Zur aktuellen Diskussion pro und kontra Strompreiszonen:
Hier sind die wichtigsten empirisch fundierten Argumente:
Argumente für Strompreiszonen
Effizientere Nutzung des Stromnetzes
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Strompreiszonen können zu einer Reduzierung von Netzengpässen und Redispatch-Maßnahmen führen[1][2]. In den nordischen Märkten wurde ein Rückgang von teuren Engpassmaßnahmen und Ringflüssen beobachtet[17].
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Die Preissignale in verschiedenen Zonen können zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Netzkapazitäten beitragen[2].
Anreize für regionalen Ausbau erneuerbarer Energien
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Höhere Strompreise in bestimmten Regionen könnten Anreize für den Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie den Netzausbau in diesen Gebieten schaffen[52].
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In Regionen mit Stromüberschuss könnten niedrigere Preise Anreize für die Ansiedlung von energieintensiver Industrie oder Elektrolyseuren zur Wasserstoffherstellung bieten[52].
Verbesserung der Systemstabilität
- Durch die Berücksichtigung regionaler Unterschiede in Erzeugung und Verbrauch können Strompreiszonen zur Stabilität des Gesamtsystems beitragen[46].
Argumente gegen Strompreiszonen
Gefährdung der Energiewende
- Eine Aufteilung könnte den Ausbau erneuerbarer Energien und die Sektorenkopplung verlangsamen[38]. Preisunsicherheiten könnten die betriebswirtschaftliche Grundlage erneuerbarer Energien gefährden.
Negative wirtschaftliche Auswirkungen
- Studien zeigen, dass eine Aufteilung in Strompreiszonen überwiegend negative wirtschaftliche Folgen hätte[4][37]. Es könnte zu höheren Strompreisen, geringerer Investitionssicherheit und einer Beeinträchtigung des Netzausbaus kommen.
Geringe Preiseffekte
- Modellierungen deuten darauf hin, dass die Preisunterschiede zwischen den Zonen relativ gering wären. Eine Studie des DIW Berlin ergab eine durchschnittliche Preisdifferenz von nur 1,70 Euro/MWh zwischen Nord- und Süddeutschland[51].
Verringerung der Marktliquidität
- Kleinere Preiszonen könnten zu einer geringeren Marktliquidität und damit zu Schwierigkeiten beim Ausgleich kurzfristiger Erzeugungsschwankungen führen[17].
Warum Strompreiszonen trotz der Vorteile großer Netze sinnvoll sein können
Obwohl größere Stromnetze in der Tat zu einer gleichmäßigeren Stromnachfrage führen können, gibt es Gründe, warum Strompreiszonen dennoch sinnvoll sein können:
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Regionale Unterschiede: Deutschland hat signifikante regionale Unterschiede in der Stromerzeugung und -nachfrage. Der Norden produziert mehr Strom aus erneuerbaren Quellen, während der Süden einen höheren Verbrauch hat[28].
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Netzengpässe: Trotz eines großen Netzes können Engpässe auftreten, insbesondere wenn der Netzausbau nicht mit dem Ausbau erneuerbarer Energien Schritt hält[17].
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Effiziente Ressourcennutzung: Strompreiszonen können dazu beitragen, dass Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abgestimmt werden, was zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Ressourcen führt[1].
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Flexibilität: In einem System mit hohem Anteil erneuerbarer Energien ist Flexibilität wichtig. Strompreiszonen können Anreize für eine flexiblere Nachfrage schaffen[52].