Das Argument habe ich bereits beim ersten Mal nicht verstanden. Denn das würde bedeuten, dass Geringverdiener weniger als Existenzminimum zugestanden wird. Warum? Weil Rewe teurer ist als Aldi?

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Guten Tag,

wenn man davon ausgeht, dass besonders die Kinder aus Familien die SGB II Leistungen (Bürgergeld) beziehen von Kinderarmut betroffen sind, dann muss dringend aufgearbeitet werden, dass Leistungen wie Kindergeld oder Kindesunterhalt, Unterhaltsvorschuss zu 100 % auf das Bürgergeld angerechnet werden!!

Wenn Politiker wie Frau Esken damit werben das Kindergeld anzuheben oder angehoben zu haben, dann muss dazu gesagt werden, dass 0 Euro davon bei Kindern aus Familien die Bürgergeld beziehen ankommt!

Jetzt soll eine neue Leistung entstehen, die enorme Ressourcen verbraucht.

Ein einfacher, schneller, unkomplizierter und effektiver Weg wäre das SGB II anzupassen!
Welches mit der Einführung des Bürgergelds einfach möglich gewesen wäre!

Mein Vorschlag Kindergeld in die Liste des nicht anrechenbaren Einkommens nach 11a SGB II aufzunehmen.

Damit hätten (fast) alle Kinder die Bürgergeld beziehen mind. 250 Euro mehr im Monat!

Dieser Aspekt wir NIE erwähnt! Und es müsste rein gar nichts zusätzlich beantragt werden - es würde automatisch umgesetzt werden.

Schöne Grüße

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Finde den Fehler.

Also sollten wir die Abgaben gesamt und nicht nur die Steuern senken.

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Das Problem der Leistungsdschungels ist damit aber immer noch nicht gelöst. Denn nicht alle Kinder bekommen Bürgergeld sondern Kinderzuschlag oder Unterhaltsvorschuss. Und das Thema Bildung und Teilhabe ist dann auch weiterhin ein Bürokratiemonster.
Da ist die Kritik der FDP, die ich für verkürzt halte, berechtigt, dass erstmal bei den bestehenden Leistungen aufgeräumt werden muss, bevor einfach nur mehr Geld gezahlt wird. Außerdem ist damit auch noch nicht das Problem der zu geringen Inanspruchnahme von Leistungen nicht gelöst,

Das ist doch das Ziel der Grundsicherung. Den Dschungel vereinheitlichen und zusammenlegen.
Die FDP ist nur aus einem Grund dagegen. Ihre Klientel profitiert nicht davon. Im Gegenteil: gut situierten Familien sollen die Leistungen gekürzt werden.

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Ich hörte gerade etwas über die Kindergrundsicherung und habe etwas gerafft.

Lindner sagt:

  • Es gibt kein Geld für Kinder jetzt.
  • Die Bürger der Zukunft brauchen dieses Geld (oder das Fehlen von Schulden) viel mehr als diese Kinder.

Das ist natürlich Unsinn, aber ich war etwa schockiert wie dieser Gedankengang wortwörtlich der gleiche ist als die Philosophie der Effective Altruism/Longtermism.

Longtermists have proposed that the welfare of future individuals is just as important as the welfare of currently existing individuals

Was mich immer wieder wundert: was ist arm und was ist reich?
Wenn ich beruflich in Indien bin, sehe ich Armut. In Deutschland gar nicht.
Nur weil man sich nicht auch noch die dritte Spielkonsole leisten kann, ist man ja noch nicht arm.

Es ist klar und verständlich, was du meinst, aber Armut wird in der EU relativ zum Durchschnittseinkommen gemessen. https://www.diakonie.de/wissen-kompakt/armut#:~:text=Wer%20weniger%20als%2060%20Prozent,Armut%20oder%20sozialer%20Ausgrenzung%E2%80%9C%20betroffen.
Außerdem sind die Tafeln in Deutschland nicht so überlaufen, weil es so toll ist, dort Nahrungsmittel zu holen.

Deine Unterstellung, arme Menschen wären arm, weil sie nur unnötige Dinge kaufen, empfinde ich als diskriminierend, unfair und ehrlich gesagt unverschämt. Sie bewegt sich auf dem Niveau, dass gegen Kindergrundsicherung argumentiert wird, indem unterstellt wird, dass die Eltern das Geld versaufen oder rauchen. Woher kommt dieses schlechte Menschenbild? Warum plötzlich dieses Misstrauen? FDP &Co sind doch immer dafür, auf Eigenverantwortung zu setzen. Gilt das nur für Wohlhabende?
Wer Vater oder Mutter ist, dürfte wissen, dass man sich eher selbst einschränkt, als seinem Kind Teilhabe und Bildungschancen zu nehmen.

Übrigens kann jeder, der mit offenen Augen durch Deutschland geht, selbstverständlich Armut sehen.

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Was du in Indien siehst, ist noch teilweise absolute Armut - die gibt es in Deutschland nicht mehr. Von Chancen und Perspektiven ist man aber oft auch mit relativer Armut abgeschnitten.

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Mich wundert ob es noch eine Spur polemischer geht?

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Genau, wer weniger aus 60% des mittlere Einkommens hat, der gilt als armutsgefährdet / einkommensarm.

Heißt aber auch: Wenn wir die Einkommen aller Bürger verdoppeln, haben wir immer noch gleich viele Arme / armutsgefährdete Menschen.

Einerseits ja, andererseits löst diese Überlegung nicht das Armutsproblem.
Sicher gibt es auch Ausnahmen, aber ich glaube nicht, dass die Kinder aus armen Familien nicht benachteiligt sind. Ich kam selbst aus einer eher armen Familie und weiß, was das heißt.
Abgesehen davon würden vermutlich auch die Preise steigen, wenn alle doppelt so hohe Einkommen hätten.

Darum sind die Tarifabschlüsse, die momentan vielerorts gemacht werden gut um die Armut zu senken.
Indem nämlich nicht prozentual, sondern mit festen Beträgen gearbeitet wird.
Auch der Mindestlohn ist ein gutes Konzept gegen Armut.
Oder Top-Verdiener verzichten dauerhaft auf 10% ihres Gehalts und es gibt weniger Arme.
Hintergrund ist, dass weniger Verdienst zu sinkenden Preisen führt und steigender Verdienst zu steigenden Preisen.
Wenn aber ein Teil sich, dank guter Löhne, hohe Preise leisten kann und ein Teil nicht, wird dieser Teil ausgeschlossen.

Nicht polemisch, unwissend.

Z.B. geben ärmere Menschen laut Studien mehr Geld für unnötige Dinge wie Rauchen aus.
Könnte ja bei Konsolen dasselbe sein.

Auch das liegt an vielen Problemfaktoren, die „ärmere Menschen“ statistisch haben.

Deine Schlussfolgerung, die du daraus ziehst, ist hingegen nicht haltbar. Arme Menschen sind nicht weniger arm, weil sie dumme wirtschaftliche Entscheidungen treffen (z.B. Rauchen) oder unter anderen Multi-Problemlagen leiden (z.B. Drogensucht, psychische Probleme), die zu unwirtschaftlichem Verhalten führen.

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Also meine Eltern haben ihren eigenen beiden Kindern und ihren drei Pflegekindern alles ermöglicht, was sie irgendwie konnten, und gespart haben sie als Erstes bei sich selbst.
Anekdotische Evidenz, ich weiß, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht die Mehrheit zuerst an die Kinder denkt und erst dann an sich selbst.
Trinken und Rauchen sind oft auch Ausdruck von großen Problemen. Ich möchte es nicht verurteilen und nehme auch an, dass die meisten Eltern das Geld ihrer Kinder nicht anrühren würden.
Man kann auch nicht einer ganzen Bevölkerungsgruppe Geld vorenthalten, weil es ein paar „schwarze Schafe“ gibt.

Die betragsmäßigen Erhöhungen bzw. Mindestbeträge halte ich auch für einen richtigen Weg, um die Schere wieder etwas zu schließen. Wobei das nur passt, wenn z.B. das untere Drittel Mindestbetrag kriegt, mittleres Drittel sinnvolle prozentuale Erhöhung und oberes Drittel zu definierende prozentuale Erhöhung. Ob Drittel oder Viertel oder wie auch immer aufgeteilt, kann sicherlich branchenabhängig anders sein.

Die These höre ich zum ersten Mal und würde dem erstmal nicht zustimmen. Klingt wenig logisch. Gibt es dafür wissenschaftliches Fundament?

Das wird immer so sein. Es gibt höher und niedriger bezahlte Tätigkeiten. Und das ist auch richtig so, da normal damit mehr Verantwortung, mehr Berufserfahrung oder längere Ausbildung / Weiterbildung etc. einhergeht. Entscheidend ist da eher, ob jede(r) gleiche Chancen gehabt hat und dann sehe ich da durchaus auch Eigenverantwortung was man draus macht.

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Da würde ich Dir widersprechen. Ich glaube zwar auch, dass die Mehrheit versucht „das Beste“ für ihre Kinder rauszuholen, aber es gibt schon auch viele Fälle wo das Geld für nicht lebensnotwendige oder bildungsrelevante Sachen ausgegeben wird.

Ob jemand sein Geld für Zigaretten, Alkohol, Tatoos, gefärbte Haare oder Mengen an Piercings ausgibt, ist seine eigene, freie Entscheidung. Und die muss dann auch kritisiert werden dürfen. Wer TicToc und Snapchst bedienen kann und da Stunden verbringt, der hätte auch Google zum Ausfüllen für Antrag Kindergeld befragen können.

Bitte nicht überinterpretieren! Ich glaube auch, dass dies Minderheiten sind. Aber diesen muss man dann auch mal den Spiegel vorhalten dürfen und nicht alles hinterhertragen.

War meinst du, passiert, wenn du die Löhne verdoppelst?

Da muss gar nichts schlimmes passieren wenn man das Geld anderswo wieder aus die Wirtschaft rausholt.