Mastodon-Account wiederbeleben

Moin!

Ich wollte fragen, ob ihr nicht einmal euren Mastodon-Account unter Lage der Nation (@lagedernation@chaos.social) - chaos.social wiederbeleben könnt. Mit einem Cross-Poster wie https://crossposter.masto.donte.com.br/ (nutze ich selbst) spielt ihr nach ein paar Klicks automatisch alle Twitter-Inhalte auch dort aus.

Die Musk-Trump-Twitter-Geschichte hat Mastodon einen neuen Schwung gegeben. Euch dort zu finden, wird es anderen Nutzern erleichtern, zu wechseln.

Vielen Dank!

Johannes

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Ich verstehe zu wenig von der Plattform und der zugrunde liegenden Technik, um das verifizieren zu können. Allerdings habe ich Stimmen gehört, die Mastodon massive Probleme unterstellen, was Datenschutz und Accountrechte angeht. Das ließ mich skeptisch werden, ob sich Mastodon tatsächlich als Twitter-Alternative eignet.

Hast du da Quellen zu? Das würde mich auch mal interessieren, falls Elon Musk twitter doch kauft.

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Zunächst würde Ich mich ausdrücklich für die Wiederbelebung des Mastodon-Accounts aussprechen wollen.

„Ich verstehe zu wenig von der Plattform und der zugrunde liegenden Technik, um das verifizieren zu können. Allerdings habe ich Stimmen gehört, die Mastodon massive Probleme unterstellen, was Datenschutz und Accountrechte angeht. Das ließ mich skeptisch werden, ob sich Mastodon tatsächlich als Twitter-Alternative eignet.“ - @gentlymad_scientist

Der Bundesdatenschutzbeauftragte (BfDI) Prof. Ulrich Kelber hatte gemeinsam mit dem Landesdatenschutzbeauftragten Baden-Württemberg (LfDI BaWü) Dr. Stefan Brink in einem Thread auf Mastodon (ich finde die Links zu den Beiträgen aktuell nicht, reiche ich aber nach sobald ich diese finde) zwar einmal dargestellt, dass es schwierig ist, das Fediverse auf den Datenschutz hin umfassend zu bewerten. Auf der anderen Seite muss man sehen, dass die Einhaltung des Datenschutzes durch die Möglichkeit, eine eigene Instanz zu betreiben und ggf. die Föderation (also die Kommunikation mit anderen Instanzen) bei Bedarf deaktivieren zu können, wohl eher gegeben sein dürfte, als bei Facebook, Instagram oder Twitter.

Auch die Tatsache, dass es sich bei Mastodon wie bei anderen Fediverse-Projekte um freie und quelloffene (Open Source) Softwareprojekte handelt, also dass der Quellcode vollständig einsehbar ist, ist ein Vertrauensvorschuss in Hinblick auf Einhaltung des Datenschutzrechts.

Auf die Frage, ob Mastodon ein Ersatz für Twitter sein kann, hat der Westdeutsche Rundfunk einen Beitrag veröffentlicht (https://www1.wdr.de/nachrichten/mastodon-toots-statt-tweets-100.html ). Außerdem kann ich den Gastbeitrag von LfDI BaWü Dr. Stefan Brink bei Netzpolitik.org aus dem letzten Jahr zum Fediverse sehr empfehlen, wo er klare Appelle inklusive schlüssige Begründungen an öffentliche Stellen (in Baden-Württemberg) richtet, ins Fediverse zu kommen: Interview zu Behörden in Sozialen Netzwerken: „Mastodon ist kein vollständiger, aber doch ein guter Twitter-Ersatz“

Schlussendlich kann ich einen Blick auf die Grafik von Imke Senst und IT-Sicherheitsblogger Mike Kuketz (unter Mike Kuketz :mastodon:: "Wir haben das Fediverse-Schaubild nach dem Feedba…" - Mastodon) empfehlen um sich zu vergegenwärtigen, wie das Fediverse funktioniert und warum darin viel Potenzial liegt.

Außerdem hat der BfDI Prof. Ulrich Kelber im Rahmen der Welle nach der Ankündigung, Twitter wolle von Elon Musk gekauft werden, einen Schnelleinstieg mit Erklärungen und weiteren Links auf seinem Netzauftritt veröffentlicht: BfDI - Kurzmeldungen - Schnelleinstieg in das Mastodon-Netzwerk

„Hast du da Quellen zu? Das würde mich auch mal interessieren, falls Elon Musk twitter doch kauft.“ - @Matder

Hier könnte in Bezug auf den Umstand, dass Elon Musk erwägt, Donald Trump zu entbannen, ein Beitrag vom britischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk BBC und ein Beitrag der deutschen Welle (DW) spannend sein:

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Ja, ich kann es verstehen, dass es sinnvoll ist, fürs erste von Twitter auf Mastodon zu crossposten, auch wenn es genau verständlich ist, dass es Menschen im Fediverse gibt, die das nicht gut heißen. Kurzfristig von Twitter nach Mastodon ja, mittel- und langfristig sollte dann aber überlegt werden, von Mastodon nach Twitter zu crossposten.

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Danke für die Links, aber meine Frage bezog sich auf die Datenschutz-Problematik bei Mastodon, die du oben angesprochen hast. Hast du dazu Quellen?

Für Menschen, die überlegen ins Fediverse wechseln zu wollen, hat Netzpolitik.org zur zwei Tagen einen super Beitrag veröffentlicht: Alternative Plattformen: So klappt der Umzug auf Mastodon

Sehr zu empfehlen.

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Achso, tut mir leid. :sweat_smile:

Die Beiträge dazu von BfDI / LfDI habe ich leider noch nichts gefunden. :confused:

Meine Quelle ist leider nicht verlässlich und ich verstehe die Hintergründe von Mastodon zu wenig, um sie zu verifizieren. Ich beziehe mich u.A. auf folgenden Tweet.
Nochmal: Ich hab kA wie viel da dran ist. Aber wenn es stimmt, dass weder einzigartige Accountnamen gegeben sind noch ein Schutz von DMs & Co vor neugierigen Sysadmins existiert oder man anderweitig vor dessen Willkür oder persönlichen Animositäten gefeit ist, finde ich das kritisch. Dezentralität schön und gut. Bin ich voll dafür. Aber wenn mir ein Hoster den Account löschen kann, weil ihm meine Nase nicht passt, finde ich das…schwierig. Wir alle wissen, wie schnell „Internet-Beef“ ausufern kann.

Ja natürlich: Auch einige Twitter-Angestellte haben diese Macht. Aber die befinden sich in einer Unternehmensstruktur und sind nicht nur sich selbst Rechenschaft schuldig.

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Zu deinen Punkten, Mastodon ist da wie Email. Da musst du auch dem Server-Admin vertrauen - wer nicht selbst hosten will, kann etwa zu https://mastodon.online oder https://mastodon.social vom ursprünglichen Entwickler gehen.

Und die Accountnamen sind natürlich einmalig, wenn man den Instanznamen einbezieht. Eben wie bei Email, iGEL@gmail.com ist einmal, hindert aber niemand dran, sich iGEL@outlook.com zu holen. Ein Vorteil gegenüber Email: Angeblich kann man Instanzen wechseln, ohne Follower und Timeline zu verlieren.

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Also ja, auf der einen Seite, bestünde Möglichkeit, dass die Adminstrator:innen von Mastodon-Instanzen in Direktnachrichten schauen könnten, wenn Sie einen Blick in die Datenbank werfen würden, auf der anderen Seite ist das bei Twitter nicht anders und hier würde ich es vergleichsweise kritischer finden.

Das Fediverse generell (Mastodon ist ja nur ein Teil vom Fediverse; das Internet basiert auch im Grunde auf dem Konzept) basiert auf Vertrauensvorschuss in die Serveradministration und -moderation.

Außerdem muss man sehen: Es bestünde die Möglichkeit eine eigene Instanz aufzusetzen und das in eigener Hand zu haben.

Einen guten Thread, wie ich finde hierzu hat die Administration der Mastodon-Instanz chaos.social: Leah: "Also mal ehrlich, ja ich könnte mir die DMs in de…" - chaos.social

Wichtig hierbei ist aber auch zu sagen: Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Privatnachrichten ist wie bei Twitter aber auch nicht gegeben - Mastodon ist aber aktiv daran in eine der nächsten Versionen eine solche zu implementieren.

Was ich damit sagen möchte: ja, ich kann die Bedenken zunächst verstehen und dennoch würde ich Serveradministrationen nicht per se misstrauen und wenn doch dann überlege die Instanz zu wechseln.

Auch interessant: Damit dass klarer wird beim Schreiben von PNs in Mastodon wurde auch der Nachrichtenhinweis entsprechend geändert siehe Clarify that DMs can be read by instance owners · Issue #18079 · mastodon/mastodon · GitHub

Zum zweiten Teil deiner Nachricht: Es gibt eine freiwillige Vereinbarung vom Mastodon-Projekt für Serveradministrationen. Mastodon Server Covenant - Mastodon

Diese beinhaltet im Kern vier Punkte, die sich die Serveradministrationen verpflichten gegenüber ihren Nutzer:innen.

Diese wäre die aktive Moderation gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und Transphobie, das Erstellen von tägliche Backups, die Sicherstellung, dass mindestens eine weitere Person einen Notfallzugang zur Serverinfrastruktur besitzt und die Verpflichtung, dass die Nutzer:innen der Instanz im Falle einer Instanzabschaltung mindestens drei Monate im Vorraus informiert werden müssen, damit diese genug Zeit haben, um umzuziehen.

Und die Serveradministrationen und -moderationen erlassen Bannvorgänge i.d.R. nur auf Basis ihrer Serverregeln – und ggf. strafrechtlicher Vorgaben (StGB bspw.).

Der Verlust eines einzigartigen Benutzers dürfte soweit ich weiß nur im Löschungsfall vorkommen, oder gar nicht. Da bin ich mir gerade unsicher.

Habe ich heute durch den LfDI BaWü Dr. Brink auf Mastodon gesehen: Twitter zahlt Millionenstrafe, weil es die Handynummer und E-Mail-Adressen, welche für die Zwei-Faktor-Auth. hinterlegt wurden für Werbezwecke.

Pluspunkt für Mastodon, Pixelfed und co aus dem Fediverse: Diese benötigen für die 2FA / MFA keine Handynummer oder Mailadresse - diese wird über OneTimePasswords (zeitbasierte Passwörter) realisiert.

Der Mastodon-Account der LagederNation (bot) unter @lagedernation@chaos.social ist leider immer noch kaputt. :frowning:

Den wichtigen Beitrag den die LagederNation WOche für Woche leitest, wäre eine Bereicherung für das Fediverse.

Außerdem gibt es auch viele LdN-Hörende im Fediverse die sich sicherlich sehr freuen würden, euch aktiv im Fediverse erleben zu dürfen

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Wird überlegt, den Mastodon Account der LagederNation nun nach der Übernahme von Twitter wiederzubeleben, @philipbanse @vieuxrenard ?

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1820 Follower würden das begrüßen. Und sicher tausende, die einem aktiven Account folgen würden. Es geht dort gerade echt rund, Volker Quaschning hat etwa in 12 Tagen über 10.000 Follower gefunden: Volker Quaschning: "Wow. 10k Follower in 12 Tagen. Danke für Eurer In…" - Mastodon.green

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Good news!

Heute gab es einen Boost durch das bisher inaktive LdN Mastodon Konto, tut sich da etwa was bei euch?? :astonished::smiley::clap: