Tempo 130 in den Niederlande oder auch das entspannte Fahren in Dänemark find ich sehr angenehm.
In Deutschland hab ich halt dauernd Aushilfs-Schumis oder hektische Vertreter-Kombis sehr nah im Rückspiegel, die Tempo 130 als Zumutung und das Einhalten von Tempolimits als Frechheit empfinden.

Aus meiner Wahrnehmung eher stressig

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Achso halten sich Wildtiere neuerdings an vorgegeben Zeiten oder wurden die alle mit Leichtelementen ausgerüstet :crazy_face:

Ja. Denn ein Tempolimit ist kein Verbot.

Fleischkonsum ja, bin ich bei dir, allerdings würden sich da auch die deutschen Grillmeister beschweren.
Flugreisen nein, bringt nichts, da Flugzeuge auch zur Not leer fliegen würden um die begehrten Landeslots nicht zu verlieren, da ist es dann egal ob ein paar Leute weniger im Flieger sitzen. Und Privatflüge kriegst du damit auch nicht. Das endet in Verboten wenn es denn einen nennenswerten Beitrag liefern soll.

Mal unabhängig vom Tempolimit…auch sowas macht keinen Spaß auf Autobahnen:

Da ich mir gerade einen neuen Drucker gekauft habe, wurde ich wieder damit konfrontiert, dass die für den deutschen Markt extra herunter gebremst werden, um zusätzlichen Abgaben zu entgehen. Wäre doch eine Maßnahme. Bis Tempo 100 abgabenfrei und dann für jede 10km/h mehr wird ein fester Betrag fällig.

Fernlicht leuchtet etwa 200 Meter weit. Das ist der Bremsweg bei 140 km/h, bzw. eine Gefahrenbremsung bei 170 km/h, dabei berücksichtigend, dass im Dunkeln die Sicht eingeschränkt ist und die Augen gerne entspannen.
Alles über 140 ist also risikoreich, alles über 170 verantwortungslos.

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Ich würde sagen, deine Einschätzung ist etwas zu allgemein gehalten. Der Fahrer muss seine Geschwindigkeit stets an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen. Allerdings muss man auch nachts nicht grundsätzlich nur 110 km/h fahren, wie es manche fordern. Entscheidend sind die konkrete Situation, das Fahrzeug und der Fahrer, der sein Können sowie die Eigenschaften seines Fahrzeugs richtig einschätzen muss, auf der Autobahn und auch auf anderen Straßen.

Die Autobahn ist übrigens nach wie vor die sicherste Straße in Deutschland und zählt auch im europäischen Vergleich zu den sichersten. Lediglich die Schweiz und Dänemark schneiden besser ab. In den anderen sieben Nachbarstaaten sterben auf Autobahnen trotz allgemeiner Tempolimits mehr Menschen. Übrigens reicht modernes Fernlicht mittlerweile bis zu 600 Metern weit.

Ein modernes Verkehrsleitsystem wird vielleicht ohnehin bald überall installiert sein, und mMn kann man das so am besten lösen.

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Bis es soweit ist, könnten wir ja ein allgemeines Tempolimit einführen. Die modernen Verkehrsleitsysteme könnten dann sogar streckenweise höhere Geschwindigkeiten freigeben, je nach Lage sogar auf einzelne Spuren bezogen.

Ich wäre mittlerweile aus Gründen der Akzeptanz für ein allgemeines Limit von 160 und ein Limit während des Tages von 140 auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen würde ich unverändert belassen und lediglich mehr Beschränkungen auf gefährlichen Abschnitten. Landstraßen sind ja teils gut, teils miserabel ausgebaut.

Man muss auch bedenken, dass bei den rund 60% die ein Tempolimit befürworteten nicht alle für 100/80/30 sind, sondern dass es sogar Befürworter für 180 oder 160 gibt die lediglich die extremen Unterschiede auf der Autobahn entschärfen wollen.

Somit hätte man einen kleinsten Nenner von Befürwortern genommen und könnte ja weiter weitere Einschränkungen lokal nach Bedarf realisieren.

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Ein Aspekt ist ja evt auch, das die heutigen angebotenen Autos ja immer schneller geworden sind.
160 km/h schaffen im Grunde alle, aber über 200 km/h sind eher die Regel.

Vielleicht auch ein Faktor, warum man sich mit Einschränkungen hier schwer tut.

Also das sollte jetzt hier nicht der 100ste Tempolimit für oder wider thread werden …

Ich hab mich einfach nir gewundert warum Scholz die Lage jetzt nicht einfach ausnutzt und Wissing anweist die Verordnung auf den Weg zu bringen.

Es kostet ihn kein wirklich politisches Kapital, da alle überein sind, dass es nicht durch kommt, aber er könnte so ein paar Stimmen für die SPD einholen von denjenigen die für ein Tempolimit sind, da er hier die quasi einmalihe Gelegenheit hat aufzuzeigen wo die Gegner eines solchen sitzen.

Einfach nur die Verordnung schreiben, abstimmen lassen und die Abstimmung öffentlich machen.

Kostet nix (politisches Kapital) kann aber was bringen (Wählerstimmen).

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Das ist doch ohnehin bekannt. Und bei den meisten Wählern wohl auch nicht ein Wahlentscheidendes Thema und wenn dann wohl am ehesten bei denen die es strikt ablehnen.

Selbstverständlich würden bei einem Tempolimit weniger und weniger schlimme Unfälle passieren.
Warum nehmen wir so virle Verkehrstote inkauf?

Und: An jedem Verkehrstote hängen extrem viele, teils traumatisierte Beteiligte.
Und: Auch die Verletzten tragen das ihr Leben lang weiter. Ganz abgesehen von den Kosten für das Gesundheitssystem.

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@Olaf.K hat recht. Es ist völlig unsinnig, diese Diskussion zu führen. Es wird nicht kommen, weil es im Bundesrat scheitern würde.
Ich denke aber auch, dass hier eine Chance vertan wurde, es scheitern zu lassen. Denn der Bundesrat muss es ja begründen. Und die sind halt äußerst dünn wie „bald elektronische Schilder“, „Verbotspartei“, „Freiheit“, „Großteil sowieso schon beschränkt“

Die Argumente wurden unter anderem hier ja alle schon ausgetauscht:

Nachtrag und Offtopic: finde ich es, wenn ich es mir recht überlege, unter aller Sau, dass wir uns von der Verwertungsgesellschaft vorschreiben lassen, wie schnell unsere Drucker drucken dürfen und dann beim Tempolimit so rumjammern.
Der wirtschaftliche Schaden von ersterem dürfte wesentlich größer sein.

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Arbeitsplätze von Krankenwagenfahrern und Abschleppdiensten oder von wem redet er hier?

Autoindustrie, die große, schnelle Autos baut, soweit ich mich erinnere.

Diese Ansätze schließen sich nicht gegenseitig aus. Es gibt keinen Grund sie gegeneinander auszuspielen. Wir sollten all dies machen und noch mehr. Das Entweder-Oder-Denken scheint mir die eigentliche Ablenkung zu sein.

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Tempolimit könnte halt sofort komplikationdlos eingeführt werden. Da haben Ulf und Philip völlig recht.

Die Diskussion über Tempolimits ist gerade kein Ablenkung! Sie ist leicht zu realisieren, stellt keine starke Einschränkung ein im Vergleich zu anderen Optionen, und die CO2 Einsparung ist gerade nicht gering bei 6,7 Mio. Tonnen, laut Tempolimit bringt offenbar mehr CO2-Einsparung als gedacht | tagesschau.de. Somit wäre das das ca. 2.5 fache der Emissionen, aller deutschen Inlandsflüge.

Oder wollen sie Binnenflüge verbieten ohne günstigere Alternativen anzubieten?

Eine Investition in das Schienennetz ist notwendig aber kostet halt viel.
Kreuzfahrten befinden sich oft in internationalen Gewässern und können sich aussuchen wo sie tanken wollen. Das lässt sich wahrscheinlich nicht auf staatlicher Ebene lösen.

Ich sehe keine nur annähernd vergleichbar einfache und kostengünstige Lösung um eine vergleichbare Menge einzusparen.

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Nö, bin ich dagegen.

Deine Argumentation kann man auf alles anwenden. Drosseln wir doch auch gleich unsere ICE auf 100kmh, die RB auf 80 und Straßenbahnen auf 30kmh, das ist sicherer.

Man kann immer von Hundertstel Tausendstel kommen.

Wieso sollte man ein System mit der Brechstange ändern, was funktioniert und das auch noch besser als in den meisten anderen europäischen Ländern, besonders bei dem Hintergrund, dass das Thema so viel Streit erzeugt und Energie verschlingt.

Absolute Sicherheit wirst du nicht bekommen, wenn du den letzten Prozent noch raus kitzeln willst, dann lass uns doch einfach Schrittgeschwindigkeit einführen, auf allen Straßen und Schienen.

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Der Unterschied ist: Im Zugverkehr (sowohl ICE als auch RB) sterben verhältnismäßig wenig Leute (2023 waren es ganze 10!) - und die meisten davon sind Suizide, die man auch mit 100 km/h nicht verhindern könnte. Im PKW-Verkehr reden wir über andere Größenordnungen.

Ich gebe dir Recht, dass absolute Sicherheit nie erreicht werden kann - die fordert aber auch niemand, sodass das ein Stohmann ist. Die Frage ist: Wie viel Sicherheit wollen wir erreichen und welchen Preis sind wir bereit, dafür zu zahlen?

Beim Tempolimit geht es primär aber um den CO2-Verbrauch, der vor allem bei Extremgeschwindigkeiten extrem erhöht ist. Selbst ein Tempolimit von 150 km/h würde hier schon helfen (und den Großteil der Bevölkerung nicht mal einschränken…). Dass durch ein Tempolimit auch noch Verkehrstote reduziert werden können ist das Sahnehäubchen. Mehr noch: Wenn alle anderen Länder auf der Welt zu dem Schluss kommen, dass ein Tempolimit sinnvoll ist, braucht man schon verdammt gute Gründe, zu sagen: „Ihr liegt alle falsch, kein Tempolimit ist der sinnvollere Weg!“. Und diese guten Gründe kann ich wahrlich nicht sehen.

Insofern teile ich deine Meinung zwar hinsichtlich der Unmöglichkeit der absoluten Sicherheit im Allgemeinen, halte sie aber für auf diesen Fall nicht anwendbar.

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Mit der Brechstange?
Fast kein Land außer Deutschland hat kein Tempolimit!
Ansonsten siehe Daniel.

Dass du Auto mit Zug vergleichst, zeigt deinen Mangel an echten Argumenten :wink:

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