Mindset und 1000% absicherndes Absicherungsdenken.

Im Landratsamt (?) sollte auch eine digital signierte PDF aus dem eigenen Haus!!! genügen.

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Das Parkinsonsche Gesetz verstehe ich anders. Damit würde man erklären, warum man immer noch genau so viel Personal braucht.

„Leiter“ sind glaube ich weit weg von Excelmacro oder App programmieren. Aber auch bei Ingenieuren können das vielleicht nur 2%.
Hätte auch gar wenig Sinn wenn jeder ein bisschen rumdoktert. Damit könnte der Alltag ein wenig geschmeidiger werden, aber für eine systemische und übergreifende Lösung braucht es andere Herangehensweisen. Leider zeigen Projekte zum E-Rezept oder dem digitalen Perso, dass auch mit viel Geld der Erfolg nicht garantiert ist.

Dann dreh’ das Parkinson’sche Gesetz einfach mal um: Demnach kannst du die Aufgaben auch noch erledigen, wenn du weniger Personal zur Verfügung hast.

Die Digitalisierung wäre demnach eher der Vorwand, um die Stellen streichen zu können, als tatsächlich notwendig, um die Arbeitslast zu reduzieren.

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Erinnert mich auch irgendwie an „Passierschein ‚A 38‘“ aus Asterix & Obelix.

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Ich weiß manchmal nicht, was ich darüber denken soll. So etwas gibt es auch in Firmen. Bleiben die Stellen erhalten, sind die Leute in Lohn und Brot und belasten sic nicht die Arbeitslosenversicherung.

Theoretisch könnten sie dann ja etwas Sinnstiftendes machen, aber wollen sie das dann auch? Klar gibt es in z.B. der Pflege Bedarf. Vermutlich ist das dann anstrengender und leider auch noch schlechter bezahlt.

Dazu kommt die bedrückende Erfahrung der Arbeitslosigkeit. Ich habe schon als Student 1994 mal CSV importieren/Monatszellen selektieren /einfügen einer Monatssummenformel durch ein Excel Makro ersetzt; dadurch wurden 6-8h HiWi Job durch 40 Sekunden Makrolaufzeit ersetzt pro CSV Datei. Hatte mich/die Firma damals 2h Programmieraufwand gekostet und der Firma fast 400 HiWi PT erspart.

Glücklicherweise hatte die Firma damals etwas anderes für den anderen HiWi zu tun, aber nachdenklich hatte mich das schon damals gestimmt.

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Ich sehe, was du meinst und die Zeiten waren auch mal anders. Aber im Augenblick sucht zumindest in meiner Gegend ungefähr jeder Betrieb Arbeitskräfte, insbesondere die Verwaltung ist vielerorts überlastet. Egal mit welcher Qualifikation findet man hier gerade was. Da finde ich es doch traurig, wenn ein Abteilungsleiter (so die Geschichte von oben) Angst hat, dass er seine Leute nicht beschäftigen kann und ihnen dann lieber Quatsch aufträgt. Gerade in der Verwaltung hätte dieser Chef mit etwas nachdenken bestimmt was sinnvolleres gefunden.

Zum generellen Problem, das du ansprichst: ich weiß auch nicht, wie man das lösen kann, vielleicht hülfe ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Denn solche Jobs nicht zu automatisieren bedeutet auch nur, kein bedingungsloses, sondern ein bedingtes Grundeinkommen zu zahlen. Wenn du nen Job hast, den mittlerweile ein Computer besser machen kann, Glückwunsch, du darfst weiter Geld kriegen und einen Bullshit job machen. Wer das glück nicht hat, kriegt dann halt (immerhin…) Hartz4.

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Ernst gemeinte Frage: Wie viele von den Stellen, die dort zu besetzen sind, werden deutlich (!) über Mindestlohn bezahlt (ich rede hier von 20€/h und mehr)?

Sicher? Oder hätte er nur eine andere Stelle gefunden, an der mangelhafte Digitalisierung zu kompensieren ist?

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Da ich gerade keinen Job suche und auch nur bestimmte Qualifikationen habe: genau weiß ich es nicht, ich schätze aber schon. Hast du da besseren Einblick?
Was auch geht, ist Umschulen. Das ist blöd, aber auch kein Weltuntergang.

Selbst wenn: das wäre dennoch deutlich besser gewesen, als den schon digitalisierten Job manuell zu machen.
Und was mir direkt einfällt: Lade die Leute ein, Verbesserungsvorschläge zu machen. Kostet Zeit, die man nie hat und es kann mehr dabei herumkommen, als wenn sie papiere abtippen.
Oder, wenn nichts anderes sinnvoll erscheint: mach dich ehrlich und sage ihnen: aus Versicherungsauflagen darf ich euch nicht heimschicken (falls es denn so ist), aber nehmt euch doch die nächste Woche nen Buch mit auf die Arbeit. Immer noch besser, als Leute mit Quatsch zu beschäftigen.
Das passiert wahrscheinlich nicht, weil der Vorgesetzte Angst vor der Rechtfertigung bei seinem eigenen Vorgesetzten hat oder wirklich, weil er keine Verkleinerung seiner Abteilung im Nachgang hinnehmen möchte.
Aber das Ergebnis ist, dass wir DDR-mäßig Leute Erde von A nach B schaufeln lassen, die wer anders dann zurückschaufelt.

Deshalb sagte ich, es sei eine „ernst gemeinte Frage“: Mein Eindruck ist, dass diese Jobs halt irgendwo um den Mindestlohn rumdümpeln, und dann auch gerne nur 450€-Kräfte und keine Vollzeit-Festanstellung: Kassieren im Supermarkt, Servicekraft im Restaurant, Aushilfe in einem Laden, etc.
Klar gibt’s dann noch die klassischen Mangelberufe im IT-Umfeld, und je nach Fach auch Lehrer.

Solange wir aber Leuten gute Gehälter zahlen, damit sie in einer Verwaltung oder sonstwo rumsitzen, darf es uns nicht wundern, dass sie nicht in die Pflege, an die Supermarkt-Kasse oder ins Restaurant wechseln möchten.

Mein Punkt war: Ich erlebe es momentan relativ häufig (sowohl hier im Forum, als auch bei meiner Arbeit), dass alle sagen, wie viel Arbeit zu tun ist und wie dringend mehr Leute gebraucht werden.
Wenn man sich anbietet, diese Arbeit zu machen, ist sie „gerade“ leider nicht da. Es kann auch niemand konkreter sagen, was genau diese ganze Arbeit ist.

Deshalb bin ich so auf dein Statement angesprungen, dass die Leute, die gerade „frei“ geworden sind, ganz locker für andere Arbeit eingesetzt werden können. Erfahrungsgemäß existiert diese andere Arbeit nicht.

Den einzigen Mangel, den ich sehe und daher glaube, sind in Berufen, die schon immer für schlechte Arbeitsbedingungen standen. Das ist aber nichts neues.

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Ich glaube, ich möchte zurückrudern, da ich, außer dem Eindruck, den ich so höre, keine belastbaren Daten dazu habe.

Allerdings schmälert das meines Erachtens meinen Punkt von oben nicht: Der Chef hätte irgendetwas anderes machen können, als die automatisierte Lösung einer Aufgabe zurückzuhalten, um die Leute diese Aufgabe dann händisch machen zu lassen. Bezahlter Sonderlaub wäre meiner Meinung nach immer noch besser gewesen.
Und zu dem Punkt, den du machst, möchte ich sagen: Ich habe gar nichts dagegen, wenn Angestellte lieber ihren Bullshit-Job behalten wollen, denn daran hängt ja ihr Gehalt. Aber Aufgabe eines Chefs ist es nunmal, die ihm Anvertrauten Angestellten möglichst sinnvoll einzusetzen und da hat der Mensch aus der Anekdote halt versagt, denn: Dann lieber Sonderurlaub als Erde von A nach B schaufeln lassen.

Wer entscheidet, was Bullshit-Jobs sind? Auch eine ernst gemeinte Rückfrage: nicht jede(r) ist in der Lage, anspruchsvolle Tätigkeiten umzusetzen. In unserer Gesellschaft bist du aber nichts, wenn du nicht arbeitest. Und wer sagt eigentlich, dass mit dem Besen die Straße zu kehren, obwohl dies langsamer ist und mehr Personal benötigt, dann die schlechtere Alternative zu (immer zu lauten) Laubbläsern ist?

Leider sind diese Jobs schlechter bezahlt und im Zweifelsfall müssen die hier Tätigen dann zusätzliche Ersatzleistungen beantragen, ein Skandal aus meiner Sicht.

Gerade in der Verwaltung sehe ich viele Jobs, deren Zweck ich nicht verstehe (Compliance bläst dann im Anschluss an Automatisierung viele Prozesse gerne wahnsinnig auf).

Nun, das Beispiel oben war Excellisten händisch in eine Software übertragen, obwohl es schon eine Software gab, die das konnte.
Das ist in meinen Augen ein Bullshit-Job.
Es händisch zu machen hat nur Nachteile, weil es länger dauert und fehleranfälliger ist.

Straßenkehren zum Beispiel erfüllt das nicht: Ein Vorteil ist, dass es leiser ist.

Ja, das ist genau das Problem. Eigentlich könnten wir auf eine Welt hinarbeiten, in der man höchstens 3 Stunden am Tag zu arbeiten hat, stattdessen redet der Gesamtmetall-Präsident vom Wiedereinführen der 42-Stunden-Woche und Rente ab 70. Auch das macht mich ziemlich traurig.
Unsere Gesellschaft wertet Menschen ohne Arbeit ab, also will jeder Arbeit haben, also gibt es dämliche Jobs, wie Excellisten abtippen, statt dass wir von unserem Arbeitsfetisch runterkommen. Auch hier wieder: der einzelne Mensch, der sich gegen die Automatisierung seiner Arbeit wendet, handelt rational, das System setzt halt schädliche Anreize.

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Da bin ich bei dir, das wichtige wäre hier der Zwang. Ich denke, mir macht meine Arbeit sehr viel Spaß und da wären mir 3 Stunden zu wenig. Vielleicht leide ich aber auch nur unter dem Stockholm Syndrom, weil ich das schon so lange mache und die Welt wäre eine bessere, wenn alle einfach nur mehr Sudokus rechnen :sweat_smile:

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Das kann ich nicht beurteilen, aber in dem Falle leide ich auch darunter :upside_down_face:

Ich habe einen befreundeten IT´ler befragt, wie groß der Aufwand wäre, eine Excel mit VBA zu programmieren, die für eine Klasse alles übernimmt. Also die jedes Halbjahr einzeln erfasst, alle Noten für die entsprechenden Halbjahre gewichtet, berechnet und ein PDF auswirft, dass als Zeugnis gedruckt werden kann, inkl. eingescannten Unterschriften der Klassenleitung und des Schulleiters. Seine Antwort: Zwei bis drei Tage.
Natürlich könnte man jetzt fantasieren und sich vorstellen, wie sowas auf einem Server als Eingabemaske liegt und jede:r Lehrer:in sich wo einloggt, seine Noten eingibt und die Klassenleitung als Verwaltungsfachangestellte erst garnicht so aktiv werden muss, mit Noteneintreiben usw. Im Grunde liefert das die LUSD ja schon, sie müsste nur entsprechend zugänglich sein.

Technisch ist das lange nicht die Herausforderung wie Onlinebanking in Sachen Sicherheit oder ein Dokutool für die Überwachung von Leitungsnetzen in Sachen technischer Komplex. Es geht hier um eine Exceltabelle mit ein bisschen VBA oder als Website mit Java oder oder… ich bin kein Informatiker, aber meine Tabellen, für mich selbst als Notlösung, sind schon um Welten besser.

Aber zum Mindset, ähnlich wie in 301 beschrieben: Es stört sich keiner daran. Der Gedanke an Innovation, Effizienz oder einfach ein schöner Workflow ist kein Ansporn. Für mich drängt sich da ein Gedanke auf: Jeder Job hat ja ein gewissen Image und als junger Mensch muss man sich ja für einen Job entscheiden. Ich denke, ganz doll simplifiziert, dass sich ein bestimmte Schlag an Menschen genau für diese Stellen in Ämtern interessieren, weil sie instinktiv eine herausfordernde Arbeitsumgebung meiden, weil es Leute sind, die Veränderung als per se schlecht empfinden und das Charisma einer Behörde genau das Gegenteil ausstrahlt, nämlich „hier bleibt alles wie es ist“. Und dass Deutschland ein Volk der ewig gestrigen ist, sehen wir ja auch an anderen Bereichen, wie Tempolimit, Windkraft, das Verhältnis zur Politik, Bildung. Es gibt eigentlich keinen Bereich mehr, der relevant für die Zukunft ist, der funktioniert. Selbst Bereiche die noch „aus der guten alten Zeit sind“, wie die Bahn, scheitern. Nicht nur an der Digitalisierung, sondern schlicht am Unwillen der Verantwortlichen. Das kann ich für die Schule zumindest relativ fest postulieren. Ich hatte auf Fiver ein paar Freelancer angeschrieben, was die für so eine Lösung für die Zeugnisse haben wollen. Das waren Preise um die 1000€. Ich hatte das in der Schulleitungssitzung vorgestellt, sogar mit Vorentwurf durch den Freelancer (den ich mit 100€ privat angezahlt hatte). Die Schule hat das Geld ganz locker, für solche Leistungen gibt es beim Kreis Töpfe ohne Ende. Aber die Schulleitung hat es als Affront wahrgenommen, weil ich ja die Exceltabelle ersetzen will, die der Schulleiter höchst persönlich irgendwann in den Nullerjahren mal angefertigt hat. Hätte ich das gewusst, wäre ich politisch anders vorgegangen. Aber selbst wenn da kurz der Stachel der Kränkung sitzt, dass ein Informatiker tatsächlich besser programmieren und Excel kann als ein Lehrer für Politik und Wirtschaft (Ironie off), sollte sich eine Führungskraft im Zweifel dafür entscheiden, Dinge zu verbessern. Hat er nicht gemacht und wollte der Rest auch nicht: Läuft doch seit Jahrzehnten so! Alter-weißer-Mann-Sprech. Und das ist nur ein Ausschnitt. Ich fange jetzt nicht an mit dem Verfahren zur Beschaffung von Büchern, Technik für den Unterricht, Reparaturen am Bestand usw. Das ist dann eher was für Extra3, nicht für das Forum.

Ich beschreibe jetzt die Notenerfassung für die Zeugnisausgabe. Ich kündige das deshalb so an, weil im Gegensatz zu den Problemen die du beschreibst (Leitungsnetzerfassung etc.) oder wie sie auch in der LdN301 beschrieben wurden, das ein Kindergarten hoch 10 ist.

  1. Die Klassenleitungen müssen die Noten für das Halbjahr eintreiben, ja eintreiben. Jede/r schreibt eine Mail und erinnert die Kolleg:innen, die in den Klassen unterrichten, an die Notenabgabe. Für viele ist das auch nach Jahrzehnten immer noch eine Überraschung. Dass dann Koll. die Noten nicht haben, weil eine Klausur noch geschrieben werden muss, kurz vor der Ferien, ist der allg. Wahnsinn. Wie die Noten dann kommen, deshalb „Eintreiben“, ist lustig. Von handgeschrieben Zetteln mit falschen Namen von Schüler:innen, über Tabellen in Word-Dokumenten via Mail bis hin zu Fotos von Notenbüchern, ist alles dabei. Als Klassenleitung braucht man die Noten auch um diese mit den Schüler:innen zu besprechen, damit evtl. Fehler nicht ins Zeugnis kommen.

  2. Die Klassenleitung nimmt diese Noten-Zettel mit in eine Zeugniskonferenz (laut Dienstordnung verpflichtend). Dort werden diese Noten in Vorlagen händisch eingetragen. Das sind lange Tabellen pro Klasse. Die Eintragung wird von jedem Koll. via Handzeichen signiert, Konferenz fertig.

  3. Mit diesen Listen geht es dann in einem Raum in dem PC´s aufgebaut sind, die nicht am Internet hängen, wegen Datenschutz und Angst vor Hacking (???). Es gibt zwei PC´s für die Berufsschulzeugnisse und drei PC´s für die Zeugnisse des Beruflichen Gymnasiums - für etwa 120 Kolleg:innen. Da ist Schlangestehen angesagt, oder morgens schon vor dem Hausmeister antanzen.
    Dort werden dann die Noten vom Papier in eine Datenbank eingegeben, die sog. LUSD (Lehrkräfte-Unterrichts-Schul-Datenbank). Die Daten werden aber garnicht direkt in die LUSD eingegeben. Man bekommt vorher einen USB-Stick von der Verwaltung, den beschreibt man quasi über die Maske der LUSD. Den Stick bekommt dann die Dame in der Verwaltung, die liest diesen dann aus und erst dann sin die Daten in der LUSD, im Server in Wiesbaden.

  4. Jetzt werden die Zeugnisse ausgedruckt. Das geht jetzt easy. Irgendwann liegen die in den Fächern der Lehrer, das geht sehr fix.

  5. Die Zeugnisse werden jetzt von der Klassenleitung unterschrieben. Mit den unterschriebenen Zeugnissen dann wieder in der Verwaltung, um zu Stemplen, mit der Unterschrift des Schulleiters.

  6. Die unterschriebenen Zeugnisse werden jetzt kopiert. Die Originale bekommen die Schüler:innen, die Kopien gehen in die Schülerakte.

  7. Die Noten aus dem Halbjahr werden jetzt, als Finale, händisch in die Schülerakten übertragen. Schülerakte bedeutet, das ist ein DINA4-Blatt, mit einer Tabelle und Felder für die Noten. Das Blatt wird quer in der Mitte gefaltet und alles an kopierten Zeugnissen, Ausbildungsvertrag etc. liegt dann so in einer Kladde, wie beim Arzt.

  8. Eine kranke Ergänzung noch: Abgangszeugnisse. :sweat_smile: Wenn Schüler:innen die Schule verlassen, bekommen sie ein Abgangs- bzw. Abschlusszeugnis. Dafür müssen Gesamtnoten berechnet werden. Dafür gibt es einen Excel als Vorlage, die einfach Krebs ist. Alles muss für jeden Schüler händisch eingetragen werden, es passieren ständig Übertragungsfehler und durch die Umständlichkeit ist es Usus geworden, dass viele Kolleg:innen die Tabelle nicht nutzen, sondern die Noten schlicht raten.
    Die Folge: An jedem Halbjahresende Stress ohne Ende. Hunderte Fehldrucke, Streit zw. Kolleg:innen weil die Noten nicht rankommen und einfach ein immenser Bullshitjob mit vielen Übertragungfehler.

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Alternativer Vorgang:

Es gibt eine Datenbank-Software, in der die Notenmeldungen aus dem Kollegium gebündelt werden. Dazu erhält jede Lehrperson entweder einen eigenen USB-Stick mit einer abgespeckten Version der Software und einzelnen Dateien für die jeweiligen Klassen/Kurse, oder ein Passwort für einen Zugang per Internet. (Beides hat die Eigenschaft, dass hierfür der private Rechner zu Hause verwendet wird, also datenschutztechnisch eigentlich Hölle.) Im Fall der USB-Sticks stöpselt jemand aus dem Kollegium die noch alle nacheinander in den Schulrechner ein und liest die Dateien aus.

Oder es gibt Ordner mit langen Listen, in die jede Lehrkraft ihre Noten eintragen muss, die dann von den Klassen-/Kursleitungen händisch am sicheren[TM] Schulrechner in die Software übertragen werden.

Danach findet mit den so ermittelten und in einer Riesentabelle gebündelten Noten dann die Zeugniskonferenz statt.

Zu IT in der Schule habe ich auch etwas beizutragen, allerdings eher aus dem Holozän :wink:
Wir schreiben das Jahr 1982 oder 1983, meiner einer stand kurz vor dem Abitur und hatte sich einen Apple ][ mit 64Kb RAM gekauft, die wurden kurze Zeit später auch in der Schule angeschafft, interessanterweise hat sich mein Mathelehrer eher nicht dafür interessiert, aber ein anderer Lehrer der sehr in der Verwaltung engagiert war. Für den habe ich dann ein Zeugnisverwaltungsprogramm geschrieben, wo die Noten erfasst wurden und eine Schullaufbahnbescheinigung ausgedruckt werden konnte, Zeugnis durften wir das wg. Urkunde und so nicht nennen.
Für die Beratung in der Oberstufe haben wir dann noch ein Programm geschrieben, so ähnlich wie eine kleine Tabellenkalkulation, mit der man den Schülern den Abiturschnitt ausrechnen konnte, „also wenn du in der Deutsch-Klausur eine 2 holst, dann musst du dich in der mündlichen Erdkunde Prüfung nicht mehr wirklich anstrengen, selbst mit einer 4 bekommst du noch den 2.1 Schnitt den du für dein gewünschtes Studienfach benötigst“
Nach meinen Abitur haben wir dann noch versucht eine Software zur Stundenplanerstellung zu schreiben, das scheiterte dann aber an meiner Zeit und meinen damals nicht ausreichenden Fähigkeiten.
Das Ganze wurde allerdings von den vielen anderen Lehrern sehr misstrauisch beäugt und beruhte auf der Eigeninitiative eines einzelnen Lehrers und eines ehemaligen Schülers, der keinen Wert darauf legte für seine Arbeit adäquat bezahlt zu werden :wink: