myUser
75
Danke für den Hinweis!
Propaganda kommt ja noch erschwerend dazu.
Damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich finde die Reaktionen auf den Angriffskrieg absolut richtig! Ich hoffe sie zeigen kurz bis mittelfristig Wirkung und führen zu einem Wechsel an der russischen Führung.
Gelingt dies ist es hoffentlich ein Muster für die überwiegend friedliche Weltgemeinschaft, um zukünftige Konflikte in gleicher Weise zu bekämpfen. Hier darf es in Zukunft kein zweierlei Maß geben.
Wenn das funktioniert, hätten wir als Weltgemeinschaft was gelernt. Allein mir fehlt der Glaube, dass es so kommen wird. Und das hat was mit der „Doppelmoral“ zu tun.
Wenn es diese in der Vergangenheit gab muss man sie benennen, um sich in Zukunft von ihr zu befreien.
Die Frage ist nur, wann man sich damit beschäftigen sollte. Sicherlich nicht in der aktuell heißen Phase eines Konfliktes. Hier dient sie eher nur der Rechtfertigung für Kriegshandlung.
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Genau, die Frage ist, womit man sich in der aktuellen heißen Phase eines Konflikts beschäftigen sollte.
Mein Vorschlag: möglichst objektive Berichterstattung, eine (völker-)rechtliche Einordnung, nüchterne Analyse der Lage inklusive der Interessen der Konfliktparteien, faktengetriebene Prognose und Bewertung wie eigene Handlungsmöglichkeiten das Ergebnisse des Konflikts verändern könnten.
Die Einschätzung, ob es der Beilegung des Konflikts dienlich ist die (Doppel-)Moralkeule zu schwingen, sei jedem selbst überlassen.
AlexS
78
Meine Hoffnung, dass Putin von den inländischen Protesten eingefangen wird, scheint sich leider nicht zu bewahrheiten.
Russland bereitet Trennung vom weltweiten Internet vor
https://www.golem.de/news/ukraine-krieg-russland-bereitet-trennung-vom-weltweiten-internet-vor-2203-163670.html
Ich sehe das als klares Signal eines Point of no return.
Das scheint wieder mal ein Übersetzungsfehler zu sein:
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AlexS
80
Danke für die Korrektur @Norbert 
erg
81
Manchmal gibt es erheiternde Momente auch bei diesem Thema. Man achte auf den Namen…
„Es wäre naiv zu glauben, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und von Öl diesen Krieg finanzieren“, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm.
Von hier:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-03/nord-stream-1-russland-europa-oel-gas
Oder vielleicht können Sie mir mal weiterhelfen, was die im Augenblick praktizierte Taktik der Ukraine/des Westens soll? Was ist das Ziel, massenhaft Waffen in die Ukraine zu pumpen? Die Ukraine wird diesen Krieg verlieren, das ist doch völlig unstrittig! Oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass das zu verhindern ist? An die Ukraine Waffen zu liefern wird einzig die Opferzahlen in die Höhe treiben, wird den Ausgang des Krieges aber nicht ändern. Es gäbe natürlich eine Möglichkeit für die Ukraine zu gewinnen und das wäre wenn die NATO direkt eingreift, aber wir wissen alle wohin das führen würde und daher sollten wir nicht ernsthaft darüber nachdenken.
Wenn die Ukraine jetzt sofort ernsthafte Verhandlungen führt, gäbe es gute Chancen, noch etwas für die Ukraine herauszuholen. Die Ukraine wird sich eh neutral erklären müssen und die Krim ist auch weg. Diese beiden Dinge sollte man einfach akzeptieren. Wenn die Ukraine die Waffen jetzt niederlegt und Verhandlungen aufnimmt, wäre Russland wahrscheinlich zu Zugeständnissen bereit, da die den Krieg eigentlich auch schnell beenden wollen.
Zugeständnisse könnten z.B. sein, dass Selenskyj an der Macht bleibt und die Ukraine relativ eigenständig bestehen kann, so ungefähr wie Finnland im Kalten Krieg. Sollte der Krieg jedoch weiter andauern, schwindet auch der Verhandlungsspielraum der Ukraine immer mehr.
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Also das stimmt doch nicht. Gerade gestern kamen von russischer Seite endlich (!) Anzeichen, dass man auf die Maximalforderungen teilweise verzichtet. Die Ukraine hat doch aktuell noch überhaupt keinen Verhandlungsspielraum außer vollständiger Kapitulation, was erzählst du da? Die Waffen treiben für die Russen den Preis hoch, und wer sind wir, den Ukrainern vorzugeben, wann sie aufhören sollen zu kämpfen?
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Meiner Meinung nach, hätte man über die Krim und eine neutrale Ukraine vor dem Angriff verhandeln können, aber jetzt nicht mehr. Jetzt kann man den Angriff für Putin nur so teuer wie irgend möglich machen, als Beispiel für jeden anderen, der denkt, er könne mit solchen Verhalten Fakten schaffen. Putin darf nicht den Dreck unter dem Fingernagel als Kriegsbeute kriegen und, wenn das juristisch irgendwie möglich ist, sollte sämtliches, eingefrorenes Vermögen der Clique Putin als Kriegsreparationen an die Ukraine fließen.
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Matder
85
Genauso sehe ich das auch.
Ich denke, es ist das Recht der Ukraine, sich zu verteidigen. Die Frage ob man ihren Waffen liefern soll ist zwar theoretisch etwas schwieriger aber Deutschland liefert (leider) seit Jahrzehnten überall Waffen hin, wo wir sie nach eigener Maßgabe gar nicht hin liefern dürften:
Geschäfte mit Mexiko: BGH urteilt zu illegalen Waffenexporten - tagesschau.de
Deutschland liefert wieder Waffen an Saudi-Arabien - Trotz der Beteiligung am Jemen-Krieg erhält Saudi-Arabien wieder deutsche Waffen. Daneben genehmigt der Bundessicherheitsrat weitere heikle Exporte - fr.de
Wenn wir bei so einem „track record“ jetzt sagen würden, wir helfen den Ukrainer nicht, sich zu verteidigen, dann wäre das maximal zynisch.
Edit: Ersten Satz hinzugefügt.
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Ja, das wollte ich auch damit sagen. Ich lese den Unterton von deinem Post jetzt so, als würdest du mir widersprechen. Hattest du mich anders verstanden?
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Matder
87
Sry, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Da fehlte das Eingangsstatement.
erg
88
Na das müssen doch aber die Ukrainer entscheiden. Immerhin sind es ihre Leben und ihr Land.
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„Die“ Ukrainer werden aber aktuell dazu gar nicht gefragt. Die Führung entscheidet nun, und dann kann der Rest sehen, wo er bleibt.
Matder
90
Wie die Mehrheit der Ukrainer den Krieg sieht, ist in einem demokratischen Land natürlich die entscheidende Frage.
So wie sich die meisten Ukrainer verhalten, also z.B. mit Demos in besetzen Städten und so wie ihre Soldaten Widerstand leisten, würde ich aber schon davon ausgehen, dass die Mehrheit gegen die Russen ist.
Wahrscheinlich hängt das auch damit zusammen, welchen Teil der Ukraine man anschaut bzw. „fragt“.
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Darum geht es aber nur am Rande.Die Wahl ist im Kampf gegen die Russen sterben, oder eben nicht. Mit all den Konsequenzen in beide Richtungen.
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Matder
92
Achso, du meinst also die Frage, ob die Ukraine Russland militärische als Eindringling abwehren soll, oder sich erstmal ergeben und die Russen dann mit zivilen Mitteln usw. bekämpfen soll?
Kann man natürlich überlegen, aber:
- Die Ukraine hat ja nun Mal eine Armee und daher muss eigentlich auch jedem klar sein, dass diese Armee im Angriffsfall auch zur Verteidigung eingesetzt wird.
- Die Ukraine hat in den letzten Jahren ja auch die Separatisten im Osten bekämpft. Dagegen scheint es in der Bevölkerung also auch keinen größeren Widerstand gegeben zu haben.
Insofern denke ich schon, dass die Ukrainer momentan noch für die Verteidigung sind. Bis zu welchem Zeitpunkt eine bewaffnete Verteidigung sinnvoll ist, ist natürlich eine Frage, die man leider nur adhoc beantworten muss
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LagEr
93
Kann es sein, ginge der Krieg noch ein paar Wochen, würde Putin ein Angebot für Kapitulation und Anschluss an Russland dankend ablehnen.
Würden sich eigentlich bei einem Anschluss die Durchleitungskosten für das Gas reduzieren?
Ist Selenzky eigentlich der einzige der kapitulieren könnte oder muss das vom Parlament beschlossen werden?
Liebe Lage,
dies ist mein erster Beitrag hier im Forum, ich bin aber schon seit längerem eine begeisterte Zuhörerin. Ich würde mich an erster Stelle sehr gerne für eure Arbeit bedanken, ihr solltet wissen, dass nicht nur Deutsche mithören. Ich bin aus der Slowakei und die Lage hilft mir vieles was in der Welt geschieht, besser einzuordnen. Bei der letzten Folge ist euch allerdings ein kleiner Fehler unterlaufen, als ihr mein Land, die Slowakei, mit Slowenien, verwechselt habt. Ich bin es eigentlich gewohnt, es geschieht ständig, aber wenn ich kann, mache ich darauf afmerksam. In dem Kontext der Ukraine Krise macht es ja einen Unterschied, wir haben ja eine ca. 90 km lange Grenze mit der Ukraine und etwa 200 000 Menschen haben diese bereits überquert, seitdem der Krieg ausgebrochen ist.
Alles Gute und noch viele gute Folgen!
Marianna
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