Ein Euphemismus ist ein beschönigender Begriff. Ich weiß nicht, was an „kriegstüchtig“ (vs. verteidigungsfähig) euphemistisch sein sollte.
Mir geht es darum, dass wir diese „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“-Haltung endlich mal Schluss machen sollten. Es gibt einfach zu viele Menschen, die Verteidigung irgendwie gut, Krieg aber doof finden, daher grundsätzlich gegen Waffen und Militär sind. Die von einer Welt träumen, in der alle Ausgaben für Waffen und Militär zukünftig in eine bessere Verwendung fließen (ja, davon träume ich auch, aber ich träume halt auch vom Schlaraffenland wissend, dass das ein Traum bleiben wird).
Solange es solche Herrscher wie Putin (und andere) gibt, solange wird es nur Frieden geben, wenn Putin weiß, dass ein Angriff auf andere einen hohen Preis kostet. Und diesen hohe Preis wird es nur geben, wenn wir in der Lage sind, uns so massiv zu verteidigen, dass der Aggressor empfindlich geschlagen wird. D.h., wir müssen in der Lage sein, erfolgreich einen Krieg zu führen, mit allen damit verbundenen Konsequenzen (tote und verletzte eigene Soldaten, tote und verletzte Zivilisten, tote und verletzte gegnerische Soldaten, viel Zerstörung, extrem hohe Kosten/Aufwendungen, …) Das meint „kriegstüchtig“.
Ja, es ist totaler Mist, dass wir für etwas, was hoffentlich nie zum Einsatz kommt, so viele Ressourcen vergeudet werden, aber:
Solange es solche Herrscher wie Putin (und andere) gibt, …
Hätten die Ukraine und wir dies von Anfang an beherzigt, hätte Russland wohl eher nicht angegriffen und der Ukraine und uns wäre so viel mehr erspart geblieben, als das jemals gekostet hätte.