LdN 472: Gesetzliche Krankenversicherungen

Hallo zusammen,

Kann mir jemand einen vernünftigen Grund (Gründe?) nennen, warum es so viele gesetzliche Krankenversicherungen gibt? Ja, es soll Wettbewerb geben, aber braucht es dazu tatsächlich so viele verschiedene Krankenkassen mit ihrem Verwaltungsapparat? Könnte man hierbei nicht jede Menge Geld einsparen, wenn man weiter fusioniert und sie auf einen niedrigen zweistelligen Wert reduziert?

Viele Grüße

Caro

Ich hatte dazu hier schon mal ausführlicher was geschrieben.

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Hallo, vielen Dank für den Podcast – wie immer! Ich möchte auf einen inhaltlichen Fehler aufmerksam machen. Ihr sagt, die Einkommensteuer sei progressiv und die Sozialversicherungsbeiträge regressiv gestaltet. Das stimmt jedoch nur in Teilen.

Für untere Einkommensgrenzen gilt: Im Übergangsbereich (auch Midijob genannt, über der Minijobgrenze und bis 2.000 Euro) wurde durch die Minijobreform im Jahr 2022 die Beitragsbemessungsgrundlage für Arbeitgeber und Arbeitnehmer harmonisiert und darüber hinaus sogar reduziert, bei vollen Anwartschaften in allen Zweigen der Sozialversicherung. Wenn Person X derzeit also 620 € verdient, zahlt sie als Beschäftigte gerade mal rund 50 Cent GKV-Beitrag. Insgesamt kommt es im Arbeits- und Sozialrecht im Bereich der Erwerbsformen immer wieder zu Detailfehlern, was angesichts der Komplexität des Systems und der Vermischung von Erwerbsformen verständlich ist. Das ist Detailgefrickel und höchst reformbedürftig.

Ich würde gerne einen Input dazu geben: https://hausderselbststaendigen.info/wp-content/uploads/2025/01/eine_statusfrage_erwerbshybriditaet-im_kontext-_der_solo-selbststaendigkeit.pdf

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