LdN274 - Raus aus der Flaute 1 / 2 - Inhalte und Feedback

„Bereichert euch!“

Ich würde mir wünschen, dass ihr einen Aspekt des Windkraft-Ausbaus noch weiter beleuchtet :
Die Frage der Finanzierung.
Klar ist wohl, dass das durch private Investoren gestemmt werden wird. An sich kein Problem - es ist massenhaft Kapital auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten.

Schwierig wird es da, wo die unselige deutsche Pfennigfuchserei ins Spiel kommt. Windkraftbetreibern werden Vergütungen von unter 10 Cent pro kWh geboten ( ich habe hier in der Gegend 7 Cent gehört ). Ich würde mir eine klare Aussage der Politik wünschen, dass man für Windkraft-Investoren profitable und vor allem langfristig stabile Vorraussetzungen schafft.

Ich denke, auch ein Strompreis von - sagen wir - 12 Cent pro kWh wird sicher nicht zum Preistreiber auf dem Strommarkt werden.

Gestehungskosten von: 3,94–8,29 ct ggnüber 7ct Vergütung kann also mit einer modernen Anlage sehr lukrativ sein. (Quelle)

Warum sollte man den Betreibern das Geld in den Rachen werfen, solange es sich rechnet werden sich Investoren finden.

Hi, ich bin treuer Hörer der Lage, aber erst der Beitrag zur Windkraft hat mich endgültig mobilisiert mich bei den Diskussion zu beteiligen- Ein aussagekräftiger Beitrag zur Windkraft.
Eine Frage zur Genehmigung habe ich konkret: Muss, wenn ein altes Windrad ersetzt wird, wieder das gesamte Genehmigungsverfahren in Kraft gesetzt werden, oder kann ein effektiveres Windrad einfach getauscht werden?

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Hallo,
Ich kann ja verstehen, dass diese „Riesenräder“ nicht überall eingesetzt werden können. Allerdings glaube ich, dass in der Stadt und an anderen Stellen, die sowieso unattraktiv sind auch sowas aufgestellt werden könnte: https://vortexbladeless.com/ Davon hört man in den Diskussionen gar nichts, obwohl es die auch schon seit ein paar Jahren gibt. Die könnte man dann lokal einsetzen. Hat jemand davon schon gehört?

Sind meines Wissens nicht mehr als konzept bisher maximal ne testanlage right?

wird sich vmtl (noch?) nicht rentieren wegen zu hoher stromgestehungskosten.

Das ist das sogenannte Repowering und nein man kann nicht einfach tauschen weil teilweise z.B. in NRW gelten ja jetzt strengere Regeln von 600m auf 1000m rauf welche, an einem Standort heute u.U. eh keine Windanlage erlauben würde.

So eine ca. 3 m hohe Stange ist mit einer Leistung von 100 W angegeben. Das ist verdammt viel Material für eine sehr, sehr, sehr kleine Energieausbeute.

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ok, vielen Dank für die Antwort! :slight_smile:

Liest sich wie eine Microanlage für den Heimgebrauch.

Ich könnte mir vorstellen, dass man damit innerstädtisch auf den Hochhäusern ein paar kW für Treppenhausbeleuchtung u.ä. erzeugen kann.

Allerdings hatte ich mich neulichst mit solchen Kleinanlagen beschäftigt und da war das Schlussresultat eigentlich, dass die Windverhältnisse in Bodennähe eher wenig ergiebig sind um einen großen Beitrag leisten zu können.

Eber hey, wenn man für alle Hochhäuser in Deutschland solche Teile aufbaut und im Keller eine Batterie dazu, kann man schonmal alle Treppenhausbeleuchtungen aus dem Bedarf streichen dürften ein paar hundert kW sein über die man sich keinen Kopf mehr machen muss.

Kleinvieh macht auch Mist und viel Kleinvieh macht viel Mist.

Ja Kleinvieh macht auch Mist.
Aber:

Die kleine Anlage bringt 3W
Die mittlere soll 100W bringen
Die große soll 1kW bringen
Bei idealerweise 26mp/h Windgeschwindigkeit

Und damit hat sich das ganze dann auch erledigt.

Dann lieber auf Hochhäusern nen mittleren H-Rotor installieren, die sind nicht so laut wie horizontal Wka und könnten auch ne batterie speisen oder nen Tauchsieder in nem Wassertank der Heizung

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Ich bin sehr angetan von diesem Podcast. Diese Folge 274 bearbeitet sehr gut den behördlichen Wahnsinn zur Verhinderung von Windenergieanlagen. Da hat Robert viel vor, wenn er das ändern will. Er unterschätzt nach meiner Erfahrung das Beharrungsvermögen der Ministerialbeamten - denen piepegal ist, wer über ihnen Minister ist - und der Mitarbeiter in den nachgeordneten Behörden. Die und der NABU werden den erforderlichen Wechsel der Denkweise kaum ertragen. Da wird erst ein Generationswechsel und eine radikale Flurbereinigung Linderung verschaffen. Das ist in vier Jahren nicht zu schaffen. Auch wünschte ich mir mehr Mut von den Verwaltungsgerichten die Sache im Sinne des Zieles zu beurteilen, und sich nicht auf die Buchstaben mitunter sehr schlurig gemachter Vorschriften zu stützen. Das ist auch gerade im Bereich der Bioenergie ein riesengroßes Problem, da die Vorschriften sich teilweise überschneiden und die Betreiber gar nicht mehr wissen, was Sache ist und was sie tun sollen.

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Wenn man die aktuelle Folge hört, kann man ja depressiv werden. Kein Wunder, dass da so wenig vorwärts geht. Vielen Dank für die tolle Recherche und hoffentlich hören sich das genügend verantwortliche Personen an, dass wir da mal voran kommen!

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Tolle Folge - habe gerade Teil 2/2 gehört.
Dabei saß ich im Zug längs durch Deutschland (Hamburg - Augsburg) und da rauscht man ja an einigen Windanlagen-Parks und Solarparks vorbei.
Wenn es dann heißt, dass nur 2% der Fläche mit Windkraft belegt werden soll, wundert es mich schon, dass so viele Windräder zu sehen sind. Woran liegt das? Stehen die Parks entlang von Bahnstrecken, weil dort die Genehmigung leichter ist? Gibt es dazu Ansichten auf einer Karte? Vielleicht auch was für MapAlarmNG…

Könnte mir auch vorstellen, dass die Wahrnehmung dadurch verzerrt ist: Auf einer solchen Fahrt (entlang der A7 per Auto ist es auch so) sieht man gefühlt hunderte solcher Windräder und es sollen noch Hunderte mehr werden?

Beispiel SH. Hier kann man die Vorrangflächen in SH für neue Windkraft und Repowering (rd. 2%), sowie die Standorte vorhandener Anlagen (Bestand) sehen: Digitaler Atlas Nord
Der Karteninhalt ist so einzustellen:

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Moin Moin,

also mir gefielen die Sonderfolgen der Lage zur Windkraft gut. OK teilweise war es schlecht zu verstehen, war dann aber auch meist nicht so wichtig :wink:

Mich würde mir das gleiche auch nochmal zur Solarenergie interessieren. Hier erfahren wir grade am eigenem Leib, wie schwierig das alles ist.
Ich habe zusammen mit meinem Bruder und meiner Mutter eine Gewerbe-Immobilie. Diese würden wir sehr gerne mit einer Solaranlage versehen. Das Problem ist, keiner von uns 3 wohnt in der Immobilie. Eigenverbrauch also nicht möglich.
Wir könnten den Strom natürlich günstig an die Firma verkaufen die dort eingemietet ist… Das wäre für beide Parteien ein super deal! Das geht nur leider nicht so einfach, weil wir dann zum Energie Versorger werden… Einspeisen ist einfach nicht mehr lukrativ genug bei 6-7 cts…

Nächstes Problem, die eingemietete Firma bekommt bald ein Elektro Auto, wir als Vermieter würden nun gerne Wallboxen setzen und den Wert der Immobilie steigern. Es gibt auch Zuschüsse, aber die Vermietegesellschaft ist an einem anderen Standort gemeldet. An diesem Standort können wir nun die bezuschussten Boxen anbauen lassen, aber nicht an der Immobile, wo sie gebraucht werden.

Gruß Matthias

Bestünde die Möglichkeit, das Dach an das Unternehmen zu vermieten?
Dann könnte es dort eine Solaranlage installieren.

Ich möchte mich für die beiden Sonderfolgen zum Windkraftausbau bedanken, da ich es für wichtig erachte, diesem Thema mehr Raum zu geben. Danke für die Beleuchtung der verschiedenen Aspekte.
Eine Frage blieb bei mir danach allerdings noch offen:

Ist es überhaupt möglich, den benötigten massiven Ausbau der Wind- und Solarenergie zu stemmen, selbst wenn man die rechtlichen Hürden beseitigt?
Gibt es genügend Ressourcen und Kapazitäten in den betroffenen Unternehmen, um dies kurz- bis mittelfristig auszuführen?
Ich habe kürzlich ein Interview gehört, bei dem dies bezweifelt wurde, da sich die Unternehmen in den vergangenen Jahren aufgrund der zurückgehenden innländischen Auftragslage und der hohen Vergabehürden zunehmend ins Ausland orientiert haben und die Auftragsbücher nun auf längere Zeit voll sind. Leider kann ich mich nicht mehr an die genaue Quelle erinnern. Liegen euch zu diesem Thema Informationen vor?

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Krise: Chancen für die Energiewende und/oder Rückkehr zu Kohle und AKW?

Diese Möglichkeit ist zumindest für Bayern für Behördendächer seit 2012 verbindlich vorgesehen, leider ist nichts passiert. Ich überlege, wie man der Regierung mehr Druck machen kann?

Allen sollte klar werden, dass die Änderungen von uns Bürger*nnen und von innen kommen müssen!
Ein Beispiel:
Bayern sollte führend werden im Bereich E-Auto seit 2008 und führend im PV Bereich seit 2012. Aber es ist halt immer wieder so, die Politik entscheidet, aber in den nachgelagerten Bereichen wird nicht umgesetzt oder sogar blockiert:

Die Bayerische Staatsregierung hat im November 2008 die ‚Zukunftsoffensive Elektromobilität‘ beschlossen. Bayern verfolgt eine Fünf-Punkte-Strategie beim Ausbau der Elektromobilität:

  • Ausbau der bayerischen Forschungslandschaft
  • Umsetzung von Modellprojekten
  • Umsetzung von Leuchtturmprojekten
  • Schwerpunktsetzung in der Cluster-Offensive
  • Förderung einer schnellen Markteinführung der Elektromobilität.

„Der Markthochlauf erfordert konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Elektromobilität. Hierzu ist es auch notwendig, den Einsatzbereich der Elektrofahrzeuge und deren Nutzbarkeit zu unterstützen.“

Quelle:
https://www.stmb.bayern.de/vum/handlungsfelder/umweltundelektromobilitaet/elektromobilitaet/index.php

Hier zum Thema Photovoltaik auf staatlichen Dachflächen in Bayern aus dem Jahr 2011, das haben unsere PolitikerInnen beschlossen und dann gingen ganz zufälligerweise die von der INSM initiierten und später von der AFD weiter befeuerten Solarpleitewellen los…

Zitat:
" Gemeinsame Bekanntmachung über die Nutzung staatlicher Gebäude für die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen"
" Die Bayerische Staatsregierung hat am 24. Mai 2011 das Energiekonzept „Energie innovativ “ verabschiedet. 2Ziel ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien am Strombedarf innerhalb der nächsten Jahre zu steigern. 3Neben der Windkraft1 stellt die Nutzung der Sonnenenergie aufgrund des hohen Potentials eine Hauptenergiequelle dar.

Der Bestand an staatlichen Gebäuden soll dafür im Rahmen der rechtlichen und technischen Möglichkeiten einerseits sowie der wirtschaftlichen Vertretbarkeit andererseits für Investoren nutzbar gemacht werden."

https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVwV268665/true

Das ist schließlich Tradition der die CSU fröhnt. Etwas ankündigen was gesichert weder funktioniert noch umgesetzt werden soll. Wurde gerade beim Thema Wind wiederholt. Die 10H Regel soll dort gestrichen werden wo kein Wind weht :joy:

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Ja, aber ich kann mir schon vorstellen warum.

Die Politiker sind ja auf Gedeih und Verderb auf Wählerstimmen angewiesen.

Wenn jetzt, wie geschehen, eine Lobby der Energiewende-Verhinderer es schafft, der Politik vorzugaukeln, dass es angeblich 1300 Anti Windkraft Vereine in Deutschland gibt, dann geht denen das Zipperlein! Sie brauchen ja nur an die nächste Wahl zu denken!

Wie krass das abgelaufen ist mit den Gegnern der Windkraft kann man hier detailliert nachlesen.