CB87
15
Sehe ich ähnlich. Pistorius ist ein für mich ein 1 Themen Mann, von dem ich bisher nur Aussagen zur Bundeswehr kenne.
Er hätte das Glück, dass auf auf eine komplett überforderte Verteidigungsministerin folgte, einigermaßen als kompetenter wahrgenommen wurde und ein Mann ist. Man muss es leider immer noch so hart sagen.
Die GroKo ist die Antwort auf die selbe Frage die Trump zum Sieg half: Ging es dir vor 4 Jahren besser oder schlechter?
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DirkW
16
Ich denke, an Merz gibt es keinen Weg rum. Der hat konstant über 30%. Insofern sehe ich nur, falls die Prozente es erlauben, Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün. Einfach von den Mehrheitsverhältnissen… 
Pistorius ist nicht Scholz oder Merz. Das reicht leider schon für alle, für die andere Parteien keine Alternative sind. 
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relang
18
Ja, insbesondere, wenn sie eher hintere Listenplätze und eh nicht in den BR reinkommen werden.
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alper
19
Das ist von der SPD-Führung eine tapfere Entscheidung.
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Bembel
20
.(gek. durch Mod) Es ist total egal wer die SPD in den Wahlkampf führt … mögliche 2 oder 3% mehr oder weniger machen den Braten nicht fett. Die SPD geht mit Olaf Scholz in den Wahlkampf, verliert, Olaf Scholz übernimmt die Verantwortung, tritt zurück, die SPD geht in die Opposition und regeneiert sich in der Opposition. Die Regierung bilden CDU/CSU und Grüne.
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Larry
21
Liebe Lage,
macht doch Mal ein Interview mit Robin Mesarosch https://www.instagram.com/mesarosch?igsh=bHlvY2JsMjBhdnRh
Vielleicht eine SPD Nachwuchshoffnung nach dem Ground-Zero-Wahltag mit Olaf Scholz.
Würde mich freuen und danke für euren tollen Podcast!
Lars
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Ich glaube, dass ein Kandidat Pistorius vor allem die Grünen Stimmen gekostet hätte. Die Medien hätten es wohl als Zweikampf zwischen Merz und Pistorius geframet und die Grünen wären aus der medialen Aufmerksamkeit verschwunden. Jetzt haben die Grünen die realistische Chance bei den Bundestagswahlen vor der SPD zu landen und dann muss sich die CDU entscheiden, ob sie wirklich mit den Wahlverlierern von der SPD koalieren möchte oder nicht doch lieber mit den Grünen.
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Wow, da haben die sich Wahlkampfstrategen der SPD ja wirklich etwas einfallen lassen. Als Laie hätte ich gedacht, dass es darum geht möglichst viele Stimmen zu bekommen und nicht den Absturz als Kunstform zu erheben.
Da kann unsereins nur ehrfürchtig danebenstehen, staunen und lernen wie man Selbstdemontage mit maximaler Präzision inszeniert.
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Bembel
24
… wenn die SPD unter Merz Teil der nächsten Regierung wird, ist sie tot … Staatsräson sollte nicht bis zum Tod gehen! Die SPD braucht eine Pause, das wusste schon Andrea Nahles!
alper
25
Ich glaube es ist ähnlich wie bei den Demokraten in den USA: Es geht schon längst nicht mehr drum um Wahlen zu gewinnen.
Bei den US Democrats geht es darum zu tun als ob man die Wahl gewinnen möchte und zu schreien dass „die Lage jetzt doch sehr ernst sei“ und möglichst viel Geld einzusammeln was dann an allen Beteiligten verteilt wird. Aus dieser Ansicht war der letzte Wahlkampf für die eigentlich sehr erfolgreich.
Die Parteiführung, also alle in hoher Verantwortung,Scholz,Heil, Klingbeil, esken, etc, können nur gewinnen. Ein neuer Kanzlerkandidat hätte sie alle vor die Tür gesetzt, Ende der politischen Karriere. Wenn Scholz verliert passiert das gleiche. Aber es kann ein Wunder geschehen, damit wären die gerettet. Aber ich sehe da kein Wunder… in ganz DE gibts noch 200 Leute, die Scholz für einen guten nächsten Kanzler halten.
Flixbus
27
Es ist schon einigermaßen absurd, dass in Deutschland gefühlt eine Woche lang über kaum etwas anderes gesprochen wurde, als den Spitzenkandidaten einer 15%-Partei. Auch jetzt noch geht es nach meinem Eindruck viel mehr um Kandidaten, als darum, welche Parteien eigentlich für welche politischen Vorhaben stehen und welche davon in welchen Koalitionen am wahrscheinlichsten sind.
Und wenn man schon über „Beliebtheitswerte“ spricht, sollte man sich vergegenwärtigen, dass von den 10 beliebtesten Politikern auf einer Skala von -5 bis +5 gerade einmal drei einen positiven Wert haben (mit einem "Spitzen"wert von 2,2, der Drittplatzierte liegt schon bei 0,1
https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/zdf-politbarometer-november-ii-2024
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Die Umfragewerte sind im üblichen Bereich. Es ist selten, dass vor einer Wahl hohe Beliebtheitswerte bei Politikern stehen.
Ansonsten ist es leider so, dass Journalisten sich eher ungern die Mühe machen und gut recherchierte Berichte über Wahlprogramme machen. Stattdessen sahen sie sich in der Pflicht, die von der Führung ignorierte Stimmung der Partei in die Öffentlichkeit zu tragen und jetzt sehe ich den Versuch, im Nachhinein die eigene Einschätzung rechtzufrerigen.
Flixbus
29
Das stimmt empirisch einfach nicht. Momentan gibt es ganze 3 von 10 Politikern, die einen Wert von +0,1 oder besser erreichen. Bei den bisherigen Wahlen sah das im Monat der Wahl wie folgt aus:
2021: 6 von 10 bei +0,1 oder höher
2017: 9 von 10 bei +0,3 oder höher
2013: 7 von 10 bei +0,3 oder höher
2009: 8 von 10 bei +0,5 oder höher
2005: 6 von 10 bei +0,3 oder höher
Auch das ist ja kein Naturgesetz. Außerdem bestimmten Journalisten ja nicht (allein), worüber öffentliche Debatten stattfinden und worüber nicht.
Es hiflt aus meiner Sicht wenig, zu sagen, dass es ja schon immer so war, erst recht, wenn das objektiv gar nicht der Fall ist.
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Den Spitzenwert von 2,2 wirst du aber nicht als Ausreißer setzen können. Wobei ich zugeben muss, dass ich nicht mehr als Zahlen parat habe.
Dass der Politik echte Typen fehlen stimme ich zu. Hat schon Gründe, dass manche bis zum Tod im Bundestag sitzen bleiben. Und war Gregor Gysi überhaupt in deiner Liste? Ist vermutlich immer noch einer der beliebtesten Politiker. Und damit bestimmt natürlich auch nach wem man fragt, welches Ergebnis man bekommt.
nicki
31
Sehe ich auch so. Zumal ein Punkt nicht beleuchtet wurde, der aber in den USA deutlich wurde. Der Wahlkampf ist ohnehin nicht sonderlich lang. Wie soll man einen Pistorius abseits des Verteidigungsthemas der Öffentlichkeit verkaufen. In den USA haben viele sogar verpasst, dass Biden nicht mehr zur Wahl steht. Es ist ja zum Beispiel auch nicht gesagt ob mit Pistorius der Wählerwille in anderen Politikbereichen getroffen wird.
Abgesehen davon halte ich die Stilisierung Pistorius als Kanzler für reines Wunschdenken der Medien. Beliebtheitswerte haben nie langfristig gehalten (siehe Schulz, Steinbrück usw.)! Irgendwie scheint hier die Sehnsucht nach einem Horserace durchzuschimmern.
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Flixbus
32
Es ging mir überhaupt nicht um den Spitzenwert, sondern um die Zahl der Politiker, die auf der Skala zwischen +5 und +5 überhaupt einen positiven Wert erreichen. Und diese Zahl ist gegenüber früheren Wahlen deutlich gesunken.
Nur zur Info: Es ist nicht „meine Liste“, sondern die des Politibarometers von ZDF/Forschungsgruppe Wahlen, das Archiv ist hier einsehbar. Abgefragt werden bestimmte Namen, aber ob das mehr als die 10 jeweils 10 aufgeführten sind und wie die jeweils ermittelt werden, steht da leider nicht. Ich würde aber ohne dass es irgendwelche Indizien dafür gibt erst einmal bezweifeln, dass es Politiker gibt, die dauerhaft wahnsinnig beliebt sind, aber in der Liste einfach nicht auftauchen.
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relang
33
Ich denke, das wäre die beste Option für die SPD - mal gespannt ob es so kommt.
Das ist ja das schöne an Demokratie: alles ist möglich.