Den meisten Menschen wird es aber in ihrer Kaufentscheidung herzlich egal sein ob die chinesischen Module weniger Arbeitsschutz enthalten. Wenn sie vergleichbar gut aber wegen geringerer Löhne, größerer Effizienz in Produktion (wegen Mengen), weniger Abgaben etc günstiger sind, sind sie eine echte schwer absehbare Option. Am Ende hat man so mehr Geld übrig oder gewisse individuelle Investitionen werden so ggf. erst möglich durch den günstigen Preis.

Welche denn, die so viel härter als die „Intels Investition in Magdeburg ist dem Ampel Aus zum Opfer gefallen“? Das war eine glatte Lüge, um auf das „Ampel ist an allem schuld“-Konto einzuzahlen. Oder sie hat einfach keine Ahnung, was mindestens genauso schlimm wäre.

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Ich verweise auf die alten Threads.
We agree to disagree. Wir wiederholen uns.
Ich finde Voigts Aussagen viel schlimmer. Du nicht. Sei’s drum.

Und wirtschaftliche Grundfragen sind kein für die gesamte Öffentlichkeit relevantes Kernthema?

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Nicht bei einer Partei, die sowieso nur knapp in den Bundestag kommen könnte und andere Schwerpunkte hat. Über Wirtschaft wird gerade eh viel gesprochen.

Fragt doch Merz, Habeck und Scholz zu Wirtschaftsschaftsthemen. Deren Aussagen sind in diesem Zusammenhang wichtiger.

Warum ist es euch so wichtig, die Linke schlecht zu reden? Sie spielt für diese Entscheidungen eh keine Rolle.

Sie ist wichtig als Repräsentantin vieler Wähler:innen, die sonst keine Stimme im Bundestag haben. Für die Schwächsten der Gesellschaft.
Die Wirtschaft hat genug Fürsprecher. Abgesehen davon, dass Merz für mich auch kein gutes Wirtschaftskonzept hat.

Es geht nicht um die Linke. Wenn Linnemann oder Banaszak das erzählt hätten, wäre die Reaktion gleich gewesen. Man kann Politiker nicht mit zweierlei Maß messen: Entweder sie sagen etwas zu Themen, dann muss man sie alle gleichermaßen kritisieren dürfen (alles andere wäre heuchlerisch), oder sie enthalten sich mit „Zu dem Thema kann ich nichts beitragen“.

Mal ein Beispiel in die Gegenrichtung: Der Union wird völlig zurecht vorgeworfen, kein plausibles Konzept zur Klimapolitik zu haben. Würde sich ein CDU‘ler hinsetzen und offensichtlichen Stuss über Windräder verzapfen, würdest du ihn dann mit „Wieso fragt man die dazu? Wen stört das? Das sind eben keine Klimaexperten, die haben andere Schwerpunkte, sollen sich doch die Grünen um das Thema kümmern!“ davon kommen? Wahrscheinlich nicht.

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Entschuldige, aber darum geht es doch gar nicht. Es gab ein Interview mit der Vorsitzenden der Linkspartei, in dem sie zur Wirtschaftspolitik ihrer Partei befragt wurde. Und da fanden eben einige, dass sie keine gute Figur gemacht hat und andere, dass sie - wissentlich oder nicht - an einem Punkt die Unwahrheit gesagt hat.
Es ist ja nicht so, dass sich irgendjemand im Forum gedacht hätte „Au ja, jetzt gehen wir mal die Linke an“. Und ich finde es ehrlich gesagt etwas merkwürdig, dass du diese Kritik hier so angreifst, nur weil du persönlich die Linke oder deren aktuelle Führung gut findest - das kann doch kein Maßstab dafür sein, ob Kritik angemessen ist oder nicht.
Und Wirtschaft ist eben kein Nischenthema, bei dem es reicht, wenn nur einige Parteien etwas dazu zu sagen haben. Außerdem betont Schwerdtner ja im Interview explizit die wirtschaftspolitische Kompetenz ihrer Partei. Daher verstehe ich das Argument nicht, dass Wirtschaft bei der Beurteilung der Linken keine Rolle spielen solle.

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Ok.
Aber bei Merz-„Windräder sind hässlich“ weiß ich, dass er am Ende seine Black-Rock-Anti-Klimapolitik durchsetzen könnte, wenn er SPD und Grüne in Koalitionsverhandlungen gegeneinander ausspielt. Es hat einfach eine viel massivere Bedeutung.
Und es handelt sich nicht um Unwissenheit, sondern harte (Eigen-) Interessen und Lügen.
Ich hoffe, ihr wisst auch alle, dass die Union (und BSW) enorme Parteispenden entgegennimmt.

Aber ok. Lassen wir das. Du darfst selbstständlich bei deiner Meinung bleiben.

Was ist denn Schwerpunkt der Linken, wenn nicht ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik?

Sie wurde eben interviewt, natürlich setzt man sich dann auch kritisch mit ihren Argumenten auseinander. Das gilt gerade hier im Forum auch deswegen, weil wahrscheinlich einige mit dem Gedanken spielen, eventuell die Linke zu wählen.

Wenn sie sowieso keine Rolle spielt, wieso wurde sie dann interviewt? Im Gegenteil, gerade jetzt wäre es fundamental wichtig, einen linken Gegenentwurf zu Union und FDP (sowie SPD auf Seeheimer-Kurs und Grünen auf Realo-Habeck-Linie) zu formulieren. Allein schon um letztere unter Druck zu setzen, soziale Aspekte mehr zu berücksichtigen.

Sie repräsentiert faktisch diejenigen, die sie gewählt haben. Das sind im Moment 3-4%.

Ich stimme dir ja sogar zu, dass die Linke u.a. als Stimme für sozialere Politik wichtig ist! Das enthebt sie aber nicht von der Verantwortung, schlüssige Konzepte vorzulegen, wenn sie meine Stimme möchte.

Das hat hier glaube ich auch niemand behauptet.

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Puh. Ich habe mir nur erlaubt, darauf hinzuweisen, dass es eher ein Detail war, das nicht stimmte. Und alle hängen sich daran auf…
Hoffentlich verfolgt ihr die tausend Unwahrheiten der Union genauso gewissenhaft wie hier einen… ich würde es eher Versprecher nennen.
Übrigens müssen Lügner Linnemann, Spahn & Co eher selten erklären, wie sie bestimmte Dinge umzusetzen planen.

Jetzt ist aber gut. Ihr könnt aufhören. Wenn ich euch recht geben muss, damit ihr aufhört, auf mich einzureden, dann geb ich euch halt recht. :thinking:

Ich finde die Linke als Partei wichtig mit ihren Forderungen nach Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Mietendeckel, geringere Bonuszahlungen an Manager, die parallel Arbeitsplätze abbauen, Mindestlohn und vieles mehr.

Ich sehe die neue Linke in einem Lernprozess, sie haben nach dem Bruch mit dem BSW nun mal viele Leute aus der Führung verloren, die sie nun ersetzen müssen.
Ich hoffe, dass Ines Schwerdtner erkannt hat, wo sie gepatzt hat und bin mir sicher, dass sie in vielen Themen immer mehr Hintergrundwissen bekommen und sich besser einarbeiten wird.
Dennoch darf man ihre Falschaussagen natürlich kritisieren und das war definitiv eine, die mir auch sofort aufgefallen ist. Grundsätzlich gilt aber natürlich, dass eine Union ganz andere Möglichkeiten hat, ihre Leute auf ein Gespräch vorzubereiten und zu schulen.
Klar ist, dass wenn Frau Schwerdtner mit dem aktuellen Stand in eine Talkshow geht, wird sie von den anderen Parteien gegen die Wand gespielt. Aber das muss nichts schlechtes sein, denn in vier Jahren kann das schon wieder ganz anders aussehen.

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Das ist sehr wohlwollend formuliert. Man könnte auch sagen, die Partei ist ziemlich am rumeiern und einigermaßen desparat, weil sie weiß, dass die Wahl im Februar vermutlich ihre letzte Chance ist, bundespoltisch noch eine Rolle zu spielen, wenn nicht gar überhaupt noch länger zu existieren. Und dafür finde ich so einen Auftritt einfach nicht überzeugend genug - ebenso wie die „Aktion Silberlocke“.

Wenn die Linke nicht wieder in den Bundestag einzieht, dürfte in vier Jahren eher die Frage sein, in welcher Form die Partei noch existiert.

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Das sehe ich anders. Die jungen Frauen, die da gerade den Schwung reinbringen, sind absolut bemerkenswert. Heidi Reichinnek, Lea Reisner, Caren Lay, Clara Büngner und … ja … auch Ines Schwerdtner, die gerade wirklich viel zu wuppen hat, weswegen ich es nicht erstaunlich finde, dass dabei zunächst kleinere Fehler passieren.
Ist mir lieber als Politiker:innen, die alles besser zu wissen meinen und absichtlich Unsinn erzählen.

Gerade an der FDP sehen wir ja, dass ein Bundestagsaus nicht das Aus einer Partei bedeuten muss, zumal sie ja noch in diversen Landtagen sitzt.
Und links ist mittlerweile eine Riesenflanke offen, in die eine restrukturierte „die Linke“ gut reinstoßen könnte - gerade wenn das BSW sich in den nächsten Monaten oder Jahren entzaubern sollte.

Ich stelle überhaupt nicht in Abrede, dass das engagierte und auch beeindruckende Persönlichkeiten sind - ich spreche von der Partei als Ganzes, die seit Jahren hauptsächlich mit internen Streitigkeiten und Machtkämpfen beschäftigt ist und u. a. die Trennung von Wagenknecht & Co. jahrelang versucht hat zu vermeiden. In den Landesverbänden toben die Machtkämpfe weiter und darunter hat sowohl die inhaltliche Positionierung der Partei als auch ihre Attraktivität für Wähler enorm gelitten. Und dass die Partei seit der Abspaltung des BSW jetzt irgendwie geschlossen oder gar befreit wirken würde, kann ich einfach nicht feststellen - nicht unter der alten Führung und nicht unter der neuen.

Die Linke ist gerade noch in 7 Landtagen vertreten und in den meisten dieser Länder wurde lange vor der Abspaltung des BSW zuletzt gewählt. Die FDP ist hier ein schlechtes Beispiel, weil sie immer massive finanzielle Unterstützung erhalten hat. Davon kann die Linke nur träumen.

Ja, diese Lücke gibt es - aber etwa seit 20 Jahren. Das heißt leider nicht, dass die Linkspartei gut in der Lage gewesen wäre, sie zu füllen. Und aus meiner Sicht sprechen Interviews wie das von Schwerdtner leider auch nicht dafür, dass sich das bis Februar entscheidend ändern wird. Es ist ja nicht so, dass ich mir einen Untergang der Linken wünsche, ich halte ihn nur derzeit für ein wahrscheinliches Szenario.

Richtig!

Ich, ich, ich! Wozu soll ich sonst eine linke Partei im Bundestag haben? Für nette Worte und nette Ideen haben wir schon andere Schaumschläger.
Ich will eine Linke, die nicht nur mehr soziale Gerechtigkeit will sondern schlüssig (absolut schlüssig) weiß, wie sie dazu kommt.
Es ist so einfach für die konservative Kräfte linke Ideen als nicht möglich und nicht finanzierbar hinzustellen, weil keine Kompetenz bei den linken Parteien gesehen wird.

Schau doch nach Frankreich, die linke Seite gewinnt und steht da wie doof und streitet sich untereinander über Maßnahmen.

Links muss endlich kapieren, dass der Weg zur gerechten Gesellschaft wichtiger in der Beschreibung ist als das Ziel mit blumigen Worten ins Schaufenster zu stellen.

Also nochmal, links ohne Wirtschaftskompetenz ist nicht wählbar, da alles linke nur über Wirtschaft zu verändern ist.

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Frankreichvergleiche sind schwierig, weil Melenchon ein ziemlicher Demagoge ist. Das wird auch der Grund sein, warum sich die Linke dort nicht einigt.

Mein Eindruck ist, dass dort einiges im Umbruch ist.

Ich glaube, dass sich alle daran aufhängen, weil die Hinleitung zum Interview ja explizit die wirtschaftliche Lage war. Die beiden Meister haben den Kontext Wirtschaft ja explizit gesetzt.

Und leider waren die Lösungen nicht überzeugend und so floskelhaft wie die CDU bei Klimaantworten. Und ja, die beiden haben auch schon mal schärfer nachgefragt, das war schon sehr kuschelig und nett. Was ja mal sein darf, aber eben doch wie zweierlei Maß wirken kann.

Also es war beiderseits keine Sternstunde des Podcasts.

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Nein, fand ich gar nicht. Ich fand die amüsierte Kritik zwischen den Zeilen deutlich.
Aber lass einfach gut sein. Wir drehen uns im Kreis.

Wir hatten den Eindruck, dass sich unser Gast derart selbst zerlegte, dass es wirklich reichte, freundlich zu fragen :wink: Für wie abwegig oder jedenfalls dünn wir das eine oder andere gehalten haben, ist denke ich auch so deutlich geworden.

Zu Intel: ja, das war eine falsche Aussage von ihr, aber im Kontext des Interviews irrelevant, weil es nur um die Summe und die Strategie der Wirtschaftsförderung ging. Wenn man bei jedem Fehler reingeht, wird ein Interview unfokussiert und unhörbar. Voigt hingegen hat uns zu zentralen Fragen Unsinn erzählt.

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