Was genau ist daran in diesem Kontext umstritten? Ich sehe solche Floskeln eher als Ablenkungsmanöver …
Wie gesagt: Güterabwägung. Wie viele Tote willst Du denn in Kauf nehmen, um die - ja nur behaupteten! - psychische Störungen infolge eines Lockdowns zu vermeiden?
Das wird immer wieder behauptet. Wenn ich sehe, wie ich und andere unter der Kontaktreduzierung leiden, kann ich das nicht völlig ausschließen. Aber in all den vielen Fällen, in denen ich Mitmenschen dabei beobachten konnte, wie sie die angeordneten Maßnahmen ignorieren oder sonst wie keine Verantwortung für die Verhinderung von Ansteckungen gezeigt habe, gehören ganz sicher nicht dazu!
Wo nimmst Du denn plötzlich den „Mord“ her?
.Auch Du scheinst nicht die kalte Dynamik einer epidemischen Infektionskrankheit zu verstehen. Wenn sich zwei „mündige“ Menschen treffen und sich dabei bewusst dem Risiko einer Ansteckung aussetzen, bleibt es ja nicht bei dieser einen Ansteckung! Sie gefährden damit anschließend andere! Denn man ist ansteckend, Tage bevor man ahnt, dass man infiziert ist - und bei asymptomatischen Infektionen weiß man wahrscheinlich nie davon und kann 10 Tage lang bei jedem Einkauf, Apothekenbesucht, etc. andere anstecken. Und niemand von uns weiß, ob er oder sie vielleicht sogar ein Superspreader ist.
Wirklich verantwortungsvoll handeln Menschen nur, wenn sie vor einem Treffen 5-7 Tage in Quarantäne gehen und sich an den letzten beiden Tagen durch ein Schnelltests frei-testen … und danach das Gleiche nochmal. Das ist völlig unrealistisch!
Weshalb es verantwortlich ist, seine Kontakte - völlig unabhängig davon, was erlaubt und was verboten ist! - um 75% einzuschränken.
Ja, das ist verdammt hart. Glaub mir, ich weiß das selbst sehr genau.
Und ja, es wird konkrete Situationen geben, in dem ein nicht notwendiger Kontakt vertretbar ist. Das ist aber ganz sicher nicht das beliebige Treffen von zwei „mündigen“ Bürgen im Privathaushalt - dort, wo mutmaßlich mit großem Abstand die meisten Infektionen stattfinden …