Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Hallo

beim Hören der Lage#238 viel mir ein, dass es für die verpflichtende Benutzung von Atemschutzgeräten im geweblichen Umfeld eine Vorschrift gibt, die Tragedauer und Pausenzeiten regelt:
https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/1011
Auf Seite 148 in der Tabelle unter Nr. 5.1.3, steht eine maximale Tragedauer von 75 Minuten und einer anschließenden Pausenzeit von 30 Minuten.
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Kann es sein, das es keine „Maskenpflicht auf Arbeit“ gibt, weil es keine Möglichkeit gibt, die Pausenzeiten zu realisieren?

Gruß und Gesundheit

Lasko

Warum sollte es keine Maskenpflicht geben. Die Pausenzeit kann ja nur nicht eingehalten werden, wenn die Beschränkung der Personenanzahl pro Raum nicht eingehalten werden kann. Sind glaube ich 1,5m Abstand bzw. 10qm pro Person.
Ich habe die Maskenpflicht in meinem Betrieb so umgesetzt, dass die MAs am Arbeitsplatz keine Maske tragen müssen. Hier ist sowohl der Abstand als auch mehr als 10qm pro Person gegeben. Z.t. sitzen die Personen in Einzelbüros.
Grundätzlich gebe ich Dir Recht, dass dies problematisch werden kann, wenn in einem Großraumbüro die Abstände nicht eingehalten werden können. Da muss man dann selbst Lösungen erarbeiten (nur jeden 2. Platz besetzen, Homeoffice …).

Meines Wissens sind Trage- und Erholungszeiten keine Vorgaben, sondern Empfehlungen. Ich hatte bislang keinerlei Probleme damit, die FFP2-Maske deutlich länger als 75 Min. zu tragen (auch wenn ich immer froh bin, wenn ich sie dann wieder ausziehen kann - was aber auch für eine medizinische oder Stoff-Maske gilt). 6 Stunden Zugfahren (wenn sich das nicht vermeiden lässt) waren kein Problem!

Warum fragen in Deutschland Wirtschaft und Verwaltung immer zuerst nach den Begrenzungen (könnte das irgendwie verboten oder reguliert sein?) und nie nach den Möglichkeiten (welche Chancen bietet mir/uns das?). Offenbar hat die Regulierung fast aller Sachverhalte bis ins kleinste Detail und letzte Ausnahme unser Denken so beeinflusst. Wie oft der z.B. der Datenschutz, der Arbeitsschutz oder der Umweltschutz für ein „Das geht nicht!“ herhalten muss. Und das oft zu unrecht! Und in vielen Fällen sogar bewusst.

Dies ist kein Land von unternehmerischem Geist mehr …