Ich fand Philips und Ulfs Kommentar zu dem Thema zu kurz, denn ich finde es gibt hier durchaus ein Problem auf das es wichtig ist hinzuweisen.
Meine These: Freiwilliges Teilzeitarbeiten ist aufgrund der momentanen GKV Regelungen unsolidarisch und auch ungerecht.
Vorab:
Für meine Argumentation beziehe ich mich hierbei ausschließlich auf Menschen, die freiwillig in Teilzeit sind, weil sie mehr Freizeit haben wollen. Ich beziehe mich explizit nicht auf Menschen, welche dies machen da sie gesundheitlich nicht mehr arbeiten können oder Kinder erziehen, ein Ehrenamt ausführen oder einen sonstigen gesellschaftlich nützlichen Zweck erfüllen.
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Mein Punkt:**
Wer mehr arbeiten könnte, aber dies nicht tut, bekommt die gleichen GKV Leistungen UND leistet einen geringeren finanziellen Beitrag für das Solidarsystem der GKV als er leisten könnte wenn er Vollzeit arbeitet. Dies ist per Definition unsolidarisch. Denn die Person reduziert ihren Beitrag für die Solidargemeinschaft aus rein egoistischen Motiven (mehr Freizeit für sich haben).
Ebenfalls ist es ungerecht für die Menschen, welche Vollzeit arbeiten. Denn diese Teilzeitnehmer verringern ja den Beitrag welchen sie einzahlen, ergo muss dieser Fehlbetrag kompensiert werden. Das führt zu steigenden Beiträgen (sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeitarbeitende). Die Vollzeitarbeitenden zahlen also mehr, haben aber keinen Vorteil, wohingegen der Teilzeitnehmende eben den Vorteil der hinzugewonnenen Freizeit hat. Das ist ungerecht.
Dieser Fall ist übrigens nicht gleichzusetzen mit steigenden Beiträgen durch z.B. die alternde Bevölkerung, da hier das Solidarsystem greift und keiner von beiden (Vollzeit. sowie Teilzeitarbeitender) einen Vorteil erlangt.
Lösung:
Wenn man ein faires System schaffen wollte, so müssten die freiwillig Teilzeitarbeitenden den vollen Fehlbetrag zahlen (inkl. Arbeitgeberanteil) welcher dadurch verloren geht, dass sie nicht mehr Vollzeit arbeiten.