Dann macht er entweder keine dieser neuen Anlagen oder die Person hat sich weitergebildet was ganz normal ist im Wandel der Zeit.
LeoWom
8
Das ist natürlich nix für jeden. Kenne aber jede Menge solcher Beispiele. Schlampigkeit gibt es auch bei Handwerkern. Da gibt es denk ich kein schwarz und weiß.
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XfrogX
9
Sie ist nicht ganz bei einem. Wenn die Geräte selbst kaputt sind hat man natürlich die selbe Garantie oder mindestens Gewährleistung vom Hersteller wie immer.
Gleiches auch für Montage Material das trotz Richtiger Montage nicht hält, und daraus entstehenden Folgen.
Aber man hat dann auch dort natürlich selber die Arbeit das einzufordern. Und bei der Abnahme wird auch damit eine Arbeit geleistet die Pflichten hat, nimmt man als Meister das ab und es gibt durch einen Fehler den man hätte finden müssen ein Problem haftet man auch dafür. Deswegen machen das ja so wenige Firmen bzw. ist das dann für nur kontrollieren halt ziemlich teuer.
Am Ende ist man wenn man seine Zeit nicht berechnet, weil man es in der Freizeit macht, oder im Urlaub ja sein Gehalt weiter bekommt normal billiger. Und genau so gemacht wie man das will.
Aber natürlich muss man vorher wissen ob man das kann und will. Weil anfangen, abbrechen und dann ne Firma suchen ist mindestens sehr teuer bis wahrscheinlich heute quasi unmöglich.
Und natürlich haftet auch der Hersteller wenn seine Produkte nicht leisten was sie versprechen.
Ja wer nicht selber guter Handwerker ist, der gleichzeitig bereit ist sich in die materie einzuarbeiten, sollte vom selber machen die Finger lassen. Aber gerade als Handwerker erlebt man soviel scheisse von Kollegen und fremdfirmen das selber machen meistens die besseren Ergebnisse bringt.
Das liegt aber selten am nicht können. Oft ist es eher eine Mischung aus betriebsblind, gelernt das es auch mit 90% Qualität funktioniert und am schlimmsten Druck von oben. An erster Stelle meisten die zeit, eine Baustelle hat noch nicht angefangen, da weiß man schon wann es zur nächsten geht, egal welche Überraschungen und Eigenheiten die Baustelle so bringt. Aber auch kosten, die Kunden haben einen Preis genannt, und selbst wenn man es begründen kann das dieser nun steigen müsste, will das eigentlich keiner müssen, also wird dann lieber es nicht optimal gemacht.
Alles Sachen die man wenn man für sich selber sowas macht nicht eingeht. Und wenn man es eingeht, sind wir wieder an dem Punkt, wo man es lassen sollte.
Doch am Ende zeigt sowas ja nur, wenn man Ausbildungen verkürzt, Leute nach Crash Kursen sowas machen lässt, dann wird man keine guten Leistungen bekommen.
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Rainer
10
Meine 5ct: Seit Frühjahr habe ich eine 10kW Wärmepumpe an meinem 30 Jahre alten Haus: Die Installation war arbeitsaufwendig, hat wegen fehlender Teile, Überauslastung der Monteure wegen Noteinsätzen woanders und Lieferverzug bei Bauteilen ca. 1,5 Jahre gebraucht. Die Anlage funktioniert perfekt, nach Einreichung der etwas komplexen Unterlagen bei der Bafa kam die Überweisung des opulenten Zuschuß binnen einer Woche. Meine Hochrechnung: Heizkosten-Halbierung.
Fazit: Geduld und Sorgfalt bei der Einreichung bei der Bafa und freundlicher Umgang mit den Handwerkern lohnt sich sehr!
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LeoWom
11
Hinzu kommt, dass der Aufwand bei der Nachbesserung immer in Rechnung gestellt wird. Wüsste auch gar nicht, dass Installateure so was wie Garantie kennen (Evidenz)
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Die Garantie dafür liegt immer beim Modulhersteller, sonst wäre der Elektriker ja im
Zweifel in 25 Jahren fällig!
Aber wer weiss wer in 25 Jahren noch Garantie leistet 
Module für den Privateinsatz werden bis dahin bei Preisen von <50 Euro liegen, also wäre das eher egal!
Wir hatten bereits Modulpreise von 90 Euro in 2019
Diese Garantie ist nur bei Megawatt-Anlagen in Feiflächen entscheidend, wo es um Millionen Investments geht, und da sucht man sich premium ware von Solarwatt/Meyer Burger Solar
MarkusS
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Einen Aspekt, der in der Lage so nicht zur Sprache kam, der aber m.E. für ein langfristiges Gelingen der Wärmewende unabdingbar ist, möchte ich noch ergänzen: das wäre die Standardisierung der Einzelkomponenten von Wärmepumpen.
Diese Standardisierung hätte Vorteile auf mehreren Ebenen:
- Die Produktion könnte kostengünstiger gestaltet und schneller hochgefahren werden. Es gäbe größere Konkurrenz um die Herstellung verschiedener Komponenten und eine Massenproduktion wäre lohnenswerter.
- Die Installation und Kompatibilität würde vereinfacht. Am Ende würde sich das vermutlich sogar positiv auf die Ausbildung des Fachpersonals auswirken, da man sich weniger in diverse „Speziallösungen“ einzelner Firmen einarbeiten müsste.
So ein Prozess braucht natürlich politischen Druck und leider auch Zeit. Wie aus anderen Branchen bekannt, ist so eine Standardisierung nicht notwendigerweise im Interesse der Firmen. Deshalb wäre es eine gute Idee, das als politische Forderung (z.B. seitens der Lage) in den Raum zu stellen.
Weitere interessante Details zum Thema kann man übrigens auch bei Agora nachlesen:
MattL
14
Ich fand in der Lage diese Anmerkung, man solle doch Schmalspurausbildungen (oder so ähnlich) für WP und Solar auf die Reihe bringen schon interessant.
Wir brauchen sicher auch keine 3.5 Jahre für Mechatroniker, keine 3.5 Jahre für Optiker und vermutlich muss man auch Jura nicht 5 Jahre ++ studieren (das macht ja eh die KI). Aber warum ist das dann trotzdem so? Warum beneiden uns viele Länder genau um diese Ausbildungen? Warum stelle ich das Ladegerät meines E-Autos an der kroatischen Ferienhaussteckdose freiwillig auf 8A statt 13A zu ziehen?
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Diese Berufsfelder decken ja ein breites Spektrum an Wissen, Können und Fachbereiche ab. Dass man enger umrissene/spezialisierte Berufe definiert und diese mit einer verkürzten weil nur auf des Wesentliche beschränkten Ausbildung macht finde ich ok. Allerdings ist der 6 wöchige Schnellschuss für Aussenseiter zu kurz. Eine Weiterbildung von handwerklich qualifizierten Arbeitern kann u.U. in 6 Wochen funktionieren. Diese müssten, wie ich schon ausgeführt habe, anderen Bereichen abgeworben werden.
Eine andere Möglichkeit wäre z.B. dass die Unterkonstruktion der PV Anlage der Dachdecker montiert und der Elektriker dann nur die Paneele verlegt oder auch nur die Anschlüsse macht.
Edit
Es gibt immer mehr Firmen, die in Kooperation miteinander Projekte machen. z.B. dass der Kunde nur einen Ansprechpartner hat das Dach aber von Zimmerleute, Dachdecker und Spengler verschiedener Firmen gemacht wird.
Guenter
16
Es kann hier doch nur um das Training von „Handlangern“ gehen, um z. B. Geflüchtete/Geduldete möglichst schnell sinnvoll in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Für „normale“ Handwerker ist das meines Erachtens unattraktiv. Die Chancen zur persönlichen Entwicklung und auch die Verdienstmöglichkeiten sind viel höher mit einer klassischen Ausbildung. Und wer schon Profi im Bereich „Gas/Wasser/Sch…“ ist, der kann sich bei Interesse das notwendige Wissen im Bereich Wärmepumpen auch bei einer Schulung der Anbieter draufschaffen. Dazu braucht es freilich noch einen Restbestand an Neugier und geistiger Flexibilität - zunehmend ein Problem in unserer überalternden Gesellschaft.
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OtmarB
17
Hallo Schlossermeister, ich habe diese Diskussion angefangen, weil ich das Problem sehe, dass man einen Meisterbrief braucht, um Wärmepumpen bzw. PV-Anlagen zu installieren und in Betrieb zu nehmen! Wobei der Meister, der seinen Meisterbrief vor 2000 erworben hat, meist weniger Erfahrung mit Wärmepumoen hat, als ein Geselle, der einen Kurs besucht und schon mehrere Anlagen installiert hat.
MartinH
18
Ich habe mir mal vor 30 Jahren einen Starkstromanschluss in meinen Mieterkeller legen lassen, um eine Formatkreissäge anschließen zu können. Die hat einen normalen Starkstromstecker. Ich kann daran anschießen, was ich will. Das Gerät muss halt nur zugelassen sein.
Wieso geht das bei PV nicht? Wenn ich mir meine PV-Anlage ansehe, ist dort bis zum Wechselrichter alles mit Steckerverbindungen montiert.
Ich stelle mir das so vor: man lässt sich vom Netzbetreiber einen 2-Richtungszähler montieren und vom Elektriker einen „Starkstromanschluss“. Der Wechselrichter wird dann auch über einen Stecker angeschlossen und zur Vergütung angemeldet. Dann kann die ganze Anlage in Eigenleistung errichtet werden. Von mir aus bis 20kWp.
Wieso geht das bei Balkonkraftwerken und anderen Elektrogeräten, aber hier nicht?
Welcher Elektriker erklärt mir, dass es eben doch Raketentechnik ist?
OtmarB
19
Das geht deshalb nicht, weil wir in Deutschland sind! Das sieht man ja schon bei Balkonanlagen, die eigentlich niedrig in der Leistung sind.
Hätten wir Smart Meter und eine mutige Regierung, wäre das kein Problem! So, wie das jetzt ist, muß dein Energielieferant das genehmigen, weil er sonst keinen Überblick über das Netz hat! Die EVU’s lassen sich auch noch Zeit, teilweise 2 Jahre, um fertigestellte Anlagen zu genehmigen! Wer sollte da böses denken?
- Um die Anlage zu errichten und in Betrieb zu nehmen braucht man m.W. nach keinen Meisterbrief. Man braucht einen Meisterbrief oder einen angestellten Meister um eine Installationsfirma betreiben zu dürfen.
- Der Meister muss ja die Arbeiten nicht selbst ausführen, dazu hat er in der Regel sein geschultes Personal, sondern koordiniert und beaufsichtigt diese.
- Der Meisterbrief ist da wie eine Art Zertifizierung, dass alle Vorschriften und Normen eingehalten werden.
- Es gehört ja mehr dazu als nur das Ding dahin zu stellen und anzuschließen.
Wenn ein Hersteller eine „Baumusterprüfung“ anstrengen (+ bezahlen) würde, dann könnte man unter Einhaltung der Vorgaben einen Bausatz selbst zusammen bauen und einstecken. Das hat aber anscheinend noch niemand gemacht. Eine Hürde dafür dürfte sein dass die örtlichen Gegebenheiten so vielfältig und unterschiedlich sind.
Für den Hersteller dürfte das Risiko der Haftung bei unsachgemäßem Umgang nicht so gering sein.
Wobei auch bei Gleichstrom ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko besteht.
OtmarB
21
Es kann nicht Hinz und Kunz bei den EVU’s eine Anlage zur Genehmigung bescheinigen!
Der Meisterbetrieb ist bei vilen Arbeiten nötig u. A. für Elektroanlagen, Gasanlagen, ja sogar wenn man mit einer Kelle am Bau arbeitet! Natürlich muß der Meister die Arbeiten nicht selbst machen.
Der Geselle, der mehr Erfahrung mit Wärmepumpen bzw. Solaranlagen hat, kann keinen derartigen Betrieb arbeiten machen lassen. Jedoch ein Meister, der noch nie mit Wärmepumpen gearbeitet hat darf dies!
XfrogX
22
Naja das sollte man nicht politisch festlegen, sondern über den Preis. Und der ist gerade halt durch Globalisierung viel zu billig, sodass man mit lauter Sonderteilen arbeiten kann.
Den eigentlich haben wir ja für fast alles DIN Normen, und die Entwickler könnten meistens ohne viel Arbeit darauf achten, dass sie auch gängige DIN Sachen benutzen. Diese sind normal durch die Masse auch viel billiger.
Aber man muss natürlich immer zulassen, dass Entwickler einen Weg sehen Leistung zu steigern, Verbrauch zu senken, Haltbarkeit zu steigern - das wird dann teile teuer neu konstruiert. Und das sollen sie auch machen dürfen. Denn wenn sie mehr herausholen und die Kunden den Mehrpreis für diese extra Teile bereit sind zu bezahlen, dann gewinnen wir ja alle.
Aber ganz ehrlich: Am Endesind, außer Varianten von modernen Spielereien, in den meisten Sachen viele Standardteile. Das meiste ist nur deshalb wirklich " Schrott", weil die moderne Bedienung nicht mehr geht. Wo man früher einzelne Schalter und Relais hatte, die man tauschen und vor allem messen konnte, gibts halt nun im schlimmsten Falle Touchscreens.
Also wäre mein Vorschlag: Es müssen nicht Standardteile vorgeschrieben werden, aber die Hersteller müssen gesetzlich verpflichtet sein, jedes Teil für 25 Jahre liefern zu können. Oder alternativ den Kunden bei Defekten wegen fehlender Ersatzteile eine vergleichbare Anlage mit aktueller Technik zu stellen.
Aber machen wir uns nichts vor, alle wollen diese Wegwerf-Produkte. Und alle profitieren noch davon - scheinbar! Zumindest solange es Länder gibt, die billig genug produzieren können.
Ich möchte das nicht, ich werfe kaum weg !
Höchstens verkaufe ich über ebay -Kleinanzeigen, was ja auch ein Form von Kreislaufwirtschaft ist!
Das gilt nicht nur für Solaranlagen und Wärmepumpen, sondern muss einfach generell gelten. Auch das ist eine Frage des ökologischen Wandels. Wir leben immer noch in einer Wirtschaftsform, in der „Wachstum“ der Kern allen wirtschaftlichen Denkens ist - und das führt eben dazu, dass die Mode eine Halbwertszeit von wenigen Monaten hat, dass Geräte mit geplanter Obsoleszenz produziert werden und das Smartphone im Idealfall jedes Jahr ausgewechselt werden muss.
Die Frage ist halt:
Würde man die Hersteller aller Güter verpflichten, einen langjährigen Reparaturservice anzubieten, wie würde sich das auf die Preise der Güter auswirken, wenn die Unternehmen nicht auf einen Teil ihrer Gewinne verzichten würden (was sie wohl auch nicht tun würden…). Und würde der Bürger das akzeptieren?
Aktuell ist es leider einfach billiger, das Alte zu entsorgen und etwas neues zu kaufen. Das hat halt auch damit zu tun, dass wir ein Hoch-Lohn-Land sind, weshalb die Produktion (hohe Materialkosten, niedrige Personalkosten) günstiger ist als es ein Reparatur-Service (hohe Personalkosten, niedrige Materialkosten) wäre. Desto Ärmer ein Land ist, desto eher wird dort repariert, einfach weil es sich eher lohnt - eben weil in einem armen Land niedrige Lohnkosten und hohe Materialkosten durch teure Importe entstehen.
Der Markt kann diese Problematik daher nicht wirklich regeln - im Gegenteil, die Problematik ist direktes Resultat der Marktmechaniken in unserem globalen Wirtschaftssystem. Genau deshalb braucht es gesetzliche Vorschriften, idealerweise auf europäischer Ebene. Aber das Problem bleibt natürlich, dass wenn der Rest der Welt nicht mitspielt, der Import der Wegwerfware aus China immer noch finanziell vorteilhafter sein wird als der Kauf europäischer Ware mit Service-Garantie. Und Strafzölle würden China, Indien und co. nicht akzeptieren, ebenso wenig wird es globale Vorschriften geben, an die sich China und Indien halten würden…
Ich sehe daher keine wirklich gute Lösung für dieses Problem.
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Europa ist führend im Bereich Kreislaufwirtschaft. PV Module zb werden auch erstmal ins Ausland gehen, die haben ja nach 30ig Jahren immer noch 80% Leistung. Das reicht erstmal für sonnige Gebiete mit weniger Energieverbrauch, wäre auch ein Kreislauf. Dann wird es rentabel sein, alles zu recyclen.
LeoWom
26
Kommt über die EU, dauert halt noch aber man ist dran.
In Österreich bekommst du vom Staat einen Reparaturzuschuss.
Stimmt für billige Konsumgüter. BSH beginnt z.B. Waschmaschinen zu verleasen. Die werden dann anders konstruiert.
Industrielle Produkte werden schon immer repariert, jetzt beginnt man langsam fmit „Remanufacturing“, d.h. Altprodukten werden komplett überholt und mit gleicher Garantie wie neue verkauft, nur preiswerter. Das lohnt sich auch für den Hersteller.
Langsam tut sich was.