LdN 433: Social Media als liberale alternative Informationsquelle in autoritären Staaten

Sehr geehrtes Team der Lage der Nation,

Mit dieser Mail möchte ich mich einmal bei Ihnen melden, um Ihnen zum einen von einem Seminar an meiner Universität zu erzählen und mich zum anderen für Ihre tolle Arbeit als Journalist:innen bedanken.
Vorab möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Jette T. und ich bin 19 Jahre alt. Ich studiere nun in meinem zweiten Semester Politik, Philosophie und Ökonomie (PPÖ) und Global Sustainability als zweiten Bachelor an der Universität Witten/Herdecke. Ich höre Sie nun schon seit über drei Jahren und bin zu einem großen Fan geworden. Dank Ihnen und der interessanten Darstellung des politischen Diskurses, haben sich irgendwann meine Pläne, Politik zu studieren, verfestigt und mich erst zu dorthin gebracht, wo ich jetzt bin. Sie haben es geschafft mein politisches Interesse und Engagement nochmal auf eine andere Ebene zu setzen.

In der letzten Folge LdN 433 berichten Sie gegen Ende von Ihren Eindrücken auf der re:publica und erzählen von den Chancen des Mediums Podcast als neue politische Informationsquelle für die breite Masse der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang musste ich an das Seminar „Understanding Media“ denken, welches an meiner Universität angeboten wird. Hier erhalten wir Studierende jede Woche Einblicke in die Welt des Journalismus und lernen die Herausforderungen für Berichterstattende in autoritären Regimen als auch im Umgang mit KI und KI-generierten Bildern kennen. Dies ist höchst spannend und löst in mir immer ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit aus, dass ich in einem Land leben darf, in dem es eine freie Presselandschaft gibt, zu der auch noch so tolle Podcasts wie „Lage der Nation gehören“.

In der letzten Woche hatten wir in dem Seminar Natalia Tchamiashvili zu Gast. Sie ist eine georgianische Influencerin, die uns von in ihrer Welt der soziale Medien und der politischen Situation in Georgien erzählt hat. Natalia Tchamiashvili ist Mitgründerin einer Organisation namens „ZINC“, die Influencer generiert, um freie Berichterstattung, die nicht von der georgischen Regierung kontrolliert wird, zu ermöglichen. Dazu werden in einem speziellen Verfahren Influencer gesucht und ausgewählt, die die Werte der Organisation unterstützen und sich für ein freies Georgien einsetzen. Sie setzen sich speziell dafür ein, dass die Menschen nicht nur die von Russland gesteuerten EU-feindlichen News hören.
In diesem Fall, sind es also die Social-Media-Kanäle, die dazu beitragen sollen, die Gesellschaft mit Fakten und ungefiltert zu informieren.
Hinsichtlich der wachsenden Bedeutung von Podcasts in der deutschen Politik-Debatte fand ich diesen Aspekt doch sehr spannend. Vielleicht können ja auch Sie etwas damit anfangen :slight_smile:

Vielen Dank, dass Sie sich jeden Tag den alltäglichen Herausforderungen des Journalismus stellen und zur Bildung eines breiten Meinungsbildes in der Gesellschaft beitragen. Ich habe großen Respekt vor Ihrer Arbeit und bin froh, dass es Sie gibt und hoffe, dass Sie dies auch in Zukunft noch lange so bleiben wird. Und wie Sie es auch immer wieder in Ihren Folgen betonen, die Demokratie ist vielleicht nicht perfekt, aber sie ist das Beste, was wir haben.

Mit freundlichen Grüßen
Jette

PS: Hier ist ein Link zu der Organisation und der Website : https://zincnetwork.com/

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Danke, @Jette, für Deinen Beitrag.

Ich empfehle Dir, den Titel Deines Beitrag so zu ändern, dass er andere neugierig macht, z.B.:

LDN 433: Social Media als liberale Informationsquelle in autoritären Staaten

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Super, vielen Dank für die hilfreiche Rückmeldung!
Ich bin mit dem Lage-Forum noch nicht ganz vertraut und dir sehr dankbar für den Tipp!

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Danke Til und Jette, ich habe den Titel etwas redigiert.

@Jette, deinen Nachnamen habe ich vor der Freischaltung redigiert, weil das sonst einer deiner obersten Google-Treffer geworden wäre, und wer weiß, ob das für immer in deinem Sinne ist … das Netz vergisst ja nix.

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Sehr umsichtig von dir. Klasse Service Ulf!

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@Jette (und allen anderen politisch Interessierten)

Zum Thema
„Herausforderungen [für Berichterstattende] in autoritären Regimen …“

empfehle ich sehr das Buch

Die Achse der Autokraten
von Anne Applebaum aus dem Jahr 2024

Sofern nicht bereits gelesen.
Lg Markus

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