 € / 12.358 € Medianeinkommen ≈ 0,82 %
Norwegen: 237,70 € / 45.890 € Medianeinkommen ≈ 0,52 %
Österreich: 238,00 € / 31.870 € Medianeinkommen ≈ 0,75 %
Polen: 41,40 € / 9.900 € Medianeinkommen ≈ 0,42 %
Rumänien: 21,10 € / 6.833 € Medianeinkommen ≈ 0,31 %
Schweden: 203,90 € / 34.920 € Medianeinkommen ≈ 0,58 %
Schweiz: 289,00 € / 49.391 € Medianeinkommen ≈ 0,58 %
Slowenien: 131,90 € / 20.406 € Medianeinkommen ≈ 0,65 %
Tschechien: 51,10 € / 15.380 € Medianeinkommen ≈ 0,33 %
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Habe hier nochmal einen neueren Vergleich gefunden.

Liegen wie so oft bei den Kosten im Vorderfeld. Daher sehe ich schon Einsparbedarf. Leider gehen die in der letzten Lage vorgestellten Gedanken (Danke für den Beitrag, habe ich woanders nie so detailliert gehört oder gesehen) für mich in die völlig falsche Richtung.
Statt über „Rote Rosen“ und „Notruf Hafenkante“ zu diskutieren, spricht man über die Abschaltung von 3SAT.
Auch die Textbeiträge des ÖRR im Netz halte ich für wichtig, um mich z.B. auch unterwegs ohne Zeitung zu informieren. Und für viele jüngere Menschen ist das Netz halt Informationsquelle Nr. 1.

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Wobei man gemessen am Gehaltsniveau der Länder dann schon eher im Mittelfeld landet. Gehälter machen nunmal doch einen guten Teil der Kosten aus.

Ich sehe zwar auch Potential für Einsparungen um mit passender Reform zumindest den Beitrag noch einige Jahre konstant zu halten, aber man muss halt dann doch fragen was genau man will.

Ein ÖRR ohne große Events und bekannte Größen dürfte z.B. auch kaum Leute für die Formate die dann noch übrig bleiben begeistern weil die Sender dann halt auf den Plätzen 35ff eingespeichert sind.

Ziele wie Halbierung des Beitrags, was man immer mal wieder liest wären in meinen Augen unrealistisch.

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Nur die Gebühren pro Haushalt zu Vergleichen beschreibt die Situation aber nicht vollständig. Der ÖRR hat jedes Jahr über 10 Mrd Euro an Gesamtbudget zur Verfügung. Das ist viel mehr als die BBC (6,25 Mrd. Euro), France Télévisions (2,8 Mrd. Euro), oder die italienische Rundfunkanstalt RAI (2,5 Mrd. Euro).

Im Vergleich zu 1995 hat sich das Budget um rund 70 Prozent erhöht. Inflationsneutral wären nur 38 Prozent gewesen. Das reicht den Verantwortlichen aber immer noch nicht, darum soll jetzt eine weitere Erhöhung erfolgen.

Wer es mit 10 Mrd. Euro (!) nicht schafft ein vernünftiges Programm auf die Beine zu stellen, sollte vielleicht nicht bei der Kultur kürzen, sondern bei den dubiosen Beratergehältern, den Massagesitzen in Dienstwägen und dem undurchsichtigen Gehalts- und Prämiensystem, wie es der Deutschlandfunk berichtet:

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Aber es ist ja hier wenn ich es richtig sehe niemand gegen eine Reform im allgemeinen sondern lediglich gegen ein zusammenstreichen des Angebots.

Ich habe ja z.B. explizit Einsparungen in der Verwaltung gefordert statt ein kürzen des Angebots.

Deshalb kommt mir dieser Absatz schon ziemlich als Strohmann vor.

Da hat sich der Gesetzgeber nur, wenn ich das richtig verstehe, selbst die Hände gebunden.
Denn, so wie ich das verstehe, legt der Gesetzgeber den Auftrag fest, was der Rundfunk leisten muss. Die KEF errechnet dann den Bedarf. Auf die Verwaltung hat der Gesetzgeber also keinen Einfluss, es sei denn er kürzt den Auftrag, um damit weniger Verwaltung nötig zu machen.

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Schon heute gibt es Filme, die von der Filmförderung profitieren und die nicht im ÖRR laufen. Unter anderem sogar ein paar Marvel Filme.

Ich wollte jetzt keine Diskussion über Rosamunde Pilcher. Es ging darum, dass du angedeutet hast, du hättest gerne einen nächsten großen Film der nicht von Schweiger/Schweighöfer stammt. Worauf ich hinaus wollte, dass wir ja gerade nicht über die Einführung des ÖRR diskutieren. Den gab es ja schon die ganze Zeit und trotzdem waren die einzigen erfolgreichen Filme Schweiger/Schweighöfer. Von daher ist dieses Argument finde ich etwas schwach.

Kann es gerade nicht überprüfen, aber ich glaube Fack ju Göthe wurde nicht vom ÖRR produziert. Zumindest war die free tv premiere auf Prosieben. Halte es aber für sehr wahrscheinlich, dass der Film von der Filmförderung einiger Länder profitiert hat.

Außerdem für den Preis von fast 2 Netflix Abos pro Monat 2 Filme nennen zu können, von denen einer nicht mal vom ÖRR produziert wurde und 11 Jahre alt ist, ist dann doch etwas mager, oder?

Aber dieses komplette Missverhältnis zwischen dem was manche zahlen zu dem was sie bekommen, ist gar nicht mein Problem. Mein Problem ist, dass wir keinerlei Metrik dafür haben, ob die hehren Ziele, die hier formuliert werden, auch wirklich erreicht werden. Es unterliegt der reinen Willkür des Rundfunkrates. Das Problem ist, dass beim ÖRR die Quadratur des Kreises versucht wird. Einerseits werden hier wünsche geäußert, wie der ÖRR auszusehen hat (was sich ja als politische Forderung übersetzen lässt) auf der anderen Seite soll der ÖRR ja aber unpolitisch sein.

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Wenn man unbedingt die Filmförderung via ÖRR beibehalten will, wäre mein Vorschlag folgender:

Man spaltet den ÖRR auf in zwei Teile:

  • Der erste Teil ist der „unabhängige“ Journalismus / Politik. Hier sollte dann auch erlaubt sein, einen online Auftritt zu haben, auf dem man Texte veröffentlicht. Der Beitrag hierfür sollte einmal festgelegt werden und danach nur noch inflationsbedingt angepasst werden. Sodass es keine politischen Diskussionen über den Beitrag gibt.
  • Der zweite Teil ist der Rest, also Film/Kultur/Sport. Hierbei wählen die Beitragszahler den Rundfunkrat, und dieser entscheidet dann über Beitragshöhe und Inhalt. Damit politisiert und entpolitisiert man das ganze zur gleichen Zeit. Zum einen wird die Wahl des Rundfunkrates zu einem politischen Event. Zum anderen nimmt man die Diskussionen über den ÖRR aber aus der Regierungspolitik raus. Außerdem hätte man dann eine Metrik für den Erfolg des ÖRR, die Zufriedenheit der Beitragszahler. Ich weiß, das Gegenargument wird jetzt kommen, dass das zu einem populistischen ÖRR führt. Aber wir können doch nicht einerseits Demokratie als unser höchstes gut hochhalten und dann so misstrauisch gegenüber der Demokratie sein. Sollen wir der Politik dann auch direkt die Kontrolle über Bildung und Finanzen wegnehmen?

Der Grund für diese Spaltung wäre den „unabhängigen“ Journalismus davor zu schützen, dass andere versuchen ihn runterzumachen, in dem sie auf teure Sportevents oder schlechte Filme verweisen.

Und noch 2 extra Sachen:
Die Mediatheken sollten zusammengelegt werden und alle Filme vom ÖRR produziert, basierend auf einem original Drehbuch, sollten Teil der public domain sein (zumindest für in Deutschland lebende)

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Constantin - mein Fehler. Die Filmförderung ist da natürlich noch ein anderes Thema. Wenn wir die aber mit reinnehmen, kann man konstatieren, dass ohne Filmförderung der deutsche Film tot ist.

Letztlich ist das Grundziel ja eine Grundversorgung in der Breite (Bildung, Information, Unterhaltung, Kultur, Regionales, etc.) sicherzustellen die nicht abhängig von politischen oder wirtschaftlichen Zwängen ist.

Tiefergehende Ziele sind dann ja wieder eher Unterziele der einzelnen Kategorien.

Ich denke das mit der Grundversorgung kann man aber allgemein schon als erfolgreich bewerten. Den politischen Einfluss sollte man im Rahmen einer Reform weiter verkleinern.

Was den Faktor indirekte Filmförderung angeht darf man nicht vergessen, dass die vielen Produktionen durchaus Sprungbrett für viele in der Branche sind, vor wie hinter der Kamera.

Natürlich gäbe es für einen Teil dieser Produktionen Nachfolger auch wenn der ÖRR abgeschafft wäre, aber auch da wohl dosiert. Die Werbebudgets der Firmen sind schließlich auch endlich und es wäre wohl utopisch ein so breites Programm Werbefinanziert zusätzlich zum ohnehin existierenden privaten Fernsehen zu erhalten.
Letztlich ist dieser Faktor aber ja ohnehin keines der Hauptargumente für den ÖRR, daher eigentlich höchstens eine Randerscheinung über die man nicht ausführlich diskutieren muss.

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Wobei man sagen muss, dass das System der Filmförderung in Deutschland auch ziemlich dysfunktional ist. Da könnte man auch mal Reformwillen zeigen. Das hat aber erstmal nichts mit dem ÖRR und seiner Finanzierung zu tun.

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Dieses „es gibt aber Minderheiten, die können nicht …“-Argument ist immer ein Totschlagargument. Ich würde gerne wissen, wie viele Menschen tatsächlich vom Medienkonsum ausgeschlossen würden, wenn es bestimmte Inhalte nur noch per Mediathek geben würde. Ja, der eine oder andere müsste sich mal einen neuen Fernseher kaufen …. Ja, die Bedienung (v.a. die Suche) in den ÖR Mediatheken ist stark Verbesserungswürdig und ZDF und ARD Mediathek zusammen zu legen ist auch eine gute Idee. Aber: Mit der Technik nicht klar kommen? Wir leben im Jahre 2024! Selbst der 95-jährige Onkel meiner Frau hat gelernt, sich seine geliebten Klassik-Sendungen aus der ÖR-Mediathek zu holen.

Müssen wir wirklich zig lineare Spartenkanäle aufrecht erhalten, weil eine vermutlich sehr kleine Minderheit sich keinen neuen Fernseher leisten können oder mit der Technik immer noch nicht klar kommen? Von denen der größte Teil diese Spartenkanäle ohnehin nie schauen würde?

Also: Wer das „es gibt aber Minderheiten, die können nicht …“-Argument sollte immer erst mal benennen, um wie viele betroffene Menschen in dieser Minderheit es überhaupt geht

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Mein Problem ist, dass wir keinerlei Metrik haben, um zu messen ob dieses Grundziel erreicht wurde. Wir können jetzt als Gesellschaft darüber diskutieren, ob wir finden, dass das Ziel erreicht wurde, aber damit würden wir das ganze doch wieder politisieren. Die Quadratur des Kreises

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Nimm dir eine Fernsehzeitung und mach eine Strichliste? Oder was meinst du mit „erreicht“?

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Genau das ist mein Punkt, diese Grundziel ist ja kein objektiv messbares Ziel, wie z.B. Einschaltquote, sondern ist so vage formuliert, dass es nur subjektiv ausgewertet werden kann. Nun könnte ich sagen, eine Grundversorgung in der Breite wäre schon mit Tagesschau, Sportschau, Tatort und einer Musiksendung erreicht. Dem könntest du entgegnen, dass man noch viel mehr bräuchte. Nun ist das Ziel aber so Vage, dass wir nie eindeutig eine Antwort bekommen werden. Und letztlich ist unsere Meinung auch komplett egal, da das einzige was zählt, die Meinung des Rundfunkrates ist. Nun könnten wir alle gemeinsam sagen, dass wir nicht der Meinung sind, dass der Rundfunkrat die Ziele nicht erreicht, damit würden wir die Besetzung des Rundfunkrates aber zu einem Politikum machen, was ja explizit nicht gewollt ist.
Was gewollt ist, ist, dass der ÖRR ein sich selbstregelndes System ist. Meiner Meinung nach kann ein sich selbstregelndes System nur funktionieren, wenn es objektive Ziele gibt oder Mechanismen gibt, die ein Unter-/Übersteuern verhindern. Dies ist beim ÖRR aber nicht gegeben. Somit können wir eine Dysfunktionolität quasi nicht feststellen, ohne das System zu untergraben. Das heißt, wenn man beibehalten will, dass der ÖRR frei von politischen Zwängen ist, liegt jeder falsch, der sagt, wir könnten die Ziele auch mit weniger erreichen, weil nur der Rundfunkrat bei der Interpretation der Ziele richtig liegt. Und wenn der Rundfunkrat sagt wir brauchen doppelt so viele Sender, ist das so. Und das meine ich mit der Willkür des Systems.

Deswegen war mein Vorschlag oben den Rundfunkrat von den Beitragszahlern wählen zu lassen, damit es einen Kontrollmechanismus geben kann, der den ÖRR zumindest zu dem gesellschaftlichen Konsens des Erreichen der Ziele führen kann.

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Nur gewählte Vertreter hätte den Nachteil, dass nicht mehr sichergestellt werden könnte, dass wirklich breite Interessen vertreten werden und insbesondere auch Minderheiten ausreichend beachtet werden.

Zudem sehe ich den ÖRR auch als eine Prävention gegen Missbrauch der Medien durch politische Akteure im allgemeinen. Ohne einen starken ÖRR wäre es auch in Deutschland realistisch, dass mit 1-2 Großen Akteuren auf seiner Seite gezielt Meinung gemacht werden kann. Springer zeigt ja ganz gut, dass dieses Risiko real ist. Hier halte ich einen starken Akteur der sich schwer übernehmen lässt als wichtiges Korrektiv.

Deshalb wäre es nützlich wenn nicht eine kurzzeitige Mehrheit dafür sorgen könnte das Programm nachhaltig zu beschädigen.

Einen Teil der Rundfunkräte direkt zu wählen oder ein System zu schaffen mit verschiedenen Instanzen wäre aber natürlich denkbar.

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Wir haben mit der Sozialwahl einen solchen Mechanismus, der krachend gescheitert ist. Zuletzt haben sich 22% beteiligt. Die Antretenden müssten sich entsprechend präsentieren, damit man sie kennenlernen kann und weiß, wofür sie stehen. So ein Wahlkampf wäre aber dann nicht mehr verhältnismäßig.

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