ffiene
8
Korrekt, die Lage hat Option 3.1 übersehen.
Ergebnis ist zwar dasselbe: Scholz bleibt Kanzlerkandidat.
Aber Pistorius tritt einfach nicht an.
Ist schlau, die darauf folgende Wahl abzuwarten.
Thema beendet. SPD wird Juniorpartner oder kommt gar nicht in die Regierung.
Mila
9
Ich habe witziger Weise die Lage bei der Kanzlerkandidatur völlig anders wahrgenommen, als ihr in der aktuellen Lage. Nämlich eher als Scheindebatte.
Pistorius selbst hat sich ja schon ziemlich früh klar hinter Scholz gestellt. Ein paar Genossen wollten zwar den unbeliebten Scholz loswerden, aber meiner Wahrnehmung nach hat niemand Pistorius gefragt, ob er denn selbst überhaupt mitmachen würde. Er war einfach nur der naheliegende Kandidat. Kann sein, dass ich da fehlinformiert bin, aber zumindest in meiner Bubble kam das so rüber.
Zumal Pistorius auch ein Risiko für die SPD wäre, weil sein Hintergrund bisher weitgehend undurchleuchtet ist. Laschet sind ja auch einige vergangene Skandälchen auf die Füße gefallen, die erst derart breit publik wurden, als er kandidiert hat.
Und abgesehen davon: jetzt mal ehrlich - warum sollte Pistorius oder irgendwer sonst denn ins Rennen ziehen? Der- oder diejenige kann im Nachgang auf die unbeliebte Ampel ja nur verlieren.
Das Festhalten an Scholz ist aus meiner Perspektive die Lösung, bei der die SPD jetzt schon den Wahlkampf als verloren gibt, aber damit zumindest nicht weitere Leute aus den eigenen Reihen opfert.
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s0west
11
Teile diese Ansicht. Mich hat die Breite der Diskussion der Lage an der Stelle auch verwundert.
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DirkW
12
Ich denke, den „Rebellen“ geht es durchaus um ihre Partei und nicht nur um Positionen.
Ganz nüchtern: die Ampel ist gescheitert, deren Boss war Olaf Scholz. Die SPD lungert irgendwo bei 15% plus minus rum. Olaf Scholz ist unbeliebt. Die Leute von der Basis sollen einen Wahlkampf gegen Windmühlen machen. Da hätte ich auch extrem Lust drauf…
Ich denke, wir sind uns einig, dass Olaf Scholz Friedrich Merz nicht mehr einholen kann. Blöde Frage: würde ein amtierender Bundeskanzler in die 2. Reihe als Minister gehen? Gab es das schon mal? Ich gehe davon aus, dass da jemand gewählt wird, der am Ende gar nicht zur Verfügung steht…
DirkW
13
Stell dir vor, es gibt einen äußerst beliebten und einen äußerst unbeliebten Politiker und niemand interessiert‘s. Irgendwer sollte mal die Verantwortung für das Desaster bei der SPD übernehmen. Lass mich nachdenken, wer kommt da in Frage? Abgesehen davon, wer sagt ihm, dass „der Unbeliebteste sein“ bedeutet, dass kaum ein Wähler ihn noch möchte und dass das der SPD Stimmen kosten wird?
Naja, Boris Pistorius hat jetzt klar und deutlich abgesagt. Was soll er auch tun, wenn er am Ende kein „Söder“ sein will. Da hätte Olaf Scholz schon selbst aktiv werden müssen…
Das wird ein schönes, vorhersehbares Desaster für die SPD 
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riodoro
14
Was hat es eig mit diesem Pistorius hype auf sich? Weiß irgendwer überhaupt wofür Pistorius inhaltlich steht? Ist er links oder konservativ? Nur weil er es geschafft hat nicht in ein Fettnäpfchen zu treten, soll er Kanzler werden, egal was seine Politik ist?
Außerdem war es doch klar, dass es Scholz wird. Die SPD ist und bleibt eine reine Establishment Maschine.
Und warum wird die Groko wieder einfach so hingenommen, haben alle schon wieder 2021 vergessen? Die Groko trägt einen Großteil der Schuld an der aktuellen Situation. In der aktuellen Folge wurde gesagt, die Leute wollen Wandel und die Groko ist kein Wandel.
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CB87
15
Sehe ich ähnlich. Pistorius ist ein für mich ein 1 Themen Mann, von dem ich bisher nur Aussagen zur Bundeswehr kenne.
Er hätte das Glück, dass auf auf eine komplett überforderte Verteidigungsministerin folgte, einigermaßen als kompetenter wahrgenommen wurde und ein Mann ist. Man muss es leider immer noch so hart sagen.
Die GroKo ist die Antwort auf die selbe Frage die Trump zum Sieg half: Ging es dir vor 4 Jahren besser oder schlechter?
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DirkW
16
Ich denke, an Merz gibt es keinen Weg rum. Der hat konstant über 30%. Insofern sehe ich nur, falls die Prozente es erlauben, Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün. Einfach von den Mehrheitsverhältnissen… 
Pistorius ist nicht Scholz oder Merz. Das reicht leider schon für alle, für die andere Parteien keine Alternative sind. 
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relang
18
Ja, insbesondere, wenn sie eher hintere Listenplätze und eh nicht in den BR reinkommen werden.
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alper
19
Das ist von der SPD-Führung eine tapfere Entscheidung.
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Bembel
20
.(gek. durch Mod) Es ist total egal wer die SPD in den Wahlkampf führt … mögliche 2 oder 3% mehr oder weniger machen den Braten nicht fett. Die SPD geht mit Olaf Scholz in den Wahlkampf, verliert, Olaf Scholz übernimmt die Verantwortung, tritt zurück, die SPD geht in die Opposition und regeneiert sich in der Opposition. Die Regierung bilden CDU/CSU und Grüne.
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Larry
21
Liebe Lage,
macht doch Mal ein Interview mit Robin Mesarosch https://www.instagram.com/mesarosch?igsh=bHlvY2JsMjBhdnRh
Vielleicht eine SPD Nachwuchshoffnung nach dem Ground-Zero-Wahltag mit Olaf Scholz.
Würde mich freuen und danke für euren tollen Podcast!
Lars
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Ich glaube, dass ein Kandidat Pistorius vor allem die Grünen Stimmen gekostet hätte. Die Medien hätten es wohl als Zweikampf zwischen Merz und Pistorius geframet und die Grünen wären aus der medialen Aufmerksamkeit verschwunden. Jetzt haben die Grünen die realistische Chance bei den Bundestagswahlen vor der SPD zu landen und dann muss sich die CDU entscheiden, ob sie wirklich mit den Wahlverlierern von der SPD koalieren möchte oder nicht doch lieber mit den Grünen.
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Wow, da haben die sich Wahlkampfstrategen der SPD ja wirklich etwas einfallen lassen. Als Laie hätte ich gedacht, dass es darum geht möglichst viele Stimmen zu bekommen und nicht den Absturz als Kunstform zu erheben.
Da kann unsereins nur ehrfürchtig danebenstehen, staunen und lernen wie man Selbstdemontage mit maximaler Präzision inszeniert.
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Bembel
24
… wenn die SPD unter Merz Teil der nächsten Regierung wird, ist sie tot … Staatsräson sollte nicht bis zum Tod gehen! Die SPD braucht eine Pause, das wusste schon Andrea Nahles!
alper
25
Ich glaube es ist ähnlich wie bei den Demokraten in den USA: Es geht schon längst nicht mehr drum um Wahlen zu gewinnen.
Bei den US Democrats geht es darum zu tun als ob man die Wahl gewinnen möchte und zu schreien dass „die Lage jetzt doch sehr ernst sei“ und möglichst viel Geld einzusammeln was dann an allen Beteiligten verteilt wird. Aus dieser Ansicht war der letzte Wahlkampf für die eigentlich sehr erfolgreich.
Die Parteiführung, also alle in hoher Verantwortung,Scholz,Heil, Klingbeil, esken, etc, können nur gewinnen. Ein neuer Kanzlerkandidat hätte sie alle vor die Tür gesetzt, Ende der politischen Karriere. Wenn Scholz verliert passiert das gleiche. Aber es kann ein Wunder geschehen, damit wären die gerettet. Aber ich sehe da kein Wunder… in ganz DE gibts noch 200 Leute, die Scholz für einen guten nächsten Kanzler halten.
Flixbus
27
Es ist schon einigermaßen absurd, dass in Deutschland gefühlt eine Woche lang über kaum etwas anderes gesprochen wurde, als den Spitzenkandidaten einer 15%-Partei. Auch jetzt noch geht es nach meinem Eindruck viel mehr um Kandidaten, als darum, welche Parteien eigentlich für welche politischen Vorhaben stehen und welche davon in welchen Koalitionen am wahrscheinlichsten sind.
Und wenn man schon über „Beliebtheitswerte“ spricht, sollte man sich vergegenwärtigen, dass von den 10 beliebtesten Politikern auf einer Skala von -5 bis +5 gerade einmal drei einen positiven Wert haben (mit einem "Spitzen"wert von 2,2, der Drittplatzierte liegt schon bei 0,1
https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/zdf-politbarometer-november-ii-2024
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Die Umfragewerte sind im üblichen Bereich. Es ist selten, dass vor einer Wahl hohe Beliebtheitswerte bei Politikern stehen.
Ansonsten ist es leider so, dass Journalisten sich eher ungern die Mühe machen und gut recherchierte Berichte über Wahlprogramme machen. Stattdessen sahen sie sich in der Pflicht, die von der Führung ignorierte Stimmung der Partei in die Öffentlichkeit zu tragen und jetzt sehe ich den Versuch, im Nachhinein die eigene Einschätzung rechtzufrerigen.