Novelle des GEGs

Danke für die starke Folge zur geplanten GEG-Novellierung! Super Analyse, wie ihr zeigt, dass die Regierungspläne für Mieter eine Katastrophe sind – höhere Kosten durch Modernisierungsmieterhöhungen und Betriebskosten – und gleichzeitig die Anreize für echte klimafreundliche Heizungen killen. Die Grüngasquote ist da wirklich Quatsch, verlängert fossile Abhängigkeiten und treibt Preise hoch.

Ein Nachtrag: Ihr habt die starken Pläne von Die Linke nicht erwähnt, die mit den Grünen zusammen eine echte Alternative bieten. Im Antrag „Für das Recht auf Heizen – Bezahlbar und erneuerbar“ (BT-Drs. 21/3910) fordern sie konkret höhere CO₂-freie Quoten (100% für Ein- und Zweifamilienhäuser, 75% für Mehrfamilienhäuser), die Möglichkeit kommunaler Übernahme von Wärmenetzen als Daseinsvorsorge, staatliche Finanzhilfen gestaffelt nach Vermögen – das schützt Mieter vor Preisanstiegen, boostet Klimaschutz und schafft Umverteilungsmaßnahmen, die wirken. Ergänzend kritisieren sie Luxus-Heizen für Reiche und plädieren für mehr EE-Anteile im GEG.

Wäre das nicht eine sinnvolle Ergänzung zu eurer Kritik? Heute debattiert im Bundestag – wird nicht angenommen werden… aber so langsam wirkt es einfach als würde die Linke einfach die neue SPD werden.

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:slight_smile: Die SPD geht auch aktuell kräftig nach links. Bald kann Oskar Lafontaine wieder eintreten :slight_smile:
Ich denke das sind alles taktische Versuche / Spielchen mit denen man hofft in den kommenden Wahlen besser da zu stehen.

Nicht und sondern oder müsste es doch heißen?
Wenn mit einer Wärmepumpe modernisiert wird, geht man ja den höheren Betriebskosten aus dem Wege

Du, der Satz macht ja gar keinen Sinn…
–> höhere Betriebskosten wenn eine Modernisierung wegen politische Entscheidungen unattraktiver gemacht wird und so die alten Heizungen da bleiben.

Auch wenn das Oppositionsarbeit ist, haben die Linken schon verstanden, dass man beim Thema Klimaschutz was machen muss. Die Gesetzte die dahingehend gemacht werden müssen aber halt sozial verträglich sein, nicht verträglich mit der Gas Lobby.
Die SPD geht nominell nach Links, bringt aber nur Positionspapiere raus, keine konkreten Gesetze (oder setzt sich mit ihren Vorhaben nicht durch). Wenn hier jemand taktische Spielchen mache, dann die SPD. Die Vorschläge zur Erbschaftssteuer und Social Media ab 14 werden das zeigen. Ich wette da wird nichts am Ende von in einem Gesetzbuch landen und es wir das CDU Modell mit social Media ab 16 ohne die (eigentlich guten) Vorschläge der SPD mitreinzunehmen.

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Ich denke die Änderung des GEG kann man ganz entspannt sehen.
Wie ja schon mehrfach in der LdN berichtet ist die Wärmepumpe viel billiger - und daher wird sich das mittel-/langfristig durchsetzen.

Deutschland: Gebäudemodernisierungsgesetz –Studie legt konkrete Zahlen zur CO₂-Lücke vor (ee-news.ch)

Hier nun wie erwartet eine Studie, die sich angeschaut hat, welche Auswirkungen der Entwurf hätte.

Vom Öko Institut

Im Vergleich zum bisherigen Rechtsrahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vergrössert sich die heute schon bestehende Lücke zum im Klimaschutzgesetz für das Jahr 2030 verbindlich festgelegten Klimaziel von 25 Megatonnen CO₂-Äquivalenten (Mt CO2e) pro Jahr um weitere fünf bis acht Mt CO2-Äq. auf 30 bis 33 Mt CO2e pro Jahr. Für das Klimaziel 2040 vergrössert sich die schon bestehende Lücke von 102 Mt CO2e pro Jahr um weitere 14 bis 22 Mt CO2-Äq. auf 116 bis 124 Mt CO2e pro Jahr.

„Wichtig sind jetzt zwei Dinge“, so Braungardt, „zum einen muss die Bio-Treppe ambitioniert ausgestaltet werden, damit sie eine relevante Klimaschutzwirkung entfalten kann. Insbesondere muss die zweite Stufe so früh wie möglich kommen und ambitioniert ausgestaltet sein. Zum anderen müssen Vermietende die Mehrkosten tragen, die mit dem Einsatz für teure Brennstoffe entstehen, damit sie dieses Kostenrisiko in ihren Investitionsentscheidungen berücksichtigen und damit Mietende wirksam geschützt sind.“

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Hier ist in den Diagrammen sehr gut sichtbar, warum das so ist.
Kurz gesagt: Durch das GMG sind 2044 deutlich mehr (16 %-Punkte) Gas- und Ölheizungen noch im Bestand, als mit dem GEG.
Das führt zu einem deutlich höheren Bedarf an Gas und Öl, die im Jahr darauf eigentlich grün sein müssten.
Aber selbst mit dem GEG gelingt der Umstieg bis 2044 nicht vollständig

https://www.ewi.uni-koeln.de/cms/wp-content/uploads/2026/03/260302_EWI-Kurzanalyse-zu-den-Eckpunkten-des-Gebaeudemodernisierungsgesetzes.pdf

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Das unterstellt, dass der Eigentumsbesitzer rational handelt. Wir erleben selbst hier im Forum, dass das nicht der Fall ist. Und bei irrationalen Vermietern zahlen die Zeche die Mieter.

Also nein, das sollte man nicht “ganz entspannt” sehen.

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