Was ist daran schlüssig? Er setzt hier ein paar Informationen zusammen, die alle schon lange bekannt waren und wiederholt eine keineswegs fundierte, von vielen, vielen Stellen kritisierte Hypothese, die auch unter Verschwörungstheoretikern sehr beliebt ist.
Als Gegenargument würde ich das gleiche anführen, wie bei den „9/11 was an inside job“-Verschwörungstheorien: Dieses Unterfangen wäre mit so vielen Risiken behaftet, deren Aufklärung vernichtende Konsequenzen hätte, zudem sind so viele Menschen und Institutionen beteiligt (z.B. all die Staaten, die nun Trümmer geborgen haben, alle Staaten, die bei der Übung dabei waren, hunderte Soldaten und hunderte weitere Beamte in der Planung und Vorbereitung), dass eine effektive Gewährung der Geheimhaltung nahezu unmöglich wäre.
Diese Antwort lese ich nicht als „Nein, wir würden es nicht sagen“, sondern als Ausweichen, daher: „Nein, ich beantworte diese Frage (also die Frage, ob ich es sagen würde) nicht!“. Dass der Wortlaut der Antwort anders klingt dürfte daran liegen, dass es eine Live-Situation ist.
Woher sollte die Verpflichtung kommen, das Volk zu informieren?
Der Eid im Wortlaut:
Die Bundesregierung ist in erster Linie verpflichtet, das zu tun, was dem Volk nützt (Schaden abwenden, Nutzen mehren…). Wenn das über eine Nicht-Auskunft besser geht als über eine Auskunft, sehe ich hier keinerlei Grund, warum es eine Auskunfts- bzw. Informationspflicht geben könnte. Natürlich könnte man über zwanzig Umwege versuchen, so etwas aus einem Grundrecht aus dem Grundgesetz zu konstruieren, aber das wäre schon eher gewagt.
Geheimhaltung ist gerade im Hinblick auf Krieg und internationale Konflikte ein wesentliches Recht der Bundesregierung. Wenn sie davon überzeugt ist, dass das Unterdrücken einer Information dem Wohle des Volkes dient, ist das erst Mal vom Vorrang gesetzgeberischer Prognoseentscheidungen gedeckt: Daher: Der Gesetzgeber darf eine Prognose anstellen, wie eine veröffentlichte Information sich auf die Gesellschaft auswirken wird - und wenn sie hier zu dem Ergebnis kommt, dass die Auswirkungen negativ sind (für das Volk, nicht für die Regierung… oder die an ihr beteiligten Parteien…) ist das erst Mal okay.