Update: Korrektur Wartungskosten
Gerne. Bitte beachten, dass es hier um die Steuern geht und nicht darum, ob man mit einem Dienstwagennehmer billiger oder günstiger fährt als mit privatem PKW.
Ich berechne im folgenden alle Steuern (inklusive Einkommenssteuern), die für mein Auto und den Dienstwagen meiner Frau geflossen sind.
- Ich nehme aber drei Jahre, weil das meiner Erfahrung nach die gängigste Leasing-Frist ist.
- Für beide Fahrzeuge habe ich eine Laufleistung von 15.000 km / Jahr angesetzt.
- Wartungskosten pauschal für beide 500 € / Jahr.
- Vollkaskoversicherung beide 400 € / Jahr. (Für die Firma geschätzt)
- Verbrauch (real) 7,5 Liter / 100 km.
Ich lasse hier die Hosen runter und zeige es anhand der echten Zahlen von mir und meiner Frau.
Ich bin Ingenieur in Baden-Württemberg und werde nach IG-Metall Tarif EG15 mit 15% Leistungszulage bezahlt. Das sind Brutto € 6.167 pro Monat, Netto € 3.571 und das Arbeitgeberbrutto ist € 7.272 (laut Steuertipps.de). Für jeden Euro den ich netto erhalte fließen also 1,04 Euro an den Fiskus.
Meine Frau hatte vor den Kindern ein Skoda Kodiaq als Dienstwagen. Listenpreis damals € 38.400 laut Lohnsteuerabrechnung.
Touran und Kodiaq verbrauchen beide 7,5 Liter auf 100 km, der eine Benzin, der andere Diesel. Die Zahlen für die Steuern sind aus diesem Artikel:
Stuttgarter Nachrichten: So viel würde Benzin ohne Steuern kosten
Versicherungssteuer ist 19 %, nicht absetzbar für Unternehmen.
In der folgenden Tabelle habe ich alle bezahlten Steuern mal gegeneinander gestellt. Die dünn gedruckten Zeilen sind Zwischenwerte zum Nachvollziehen der Berechnung:
Im direkten Vergleich sind also für das Privatfahrzeug knapp 39.000 € mehr Steuern an den Fiskus geflossen als für den Dienstwagen. Das ist vielleicht technisch keine Subvention, aber eine Bevorzugung.
Wenn die Dienstwagen alle zum großen Teil dienstlich unterwegs wären, dann könnte man ja damit leben, aber mit Ausnahme von Handwerkern und Außendienstlern sind doch die meisten Dienstwagen eine günstige Möglichkeit dem Angestellten das Gehalt aufzubessern, oder?