Mal die Maßnahmen einzeln:
Einsatz von virtuellen Ermittlern sowie künstlicher Intelligenz zum Internetmonitoring und zur Analyse erhobener Daten
Kann man schon machen, da geht es der Beschreibung nach ausschließlich um Open Source Informationen. Braucht aber dann auch entsprechend Personal, dafür muss dann irgendwo das Geld herkommen. Kann die CDU ja mal bei der FDP nachfragen.
Entwicklung technischer Übersetzungsmöglichkeiten mittels KI, insbesondere bezüglich seltener Sprachen oder besonderer Dialekte
ChatGPT Plus kostet $20 im Monat, das dürfte im Etat ja noch drin sein
. Aber vermutlich werden da eher ein paar Millionen Euro für irgendeine mäßig gut funktionierende Custom-Lösung ausgegeben.
Zentralisierung und engere Abstimmung bei der Strafverfolgung
Da gibt es eigentlich nichts gegen zu sagen. Hätte man natürlich auch vorher schon jederzeit machen können, die Frage ist also, warum das nicht geschehen ist und was sich jetzt an diesen Gründen geändert hat.
Nutzung von Gesichtserkennungssoftware zum Abgleich mit öffentlich zugänglichen Datenbanken
Hier ist NRW an Bundes- und Europarecht gebunden. Es wird „nur“ das Maximum umgesetzt, was erlaubt ist. Ich persönlich finde das suboptimal, auch weil ich es als Mittel für Terrorbekämpfung (wo die Erfahrung zeigt, dass die meisten Täter vorher nicht unbedingt aktenkindlich sind) ungeeignet halte.
Erleichterung des Datenaustauschs zwischen den Behörden und insbesondere Einführung einer zentralen Übersicht der abzuschiebenden Personen
Warum nicht?
Islamistische Prediger/Influencer stärker in den Blick nehmen
Wenn die Sicherheitsbehörden „Listen anlegen“, sollte man immer hellhörig werden. Zumindest um sich zu fragen, warum das nur für Islamisten und nicht auch Rechtsradikale passieren soll. Halte ich grundsätzlich für problematisch.
Rechtliche Befugnisse des Verfassungsschutzes neu justieren
Hier gibt es dann eine vorweihnachtliche Wunschliste der Verfassungsschützer.
Die bislang in Nordrhein-Westfalen bestehende Altersgrenze von in der Regel 16 Jahren ist mit Blick auf die vorhandenen Erkenntnisse zu Tätern und Tatverdächtigen nicht mehr praxisnah. Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen soll zukünftig regelmäßig Daten Minderjähriger ab 14 Jahren verarbeiten können.
Zu solchen Behauptungen hätte ich immer gerne eine Quelle oder irgendeiner Form der Argumentation. Meines Wissens nach gab es bisher keine 14-jährigen Terroristen in Deutschland.
Stärkere Einbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse
Klar, sollte man vielleicht machen.
Stärkung der Vernetzung im Bereich Opferschutz
Show me the money. Wenn die Landesregierung da kein zusätzliches Geld ausgeben will, dann weiß man, was man davon halten soll.