Linnemann hat seine Forderung anscheinend präzisiert:
Das ist nicht grundsätzlich verwerflich.
Ich erinnere an das Störgefühl einiger als der Bundespräsident erklärte, der Islam gehöre zu Deutschland.
Wir haben eben einen Islam als Religion und einen Islam als radikalen Extremismus.
Taleb A. kam aus einem Gottesstaat, etwas, das Deutschland ablehnt. In Saudi-Arabien gilt die Scharia.
So etwas hatten wir im Mittelalter - was zeigt, wie rückständig solches Denken ist.
Woher weiß man denn, dass er psychisch krank ist? Verschwörungsanhänger sind nicht automatisch psychisch krank. Offensichtlich war der Mann ja zur Kommunikation nach außen in der Lage. Sonst müssen wir nochmal aus psychiatrischer Sicht diskutieren, ob Religion nicht auch ein Wahnkonstrukt ist. Also man kann das sehr gut differenzieren und Extremismus hat nichts mit psychischer Erkrankung zu tun!
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/amok-frueherkennung-periskop-nrw-polizei-100.html
Hier auch noch ein Artikel zu PeRiskoP.
Letztendlich ist PeRsikoP richtig und verantwortlich angewandt sogar eine gute Idee. Denn es richtet sich ja nicht nur gegen mögliche Amoktäter, sondern auch gegen Stalking, häusliche Gewalt etc. Und gerade bei diesen beiden Taten steht der Staat sowohl in der Prävention als auch in der Bestrafung sehr schlecht aufgestellt da.
Natürlich ist das etwas, was dann auch viel Geld kostet. Denn zum einen ist es personalintensiv, zum anderen müssen da Strukturen und Vernetzungen aufgebaut werden.
Viel Geld wird aber erfahrungsgemäß kaum in den Aufbau eines solchen Systems investiert werden. Noch jede gute Ankündigung scheiterte am Ende entweder durch zu wenig Geld oder durch eine haarsträubende Bürokratie.
Und Strukturen und Vernetzungen über 16 Bundesländer. An solche Träumen sind schon ganz andere gescheitert. Der Förderalismus läßt grüßen. Da hat dann jedes Land wieder eine eigene Vorstellung, wie das aussehen soll, welche Software benutzt werden soll usw.
Aber selbst wenn wider Erwarten tatsächlich ein solches Projekt bundesweit umgesetzt werden sollte, bleibt da noch ein Problem. Der Missbrauch dieses Systems. Leider haben Behörden schon so oft bewiesen, dass sie gute Dinge auch illegal genutzt haben. Hier müsste ein besonderer Schutz eingerichtet werden.
Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass es schade ist, dass einem Herrn Linnemann ein solches Projekt nur deshalb gefällt, weil er damit im Wahlkampf punkten kann. Bis jetzt ist er zumindest nie dadurch aufgefallen, dass er sich für Dinge wie Stalking oder häusliche Gewalt je interessiert hätte. Und sein Chef, der liebe Herr Merz, war das nicht der, der gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe gestimmt hat?
Da werden die Ärzt:iinnen nicht mitmachen. Man müsste das Arztgeheimnis brechen. Schon bei der elektronischen Gesundheitskarten waren genau die F-Diagnosen ( Depressionen, ADS, Psychosen) das größte Problem, wegen der Stigmatisierungsgefahr ( Ihre Bauch/Kopfschmerzen sind bestimmt psychosomatisch). Was Linnemann will, ist eine Stigmatisierung ! Erstaunlich, wie bereit die CDU auf einmal, Verfassungen zu brechen, auf den Spuren der Populisten. (Gek. Durch Mod) So eine Forderung würde nicht mal die AFD stellen ( auch Soziopathie, Psychopathie ist im ICD unter dem Buchstaben F zu finden, gelte für alle Hater im Netz.
Das ist das schlimme an Geschichte. Wir wissen es besser. Wenn sowas mit entsprechendem Druck vorangetrieben wird, werden sich genug Ärzte, Lehrer, Polizisten, Richter etc. finden, die selbstverständlich mitmachen. Jeder für sich vielleicht mit plausiblen „guten“ Gründen, alle zusammen Richtung Abgrund.
Dazu kann ich mir nur selbst zitieren:
Das halte ich für eine durch nichts fundierte Behauptung. Ich habe früher selbst bei einer auf große Chance-Programme spezialisierte Beratungsfirma gearbeitet und wenn Du Dir anschaust, welchen kulturellen Wandel die Deutsche Bahn seit dem durchgemacht hat, siehst Du, dass da eine Menge möglich ist (ich rede nicht von der aktuelle Miesere der Deutschen Bahn - unterlassene Investitionen, Verspätungen, verärgerte Kunden - das ist ein völlig anderes Thema). Wenn man weiß, wie es geht, auch ohne Berater.
Ja, ist off topic.
Das muss nicht sein. Jeder Mensch ist in der Lage sich selbst zu hinterfragen und bei genug externem Input sein Verhalten und Denken zu hinterfragen. Es ist nur eine Frage des Wollens auf Sender- und Empfängerseite.
Und es ist ja nicht so, dass die Mitarbeiter in den Behörden alle happy sind wie es läuft. Viele wünschen sich schon mehr Freiheiten, trauen sich diese aber nicht einzusetzen, da sie die Vorgesetzten mit ihrem Anschiss im Fehlerfall schon im Nacken spüren. Und natürlich geht es den Führungskräften ähnlich, die im Zweifel Sorge haben zu politischen Bauernopfern zu werden. Daher muss alles dreifach abgesichert und nach Checkliste abgearbeitet werden.
Das muss nicht so sein. Man kann auch eine andere Fehlerkultur leben und Fehler zulassen ohne sie zu skandalisieren. Damit ginge es allen besser und die Prozesse wären effizienter.
Herr Linnemann sollte folgerichtig zur AfD wechseln. Zumindest verhält er sich so, nicht erst seit diesem Interview.
Dieses Thema wurde nach 3 Tagen automatisch geschlossen. Es sind keine neuen Antworten mehr erlaubt.