Flixbus
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Wahrscheinlich hat irgendein Berater Scholz gesagt, dass er wahnsinnig gut ankommt, wenn er sehr selbstbewusst und bestimmt auftritt. Und ich muss zugeben, dass er mich an einigen Punkten fast gekriegt hätte, wäre er nicht seit Jahrzehnten in der Politik, was leider den kleinen Nachteil mit sich bringt, dass man seine Rhetorik an seinen Taten messen kann. Und da bleibt leider außer „I am the greatest“ nicht viel übrig.
Außerdem hat Scholz mal wieder fabelhaft sein Image als „Teflon-Olaf“ gepflegt, der im wesentlichen seinen Text abspult und dabei möglichst wenig auf die Fragen eingeht, die im gestellt werden. Ulf und Philipp haben wirklich ihr Bestes versucht und gute Fragen gestellt, aber da ist er einfach zu sehr Profi.
Mich würde interessieren, wie die beiden selbst das Interview einordnen, also was sie sich vorher erwartet haben und wie sie im Nachhinein bewerten, inwieweit das gelungen ist.
Für einen Wahlausgang, bei dem keine der beiden Koalitionen eine Mehrheit hat müsste sich noch sehr viel verschieben - eher unwahrscheinlich.
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Kleine Randnotiz: Die tolle Philippa Sigl-Glöckner kandidiert für die SPD. Yeah. Das könnte ein Grund sein, SPD zu wählen… trotz Scholz 
Auch die SPD hat tolle junge Frauenpower.
Rasha Nasr z.B. auch
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Diese Interview… ich hab echt mit mir gerungen ob ich es überhaupt hören möchte, 1 Stunde Scholz intensiv… Natürlich hab ichs am Ende doch gehört und bin weder überrascht noch enttäuscht. Zunächst gabs ein paar Momente an denen ich das Gefühl hatte, dass Scholz aus seiner Deckung etwas herauskam, etwas was selten bei seinen Interviews passiert. An ein paar Stellen fühlte ich mich sogar innerlich nicken, im Sinne von „da hat er schon recht“, was auch eher selten passiert bei ihm. Natürlich steht der realitätsabgleich der letzten Jahre natürlich im Wege.
Was ich im generellen sagen wollte: Euer Interviewstil wird bei jedem „großen“ Interview besser! Ich bin weder vom Fach, noch könnt ichs so gut, aber ich erinnere mich an eure Selbstkritik nach dem Interview mit Mario Voigt. Auch wenns natürlich ein anderer Interviewpartner ist, wirkt ihr viel sicherer im Umgang und fragt auch deutlicher zurück. Auch eure direkte etwas schnodderige Art ist weiterhin klar da.
Also: Ein Tolles Interview, und ganz klar ein „Lage-Interview“!
Und ihr habts geschafft, dass Olaf Scholz mal sein „Die Ukraine darf nicht verlieren“ mal in Ansätzen erklärt hat. Das hat mWn bisher niemand ihm so gut aus der Nase gezogen.
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Mir hat eine Frage zur Wochnungsnot (seine versagende Ministerin) gefehlt.
Aber ihr habt viele gute Fragen gestellt. Irgendwas muss bei begrenzter Zeit auf der Strecke bleiben.
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Auch von mir Glückwunsch zu einem einstündigen Lage-Exklusiv Interview mit dem Kanzler! Ihr habt das super gemacht. Dennoch hat mich das Interview sehr frustriert. Ich hatte das Gefühl, ihr hattet sehr viele Themen auf der Liste, sodass dann am Ende für jedes Thema nur wenige Minuten Zeit waren, die gerade dafür gereicht haben, dass Olaf Scholz eure Kritik eher beiseitewischt und ihr noch eine kritische Nachfrage stellen könnt, bevor ihr weiter zum nächsten Thema müsst. Das ist natürlich nicht eure Schuld, so ist das eben, aber ich hatte oft das Gefühl Scholz will eure Fragen gar nicht verstehen und zieht einfach seinen Stiefel durch. Hat mich in meiner Sicht auf ihn auf jeden Fall bestätigt.
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Das Thema Gaza kam viel zu kurz, keine Nachfrage von euch, keine Korrektur der vorgeleierten Ausreden.
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Unmar
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Ich halte das nicht mehr aus: Olaf Scholz hat das Interview sehr gut überstanden. Unglaublich. „Deutschland der alte Mann Europas“ (again) und sowohl Merkel als auch Scholz – war schon Vizekanzler unter Merkel plus SPD seit 1998 nur zwischen 2009–2013 nicht in der Regierung – können von unserer vierten Gewalt nicht so gestellt werden, als dass ihnen selbst auffallen muss, wie gescheitert sie sind und wie extrem prekär Deutschland aufgestellt wird. … Das hält man doch alles nur sehr schwer aus. Gute Nacht, Deutschland!
Bitte keine Kraftausdrücke, das möchten wir hier nicht lesen.
Das überzeugt nicht wirklich. In Deutschland gab es 2023 2839 Verkehrstote.
Verkehrstote in Deutschland 2023 | Statista.
Auf Autobahnen starben 302 Menschen im Jahr 2023. Darunter waren 162 Pkw-Insassen und 74 Insassen von Güterkraftfahrzeugen (zum Beispiel Lkw, Sattelzugmaschinen oder Kleintransportern).
Und noch ein Vergleich mit anderen Ländern:
…
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Margarete
Hat dieses Thema aufgeteilt,
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8 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: AfD-Verbotsverfahren
Ist aus seiner Perspektive ja auch richtig, sich jetzt hervorzuheben, wo es vorher nur Ampelgrau gab.
In dem Zusammenhang habe ich gestützt als er meinte, dass es sein Verdienst/Idee war den 50Mrd Kredit aus den eingefrorenen russ Vermögen zu machen. Hab ich vorher so nie gelesen.
Am Ende finde ich seine ganzen Argumente zum Ukraine Krieg nicht überzeugend nach wie vor. Sich mit „Ich habe Putin gesagt er müsse seine Truppen abziehen“ wirkt schon fast lächerlich.
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Dave
22
Gratulation, dass Ihr es soweit geschafft habt, den Kanzler vors Mike zu bekommen.
Muss aber ehrlich sagen, dass ich diese Folgen mit Politikern nicht besonders mag. Je hochrangiger die Leute sind desto weichgespülter, nichts-sagender und unkonkreter werden die Aussagen. Am Ende war das eine einstündige Werbeveranstaltung für die SPD - oder nee… eigentlich für Scholz… Ich… Ich… Ich… (kein „wir“)… Kanzler im Wahlkampf. Da war jetzt nichts bei, was irgendeinen Mehrwert geboten hat… Nichts was er nicht an tausend andern Stellen auch schon so gesagt hat.
Ihr seid einer der wenigen Podcasts die ich nicht in 1,5-facher Geschwindigkeit höre… Diese Folge habe nichtmals zu Ende gehört… Nur Blabla…
lg, Dave
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In meinen Augen war das nicht sonderlich erfolgreich. Und es war anstrengend, wie häufig er „ich“ gesagt hat, wenn es um Erfolge der Regierung ging. Das ist immerhin keine One-Man-Show.
Zudem hat er oft ausweichend „geantwortet“. Und von Führung habe ich auch wenig gehört - schwierige Themen wollte er dann angehen, wenn es dafür Mehrheiten gibt. Klingt für mich nach Merkel - nicht steuern, sondern auf den Bevölkerungswillen reagieren (sofern durch Umfragen ersichtlich, nachdem die Springer-Presse den Anschub gegeben hat).
Vielen Dank für das Interview, das Gespräch hätte ich nicht führen wollen.
…
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Herbert
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Ich bin noch nicht durch und bin jetzt schon irritiert wie häufig er „darf ich das mal sagen“ oder „das werde ich jetzt schon nochmal sagen dürfen“ sagt. Als wenn ihm jemand den Mund verboten hätte?
Was soll das?
Ist das absichtlicher Wahlkampfstil um in eine Underdog-Rolle zu kommen?
Ist das der alte, weiße Mann, der zuletzt so viel Widerspruch erfahren hat?
Oder ist das womöglich ein Trinkspiel?
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Kann mich vielen vorherigen Kommenatren nur anschließen:
Anfangs war ich mir gar nicht sicher, ob ich mir das Interview anhören möchte, da Scholz in solchen Situationen seinem Spitznamen, Scholzomat/Teflon-Olaf, merh als gerecht wird.
Trotzdem war ich neugierig, ob ihr es vielleicht durch härteres und gezielteres Nachfragen schafft ihm etwas zu entlocken.
Nachdem ich die Episode gehört habe, muss ich sagen, dass sich beides bestätigt hat. Gerade die Tatsache, dass ihr beim „Ukrainie darf nicht Verlieren“-Thema so dran geblieben seid, hat mir sehr gefallen, als auch als es ums Klima ging.
Nichtsdestotrotz kam oft genug der Teflonolaf zum Vorschein mit schon 1000mal von ihm vorgetragenen Sätzen und Phrasen.
Zusammenfassend muss ich sagen, besser als erwartet und auf jeden Fall eine Million Mal besser als das Interview Miosga/Scholz.
Zwei Wünsche fürs nächste Mal:
- Gerade bei Interviewepisoden wünsche ich mir zusätzlich eine Video Version des Interviews, vielleicht auch nur Exclusiv für LagePlus Mitglieder? Wäre für mich jedenfalls ein Argument für eine Mitgliedschaft.
- Gerne noch längere Interviews, klar gerade beim Kanzler ist es schwierig überhaupt 'ne Stunde zu bekomme, aber bei anderen Gästen gerne deutlich länger.
Schönen 1. Advent!
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Mir hat die Folge auch gut gefallen. Wird es auch noch Interviews mit Friedrich Merz. Robert Habeck, Alice Weidel und Sahra Wagenknecht geben?
Bitte keine Bühne für Weidel und Wagenknecht.
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rlinner
28
Bei 400 000 downloads muss der Kanzler schon ran! Ihr habt es sehr gut gemacht, dennoch, wie für einige hier, ist die öde Sprache von Scholz selbst schon quälend. Inhalt, gar Erkenntnisgewinn war nicht zu erwarten, selbst bei guten und klaren Fragen. Seine Füllsätze und hölzernen Hervorhebungen („muss ich hier mal klar sagen“ - na was denn sonst im Hier und Jetzt, bei einem Interview, das Stimmen bringen soll?) sind Ballast, den man lieber nicht hören möchte. Für die Menschen in seiner Umgebung hoffe ich, dass Scholz ohne Öffentllichkeit gelöster ist, sonst müssten sie ja erfrieren.
An zwei Interviewstellen horchte ich auf: Na, das war jetzt fast menschlich und nicht vorhersehbar.
Gut, dass ihr CumEx herausgelassen habt. Das wäre peinlich geworden. Ich werde ihm aber diese unglaubliche Lüge (99,9% Sicherheit) immer nachtragen. Dass die SPD, für die ich immer noch eine gewisse Sympathie habe, glaubte, mit diesem steifen, kalten, arroganten Mann und dieser Leiche im Keller (die auch hätte ans Licht gebracht werden können) am besten fahren würde und immer noch soll, ist eine Traurigkeit für sich.
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PhilSie
29
Moin allerseits!
Ich bin erstaunt über die durchweg positive
Bewertung des Interviews hier. Ja, ein Kanzler-Interview ist eine Auszeichnung und krönt ganz sicher das Format, …aber ich wünschte, ich hätte die letzte Stunde dieses Abends anders verbracht.
Ich bin ein Riesenfan der Lage und sehr, sehr dankbar, dass es sie gibt, dennoch stelle ich (eigentlich immer) wieder fest, dass die Polit-Interviews von Voigt bis Scholz, so wie ihr sie führt, für mich nicht funktionieren; sie stehen, was den Hör-Mehrwert angeht, in einem krassen Gegensatz zu den wirklich ganz tollen Interviews mit den Maus, Reuschenbachs, Bachmanns etc.
Kurz: Wünschte mir mehr Konfrontation & Tiefe - für mehr Klarheit und nicht wegen des Radaus. Andernfalls ist das Berufspolitiker-Gelaber keine Freude. Es führt zu nichts. Und Olafs Ich-Inflation war kaum zu ertragen…
LG
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Für mich klang das ein wenig so, als wolle er sich als in der Öffentlichkeit falsch verstanden darstellen.
Generell noch Feedback: Ich finde die Interviews eigentlich ganz interessant, wenn auch manchmal schwer auszuhalten (Voigt war ganz schlimm, da war ich auf dem Rad auf dem Weg nach Hause als ich es gehört habe und wäre gern vor die nächste Mauer gefahren, gewissermaßen…). Was für mich für die Interviews spricht: Ich schaue z.B. gar kein TV mehr, habe nicht mal lineares Fernsehen. Politiker in Talkshows finden für mich de facto nicht statt. Ich vermute, dass ich damit nicht ganz allein bin. Da ist es schon ganz interessant, wenn man zwischendurch mal im Audioformat und den eigenen Gewohnheiten entsprechend Zugang bekommt und zumindest für mich ein Mehrwert.
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Matder
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Auch von mir Glückwunsch, dass die Lage es geschafft hat, den wichtigsten deutschen Amtsträger vor das Mikrofon zu bekommen.
Ich hab auch etwas gezögert mir das Interview anzuhören, weil ich bei nur einer Stunde erwartet habe, dass Scholz sich argumentativ nur einigelt, also viele schmallippige Antworten gibt, oder nur Allgemeinplätzchen verteilt, die man eh schon dutzende Male gehört hat.
Demgegenüber fand ich, dass Philip und Ulf den Kanzler an einigen Stellen dann doch aus der Reserve locken konnten und ihn zu etwas ausführlicheren Antworten bringen konnten. Inhaltlich kam aber trotzdem wenig neues herum. Aber vom deutschen Bundeskanzler kann man das leider auch nicht erwarten.
Ich höre die Lage eigentlich nicht unbedingt wegen Politiker-Interviews, sondern wegen der sehr ordentlichen Aufarbeitung von politischen Themen, aber ich fand das Interview trotzdem gut, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass man mit Olaf Scholz ein besseres, erkenntnisreiches Interview führen kann. Auch wenn das am Ende meine Entscheidung, die SPD auch bei dieser Wahl nicht zu wählen, nur bestätigt hat.
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