Auch die heutige Aktion der Letzten Generation ist doch wieder maximal kommunikativ unverständlich:
In Berlin wurden die Autobahnabfahrten Sachsendamm, Messedamm-Nord, Spandauer Damm, Beusselstraße und Grazer Damm blockiert.
Autobahnauffahrten zu blockieren könnte man noch verstehen - aber Abfahrten? Die Autos müssen dann zwingend weiter auf der Autobahn weiterfahren (und zwar nicht mit Tempo 30), bis sie an eine befahrbare Abfahrt kommen.
Oder ich bin zu blöd und bitte um kommunikative Nachhilfe.

Unabhängig wie schnell ein Fahrzeug fahren kann, muss sich natürlich an die maximal erlaubte Geschwindigkeit gehalten werden. Das gilt natürlich auch für ein S-Pedelec.

Ich brauche auch Nachhilfe: Was haben Deine Beiträge mit dem Thema zu tun?

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In meiner Stadt (30k gesamt, mehrere kleinere verteilte Stadtteile) wird Tempo 30 damit geblockt, dass die Jungs und Mädels der Freiwilligen Feuerwehr nicht schnell genug zum Feuerwehrhaus kommen.

Was sagt ihr zu diesem Argument?

Das scheint nicht völlig aus der Luft gegriffen zu sein. Zumindest dürfen FFWler und andere Ehrenämtler nicht rasen.
Freiwillige Feuerwehrleute geblitzt: Bußgeld auch bei Einsatzfahrt?.

Ich bin mir allerdings nicht sicher wie groß der Zeitverlusr bei Tempo 30 vs 50 in einer Kleinstadt wirklich ist. In meiner Heimatstadt (70.000 Einwohner) hätte das nicht viel mehr als 2-3 Minuten Unterschied gemacht.

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Naja bei 5km Anfahrt (Das mit 5 km einfach zu rechnen ist) wäre ohne Ampeln usw die anfahrt von 6 min auf 10 min verlängert. Wenn man jetzt bedenkt, dass (je nach Bundesland) 10 min nach der Alarmierung bereits mind. ein Fahrzeug vor Ort sein soll, wird das sportlich.
Die Frage ist, wie realistisch 5km Anfahrtsweg sind. Umso kürzer der Weg umso geringer der Unterschied. Bei 2 km Anfahrt würde sich die Anfahrtszeit von 2:24 auf 4 Minuten verlängern.

Das Argument scheint daher nicht ganz aus der Luft gegriffen, aber im Detail kann sich das natürlich anders darstellen. (Je nach Anfahrzeiten und möglichen Ausweichstrecken wo 50kmh erlaubt ist.) Auf der anderen Seite wird niemand in der Verwaltung dafür verantwortlich sein wollen, wenn dann doch mal ein Einsatz aufgrund von flächendeckenden Tempo 30 nicht rechtzeitig ankommt und deswegen Menschen zu Schaden kommen.

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Hört sich für mich vorgeschoben an. Wenn die Durchgangsstraße weiterhin 50 erlaubt, sind es vermutlich nur noch 1km bis zum Spritzenhaus und da reißen dann 50km/h auch nichts mehr raus. Oder mensch erlaubt auf d e r Straße eben auch noch 50.

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Aber gerade in kleinen Städten ist die eine große Straße auch der Verkehrsmittelpunkt, genau da wo eine 30er Begrenzung am meisten bringen würde.

Deswegen ist dies natürlich ein komplettes Totschlagargument, denn sobald eine Verwaltung/Stadtrat nicht gewillt ist kann man sich auf die Anfahrtszeiten der Freiwilligen Feuerwehr berufen und die Sache ist vom Tisch, denn jede Minute zählt. Und das kann niemand verneinen, oder?

Was mir einfallen würde, wäre eine Befreiung der FFW von Verwarngeldern (<21km/h Überschreitung) bei Einsatz-Anfahrten. Damit könnten FFW Angehörige im Einsatzfall 50km/h zum Feuerwehrhaus fahren wo 30 erlaubt ist. (Vermutlich wird genau diese Grenze aktuell auch schon von FFWlern ausgenutzt und sie fahren mit 70 zum FFW-Haus, dies ist aber eine Vermutung, ich würde es zumindest so machen :slight_smile: )

  • Unfallgefahr auf eigene Gefahr?

Mal eine andere Frage, wie stark äußert sich eine Beschränkung auf 30 auf die Lautstärke aus? Gibt es da Ingenieurs-wissenschaftliche Arbeiten?


Die Einhaltung von Geschwindigkeitsgrenzen wäre auch ein großer Erfolg (klar in großen Städten wird man vielerorts automatisch ausgebremst) aber gerade in kleineren Städten wird meines erachtens die Geschwindigkeit regelmäßig (die oben beschriebenen <21km/h) überschritten.
Gibt es für Anlieger / Bürger die Möglichkeit Blitzer aufzustellen?

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„Eine Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h vermindert den Lärmpegel je nach Lkw-Anteil um zwei bis drei dB(A).“

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Man stelle sich vor es ist kalt, die Kleber verursachen einen Stau und die Autofahrer müssen das Auto laufen lassen. Was das an CO2 verursacht!

Auf der Anfahrt zur Unterkunft sollen die Sonderrechte Nutzen dürfen:

Ich wollte eigentlich das Gegenteil schreiben, weil ich es bei der verbandsinternen Ausbildung im Katatstrophenschutz anders gelernt habe, aber es soll unter § 35 StVO fallen. Somit muss keine Sonderregel geschaffen werden, das Argument ist also nur vorgeschoben.

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Das ist jetzt aber kein ernsthaftes Argument, oder? Erstens muss man das Auto nicht laufen lassen (Winterkleidung hat man im Winter mit). Und wenn, denke einfach nach über das Mengenverhältnis des CO2 bei den wenigen, kurzen Aktionen zu dem was täglich ohne Tempolimit frei wird. Solche Vergleiche sind doch unsinnig und dienen nur zur Ablenkung.

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30 ist deutlich leiser als 50. kann ich sagen, meine Oma hat in einem Seniorenheim gewohnt, das genau an der Hauptstraße war und sie hatte elne Wohnung Richtung Straße… bei offenem Fenster grausam. Dann hat die Stadt 30 gemacht, mit dem Hinweis Lärmschutz (in Baden Württemberg einfach möglich, in Bayern eine Todsünde) und es war dann einfach leiser…

Ist keine wissenschaftliche Erhebung, aber gefühlt ist der Unterschied elementar.

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Welche Rechtsmittel gegen Klimakleber, die Klimaschutz verhindern? Brauchen wir ein Ökozid-Gesetz?

Das bedeutet ja eine Halbierung der Lautstärke. Das finde ich enorm und würde eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringen.

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Verkehrslärm innerorts (auch im ländlichen Raum) ist sowieso ein Riesenproblem. Nicht nur durch LKW’s, ich denke da auch an zu laute PKW’s und leider besonders an Motorräder, die besonders die Wochenenden der Anwohner mit Ihrem unnötigen Krach zerstören.

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Umgekehrt, wenn nachgewiesen ist, dass die 50er Straße zu laut ist, gibt es Möglichkeiten eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erzwingen?

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@Daniel_K hatte ja auch vorgeschlagen, größere Straßen auf Tempo 50 zu setzen, kleinere Straßen und Wohngebiete auf 30.

Heute habe ich ein Gespräch zwischen dem BUND-Chef und einem Lungenfacharzt gehört, der sehr wütend über die Feinstaubbelastung an Straßen in Städten (in dem Fall Leverkusen) war, da seine Patienten sehr darunter leiden oder sogar sterben können.
Das wäre doch noch ein wichtiger Grund, den PKW-Verkehr in Innenstädten einzuschränken und im Tempo zu beschränken.
Außerdem ist der starke Verkehr in Städten auch diskriminierend, denn wohlhabende Menschen können sich ein schönes Wohnplätzchen im Grünen suchen, während ärmere Personen/Familien gezwungen sind, an vielbefahrenen Straßen zu wohnen.
Das ist nicht in Ordnung.
Alle Menschen haben ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit.
Städte müssen einfach menschenfreundlicher werden und dazu gehört auch Tempo 30.
Bei Tempo 30 funktioniert auch der Blickkontakt Autofahrer Fußgänger viel besser. Man wird als Fahrer viel aufmerksamer und rücksichtsvoller.
Kennt ihr die digitalen Visualisierungen von Jan Kamensky? Er ist aktuell in der ZEIT (Zahlschranke, kenne den Artikel nicht im Detail) und auch bei Instagram.
Mir gefallen seine Visionen sehr gut, weil man so überhaupt erstmal in die Lage versetzt wird, sich etwas anderes als die aktuelle Situation vorzustellen.
Die Innenstädte müssen umgeplant und verändert werden. Wegen der zukünftigen heißen Sommer wird es in den Städten sonst auch unerträglich, vor allem für Menschen ohne Garten vor der Tür. Wusstet ihr, dass im Wald auf dem Land an heißen Tagen 10 Grad weniger sein können als in einer Stadt mit viel Beton, Blech und Asphalt?

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Genaus darum der Umstieg auf Elektroautos. Da wird die Feinstaubbelastung genügend verringert.

Ja, die Welt ist ungerecht. Es wird immer „bessere“ und „schlechtere“ Stadtviertel oder -teile geben.

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