Kann mir bitte einmal jmd. zeigen, wo verdammt nochmal explizit ein Verbrennerverbot in den Verordnungen, bzw. in deren Entwürfen steht!?
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1666879278738&uri=CELEX%3A52021PC0556
Das letzte Mal als ich vor ein paar Wochen nachgeschaut habe, stand da m.W. lediglich etwas von klimaneutralen Antrieben. Des Weiteren ist hier auch nur von PKW und leichten Nutzfahrzeugen die Rede. Inwiefern die PKW und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrenner, die dann noch vom Band rollen, überhaupt noch Super oder Super Plus auf Dauer vertragen ist dann eine technische Entscheidung. Denn der hohe Energieeinsatz für eFuels macht nämlich sowieso nur dann Sinn, wenn diese entsprechend optimiert sind, maximal effizient zu verbrennen.
Da können nämlich auf den letzten Metern Welten liegen, genauso wie bei Gasheizung zu Gasbrennwertheizung schon vor 20 Jahren, zu Gasbrennwertheizung von heute, wobei bei zu letzteres vor allem die Regelungstechnik es rausreißt.
Wenn man dann generell auf schwere Nutzfahrzeuge schaut, kann man die „Verbrenner-Aus“-Diskussion, die ja Synonym als großflächiges Aus für Diesel- und Ottomotoren zu verstehen ist, tatsächlich im Detail noch einmal infrage stellen.
Während nämlich Wasserstoff direkt zu verbrennen bei PKWs wenig bis überhaupt keinen Sinn macht, sieht es bei schweren Nutzfahrzeugen anders aus. Dieses Jahr soll ein sogenannter Wasserverbrennungsmotor auf den Markt kommen, der primär stationär, aber wohl auch in schweren Nutzfahrzeugen verwendet werden kann, Effizienz um die 50 %. Bei Testmotoren für PKW ist man bisher nicht wirklich über 38 % hinausgekommen, was unterhalb von Diesel ist.
Allerdings ist diese Technik auch Problem behaftet, da der Wasserstoff nicht, wie Benzin und Diesel als Schmierstoff fungieren kann und somit wohl die Wartungskosten bei der Technik höher liegt als bei den „Klassikern“.
Allerdings ist m.E. der Vormarsch den reinen Elektroantrieb nicht aufzuhalten, da mit den auf den Markt kommenden Natrium-Akkus zum einen die Preise radikal fallen werden, zum anderen die sehr wahrscheinlich auch noch aufkommenden Feststoff-Akkus, das für manche existierenden Kapazitätsprobleme im Wesentlichen lösen werden, bei deutlichen niedrigeren Gewicht.
Entsprechend sieht auch die Ausrichtung der Automobilindustrie.
Des Weiteren müssen wir von den rund 60 Mio. KFZ (KBA: Stan 01.01.2023), davon 6 Mio. Nutzfahrzeuge, sowieso runter.
Ich fahre aktuell mit dem Fahrrad und dem ÖPNV zur Arbeit, wenn ich die letzten 4 km mit dem Fahrrad zurücklege, brauche ich 3 Mal so lange wie mit der Straßenbahn, da ich ständig im „Stop & GO“-Verkehr festhänge, der zu 90 % durch PKW erzeugt wird, und das auch auf Fahrradstraßen…
eFuels wird es geben, aber sie werden im Verhältnis absolute Nische sein und bleiben, da, selbst wenn wir große Teile der Sahara mit Solarthermokraftwerken vollpacken, werden wir von da eher Ammoniak bekommen als Methan oder gar eFuels.
Wasserstoff wird vielleicht in 50 Jahren durch das Gas-Transportnetz geschickt werden, um entsprechende Kraftwerke und Chemieparks zu verbinden und zu versorgen, aber nur in seltenen Fällen bis zu unserer Haustüre. Der Aufwand die Strecke vom Transportnetz zu unseren Häusern Wasserstoff kompatibel zu machen, im Vergleich zum Ausbau von Nahwärmenetze ist viel zu teuer. Evtl. nimmt man sogar lieber Ammoniak, da dieses eine höhere Energiedichte hat, stabiler ist und deutlich leichter zu händeln ist als dasselbe Gewicht Wasserstoff (Ammoniak zwischen -77,7 bis -33 °C flüssig, Wasserstoff zwischen -259,14 bis 252 °C - Absoluter Nullpunkt liegt bei -273,15 °C).
Was Wissing und Co. insbesondere aus dem FDP-Vorstand aktuell - mal wieder, muss man ja eigentlich sagen - abziehen, ist m.E. der Geschichte der FDP komplett unwürdig.
Was vonseiten der FDP, als Quasi-Opposition, teilweise mit freundlicher Unterstützung der Union, kommt, hat m.E, weder mit Wirtschaftskompetenz, noch mit Vernunft und Ratio, und erst recht nicht mit naturwissenschaftlichen Fakten und Erkenntnissen zu tun.
Und da, wo sie mal echt sozialliberal glänzen könnten, vermasseln sie es auch (u.a. Bundesbildungsministerium und das liebe Geld u.a. für Studierende), scheinbar nur um den Oberspezialisten nicht schlecht aussehen zu lassen.
Meines Erachtens ist dies Torschlusspanik und man hofft durch solche Manöver, nicht FDP-Mitglieder zur Wahl der eigenen Partei anzuregen, allerdings wird hier komplett verkannt, speziell von Typen wie Kubicki, dass genau das Gegenteil der Fall ist.
Die Leute in meinem Bekanntenkreis, die bei der letzten Bundestagswahl die FDP gewählt haben, würden, wenn Habeck und Baerbock wieder antreten, das nächste Mal diese wählen wollen.