Ja, das hat er. Das wird sich aber nicht mehr verwirklichen lassen, wenn er in absehbarer Zeit kein Personal mehr hat! Es muss also im ureigensten wirtschaftlichen Interesse liegen, auch in Zukunft noch Fachpersonal zu haben…
Aber der Markt ist doch leer und wird zunehmend immer leerer - Fachkräftemangel?! Wenn es schlicht niemanden gibt, den man anlocken kann, was dann? Wenn wir, wie es vermutlich betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre, so lange, wie es noch irgendwie die Möglichkeit gibt, Fachkräfte abzuwerben, diese Möglichkeit nutzen und uns keine Gedanken darüber machen, wie wir Ausbildungen attraktiver machen, dann haben wir irgendwann ein Loch - ein Loch, dass 3,5 Jahre lang währt. Ich weiß jetzt nicht, welcher Betrieb eine so lange Durststrecke gut überstehen kann…
Natürlich, das kann passieren. Aber ja nicht bei jedem Auszubildenden. Viele meiner Freunde, die eine Ausbildung gemacht haben, haben diese ganz explizit auch gemacht, weil sie nicht für ein Studium aus ihrem gewohnten Umfeld weg wollten - und viele davon arbeiten bis heute in ihrem Ausbildungsbetrieb. Also ja, es wird immer Fälle geben, wo der Auszubildende nach Ende der Ausbildung den Betrieb wechselt. Deswegen aber sich grundsätzlich gegen eine bessere Bezahlung von Auszubildenden zu stellen halte ich für falsch.
Du meinst in Betrieben, die nicht ausbilden oder in Betrieben, die zwar ausbilden aber hinterher niemanden übernehmen, weil sie keinen Bedarf haben? Falls letzteres, wo haben sie denn dann hinterher gearbeitet? Außerdem, der Fachkräftemangel kommt und wird immer mehr - der Fall „kein Bedarf“ wird bald schlicht nicht mehr existieren!
Aber wenn meine Unterstützung für den Vorschlag, Ausbildungen über ein erhöhtes Entgelt attraktiver zu machen, in deinen Augen so grundfalsch ist, was ist denn dann dein Vorschlag für die Lösung des Problemes, dass immer weniger junge Menschen eine Ausbildung machen, was den Fachkräftemangel mehr verschärft?