Für ein einzelnes Fahrzeug ist die Sachlage vollkommen klar:
Der Luftwiderstand steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit. Bei höheren Geschwindigkeiten wird also deutlich mehr Sprit pro gefahrenen Kilometer verbraucht.
Mindestens genauso wichtig sind allerdings die Effekte der Reduzierung der Geschwindigkeitendifferenzen zwischen den einzelnen Fahrspuren. Das lässt sich zum Beispiel bei einer Autobahnfahrt in der Schweiz wortwörtlich erfahren. Man ist deutlich entspannter unterwegs.
Auch die Gefahr eines spontanen Staus aus dem Nichts ist bei reduzierten Geschwindigkeiten deutlich geringer. Das wird zum Beispiel hier in folgendem Video mit Modellautos aus Lego sehr eindrucksvoll demonstriert.
Der Sprit ist tatsächlich günstiger geworden. Ich tanke so 1x im Quartal mit dem zweit Auto, aber fahre jeden Tag an der „Referenz“ Tankstelle vorbei… was wohl nie beantwortet werden kann: war der Preis davor künstlich hoch, sodass nun der Rabatt „sichtbar“ ist, die Gewinne aber weiterhin maximiert, oder ist das alles ok?
Bei Lanz hab ich das auch gesehen, dass ja jetzt alles besser ist, weil die Kartell Regeln verstärkt wurden… die heute Show hat sich direkt darüber lustig gemacht…
Aus meiner Sicht ist der tankrabatt temporär vernünftig, aber die Message fehlt, dass das nur 2 Monate sind und die Leute JETZT aber wirklich umdenken müssen…
Selbst ich als Langstrecken Fahrer kann locker BEV fahren, ich kann nicht verstehen, dass noch so viele verbrenner neu und als junge gebrauchte verkauft werden.. die Leute, die das kaufen, haben doch genug Geld, um auf BEV umzusteigen…
Naja, wer grad noch in einem Leasing oder einer Finanzierung seines Verbrenners steckt (weil die Bedingungen vor 2 Jahren ggf. noch nicht für ein eAuto passte), mag zwar die Entscheidung getroffen haben, nächstes Mal ein eAuto zu kaufen….dauert dann aber ggf. noch 2-4 Jahre…
Also ich habe für mein 3 Jahre altes Auto (Golf Klasse) mit Vollausstattung 13.000€ bezahlt. War Recht günstig und fahre ich mit 5l. Damit ein Umstieg auf E-Auto ohne eigene Lademöglichkeit sich lohnt muss ich verdammt viele Kilometer fahren Da warte ich lieber noch bis die Schnellladetechnik auch bei bezahlbaren Autos ankommt so das ich beim Lidl einkaufen kann und anschließend vollgeladen heimfahre. Was auch nicht vergessen werden darf…vielen ist es einfach egal! Wer sich ein Auto für 40-50000€ leisten kann (BMW, Mercedes usw.) den interessieren doch Kosten beim Tanken nicht
Mein MG 4 Luxury hat 19.000 gekostet, fast so alt wie deiner. Standard gibt es schon für 15.000€ - hat halt leider keine Rückfahrkamera.
Der Preis ist bei gleichem Alter wirklich kein Argument mehr.
Zwischen 19.000€ und 13.000€ ist schon ein erheblicher Unterschied und selbst 15.000€. Außerdem tanke ich in 5 Minuten an jeder beliebigen Tankstelle und nicht einer Stunde. Wie gesagt wenn Schnellladetechnik (8-900 Volt) auch preislich in Mittelklasse Wagen ankommen und gebrauchte mit Verbrennern gleichziehen steige ich gerne um. Oder wenn ich auch in Mietwohnungen beim Parkplatz überall eine Lademöglichkeit habe.
Diese Argumentation aus dem Bereich der Fabeln höre ich des Öfteren, leider kommen dann keine Nachweise dazu, wenn man nachfragt.
Wenn Dein Auto wirklich mit 5l irgendwas fährt, dann ist das toll, entspricht aber nicht dem Durchschnitt der Fahrzeuge die wohl eher bei 7l+/100km Super liegen.
Auch das Tanken in 5 Minuten an der Tankstelle ist ein gern genutztes Argument am Stammtisch. Ich freue mich, dass ich mir die 5 min. spare, denn ich brauche beim BEV nur 15s, um den Ladestecke einzustecken.
Was ist 8-900 Volt Technik?
Sorry, aber bei der Argumentation ist mir zuviel Stammtisch dabei.
Da es eine individuelle Entscheidung ist, ist irgendein Flottendurchschnitt irrelevant.
Der Benzinverbrauch der VW Golf Modelle ab Baujahr 2020 (Golf VIII) variiert je nach Motorisierung:
1.0 TSI (110 PS): Der reale Durchschnittsverbrauch liegt bei 6,30 l/100 km, während der Hersteller-Wert bei 4,30 l/100 km liegt.
5 ist vielleicht niedrig, aber auch 6 macht aus „ziemlich viele Kilometern“ nur „recht viele Kilometer“.
Man kann natürlich alles was man nicht wahrhaben will als Stammtisch abtun, aber überzeugen wird man damit niemanden.
Diese Polemik deinerseits ist auch völlig unsinnig, weil HansHans ja gar nicht prinzipiell gegen E Autos ist. Er hat aber einen funktionierenden Wagen mit niedrigem Verbrauch und keine heimische Lademöglichkeit. Den Wagen weiterzufahren und wenn er ersetzt werden muss auf verbreitetes schnellladen zu hoffen, ökonomisch, ökologisch und praktisch vernünftig.
Das ist ein Scherz, oder? Jedenfalls keine sinnvolle Diskussion.
Merz Aussage stimmt sogar, denn ein gepanzerter A8 o.ä. braucht aufgrund des hohen Gewichts und der Besonderheit der Reifen gut und gerne 15-25 Liter, somit mehr als ein Kleinflugzeug.
Mein Fahrzeug hingegen ist nicht gepanzert, nicht überdimensioniert und wird ausschließlich auf längeren Strecken bewegt (innerstädtisch nur Rad oder ÖPNV) und kommt auf knapp 5 Liter E10.
Was bei der Diskussion gerne unterschlagen wird: Die tollen alten Verbrenner sind ja nur deswegen „günstiger“, weil die Fahrer:innen die Umweltschäden nicht selbst tragen müssen, sondern diese bequem an die Allgemeinheit auslagern können.
Okay wow. Ein Lego-Video über Autonomes Fahren als Antwort auf die Frage, warum ein Tempolimit sich spürbar positiv auf die Spritpreise auswirken soll?
(Das mit dem Verkehrsfluss ist mir schon klar - aber all diese Effekte sind ja in den Studien zur Co2-Einsparung durch Tempolimits berücksichtigt. Die Auswirkung auf den Spritpreis schätzte ich aber wie gesagt höchst fraglich ein. Und natürlich ist mir auch klar, dass und warum man bei höherem Tempo mehr Sprit verbraucht - auch das ist aber kein Grund für ein Tempolimit, es darf ja schon immer jeder langsam fahren.)
Die Konsequenz wäre dann ja, den alten Verbrenner sofort zu verschrotten (damit er die Umwelt und Allgemeinheit nicht weiter belastet) und dann sofort ein eAuto zu kaufen, sich dafür ggf. zu verschulden, und fehlende eigene Lademöglichkeiten halt an öffentlichen Säulen zu kompensieren, auch wenn es teurer ist.
Tempolimit hätte insbesondere Signalwirkung: die Lage ist wirklich ernst.
Sprit sparen würde ein Limit wohl nur im relevanten Maße wenn es deutlich niedriger wäre als das, was ihne Krise diskutiert wird. Also z.B. 30/80/100.
Im Grund ist das schon die Erwartung, ja. Man könnte alternativ auch auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen, mit dem Fahrrad fahren, zu Fuß gehen oder Fahrten komplett vermeiden. Wenn man “dringend auf das Auto angewiesen ist” könnte man auch eine Kopensationszahlung einführen, die tatsächlich Schäden durch Gegenmaßnahmen kompensiert - eine echte CO2-Steuer.
Das nicht zu tun bedeutet, weiterhin auf Kosten anderer und insbesonders zukünftiger Menschen zu leben. Für diese bedeutet das ggf. nicht nur höhere Kosten, sondern auch schwindende Lebensgrundlagen, Krankheiten, Hunger oder sogar Tod.
Es geht auch gar nicht um die Auswirkungen auf den Spritpreis, sondern die niedrigeren individuellen Kosten durch niedrigeren Verbrauch.
Und davon profitieren alle Verkehrs-Teilnehmer, wenn der Verkehr regelmäßiger und gleichmäßiger läuft.